29 Februar 2020, 10:39:27

Autor Thema: Plotting nach John Vorhaus  (Gelesen 2153 mal)

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LaHallia

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Plotting nach John Vorhaus
« am: 11 Dezember 2013, 18:53:31 »
Hallöchen,

Die Methode nach John Vorhaus zu plotten ist kurz und übersichtlich. Wenn du damit fertig bist, hast du eine gute Idee der Grundstruktur deiner Geschichte.
Vorhaus arbeitet mit neun Punkten, die aneinandergereiht die wichtigsten Punkte deiner Geschichte abdecken.
Die Punkte sind:

1. Wer ist der Held?
Fange mit einem starken Charakter an.

2. Was will der Held?
Seine Ziele, Wünsche und Bedürfnisse, wobei es äußere und innere Bedürfnisse gibt, die zueinander in Konflikt stehen.

3. Die Tür geht auf.
Es ergibt sich ein Problem, eine Herausforderung oder Bedrohung, die für den Protagonisten alles ändert. Die aufgehende Türe soll für das äußere Bedürfnis gut, für das innere schrecklich sein, oder umgekehrt.

4. Der Held meistert die Lage.
Der Protagonist hat sofort Erfolg und meistert die „neue“ Welt, in die die aufgehende Türe ihn gestoßen hat. Allerdings ist dieser Erfolg nur oberflächlich und nicht von Dauer. Der wirkliche Kampf kommt erst auf ihn zu. Davon weiß er zum Glück noch nichts.

5. Ein Knüppel kommt geflogen.
Es gibt ein Schlamassel, etwas Schlimmes passiert, eine neue Gefahr tut sich auf, oder eine Komplikation entwickelt sich. Hier bietet sich eine Veränderung des Gemütszustandes des Protagonisten an.

6. Alles fällt auseinander.
Reiher negativer Ereignisse, dem Protagonisten wird womöglich klar, dass es irgendwie seine eigene Schuld ist.

7. Der Held erreicht den Tiefpunkt. Den Moment der Wahrheit.
Der Protagonist steht vor der endgültigen Frage/Entscheidung. Er ist zwischen zwei Bedürfnissen/Wünschen hin und hergerissen, die er beide will, die sich aber gegenseitig ausschließen.

8. Der Held riskiert alles.
Zum Beispiel indem er reinen Tisch macht, die Wahrheit sagt, die Lüge gesteht, die ihn bisher durch die Geschichte getragen hat. Hier ist es wichtig, dass der Held „das Richtige“ tut, ohne zu wissen, ob es sich auszahlt.

9. Was kriegt der Held?
Was hat er gelernt? Hat er sein Ziel erreicht, wenn nicht, was hat er stattdessen gewonnen?

Es gibt dazu auch ein Buch: „Handwerk Humor“ von John Vorhaus.
Für Diskussionen zu dieser Methode benutzt bitte den dafür vorgesehenen Thread.

Liebe Grüße,
LaHallia
« Letzte Änderung: 23 April 2016, 14:25:57 von LaHallia »
Sie müssen erzählerische Risiken eingehen. Vor allem aber: niemals versuchen, den anderen zu gefallen. Sie müssen so hoch zielen, dass Sie ganz tief fallen können. Dann vielleicht haben Sie Erfolg. (Frank Schätzing)