27 Januar 2021, 20:03:26

Autor Thema: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene  (Gelesen 3542 mal)

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Ginger

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AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« am: 14 Dezember 2016, 21:01:46 »
Hallo ihr Lieben

Ich habe Mal wieder eine Szene, die ich gerne hier einstellen möchte. Diesmal auch nicht in den internen Bereich, weil mit der Story an sich im Moment noch nichts passiert, also ... ja. Macht hoffentlich Sinn xD

Zur Vorabinfo.

Luka, Timo, Robin und Max sind eine Band, genannt Blackened Halo.

Luka - Leadsänger
Timo - Leadgitarrist
Max - Bassist
Robin - Schlagzeuger

Sissi ist Noras beste Freundin, die im Gedränge des Konzerts verloren gegangen ist. Deshalb kann Nora sie auch nicht finden.
Nora ist 17 Jahre alt und die Tochter einer sehr reichen Familie, die sie ziemlich an der kurzen Leine halten. Heute hat sie sich aber mit Sissi aus dem Haus geschlichen, um Blackened Halo zu sehen. Eine Band, die ursprünglich aus Deutschland kommt, allerdings der Chancen halber nach Amerika gegangen ist, um dort den Durchbruch zu versuchen. Was sie langsam schaffen, allerdings hat es deshalb etwas gedauert, bis sie nach Deutschland gekommen sind -> Nora musste sie an dem Tag einfach sehen - Deshalb hat sie sich auch rausgeschlichen, was sie davor eigentlich noch nie gemacht hat.

Ich glaube, dass das als Hintergrundinfo erst Mal reicht. Hoffe ich jedenfalls ... Ich werde es in der Röstung wahrscheinlich merken :P Die Szene findet relativ am Anfang des 2. Kapitels statt, sprich sie ist noch ziemlich am Anfang des Buches. (Seite 13-18)

Meine Fragen stehen am Ende :) Danke fürs Lesen und Rösten!

LG

Ginger



Ich kann nicht mehr atmen, kriege keine Luft mehr. Sie stehen vor mir. Sie sind wirklich da. Max, Timo, Luka und Robin legen los und alles um mich herum verschwimmt. Meine Augen sind nur auf die Bühne gerichtet, verfolgen jede Bewegung der Jungs. Ich heule gleich. Nein ehrlich, es würde mich nicht wundern, wenn mir gleich Tränen aus den Augen laufen würden. Es ist viel zu schön. Weshalb es auch richtig bescheuert ist, dass ich plötzlich nach hinten gedrückt werde. Stolpernd packe ich irgendwelche Körperteile von den Menschen, die um mich herumstehen, sodass es mich nicht auf meinen Hintern haut. Meine Trance ist vorbei und ich sehe mich verwirrt um. Was geht denn jetzt ab? Die Menge vor mir hat einen Kreis gebildet und ich ... ich stehe irgendwie ganz vorn. Wo ist Sissi?
Ich sehe mich fahrig um, aber sie ist nirgends zu sehen. Ganz große Klasse.
„Okay, Leute!“, ruft Luka, der Leadsänger, in sein Mikro. „Wir wollen jetzt den größten Circle Pit der Tour starten. Gestern waren wir in Stuttgart, da sind sie schon ganz schön abgegangen, aber ihr schafft das doch besser, oder?“ Er nimmt das Mikro vom Mund und die Menge brüllt. Ich brülle nicht. Ich habe Angst. Was ist ein Circle Pit?
„Okay!“, brüllt Luka ins Mikro und bewegt sich nach hinten. Okay? Was ist okay?
Meine Augen huschen über die Menschen, die alle ganz vorne im Kreis stehen. Sie grinsen. Wieso grinsen sie? Was zur Hölle passiert hier?
Plötzlich kribbelt mein Nacken. Ich runzle die Stirn und reibe darüber. Inzwischen klopft Robin wieder mit seinen Sticks aufeinander. Ein weiteres Mal suchen meine Augen nach irgendeinem Hinweis in den Gesichtern der Menschen vor mir, aber ich finde nichts. Bis ich an einem Augenpaar hängen bleibe.
Er sieht mich direkt an. Sieht nicht weg, als ich seinen Blick erwidere. Es ist ziemlich dunkel in der Halle, trotzdem erkenne ich eines. Er sieht gut aus. Ziemlich gut. Sein Mundwinkel zuckt und plötzlich bewegt er sich. Direkt auf mich zu. Was ist denn jetzt schon wieder los?
„Komm mit!“, brüllt er mir ins Gesicht, was ganz sicher daran liegt, dass es so laut ist, und packt meine Hand. Ich bin so durcheinander, ich reagiere gar nicht wirklich, sondern lasse mich einfach mitziehen, bis wir in der Mitte des Kreises stehen. Der Kerl vor mir grinst auf mich hinab, während er immer noch meine Hand hält. Plötzlich lehnt er sich nach vorne und bringt seinen Mund ganz nah an mein Ohr. „Mach einfach mit!“, ruft er über die Musik hinweg. „Das wird lustig.“
Was wird lustig? In dem Moment setzt die Musik für eine Sekunde aus und der Kerl legt einen Arm um meine Taille, während er meine Hand jetzt hochhebt. So, wie damals im Tanzkurs, wenn wir Walzer tanzen mussten. Die Musik setzt wieder ein, die Gitarren kreischen, das Schlagzeug trommelt und plötzlich vibriert der Boden. Die Menschen um uns herum rennen im Kreis und augenblicklich bewegen wir uns auch. Wir tanzen. Tatsächlich. Walzer. Während die Menschen um uns herum im Kreis laufen, tanzen wir Walzer. WALZER! Ich hebe meinen Kopf und sehe den Kerl an. Er grinst immer noch, während er mich ohne Vorwarnung um meine eigene Achse wirbelt und wieder auffängt. Meine Hände krallen sich in sein T-Shirt, da ich fast das Gleichgewicht verliere, aber er hält mich auf den Beinen.
„Lass einfach locker!“, ruft er und dreht uns ein bisschen schneller. Und plötzlich mache ich das auch. Das Lachen drängt sich an die Oberfläche und ich kann gar nicht mehr aufhören damit. Der Tanz passt überhaupt nicht zur Musik, gar nicht, aber irgendwie kümmert das keinen und mich erst Recht nicht. Wir bewegen uns im Einklang, wippen hin und her und ich habe keine Ahnung, ob wir wirklich Walzer tanzen oder eher eine etwas abgewandelte Variation davon. Irgendetwas ziemlich krüppelhaftes.
Ich fühle nur seine Hand auf meinem Rücken und seine andere in meiner, wie weich seine Haut ist und wie verdammt gut er riecht. Wir bewegen uns immer weiter, der Boden vibriert immer noch, doch irgendwann ist es vorbei und verdammt, ich will ihn nicht loslassen. Ich will weitertanzen.
Wir bleiben langsam stehen und der Kerl sieht auf mich hinab. Inzwischen haben die Menschen um uns herum auch aufgehört zu rennen und verteilen sich auf die freie Fläche. Er beugt sich zu mir.
„Es war mir ein Vergnügen“, sagt er, diesmal in einer ganz normalen Lautstärke und allein seine tiefe Stimme jagt mir einen Schauer über den Rücken. Oh, du meine Güte. Aber es wird noch heftiger, als seine Lippen für eine winzige Sekunde meine Wange berühren. Würde mich nicht wundern, wenn ich gleich wie eine Schlammpfütze auf dem Boden liege. Er lässt mich los und alles in mir drängt mich dazu, wieder nach ihm zu greifen, aber ich lass es bleiben, weil das doch sehr armselig wäre. Er zwinkert mir zu, grinst nochmal breit, tritt einen Schritt zurück und schon ist er weg. Zu viele Menschen stehen im Weg und ich sehe ihn nicht mehr. Irgendwie fühlt sich das doof an. Er fehlt ... aber das kann nicht sein. Das ist doch total bescheuert.
Gott, komm mal wieder mit deinem Leben klar, Nora.
Ich schließe für einen Moment die Augen und stelle mich schließlich auf meine Zehenspitzen. Wo zur Hölle ist Sissi hin? Und wieso ist sie so klein?
Keine Chance. In der Dunkelheit finde ich sie auf keinen Fall und das Drängen der Menschen wird wieder stärker. Ich sehe auf die Bühne, verfolge das, was passiert. Mir ist warm. Nein, total heiß. Die Menschen sind plötzlich einfach zu viel. Deshalb drehe ich mich schließlich um und kämpfe mich durch die Menge nach hinten. Dabei ernte ich ein paar ganz komische Blicke. Klar, wieso sollte jemand von vorne nach hinten wollen? Die halten mich bestimmt für total bekloppt.
Am Ende der Menschenmasse kann ich endlich wieder atmen und gehe weiter bis zur Bar. Auf dem Weg dorthin krame ich in meiner Hosentasche nach den zwanzig Euro, die ich mir daheim noch eingesteckt habe und bestelle erst Mal ein Wasser. Da kribbelt mein Nacken schon wieder und im nächsten Moment lehnt sich jemand neben mich. Ich will nicht gucken. Ich will gucken. Ich will nicht gucken. Ich will gucken! Wo bleibt mein Wasser?
„Hey.“
Mein Herz hüpft einmal auf und ab. Okay, jetzt muss ich ja gucken. Wäre ziemlich unhöflich, wenn ich das nicht machen würde. Genau.
„Hey“, antworte ich und lächle ihn an.
„Dein Wasser“, sagt der Barkeeper und stellt den Becher vor mir ab. Ich zahle und drehe mich wieder zu meinem Tanzpartner um. Er hält inzwischen eine Bierfalsche in der Hand. Die andere streckt er nach mir aus, hält sie mir hin.
„Elias“, sagt er und kann sogar recht normal sprechen, weil es hier hinten gar nicht mehr so laut ist. Ich bin versucht mir meine Hand an der Hose abzuwischen, weil sie bestimmt feucht ist, lass es aber sein. Das verschreckt ihn bestimmt.
„Nora“, antworte ich und lege meine Hand in seine. Gott, fühlt sich das gut an.
Elias grinst, lässt meine Hand los und setzt die Bierflasche an seine Lippen. Er nimmt einen großen Schluck, wischt sich mit dem Handrücken über den Mund und stellt das Bier auf den Tresen. Er kommt näher.
„Ich sehe dich hier das erste Mal“, sagt er. Ich runzle die Stirn und sehe mich um.
„Sind hier nicht ein bisschen zu viele Menschen, um das zu wissen?“
Elias lacht. Und Hölle, klingt das toll.
„Naja“, sagt er und kommt tatsächlich noch ein bisschen näher. „Ich bin seit fünf Jahren eigentlich jeden Tag hier und ich glaube, ich habe inzwischen alle aus dem Kaff hier gesehen, die auf diese Musik stehen. Dich aber noch nie.“ 
War ja auch noch nie hier. Ich greife nach meinem Wasser und trinke einen Schluck. „Ist mein erstes Konzert“, murmle ich und stelle den Becher zurück. Elias lächelt mich immer noch an. „Eigentlich war ich mit einer Freundin hier, aber die habe ich verloren.“
„Das passiert ziemlich schnell. Ich glaube, ich war noch nie auf einem Konzert, auf dem ich niemanden verloren habe. Meistens fährt man nur zusammen hin und macht bis zum Ende sein eigenes Ding. Wäre ein Wunder, wenn du sie vor Ende wiederfindest.“
Na toll. Trotz seiner Worte und ganz ehrlich, die Chance Sissi zu finden ist wirklich winzig klein, nicht nur wegen ihrer Größe, stelle ich mich auf Zehenspitzen und scanne die Menge. Nope. Keine Sissi. Niemand, den ich kenne. Nur die Band. Und neben mir Elias.
Elias. 



Soooo.

Meine Fragen:

1. Nora hat eigentlich einen Freund. Sind ihre Gedanken gegenüber Elias trotzdem angemessen und "harmlos" genug?
2. Ist das Kennenlernen zu "kitschig" ?
3. Wie findet ihr die Szene generell? Sie ist eigentlich eine gute Zusammenfassung des Schreibstils, den ich im ganzen Roman bis jetzt habe, weshalb mich interessieren würde, wie euch die Erzählstimme gefällt. Passt das zu einer 17 Jährigen? Einer ziemlich behüteten 17 Jährigen?

Nochmals
LG
Ginger

Viskey

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #1 am: 14 Dezember 2016, 22:48:54 »
Hi, Ginger!

Schön, mal wieder was von dir auf dem Rost zu haben.  :cheer:

Ich muss eine Frage vorausschicken: Wo genau findet das statt, bzw. sehen Konzerte heutzutage so aus?
Als ich vor langer, langer Zeit, in meinen jungen Jahren, auf Konzerte ging, gab's da keine Bars mit Wasser (und Bier schon gar nicht). Und wenn die Band wirklich angesagt war, gab's keine Chance, dass sich da auch nur eine Lücke gebildet hätte, in der ein einzelner Mensch Platz gehabt hätte, von einem Kreis, in dem ein Paar Walzer tanzen kann, ganz zu schweigen.

Ich bin diesbezüglich ziemlich verloren.

Aber nun zu deinen Fragen:
1. Nora hat eigentlich einen Freund. Sind ihre Gedanken gegenüber Elias trotzdem angemessen und "harmlos" genug?
2. Ist das Kennenlernen zu "kitschig" ?
3. Wie findet ihr die Szene generell? Sie ist eigentlich eine gute Zusammenfassung des Schreibstils, den ich im ganzen Roman bis jetzt habe, weshalb mich interessieren würde, wie euch die Erzählstimme gefällt. Passt das zu einer 17 Jährigen? Einer ziemlich behüteten 17 Jährigen?

1. Ich fand die Gedanken nicht besonders harmlos (in dem Alter, wenn ich mich recht erinnere ist das schon ziemlich heftig) und von daher ... über angemessen ist schlecht zu urteilen ohne zu wissen, worauf u ginauswillst. Und mir ist sie ein bisschen zu sehr hingerissen. Ich könnte auf ein paar "Gott, klingt/riecht/o.ä. der gut" verzichten. Dass sie einen Freund hat, auf die Idee wäre ich von dem Ausschnitt her nicht gekommen. Da würde ich mir zwischen der Anhimmelei mal einen schuldbewussten Gedanken an den Freund erwarten.

2. Nö. Ich hatte eine Freundin - in exakt diesem Alter - die ihren Freund auf einem Konzert kennengelernt hat. Sie haben nicht miteinander getanzt, sie hat ihn sogar erst mal angepfiffen, weil er ihr dauernd den Ellenbogen in den Rücken stieß. Aber danach waren sie eine Weile zusammen.

3. Sprachlich ist bei dir immer alles ok. ;)

lg, Viskey
« Letzte Änderung: 14 Dezember 2016, 22:51:37 von Viskey »
"There is no such thing as bad work, just unfinished work." - Eric Idle

Ginger

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #2 am: 14 Dezember 2016, 23:07:56 »
Hey Viskey :)
Danke für deine Röstung :)

Es ist eine Art Club, in der das Konzert stattfindet. Die Band ist sozusagen gerade erst dabei, ganz nach oben zu klettern.
Als Vorbild für diesen Club habe ich das Backstage München genommen. Da finden an einigen Abenden Konzerte statt, an anderen ist es aber ein Club, in dem härtere Musik gespielt wird. Sprich da gibt es normale Bars, die auch durchgehend offen sind. Also nicht vergleichbar mit der Olympiahalle oder sowas :)

Ein Circle Pit ist etwas, das auf Rock - Konzerten ziemlich oft stattfindet. Bin da auch schon des öfteren mitgelaufen :D Das sieht zum Beispiel so aus: https://www.youtube.com/watch?v=14X1FZZbnj4  (Avenged Sevenfold! MEINE LIEBLINGSBAND *KREISCH* )

Zitat
1. Ich fand die Gedanken nicht besonders harmlos (in dem Alter, wenn ich mich recht erinnere ist das schon ziemlich heftig) und von daher ... über angemessen ist schlecht zu urteilen ohne zu wissen, worauf u ginauswillst. Und mir ist sie ein bisschen zu sehr hingerissen. Ich könnte auf ein paar "Gott, klingt/riecht/o.ä. der gut" verzichten. Dass sie einen Freund hat, auf die Idee wäre ich von dem Ausschnitt her nicht gekommen. Da würde ich mir zwischen der Anhimmelei mal einen schuldbewussten Gedanken an den Freund erwarten.

Werde ich beachten :) Ihr Freund ist ... ich denke, dass es aus dem Ausschnitt davor herausgehen könnte, dass sie ihren Freund zwar mag, aber nicht liebt. Dass sie vielleicht einfach nur noch mit ihm zusammen ist, weil ... halt. Weil halt. Den schuldbewussten Gedanken, den hat sie noch danach dann. Aber wenn ich den noch hier hätte reinbringen wollen, dann wäre die Szene zu lang geworden und das schreckt beim Rösten oftmals ab. Diesbezüglich muss ich dann wohl beim Testlesen nochmal genau nachfragen, wenn eine längere Szene "beurteilt" wird :) Aber ein guter Anstoß, dass das auf jeden Fall drin sein muss und dass es dann wichtig wäre, schon von vornherein klarzustellen, wie Nora zu ihrem Freund steht (Ist so etwas wie eine "arangierte Beziehung" der Eltern. Also nicht direkt, aber die Beziehung ist von den Eltern der beiden schon seeeehr gewollt)
Zitat
2. Nö. Ich hatte eine Freundin - in exakt diesem Alter - die ihren Freund auf einem Konzert kennengelernt hat. Sie haben nicht miteinander getanzt, sie hat ihn sogar erst mal angepfiffen, weil er ihr dauernd den Ellenbogen in den Rücken stieß. Aber danach waren sie eine Weile zusammen.

Puh. Ja, ich bin meinem Freund damals auf den Kopf gefallen und so haben wir uns kennengelernt, aber gut, dass das Tanzen nicht kitschig rüberkommt. Das mag ich nämlich - und das ist der Anstoß für eine weitere Szene, die ich ebenfalls SEHR gerne mag :P

Zitat
3. Sprachlich ist bei dir immer alles ok. ;)
:biggrin: :biggrin: Dankeschön! Auch das freut mich natürlich. Weil ich weiß, dass ich dadurch in die richtige Richtung fahre :D

Danke nochmal für deine Röstung!

Viskey

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #3 am: 14 Dezember 2016, 23:33:25 »
 :schnief:

Okay. Damit bin ich dann wohl offiziell alt, was? Oder einfach nur langweilig. Auf solchen Konzerten war ich jedenfalls nie, immer nur in Stadien oder ausdrücklichen Konzerthallen.
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Mondstern

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #4 am: 15 Dezember 2016, 01:49:42 »
Hi Ginger,

für die Zukunft spendier ich dir mal einen ganzen Sack mit "Leerzeilen" Das macht das Lesen am Monitor um einiges einfacher.  ;)
Ein schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. Die Gute bestellt sich ein Wasser?
Zu meiner Zeit hätten sie dich bei dem Getränkewunsch aus der Halle geworfen.   8)

1. Nora hat eigentlich einen Freund. Sind ihre Gedanken gegenüber Elias trotzdem angemessen und "harmlos" genug?

Ist schwer zu beantworten. Hier musst du die Figur einfach nach deiner Vorstellung zeichnen. Ich weiß aber auch nicht, worauf die Geschichte hinauslaufen soll.

Zitat
2. Ist das Kennenlernen zu "kitschig" ?

So spielt das Leben. Finde ich okay.

Zitat
3. Wie findet ihr die Szene generell? Sie ist eigentlich eine gute Zusammenfassung des Schreibstils, den ich im ganzen Roman bis jetzt habe, weshalb mich interessieren würde, wie euch die Erzählstimme gefällt. Passt das zu einer 17 Jährigen? Einer ziemlich behüteten 17 Jährigen?

Wie soll ich sagen? Ich hab’s gelesen, und würde noch weitere Zeilen lesen (hört sich schon mal positiv an) Die Erzählstimme - mein erster Gedanke - passt.

Sollte sie sich aber nicht mehr Gedanken über die verschwundene Freundin machen? Sie ist weg, ein komisches Gefühl bleibt. Kommt stark drauf an, wie es weitergehen soll.

Ein bleibender Eindruck meiner Konzertzeit ist, dieses gnadenlose Gedränge. Und die zahlreichen Bierleichen. Da würde mir in deinem Text noch mehr "Atmosphäre" gefallen.

Soweit mein spontaner Eindruck
LG Mondstern


Ginger

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #5 am: 16 Dezember 2016, 20:13:51 »
Hallo Mondstern. Vielen dank für deine Röstung:)

Also ich war schon auf eeiinigrn Konzerten und habe immer nur Wasser bestellt weil ichmeist mit dem Auto da bin und deshalb nichts trinken möchte :)

Ich weiß nicht, ob sich das inzwischen sooo geändert hat oder ob es einfach von Konzert zu Konzert verschieden ist aber ich war auch schon auf Konzerten von heftigen Bands und da war keine einige Bierleiche anwesend weil es ... um die Musik ging und nicht ums Saufen XD

Ich werd nach dem Testlesen entscheiden, ob ich da etwas ändere denke ich :)

Das Gedränge wird davor beschrieben, also
Ist der Punkt abgeharkt :)

Danke für deine Röstung :)
Lg
Ginger

Sana

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #6 am: 16 Dezember 2016, 20:47:37 »
1. Nora hat eigentlich einen Freund. Sind ihre Gedanken gegenüber Elias trotzdem angemessen und "harmlos" genug?
Ich habe nirgends konkret und deutlich gelesen, dass sie sich auf der Stelle von ihm nehmen lassen will. Und da sie ja einen Freund hat,wird sie ja wenigstens ein bisschen Erfahung haben. Daher finde ich ihre Gedanken harmlos genug.
2. Ist das Kennenlernen zu "kitschig" ?
Nein.Und ich hab eine Kitsch-Unverträglichkeit.
3. Wie findet ihr die Szene generell? Sie ist eigentlich eine gute Zusammenfassung des Schreibstils, den ich im ganzen Roman bis jetzt habe, weshalb mich interessieren würde, wie euch die Erzählstimme gefällt. Passt das zu einer 17 Jährigen? Einer ziemlich behüteten 17 Jährigen?

Die Gedanken sind frei. Und gerade Nora, als überbehütetes Töchterchen sollte sogar rebelllische Gedankengänge haben. Jeder braucht ein Ventil.
Stillistich drückt sie sich auch passend zum Alter aus.
Und jetzt hast du mir Lust auf ein Konzert gemacht, weil du die Stimmung gut rüber gebracht hast.


Zitat
Ich sehe mich fahrig um, aber sie ist nirgends zu sehen.
Das mag ich nicht^^
"Ich sehe mich hastig um" passt besser ins Kopfkino. Fahrig, das ist zerstreut und Nora ist ja eher erschrocken, dass Sissi weg ist.

Zitat
Wo zur Hölle ist Sissi hin? Und wieso ist sie so klein?
Der zweite Satz hakt auch ein wenig.

Ginger

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AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #7 am: 16 Dezember 2016, 23:05:58 »
Hallo Sana :) Vielen Dank für deine Röstung! :)

zu 1. Das beruhigt mich. Ich will natürlich, dass Nora sympathisch ist, wenn sie jetzt aber trotz Freund total "TAKE ME!" wäre, dann ... würde ich sie auch nicht mehr sympathisch finden xD Deshalb finde ich es natürlich beruhigend, dass du sagst, dass es für dich harmlos genug ist :)

zu 2. Puh! Und wenn du eine Kitsch - Unverträglichkeit hast, dann heißt das was. Also ... puh! :D

zu 3. Auch da freut es mich natürlich, dass der Schreibstil passt.
Zitat
Und jetzt hast du mir Lust auf ein Konzert gemacht, weil du die Stimmung gut rüber gebracht hast.
Das freut mich und .... sorry? ^^

Deine zwei weiteren Anmerkungen habe ich mir für die Überarbeitung aufgeschrieben :)

Danke nochmal!

Lg
Ginger

Mondstern

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #8 am: 17 Dezember 2016, 00:56:29 »
Also ich war schon auf eeiinigrn Konzerten und habe immer nur Wasser bestellt weil ichmeist mit dem Auto da bin und deshalb nichts trinken möchte :)

Ich weiß nicht, ob sich das inzwischen sooo geändert hat oder ob es einfach von Konzert zu Konzert verschieden ist aber ich war auch schon auf Konzerten von heftigen Bands und da war keine einige Bierleiche anwesend weil es ... um die Musik ging und nicht ums Saufen XD

Ich werd nach dem Testlesen entscheiden, ob ich da etwas ändere denke ich :)

Nein, um Gottes Willen nicht. Das war spaßig gemeint. Und .. ich bin ja auch ein paar Jährchen älter, und zwar vor 20 Jahren regelmäßig auf Konzerten. Da gab’s eine reichhaltige Getränkeauswahl. Bier oder Cola  ;)

Zitat
Das Gedränge wird davor beschrieben, also
Ist der Punkt abgeharkt :)

Stellst du diese Szene hier auch mal ein? Würde mich interessieren. (ich hab in meinem Roman auch eine Konzertszene)

LG Mondstern

Trallala

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #9 am: 17 Dezember 2016, 14:19:24 »
Hi Ginger,

ich gebe zu, ich musste mir einen Circle Pit erst einmal auf youtube anschauen. Faszinierend, dass das funktioniert.

Ansonsten kann ich es kurz machen:

Zitat
1. Nora hat eigentlich einen Freund. Sind ihre Gedanken gegenüber Elias trotzdem angemessen und "harmlos" genug?

Aus meiner Sicht ja, kommt halt drauf an, wie spießig sie drauf ist.

Zitat
2. Ist das Kennenlernen zu "kitschig" ?

Tja, ich gehe mal davon aus, dass die Band keine harmlose Popband ist, sondern härter drauf. Da finde ich das mit dem Walzer schon eher komisch. Aber auf jeden Fall nicht kitschig.


Zitat
3. Wie findet ihr die Szene generell? Sie ist eigentlich eine gute Zusammenfassung des Schreibstils, den ich im ganzen Roman bis jetzt habe, weshalb mich interessieren würde, wie euch die Erzählstimme gefällt. Passt das zu einer 17 Jährigen? Einer ziemlich behüteten 17 Jährigen?

Das passt für mich alles ganz gut. Zielgruppe ab 14, oder? Ich würde sagen, da bist Du auf dem richtigen Weg.


Viel Erfolg damit, macht sicher Spaß, dass zu schreiben.

T!
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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #10 am: 17 Dezember 2016, 15:36:14 »




Tja, ich gehe mal davon aus, dass die Band keine harmlose Popband ist, sondern härter drauf. Da finde ich das mit dem Walzer schon eher komisch. Aber auf jeden Fall nicht kitschig.


Findest du? Härtere Bands haben einen interessanten Sinn für Humor. Da wird auf Heavy Metal Festivals auch gerne mal ein Kirchenlied gerockt.Oder in gelben Gummisstiefel über die Bühne gesprungen, oder mit einer Heidiperücke. Oder andere Künstler parodiert.Oder...ach ich höre besser auf. :rotwerd:
Daher finde ich das passend^^





Trallala

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #11 am: 17 Dezember 2016, 17:23:41 »
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« Letzte Änderung: 17 Dezember 2016, 17:25:29 von Trallala »
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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #12 am: 17 Dezember 2016, 17:24:28 »





Tja, ich gehe mal davon aus, dass die Band keine harmlose Popband ist, sondern härter drauf. Da finde ich das mit dem Walzer schon eher komisch. Aber auf jeden Fall nicht kitschig.


Findest du? Härtere Bands haben einen interessanten Sinn für Humor. Da wird auf Heavy Metal Festivals auch gerne mal ein Kirchenlied gerockt.Oder in gelben Gummisstiefel über die Bühne gesprungen, oder mit einer Heidiperücke. Oder andere Künstler parodiert.Oder...ach ich höre besser auf. :rotwerd:
Daher finde ich das passend^^

Dann passt es ja

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #13 am: 17 Dezember 2016, 19:03:49 »
Hallo Ginger,

Zitat
Er hält inzwischen eine Bierfalsche in der Hand.

Herrlicher Verschreiber!  :)

Aber jetzt im Ernst: ein Text, der locker flockig und ein kleines bisschen redundant geschrieben ist (für meinen Geschmack). Typisch Ginger eben.  Sehr viel Innensicht/Gedanken der Prosa, wie es dort aussieht und wie die Atmosphäre ist, kann ich aus diesem Abschnitt nicht so recht nachfühlen.

Doch nun zu Deinen Fragen:

Zitat
1. Nora hat eigentlich einen Freund. Sind ihre Gedanken gegenüber Elias trotzdem angemessen und "harmlos" genug?

Na wenn das nicht harmlos ist, dann weiß ich auch nicht … sie fühlt sich angezogen, vom Ausziehen trennen sie noch Welten.

Zitat
2. Ist das Kennenlernen zu "kitschig" ?

Überhaupt nicht.


Zitat
3. Wie findet ihr die Szene generell? Sie ist eigentlich eine gute Zusammenfassung des Schreibstils, den ich im ganzen Roman bis jetzt habe, weshalb mich interessieren würde, wie euch die Erzählstimme gefällt. Passt das zu einer 17 Jährigen? Einer ziemlich behüteten 17 Jährigen?


17 Jahre alt war ich schon lange nicht mehr. Aber für mein Gefühl könnte der Stil ganz gut passen.

Viel Spaß beim Schreiben!

LG Oldlady

Ginger

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Re: AT: Das letzte Jahr - Konzertszene
« Antwort #14 am: 18 Dezember 2016, 17:55:43 »
Hallo :)

@Mondstern

Okay ^^ Ich war mir nicht sicher ;)
Ob ich die Szene einstelle weiß ich noch nicht genau. Eventuell nach der 1. Überarbeitung, sollte ich da irgendwas "komisches" merken. Wenn du sie aber jetzt schon lesen willst, kannst du mir natürlich gerne eine PM schicken :)

@Trallala

Es ist faszinierend. Und richtig lustig, wenn man mitläuft (Meistens). Aber da das Publikum auf Heavy Metal Konzerten eh immer ein Traum ist, funktioniert sowas auch super :) Erst letztens hat sich die halbe Konzerthalle auf den Moden gesetzt und gerudert ;)

zu 1) Gut, dass sie harmlos genug sind. Ich will ich hier einfach immer wieder vergewissern, damit es auch für die Zielgruppe noch angemessen genug ist :)

zu 2) Das mit dem Walzer ist tatsächlich alles andere als komisch, wie Sana ja auch schon angemerkt hat. Ich bin auch ehrlich, dass ich auf diesen Walzer nicht allein gekommen bin :) War erst auf einem Konzert vor einem Jahr oder so der Fall, dass da in der Mitte zwei miteinander getanzt haben. Und dadurch, dass man zu Zweit eben gerne mal den "Standard" tanzt, war es der Walzer bei mir :P

zu 3) Genau, sowas in der Richtung. Also mit Protas die 17 und 19 sind, denke ich, dass ab 14 schon realistisch ist :) Das ist gut.

Großes Dankeschön für deine Röstung und ja, es macht unglaublich spaß!

LG
Ginger