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Namensfindung für Charaktere, komplizierter als man denkt?

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LaHallia:
Hallo Teufelchens,

gerade habe ich einen, für mich, recht interessanten Artikel auf "Der Tagesspiegel" gelesen, in dem es darum geht, wie wichtig (im Fernsehen) die Namen der Charaktere sind. Ganze Autorenteams zerbrechen sich wochenlang den Kopf darüber, wie der Assistent des Oberkommissars denn nun am besten heißen könnte.
Da muss schon Charakter in dem Namen stecken, der Beruf, die Art wie der Beruf ausgeübt wird... Ganz schön kompliziert was? 

Ich kopiere euch mal hier den Link rein:
"Tatort"-Kommissare und Namen


Macht ihr euch bei euren Charakteren auch so viele Gedanken drüber?
Mir fallen die Namen ehrlich gesagt immer spontan zum Charakter der Person ein. Ich fange an, mir über den Plot Gedanken zu machen, der Charakter nimmt langsam Züge an und plötzlich heißt sie Alina, oder Tuva Border, oder Candida Butler. Ganz 'ne einfache Sache bei mir.
Oder mache ich es mir vielleicht zu einfach?  :wasbesseres:
Wie steht ihr dazu?

Liebe Grüße,
LaHallia

Uli:
:-) ... ich mache mir das noch einfacher: Ich fange mit dem Namen an und stricke dann den passenden Charakter. Was ünrigend ziemlich der Realität entspricht: Es gibt da so eine Studie über Martins, aus der geht hervor, daß der Name ziemlich prägt.

Und es gibt Kevins ...

Ryek Darkener:
Was mir schon oft geholfen hat, ist bei den einschlägigen Webseiten für Namensbedeutung nachzusehen. Interessanterweise finden sich da auch oft die Namen oder sehr ähnliche, die man sich selbst ausgedacht hat.

"Nomen est Omen" gilt durchaus. Auch für Nachnamen.

Ginger:
Ich find Namensfindungen immer ziemlich schwer. Einfach weil ich mich wohler fühle beim Schreiben, wenn meine Charas (jedenfalls die wichtigen. Nebencharaktere werden lange Zeit mit X oder Y bezeichnet) einen Namen haben, der zu ihnen passt.

Was ich dann manchmal mache ist die Freundesliste auf FB durchzugehen, die zum Beispiel meine Cousine aus Schottland hat. Da sind dann Namen dabei von Personen die ich kenne, die mir aber nicht gleich einfallen würden und dann denke ich mir "Ja, der Name von der Person würde gut auf diesen Chara passen" und dann bäähm hab ich meistens einen Namen, den der Chara dann auch tatsächlich für immer hat :)

Aber Gedanken mach ich mir da schon darüber. Wobei ich manchmal dann so tolle Namen finde, dass sie in jeder Story mindestens einmal vorkommen sollen :P 

Viskey:
Bei mir gibt's solche und solche. Zum Glück sind die solchen in der Überzahl ... Ähem, also was ich meine:

Bei mir gibt's Figuren, die haben sofort einen Namen, zum Glück die meisten. Und dann gibt's ein paar ganz wenige, die sperren sich und sperren sich und sperren sich ... *seufz* Beim NaNo hab ich grad einen "Sperrer", den Friedmund. So heißt er jetzt, weil ich ihn halt irgendwie nennen muss beim schreiben, aber es bringt auch das Schreiben ziemlich ins Stocken, wenn ich weiß, der heißt eigentlich ganz anders. Ich muss mich dann immer zwingen, die Geschichte der Figur auf diesen Friedmund draufzupappen, obwohl sie dem gar nicht gehört. Aber irgendwie muss es ja weitergehen, und ... Gah, ich hasse es, wenn mir das passiert.
Auf der anderen Seite habe ich Birk, was eine Abkürzung seines Nachnamens ist (Birkmann), aber weder der volle Nachname noch sein Vorname (den ich tatsächlich jetzt vergessen habe) sind irgendwie von Bedeutung. Er ist Birk, fertig aus. Das reicht vollkommen, und er funktioniert bestens. Wenn ich ihn schreibe, habe ich immer das schöne Gefühl, dass das passt.

Über Namen nachdenken muss ich eigentlich nie, bzw. hilft nachdenken auch nicht weiter. Was nicht "von selbst" kommt, funktioniert sowieso nicht. Bei mir.


Aber bei einem Autorenteam ist das natürlich anders. Da müssen ja mehrere Leute unter einen Hut gebracht werden, und die sollten möglichst alle die gleiche Vision von dem Assistenten des Oberinspektors haben. Und da macht es natürlich Sinn, das bis ins Detail durchzudenken.

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