27 Januar 2021, 20:40:00

Autor Thema: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel  (Gelesen 1485 mal)

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scura

  • Gast
Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« am: 19 Januar 2017, 12:37:40 »
zurück zu Zoe und ihrem Drachen!

Also ich sitze gerade an der Überarbeitung des vierten Kapitel. Habe es schon zig mal umgeschrieben und überarbeitet. Und jetzt stehe ich da... also finde gerade keine Balance. Entweder ich erzähle zu viel dann wirkt es leblos, oder ich zeige mehr aber dadurch dass dann mehr Szenen sind wird es lang. Ich fürchte zu lang. Und langweilig, weil die Szenen die Handlung nicht auf den ersten Blick vorantreiben... sondern es durch die Szenen dann erst zu dem Punkt kommt, dass etwas passiert.

Zuerst noch kurz eine Erläuterung für diejenigen die das erste Kapitel gelesen haben. Zoe wacht im zweiten Kapitel daheim auf. Ihre Eltern haben sie in dem Häuschen gefunden. Das weiße Tier kann sprechen und erzählt Zoe das es ein Drachenmädchen sei. Von einer Parallelwelt. Zoe hat es aus der Kältezone seiner Welt gerettet und auf die Erde gebracht. Unbewusst. Der Drache heißt Aelza ist weiß, wuschelig und kann mit viel Phantasie mit einem Hund verwechselt werden. Normalerweise können Drachen Welten wechseln aber Aelza ist noch zu jung und unerfahren dazu.

Zoe verschweigt der Umwelt das Aelza ein Drache ist und tut so als ob sie einen weiteren Hund hätte. Nur ihre Schwester und deren gemeinsame Freunde Jannik und Ella weiht sie ein. Im dritten Kapitel lernt man Jannik und Ella ein wenig kennen.  Aelza macht sich keine Sorgen, dass sie in einer fremden Welt ist, es ist aufregend, sie hat neue Freunde, und anfangs glaubt sie auch noch ihre Eltern kämen sie sowieso bald holen.  In Kapitel drei zelten die Jugendlichen am See und beschließen eine Blutbrüderschaft zu machen - mit Aelza.
Falls jemand irritiert ist wegen der Beschreibung des Portals - ich werde das erste Kapitel diesbezüglich noch anpassen.
 



-4- Der Heimbringerdienst

Da Ellas Eltern ein paar Tage verreisten, beschlossen Zoe, Lola, Jannik und Aelza bei ihr zu übernachten. Jedoch waren alle ausgeklügelten Pläne bezüglich diverser Ausflüge umsonst. Denn das Wetter zeigte sich von seiner gönnerhaften Seite. Sommerferien und Regen. Gäbe es für diesen Zustand einen Geschmack, würde er wie Essiggurken auf einem Honigbrot schmecken. Für diese Essiggurken-auf-Honigbrot-Tage gab es nur ein Gegenmittel: Fernsehen.

Die Tage zuvor hatten allerlei Erwachsene Zoe angesprochen, dass Aelza aussehe wie Fuchur. Nun wollte sie wissen, was hinter diesen Bemerkungen steckte. Auf dem Programm standen Popcorn, ein Nest auf der Couch aus Decken und Polstern, sowie der Film „Die Unendliche Geschichte“.
„Never Ending Story…“, trällerte Lola mit. Der Vorspann langweilte Zoe. Diesen seltsamen Wolkenformationen und der schlichten Schrift merkte man an, dass der Film vom vorigen Jahrtausend stammte.
 
Jannik hob die Augenbrauen und warf Zoe einen dieser Blicke zu. Ella biss auf ihre Unterlippe: „Ich hätte auch Star Wars Rogue auf der Festplatte.“
„Ach kommt, der hier ist total Retro“, sang Lola. „Und jetzt alle gemeinsam: Never Ending Storyii iiii iiiii.“
Zoe zuckte mit den Schultern. „Schauen wir zumindest bis der Glücksdrache auftaucht.“
Nach zehn Minuten gähnte Aelza und klappte die Ohren nach vorn, so dass diese über den Augen lagen.
Jannik tapste sie an. „Interessiert dich der Film nicht?“
Aelza hob ihr linkes Ohr zwei Zentimeter nach oben und schielte hervor. „Doch, Doch… wenn er fertig ist, weckt mich bitte auf.“
„Aelza!“, zischte Zoe.
Das Drachenmädchen hob das andere Ohr. „Hmm?“
Ella sprang auf und eilte in die Küche. „Kinder! Nicht streiten. Wir essen jetzt mal Eis.“
„Sollen wir stoppen und auf dich warten?“, fragte Jannik.
„Nein, nein. Schaut nur weiter“, rief Ella aus der Küche.

Kurz darauf kam sie mit einem Tablett auf dem sich vier Glasschalen, sowie eine pinke Hundeschüssel, mit grünlichen Eis befanden. Ella verteilte die Gläser an Zoe, Lola und Jannik. Aelza stellte sie die Hundeschüssel vor die Nase. Das Drachenmädchen hob ihr rechtes Ohr vollständig, so dass es nun senkrecht nach oben stand.
„Echt jetzt?“, Aelza stupste den glitzernden Schriftzug mit der Nasenspitze an, „Prinzessin?“
Ella grinste und leckte den Löffel ab.
„Hmm lecker. Also zum Schoko-Minze-Eis habe ich sechs Eier, hundertfünfzig Gramm Zucker und dreihundert Milch vermixt.“
„Ja, ja. Schon gut so genau müssen wir es nicht wissen“, sagte Jannik.
Ella ignorierte seinen Einwurf, mit leuchtenden Augen fuhr sie fort: „Dann die Schokolade in kleine Stücke brechen und… .“
Zoe sah zu Jannik und seufzte. Er nickte ihr zu. „Ella!“, sagten beide.
„Hmm?“
Lola legte ihr die Hand auf die Schulter und deutete mit dem Kinn Richtung Fernsehgerät. „Wir wollen uns den Film ansehen.“
„Ja und?“
„Wir können nichts verstehen wenn du die ganze Zeit quasselst.“
Ella zog eine Schnute, murmelte etwas über undankbares Pack und richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Fernseher.

Fuchur der Glücksdrache wirkte wie eine Puppe. Man konnte nur mit viel Phantasie eine Ähnlichkeit zu Aelza erkennen. Zoe schielte zum Drachenmädchen. Im Moment tropfte hellgrüne Soße von ihrem Bart auf das Designerledersofa Ellas Eltern. Der Drache im Film strahlte eindeutig mehr Weisheit und Würde aus. Jeder Stein besaß eine würdevollere Ausstrahlung als Aelza. Zoe kicherte.

Jannik sah sie mit gerunzelter Stirn an. Dann betrachte er Aelza die hingebungsvoll die Schüssel ausleckte. Ella sprang auf und kehrte mit einer Küchenrolle zurück. Behutsam reinigte sie Aelza Schnauze.
„Sind alle Drachen so wie du?“, fragte Jannik.
Aelza grinste und schleckte schweigend weiter, während Ella sich bemühte die Papiertücher unter dem Drachenmädchen auszubreiten.
Jannik bohrte nach: „Und?"
Aelza stellte ihr linkes Ohr auf: „Hm? Eigentlich nicht. Aber kennt ihr schon den Witz: Gehen ein Eichhörnchen, ein Krokodil und ein Drache einkaufen… .“
„Wie sind sie dann?", unterbrach sie Jannik.
Aelza senkte ihre Ohren. „Seltsame Fragen stellst du. Sind alle Menschen so wie du?" Sie legte ihren Kopf neben die Pfoten. „Mein Papa riecht nach Meer. Sein Fell ist struppig und glitzert silbrig, wie Schnee in der Sonne."
Zoe streckte ihre Hand aus und begann Aelza zu graulen. „Und deine Mama?"
Das Drachenmädchen blinzelte. „Meine Mama hat das weichste Fell der ganzen Welt. Ich sag euch wie Seide. Sie riecht so gut! Der allerbeste Duft des Universums, nach Wald und Baumharz. Vor allem ist sie immer wohlig warm."
Zoe fühlte einen eigenartigen Druck in der Brust. Sie tätschelte den Drachenrücken. „Du hast Heimweh."
„Wann werden denn deine Eltern dich holen kommen?“ fragte Jannik.
„Eigentlich müssten sie längst hier sein.“

Während der nächsten drei Paar Socken, zwei Schals und einer Haube, ließ Aelza sich zu nichts motivieren. Sie kam, trotz herrlichem Wetter nicht in den Garten, um mit den Hunden zu toben. Sie begleitete die Kinder nicht an dem See. Sie tapste nicht jaulend über die Klaviertasten. Sie bemutterte nicht die Katzenwelpen, die Zoes Mama vor dem sicheren Tod gerettet hatte.

Auch jetzt lag sie auf Zoes Bett und starrte ins Leere. Lola lungerte neben ihr und schälte Pistazien. Zoe hasste es wenn ihre Schwester, dass in ihrem Bett tat. Überall blieben Schalenreste an der Wolldecke haften. Sie konnte sich nicht aufraffen, etwas zu sagen. Also beließ sie es dabei, Lola einen finsteren Blick zuzuwerfen, den diese ignorierte. Lola schmiss grinsend eine Pistazie zu Zoe, die an ihrer Schulter abprallte. Dann bewarf sie Aelza mit Nüssen.

Zoe beobachtete erstaunt, dass das Drachenmädchen die Pistazienattacke apathisch über sich ergehen ließ. Sie schnupperte nicht an der Nuss die vor ihrer Schnauze zu liegen kam. Sie verhielt sich seltsam. Es handelte sich schließlich um Pistazien. Die Lieblingsspeise von Aelza! Zoe schielte zu Ella. Die lag auf dem Schaffell am Boden und blätterte mit gelangweilter Miene in einem Rezeptbuch. „Weiß gar nicht was ich backen soll. Das klingt alles so aufwendig.“

Zoe rieb sich an der Nasenwurzel. In den letzten Tagen erschien ihr das Leben zäh und mühselig. Sie fühlte sich energielos und gleichzeitig nervte sie die Anwesenheit ihrer Freunde. Konnten die nicht abhauen? Die Geräusche machten sie wahnsinnig: das Knacken der Pistazienschalen, das Rascheln der Buchseiten und die Tipp- und Klickgeräusche die Jannik am Notebook verursachte. Und Aelza schnaufte unerhört laut!

Zoe glitt von der Fensterbank und stand unschlüssig inmitten ihres Zimmers. Sie sollte an der Stola für Lola weiterstricken. Nur noch drei Tage bis zu deren Geburtstag und sie hatte höchstens ein Drittel fertig. Aber in den letzten Tagen hatte sie die Stricknadeln nicht angegriffen. Auch jetzt ließ sie die Handarbeit unberührt im Regal liegen und plumpste auf ihren Sitzsack. Sie starrte auf die Wanddecke und beobachtete wie sich eine Spinne gemächlich über Ella abseilte. Lola gähnte und hielt Aelza eine geschälte Pistazie unter die Nase. „Magst du eine?“
Ella sah von dem Kochbuch auf und Jannik drehte sich vom Laptop weg. „Lola du singst ja gar nicht.“
„Seit gestern spricht sie normal“, sagte Zoe.
„Wieso?“, fragte Jannik.
Lola zuckte mit den Schultern und stopfte sich eine Handvoll Pistazien in den Mund.
Jannik hob eine Augenbraue und wartete. Lola knackte weitere Nüsse auf und er wandte sich wieder dem Computer zu.

Die Spinne klettere nach oben. Als sie an der Decke ankam murmelte Jannik. „Ja das ergibt Sinn.“ Zoe sah zu ihm.
Er strich sich durch die Haare und setze sich aufrecht auf. „Hört mal. Ich habe da was gefunden. Also irgendwas passt ja gerade nicht mit uns…“
„Das nennt man Pubertät“, sagte Zoe.
„Nein. Hör einfach zu. Diese Seite ist alles andere als wissenschaftlich fundiert. Aber es ist so logisch.“
Ella stand auf und stellte sich hinter Jannik. Sie reckte den Kopf in Richtung Display vor. „Was?“
„Na hier steht etwas über Drachenblut. Also der Fluch des Drachenblutes. Wenn das eigene Blut mit Drachenblut vermischt wird, dann geht man damit eine unauslösliche Verbindung ein. Die Emotionen des Drachen gehen ungefiltert auf die eigene psychische Verfassung über und überlagern alles. Umso jünger der Drache umso stärker die Transmorbilität.“
Zoe schüttelte den Kopf. „Die was? Das Wort gibt es nicht einmal.“
„Transmorbilität. Prozesse der mentalen Übertragung von seelischer Drachenenergie.“
Zoe schloss die Augen. Nun ist er durchgedreht. Sie hievte sich stöhnend aus ihrer bequemen Position und gesellte sich ebenfalls zum Computer. Stirnrunzelnd lass sie die Webseite durch.
„Ach Jannik. Das ist nur so ein Esoterik Mist. Schau Drachenenergie. Magische Steine. Engelschakren. Du glaubst an so was sonst auch nicht.“
„Zoe überleg mal. Aelza geht es schlecht. Und seitdem sind wir alle total am Sand.“
„Also bitte. Das ist Blödsinn. Wir sind nur….“
„Sicher. Lola singt nicht mehr. Du strickst nicht und hast den ganzen Tag über deinen Pyjama an.“ Zoe zupfte sich ihr Schlafanzugoberteil zurecht. Was konnte es bequemeres geben, als den ganzen Tag im Pyjama zu bleiben. Und wieso sich die Mühe machen zweimal am Tag umzuziehen?
„Und Ella wann hast du zuletzt etwas gekocht?“, fragte Jannik.
„Äh ja also…“, stammelte Ella.
„Und ich selbst. Meine Bakterienkultur ist auch hinüber. Ich kann die Testreihe vergessen.“ Er schlug die Augen nieder und stütze seine Stirn auf die Hand. „Ich kann mich nicht mehr konzentrieren. Alles erscheint mir so…“
„Sinnlos. Anstrengend. Mühsam.“, sagte Lola.
Zoe drehte sich zu ihrer Schwester und erkannte in deren Augen ihre eigene Misere der letzten Tage. Jannik lag richtig. Aelzas Niedergeschlagenheit wirkte sich enorm auf sie und ihre Freunde aus. Ob sie je wieder gemeinsam lachen konnten?

„Und jetzt?“, fragte sie niemand bestimmten.
„Wir bringen Aelza wieder zu ihren Eltern.“, sagte Lola.
Das Drachenmädchen zuckte mit den Ohren. „Heim in meine Welt?"
Zoe blickte von ihrer Schwester zu ihren Freunden. Sie nickten sich zu.
Ella zog ihre Augenbrauen zusammen. „Ähm aber wie? Ich meine wir wissen gar nicht wie? Aelza ist zu jung um so Dingsbums, ähm Übergänge zu schaffen.“
Jannik schob sein Kinn vor und tippte auf der Tastatur als ob er eine Lösung im Internet finden würde. Nach was er wohl suchte? Eine PDF Anleitung zum Öffnen von Portalen in andere Welten?
Aelza schüttelte sich und hob ihre Ohren leicht an. „Toll. Ihr könntet mich begleiten und dann zeige ich euch die wundervollen Strudeln von Tratierukau.“
Jannik wandte sich um. „Die was?“
„Das sind die Weltbesten, ach was, die besten Strudeln aller Welten. Ich sage euch wenn man da in eine Gondel steigt, das ist Action pur.“
Aelza beschrieb ausführlich was sie bei diesen Sprudeln erlebt hatte, aber Zoes Gedanken schweiften ab und sie hörte nicht zu. Sie spürte wie ihre Lebensenergie wieder zurückkam. Endlich ein Ziel vor Augen. Es fehlte nur noch ein Plan. Eine Nebensächlichkeit mit der sie sich später noch befassen würden. Auch ihre Freunde wurden wieder lebendiger. Lola purzelte übers Bett. Aelza sprang auf Janniks Schoß und zwang ihn diverse Witzseiten zu googeln. Zoe fühlte sich, als wenn jemand einen mit Kieselsteinen gefüllten Rucksack von ihren Schultern genommen hätte. Den winzigen schmerzhaften Gedankensplitter der von Abschied, Trennung und Verlust raunte, schob sie in den Bereich der für zukünftige Kopfschmerzen verantwortlich war.

Mangels eines vernünftigen Planes, beschlossen sie das erstbeste das ihnen spontan einfiel zu tun. Sie gingen zu dem verfallenen Haus. Als die Jugendlichen den Waldweg verließen und in die Lichtung traten, bereute es Zoe nicht an Sonnenschutz gedacht zu haben. Die Sonne brannte vom Himmel und das bedeute für ihre empfindliche Haut Sonnenbrand.
Trotz Hitze kam Nebel auf, der Meereswellen gleich dem Haus entgegen kroch. In kleinen Schritten ging Zoe auf das Häuschen zu. Ihr Nacken schmerzte vor lauter Anspannung. Sie tastete in der Umhängetasche nach ihrem Glückswollknäuel und zwirbelte den Faden zwischen Daumen und Zeigefinger. Meine Güte, sie verhielt sich wie ein Angsthase. Ein hysterisch trommelndes Stofftierangsthäschen dessen Batterie sich zum Ende neigte. Vielleicht sollte sie demnächst einen Hasen stricken? Lola, Jannik und Ella tollten über den Feldweg und pflückten Wiesenblumen. Die Hunde liefen bellend, den umher fliegenden Schmetterlingen nach. Aelza sprang von Pfütze zu Pfütze, darum bemüht möglichst einen der Menschen oder Hunde nass zu spritzen.

Umso näher sie dem Haus kamen, desto unwohler fühlte sich Zoe. Einerseits gab es nach wie vor keinen Plan wie sie Aelza von hier zurück in ihre Welt bringen konnten. Anderseits war ihr das Drachenmädchen so sehr sie auch nerven konnte, mit ihrer sorglosen Art ans Herz gewachsen. Als sie schließlich vor dem Häuschen standen, schien sich Zoes Vorahnung, dass etwas nicht stimmte zu Bewahrheiten. Ihre Haare an den Unterarmem stellten sich auf. Es kühlte merklich ab. Nebel. Er zog in dicken Schwaden auf.  Auch Jannik, Ella und Lola blieben zögernd stehen. Sogar Kiki und Pip beendeten ihr ausgelassenes Spiel. Sie zogen den Schwanz ein und pressten sich dicht an Lola.

Ratlos blickten sich alle an.
Ella wisperte: „Ich weiß nicht, ob das jetzt so ein gute Idee ist."
Sie sprach den Gedanken aus, der auch Zoe durch den Kopf ging. Jannik rieb sich über die nackten Oberarme. Aelza stellte ihr echtes Ohr auf. „Kommt schon, was soll schon sein, wir werden uns nicht von so einem bisschen Nebel aufhalten lassen?"
Doch. „Natürlich nicht." Zoe schüttelte den Kopf. Lola beugte sich zu den Hunden und leinte sie mit zitternden Händen an. Aelza stürmte ins Haus. Zoe, Jannik und Ella zögerten, bis sie Aelza mit hoher Stimme rufen hörten.
„Hey Wahnsinn! Leute das müsst ihr euch ansehen!“
Zoe wickelte den Glückwollfaden um ihren Finger. Die Kälte, der Nebel und der muffige Geruch der von dem Häuschen ausging weckten unangenehme Erinnerungen. Die Neugier überwog. Ohne noch länger zu überlegen ging sie nach. Jannik und Ella folgten.

Aelza stand inmitten des dunklen Raumes. Zoe stutze. Der Kinderwage, das Holzschaukelpferd, das Klavier und die Wiege mit der Puppe. Alles wie bei ihrem ersten Besuch.  Aber nun war der Boden intakt. Es gab keinen Einstieg in den Keller.
Aelza deutete auf ein seltsames Gebilde welches sich längs der Wand entlang bewegte, bis es in der Ecke verharrte. Zoe erinnerte es an die Bilder von Tornados aus den Nachrichten. Nur in Miniaturform. Der Luftwirbel schimmerte silbern und erzeugte schlürfende Geräusche.
„Habt ihr so etwas schon mal gesehen?“, fragte Aelza.
Jannik schob sich an Zoe vorbei auf den Minitornado zu. Er streckte seinen Zeigfinger aus und berührte die fließende Luft.
„Au!“ Jannik sprang zurück. “Vorsicht.“ Er schüttelte sich die Hand. „Es teilt Stromschläge aus.“
„Verdammt nochmal, was ist denn das?", sang Lola.
„Du sollst nicht so fluchen", wies Zoe ihre kleine
Schwester zu recht. Sie ging auf das flimmernde Ding zu. Es besaß einen Durchmesser von ungefähr einem Meter. Kleine Blitze entluden sich zischend an der äußeren Luftschicht.
Jannik murmelte: „Schwarzes Loch.“
Zoe streckte die Handfläche dem Luftwirbel entgegen. Komisch sie spürte keinen Lufthauch. Kurz bevor sie das Objekt berühren konnte, stürmte Lola vor. Sie stieß Zoe weg. „So ein Quatsch.“ Ihre Schwester musste wirklich aufgeregt sein, wenn sie sogar darauf vergaß zu singen.
Da Lola die Hunde immer noch an der Leine in der Hand hielt, wurden diese auch Richtung Gebilde gezerrt. Obwohl das Ganze innerhalb einer Sekunde geschah, nahm Zoe alles in Zeitlupe wahr, während sie gleichzeitig die Welt aus einer Waschtrommel heraus im Schleudergang beobachtet. Sie bekam keine Luft.

Überall Chaos! Verlassenes Häuschen, Tornado, Nebel, elektrostatische Entladung, Gefahr, Strom, Pip schnuppert, schwarzes Loch, Dracheneltern, Pips hebt die Pfote, Parallelwelten, Drachen, was soll sie jetzt machen, Wo war das Loch im Boden hin?, kalt, staubig, Pip spannt seinen Köper an, Lola lässt die Leine los, Nein!, zischendes Geräusch, Jemand schreit, Geruch von Verbranntem … Stopp. Zoe atmete tief durch. Zurücktreten. Hier bleiben. Sortieren:
Erstens: Pip. Er hatte Lola die Leine aus der Hand gerissen und war in den Luftwirbel gesprungen.
Zweitens: Schreie. Jemand schrie hysterisch. Lola. Oder sie selbst?
Drittens: Geruch. Der Geruch von verbranntem Fell lag in der Luft.

Zoe wurde schlecht. Weg. Aus. Vorbei. Nein, Stopp! Wie durch Watte, hörten sie Lolas Schreie und Kikis Gebell. Jannik starrte mit fassungslosem Gesichtsausdruck auf den Wirbel. Ella, der Tränen die Wangen hinunterliefen, versuchte die am Boden kauernde Lola zu beruhigen. Zoe erwachte aus ihrer Starre und schüttelte den Kopf. „Nein! Nein! Nein! Pip, oh mein Gott."
Jannik räusperte sich: „Glaubst du er ist…?"
Lola sprang auf und gab Jannik einen festen Stoß.
„Sag es nicht!“, schrie sie ihn an.
Aelza die sich ganz nahe an den Luftwirbel setzte, gähnte.
„Ist Pip jetzt so etwas wie Schrödingers Hund?"
Sie stellte beide Ohren auf und pfiff eine schräge Melodie.
„Da fällt mir ein Witz ein: Ein Mann will einen Hund kaufen und fragt: Wieviel kostet der? Sagt der Verkäufer: Hundert Euro. Der Mann überlegt und sagt dann: Wie wär es mit der Hälfte? Darauf schüttelt der Verkäufer empört den Kopf: Nein wir verkaufen nur ganze Hunde.“
„Was soll das Aelza!“
„Das ist nicht witzig.“
„Du hast echt ein Gespür für den passenden Moment.“
„Woher kennst du Schrödinger?“
Die Stimmen der Kinder überlagerten sich vor Aufregung. Kiki bellte noch lauter.
„Jetzt beruhigt euch erst mal. Schschsch.", sagte Aelza. War diesem Drachen wirklich alles so gleichgültig? Selbst Pip, mit dem sie so oft im Hundekörbchen kuschelte?  Ella und Jannik starrten das Drachenmädchen mit schmalen Augen an. In ihren entsetzten Blicken spiegelten sich Zoes Gefühle wieder. Lola sank auf den Boden und weinte lautlos. Aelza kicherte.

Augenblicklich verstummten alle. Kiki legte sich winselnd neben Lola und leckte ihr übers Gesicht.
„Geht doch.“ Aelza legte den Kopf schief und hob das linke Ohr. „Da. Horcht.“
Zoe strengte sich an. Sie vernahm schwach das unverkennbare Gebell von Pip. Es klang wie ein fröhlicher Lockruf. Wo bleibt ihr denn alle?
Erleichtert atmete Zoe tief durch, konzentrierte sich auf das Einatmen und blies die Luft langsam wieder aus. Das hatte sie kürzlich in einem Film so gesehen. Erstaunlicherweise wirkte es gar nicht. Ihr Herz schlug immer noch wie wild. Sie spürte ein verdächtiges Brennen in den Augen. Verstohlen wischte sie sich die aufkommenden Tränen weg. Nein. Keine Schwäche vor Lola. Sie war die Große.

„Er ist da drin", flüsterte sie.
„Ja, aber wie bekommen wir ihn wieder raus?" fragte Jannik.
Er trat mit gerunzelter Stirn näher an den Luftwirbel. Lola sprang auf und lief frontal darauf zu. Das Gebilde erfasste sie und schleuderte sie an die Wand. Lola stand keuchend auf. „Pip, hier her!", schrie sie, mit sich überschlagender Stimme. Vom inneren des Objekts hörte Zoe ein Scharren, wie von Pfoten verursacht. „Er kann nicht mehr zurück", stellte Aelza sachlich fest. Kiki heulte schaurig auf.

Lola sah mit diesem speziellen Blick an, bei dem Zoe immer an einen bettelten Welpen denken musste. „Mach doch etwas." „Ja was denn?", brüllte Zoe. Verzweiflung. Ihr Mund fühlte sich trocken an und ihre Augen brannten. So schmeckte also mit Hilflosigkeit gewürzte Verzweiflung.
Ella nestelte ihr Mobiltelefon hervor. Ihr Gesicht erinnerte Zoe an eine Maske. „Vielleicht sollten wir deine Eltern anrufen?"
Ja, bitte Mama, hilf mir. „Nein", sagte Zoe. Sie übernahm für dieses Desaster die Verantwortung, sie gab nicht klein bei. Jannik! Der stand lang genug herum ohne zu handeln. Sonst machte er sich auch immer so wichtig, dass er über alles Mögliche Bescheid wusste. Und Unmögliche. Besonders das Unmögliche. „Jannik, was ist das?" Jannik hob seine Schultern an und hob seine Handflächen nach oben. „Ehrlich? Ich weiß es nicht. Es könnte, nein…."
„Was?", fragte Ella. Zoe sah ihr an, dass auch sie genervt war. Der Tonfall fiel dementsprechend scharf aus.
Jannik zuckte zusammen. Er schob sein Kinn nach vor.
„Es könnte ein Durchgang sein."
„Nein, wirklich?", sagte Zoe.
„Wenn du sowieso alles besser weißt, wieso fragst du?", schnauzte er sie an. Jetzt vergraulte sie auch noch ihn. Toll gemacht Zoe, ganz toll. Als ob Leute von sich stoßen, Pip helfen würde. Sie sollte vernünftig sein und sich entschuldigen. Zoe sah Jannik direkt in die Augen, er wandte den Blick ab. „Also Frau Obergescheit, was jetzt?“
Sie entschied sich ihm ihre Gefühle deutlich zu offenbaren.
Und streckte die Zunge raus.
„He, Leute! Genug!", sagte Aelza.
„Aelza, weißt du was das ist?“
„Ein Portal natürlich.“
„Ein Por… Nein, voriges Mal war auch nicht so ein Ding da.“
„Klar die sehen verschieden aus. Je nachdem wer sie geöffnet hat. Bei manchen ist der Nebel auch so dicht, dass nur geübte die Durchgänge erkennen können. Einmal hat mein Onkel Aimirel eins geschaffen, es war gigantisch. Wunderschön. Buntglitzernd. Leider ging dabei ein Planet drauf. Aber wirklich sehenswert.“
„Und das hier ist von deinen Eltern?“, fragte Jannik, „wieso können wir nicht durch gehen? Aber Pip schon?“
„Ist Pip jetzt bei ihnen?“, rief Lola aufgeregt.
„Pssst.“
Aelza drehte sich dreimal zirpend im Kreis und legte sich auf den Boden. Ihr Blick fest auf das Gebilde gerichtet. Zoe beobachtete wie ein welkes Brombeerblatt im Luftwirbel seine Runden drehte. Zehn Runden. Zwanzig. Eine weitere. Nichts geschah. Zoe räusperte sich. „Und was jetzt? Warten wir bis ein weißer Hase vorbei gehoppelt kommt und uns aufsperrt?"
„Quatsch", sagte Aelza, „Seid ruhig."
„Aber…", begehrte Lola auf. Aelza zwinkerte ihr zu.
„Ruhe!", flüsterte Aelza und schloss die Augen. Die Kinder wagten kaum zu atmen. Zoe spürte den
Lufthauch noch vor allen anderen. Das Drachenmädchen erhob sich und watschelte zu dem Luftwirbel. Sie streckte vorsichtig die Schnauze durch. Das Gebilde dehnte sich aus und die Luftströme änderten ihre Position, es kippte quasi in die Horizontale. Anstatt eines Mini-Tornados blickte Zoe nun durch das Auge der Verwirbelung. In der Mitte konnte sie verschwommen eine bunte Landschaft erkennen, als ob sie durch eine der Glastüren mit der altmodischen Musterung aus Oma Marias Haus blicken würde.
Zoe blinzelte. Wo war Aelza jetzt hin? Lola stürmte los. „Lola warte!“ Ihre Schwester lief direkt auf das Portal zu und verschwand.

Zoe schluckte und näherte sich dem Auge des Verderbens, wie sie das vor sich befindliche Ding im Geiste nannte. Sie streckte ihre Hand aus. Ihre Fingerspitzen kribbelten. Die Luftströmungen erfasst Zoe und zogen sie ins Innere. Sie stieß auf keinen Widerstand. Es knisterte. Alles in ihr sträubte sich weiter in den Sog zu geraten. Es fühlte sich falsch an. Instinktiv spannte sie ihre Muskeln an und stemmte sich dagegen. Jetzt nicht feige sein. Zoe holte tief Luft. Mut ist, wenn man etwas macht, obwohl man Angst davor hat. Weil es nötig ist. Das hatte sie kürzlich gelesen. Es war ohnehin zu spät. Sie konnte der Anziehung nicht mehr trotzen und gab nach. Schwindel erfasste sie. Alles schwarz. Zoe schloss ihre Augen, obwohl dass keinen Unterschied machte. Ihr Körper befand sich im freien Fall. Unsanft landete sie auf etwas weichem. Aelza schrie auf. Zoe öffnete die Augen. So etwas Schönes hatte sie noch nie zuvor gesehen.

Vor ihr tat sich eine fremde Welt auf. Die Luft roch nach einer Mischung aus Freiheit, Pfefferminze und zitronigem Schlumpfeis. Sie stand auf einer kleinen Anhöhe. Buntes Gras wehte im Wind. Ein Bach schlängelte sich durch sanfte Hügeln und ergoss sich in einem kleinen Wasserfall in die Tiefe. Am Himmel zogen lavendelfarbene Wolken vorbei. Vögel sangen Lieder mit fremdartiger Melodie. Zoe blickte auf Aelza die ihr gefolgt war. „Ist das deine Heimat?"
„Nein", sagte das Drachenmädchen und hob schnuppernd die Nase. „Aber es sieht phantastisch hier aus. Wow die Blumen. Wahnsinn wie die leuchten!“
Etwas streifte Zoes Hand. Sie drehte sich um. Jannik ging an ihr vorbei und blieb dicht am Tor stehen. Ella folgte ihm. Lola durchquerte eine Blumenwiese Richtung Bach. Aber kein Anzeichen von diesem verdammten Hund. In der Ferne hörte sie sein aufgeregtes Gebell. Sie spitze ihre Lippen und pfiff so laut sie konnte. „Pip, komm!"
Der Terrier kam nicht. Man hörte ihn aufgeregt winseln und bellen. Zoe tastete in ihrer Tasche nach der Wolle. Ein Gefühl der Sicherheit durchströmte sie. Ich schaffe das.
„Ich fürchte, wir müssen ihn suchen.“
Jannik nickte. „Am besten wir trennen uns.“
„Irgendwer sollte hier stehen bleiben, damit wir den Durchgang auch wieder finden“, sagte Ella.
Aelza streckte ihre Pfoten und legte sich auf den weichen Moosboden „Ich könnte durchaus ein kleines Nickerchen vertragen. Ich bleib hier.“
Zoe straffte ihre Schultern und lief in Richtung des lauten Gekläffs. Auch Jannik und Ella streuten aus. Das Gras kitzelte sie am Bauch. Es roch nach Heu. Wieso konnte Pip nicht ein einziges Mal gehorsam sein und kommen? Wo sollte sie ihn nun suchen? Lola durchquerte den Bach. Jannik und Ella irrten kopflos im hohen Gras herum.

Am besten wäre es sie würde sich einen Überblick verschaffen. Vielleicht konnte sie den Hund irgendwo sehen. Da der Hügel!
Unverzüglich machte sie sich an den Anstieg. Etwas aus der Puste überblickte Zoe die Umgebung. Im südlichen Bereich konnte sie nach wie vor keinen Baum entdecken, währenddessen sie gegen Norden, größere Waldstücke sah. Zoe fröstelte, hier schien die Temperatur kühler als in ihrer Welt. Überall blühten Blumen. Pinke Sonnenblumenartige Pflanzen neigten ihr die Köpfe zu. Hellblaue Disteln mit orangen Blüten rankten gebieterisch in die Höhe. Rote und Neongelbe Schmetterlinge flatterten durch die Landschaft. Zoe nahm sich keine Zeit die Schönheit ihrer Umgebung näher in Augenschein zu nehmen. Sie lauschte angestrengt. Wo war nur dieser Hund? Hoffentlich stellte er nicht wieder etwas an. Es klang so als ob das Gebell aus Richtung einer Hecke käme die ungefähr fünfhundert Meter von dem Hügel entfernt stand. Zoe pfiff nochmals. Pip kam nicht. Normalerweise hätte sie sich vor lauter Frust umgedreht und wäre heimgegangen, aber sie konnte ihn schließlich nicht in dieser Welt zurück lassen. Langsam machte sie sich auch Sorgen. War ihm etwas zugestoßen? Sie lief den Hügel hinab zu dem Gebüsch. Insekten schwirrten um sie herum. Ob die gefährlich waren? Abenteuer klangen in Büchern viel besser, als sie sich in Realität anfühlten.

Schließlich fand sie den Hund. Seine Leine hatte sich in einer strauchartigen Pflanze verfangen. Violett schimmernde, klettenartige Ballen hingen daran. Pip bellte in hohen Tönen und wedelte mit seinem gesamten Hinterteil. Sie bückte sich und streichelte den Streuner. Er leckte ihr sanft über die Hand. Zoe zog und zerrte an der Leine, die sich trotz heftiger Gewalt nicht lösen ließ. Von weit her hörte sie leise Rufe ihrer Freunde. Aelza jedoch vernahm sie laut und deutlich.
„Zoe, beeil dich lieber. Hier ist schon alles voll Schnee."
Nun bemerkte auch Zoe dass der Wind an Stärke zugelegte. Schon wieder diese Kälte. Sie leinte den Hund ab und hob ihn hoch. Gut das er klein war. Sie rannte in Richtung Durchgang. Die letzten Meter kam sie nur beschwerlich voran. Ein Schneesturm wütete direkt vor dem Tor. Heftiger Gegenwind behinderte sie am Atmen und ließ ihr keine Sicht. Sie kämpfte sich durch meterhohe Schneeverwehungen. Bibbernd vor Kälte erreichte sie das Tor. Von wo um Himmels willen kam innerhalb kürzester Zeit so viel Schnee her? Lola, Jannik und Ella standen klatschnass auf der anderen Seite des Portals. Die Sommerkleidung klebte an ihren Körpern und ihre Haare tropften vor Nässe. Zoe blieb verwundert stehen. Wieso konnte sie nun alles so deutlich auf der anderen Seite sehen?
„Schnell Zoe.“
„Beeil dich!“
„Gib mit Pip.“
Schnaufend reichte sie Pip ihrer Schwester. Als sie ebenfalls durch das Portal gehen wollte, riss ein heftiger Windstoß Zoe um und sie rutschte ein Stück den Hügel hinab. Aelza rief: „Yeah! Rutschpartie!“, und kugelte ihr nach. Ihre Freunde und Schwester kreischten auf. Das Bild flackerte. Es zischte. Dann Nichts. Mit wachsendem
Entsetzen sah sie, dass das Portal verschwunden blieb.



Also hier meine Fragen:
Langweilt es euch?
Ist es zu lang? Wo könnte ich kürzen? Aber gleichzeitig nichts ins reine beschreiben rutschen?
Ach ja und meine Schwächen: Ich verwende zu viele Adjektive. Ich habe schon so gut wie möglich versucht sie auszumerzen. Aber falls ich meint ihr seht unnötige bitte markieren... sie fallen mir nicht mehr auf.
Falls ihr sonst merkt es holpert dann bitte genau sagen wo und vielleicht auch wieso.

Ja Rechtschreiben  :rotwerd: Ich habe versucht so gut wie möglich alle Fehler die mehr nach mehrmaligen durchlesen auszubessern. Die Person die es normalerweise vorab liest kann im Moment nicht. Also ich hoffe sie stören auch nicht allzu sehr. Besonders die Kommas...räusper. Ich denke ausbessern macht nicht viel Sinn, da es wahrscheinlich/sicher noch zu einer weiteren Version/Überarbeitung kommt.





merin

  • Oberfederteufel
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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #1 am: 19 Januar 2017, 18:11:32 »
Liebe Scura,

ich war neugierig, wie es weitergeht. Ich hatte den Text nicht als so kindlich in Erinnerung, habe mich dann aber erinnert, dass es eher Kinder- als Jugendbuch sein soll, oder?
Mir ist die Szene mit dem Film zu lang und mein Hauptproblem: die Kinder sind mir unsympathisch. Sie geben dem Film gar keine Chance und mir ist nicht klar, wieso sie ihn dann sehen. Auch miteinander sind sie recht ruppig, machen einen unverbundenen und egoistischen Eindruck. Das erschwert mir das Lesen.

Zitat
Aelza senkte ihre Ohren. „Seltsame Fragen stellst du. Sind alle Menschen so wie du?" Sie legte ihren Kopf neben die Pfoten. „Mein Papa riecht nach Meer. Sein Fell ist struppig und glitzert silbrig, wie Schnee in der Sonne."
Zoe streckte ihre Hand aus und begann Aelza zu graulen. „Und deine Mama?"
Das Drachenmädchen blinzelte. „Meine Mama hat das weichste Fell der ganzen Welt. Ich sag euch wie Seide. Sie riecht so gut! Der allerbeste Duft des Universums, nach Wald und Baumharz. Vor allem ist sie immer wohlig warm."

Hier finde ich die geschlechtsklischeehaften Charakterisierungen schade. Warum muss der Papa struppig sein und die Mutter seidig? Leider sind die Beschreibungen emotional blass. Hier könnte Sehnsucht transportiert werden, aber es gelingt nicht richtig.
Und "graulen" ist lustig. Du meinst kraulen, oder?

Dann kommt ein sehr abrupter Szenenwechsel, der für mich völlig unvermittelt ist. Die Funktion der Filmszene ist dadurch für mich auch verwaschen.

Es sind eine Menge kleinerer Fehler im Text, Grammatik und Kommata, aber hier häuft es sich:

Zitat
Sie kam, trotz herrlichem Wetter nicht in den Garten, um mit den Hunden zu toben. Sie begleitete die Kinder nicht an dem See.

trotz herrlichen Wetters
nicht an den See

Nun kommen Beschreibungen, die wohl ein depressives Gefühl vermitteln sollen, vielleicht ansteckendes Heimweh. Aber es gelingt nicht so recht, mir vermittelt sich vor allem Langeweile. Für mich liegt das daran, dass ich keine Idee von den Beziehungen der Personen zueinander habe und daran, dass Du recht weit weg von Zoe bist. Wieso kann sie sich nicht aufraffen, ihre Schwester zu bitten, keine Pistazien auf ihrem Bett zu knacken? Wieso nervt sie alles? Wie fühlt sich sich?

Zitat
Zoe glitt von der Fensterbank und stand unschlüssig inmitten ihres Zimmers. Sie sollte an der Stola für Lola weiterstricken. Nur noch drei Tage bis zu deren Geburtstag und sie hatte höchstens ein Drittel fertig. Aber in den letzten Tagen hatte sie die Stricknadeln nicht angegriffen. Auch jetzt ließ sie die Handarbeit unberührt im Regal liegen und plumpste auf ihren Sitzsack. Sie starrte auf die Wanddecke und beobachtete wie sich eine Spinne gemächlich über Ella abseilte. Lola gähnte und hielt Aelza eine geschälte Pistazie unter die Nase.

angefasst, nicht angegriffen - ein Angriff ist ja was anderes
und Wanddecke? Was ist das? Für mich ist die Wand etwas anderes als die Decke.

Für mich vermittelt sich hier Unruhe, aber sie ist ziemlich unterschwellig. Auch wundern sich die Kinder reichlich wenig über ihren Zustand. Sie hängen miteinander ab, kommen aber nicht in Kontakt. Das macht sie mir sehr unsympathisch.

Dann hast Du ein Wort erfunden: Transmorbilität. Für mich gibt es nur Morbidität (Sterblichkeit) und Mobilität (Beweglichkeit). Du hast beides vermischt, was mir fehlerhaft erscheint. Aber auch Transmobilität ist nur bedingt geeignet um seelische Vorgänge zu beschreiben, finde ich. Ich würde wohl sowas wie "Psychomobilität" wählen.

Zitat
Zoe schloss die Augen. Nun ist er durchgedreht. Sie hievte sich stöhnend aus ihrer bequemen Position und gesellte sich ebenfalls zum Computer. Stirnrunzelnd lass sie die Webseite durch.

"Gesellte sich zum Computer" finde ich komisch, weil der PC da personifiziert wird. Besser wäre "begab sich zum" oder sowas.

Zitat
Ella zog ihre Augenbrauen zusammen. „Ähm aber wie? Ich meine wir wissen gar nicht wie? Aelza ist zu jung um so Dingsbums, ähm Übergänge zu schaffen.“
Jannik schob sein Kinn vor und tippte auf der Tastatur als ob er eine Lösung im Internet finden würde. Nach was er wohl suchte? Eine PDF Anleitung zum Öffnen von Portalen in andere Welten?
Aelza schüttelte sich und hob ihre Ohren leicht an. „Toll. Ihr könntet mich begleiten und dann zeige ich euch die wundervollen Strudeln von Tratierukau.“
Jannik wandte sich um. „Die was?“
„Das sind die Weltbesten, ach was, die besten Strudeln aller Welten. Ich sage euch wenn man da in eine Gondel steigt, das ist Action pur.“

Das wirkt etwas komisch, weil Alzeas Emotion so unpassend wirkt. Sie ist unklar. Freut sie sich? Ist sie skeptisch? Das würde ich deutlicher machen. Und: Die Mehrzahl von Strudel ist Strudel. Ohne n. (Im nächsten Satz wird es zum Sprudel - da denke ich, dass Deine Fantasie sprudelt.) ;)

Zitat
Mangels eines vernünftigen Planes, beschlossen sie das erstbeste das ihnen spontan einfiel zu tun. Sie gingen zu dem verfallenen Haus. Als die Jugendlichen den Waldweg verließen und in die Lichtung traten, bereute es Zoe nicht an Sonnenschutz gedacht zu haben. Die Sonne brannte vom Himmel und das bedeute für ihre empfindliche Haut Sonnenbrand.
Trotz Hitze kam Nebel auf, der Meereswellen gleich dem Haus entgegen kroch.

Auch hier finde ich den Übergang sehr abrupt. Du hast wieder einen emotionalen Wechsel, der müsste sanfter sein und eingeführt werden. Die Sache mit dem Sonnenschutz wirkt seltsam deplatziert. Und: Ich fände es besser, du würdest die Handlungen deiner Protas nicht bewerten. Ob der Plan vernünftig ist oder nicht, kann ich selbst entscheiden.

Zitat
Umso näher sie dem Haus kamen, desto unwohler fühlte sich Zoe. Einerseits gab es nach wie vor keinen Plan wie sie Aelza von hier zurück in ihre Welt bringen konnten. Anderseits war ihr das Drachenmädchen so sehr sie auch nerven konnte, mit ihrer sorglosen Art ans Herz gewachsen. Als sie schließlich vor dem Häuschen standen, schien sich Zoes Vorahnung, dass etwas nicht stimmte zu Bewahrheiten. Ihre Haare an den Unterarmem stellten sich auf. Es kühlte merklich ab. Nebel. Er zog in dicken Schwaden auf.  Auch Jannik, Ella und Lola blieben zögernd stehen. Sogar Kiki und Pip beendeten ihr ausgelassenes Spiel. Sie zogen den Schwanz ein und pressten sich dicht an Lola.

Hier ist der Übergang. Leider kommt er einen Absatz zu spät und ist zum Vorabsatz redundant. Und plötzlich sind Hunde dabei, die aber nicht eingeführt werden. Dadurch gibt es plötzlich sehr viele handelnde "Personen".

Zitat
Aelza stellte ihr echtes Ohr auf. „Kommt schon, was soll schon sein, wir werden uns nicht von so einem bisschen Nebel aufhalten lassen?"
Doch. „Natürlich nicht." Zoe schüttelte den Kopf. Lola beugte sich zu den Hunden und leinte sie mit zitternden Händen an. Aelza stürmte ins Haus. Zoe, Jannik und Ella zögerten, bis sie Aelza mit hoher Stimme rufen hörten.
„Hey Wahnsinn! Leute das müsst ihr euch ansehen!“

Hat sie auch unechte Ohren?  :diablo:
Hier ist wieder ein unvermittelter Gefühlsumschwung.

Hui, der Text ist viel länger als gedacht. Ich höre hier mal auf, auch weil mich der Text einfach nicht packen kann. Die gleichen Probleme wiederholen sich:
- ich stolpere übergangslos von einer Szene in die andere
- die Perspektive ist unklar. Wer ist denn nun die Prota? Ich denke, Übergänge wären leichter, wenn ich einer Prota klar folgen könnte
- die verschiedenen Figuren sind mir zu holzschnittartig. Eine, die immer singt, die Wolllady, ein kleiner Professor... mir ist das zu dick aufgetragen. Und dann sind sie sich, wenn sie reden, wieder total ähnlich, da fehlt es dann an Tiefe
- die Menge an Fehlern. Die macht es wirklich anstrengend zu lesen
- der unklare Stil. Der Text ist mal kindlich, mal romantisch, mal sehr faktisch. Dann wieder umständlich.

Du hast wirklich eine sprudelnde Fantasie. Und das ist schön zu lesen. Du hattest mit Zoe auch eine spannende Prota aufgebaut - die jetzt aber kaum vorkommt. Das scheint mir verschenkt. Auch am Stil müsstest Du noch feilen und eben auch an den Übergängen. Ich würde auch nochmal überlegen, worum es geht. In der Filmszene geht es, wenn ich das richtig verstanden habe, darum, das Heimweh zu zeigen und die Interaktion der Kindergruppe. Das Heimweh taucht aber nur im Ansatz auf und die Interaktionen sind ... naja, eigenwillig aber auch vage. Da hilft es vielleicht, zu überlegen, wie die Kinder zueinander stehen und wie du das zeigen kannst.

Ich hoffe, das hilft dir was.

lg
merin
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Viskey

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #2 am: 20 Januar 2017, 17:20:50 »
Hey scura!

Gäbe es für diesen Zustand einen Geschmack, würde er wie Essiggurken auf einem Honigbrot schmecken. Für diese Essiggurken-auf-Honigbrot-Tage gab es nur ein Gegenmittel: Fernsehen.
Ich liebe diesen Ausdruck! Der ist einfach genial.

Zitat
Die Tage zuvor hatten allerlei Erwachsene Zoe angesprochen, dass Aelza aussehe wie Fuchur.
Mein Gefühl sagt, es müsste "aussähe" sein, aber frag mich nicht nach einer Begründung.

Zitat
Kurz darauf kam sie mit einem Tablett, auf dem sich vier Glasschalen, sowie eine pinke Hundeschüssel, mit grünlichen Eis befanden, zurück.
Jetzt bin ich selber ganz verwirrt, wo da Beistriche hingehören oder nicht ... aber der Satz hat in meinen Augen sowieso verbesserungspotential.

Insgesamt zieht sich bei dir ein Problem mit der Interpunktion durch. Zum Beispiel auch hier:
Zitat
„Echt jetzt?“, Aelza stupste den glitzernden Schriftzug mit der Nasenspitze an, „Prinzessin?“
Da würde ich schreiben: "Echt jetzt?" Aelza [...] Nasenspitze an. "Prinzessin?" Der Satz dazwischen ist ja jetzt nicht der typische "sagte er/sie"-Einschub.

Da solltest du, wenn alles fertig ist, noch mal jemanden drüberschauen lassen. Ich werde jetzt jedenfalls nicht mehr auf alle eingehen.

Zitat
„Wir wollen uns den Film ansehen.“
„Ja und?“
„Wir können nichts verstehen wenn du die ganze Zeit quasselst.“
:hehe: Ah, plötzlich ist der Film doch gut genug ... :devgrin:

Zitat
... auf das Designerledersofa von Ellas Eltern.

Zitat
Während der nächsten drei Paar Socken, zwei Schals und einer Haube, ließ Aelza sich zu nichts motivieren.
Diese Zeitangabe verwirrt mich. Was soll das denn sein? Ich hab ja nun wirklich nichts gegen unkonventionelle Umschreibungen. Jeder, der mich halbwegs kennt, weiß das. Aber die ist so unkonventionell, dass ich sie nicht verstehe.

Zitat
Sie begleitete die Kinder nicht an dem den See.
Und in der folgenden Szene hab ich irgendwie keinen Überbllick, wer nun da ist und wo.
Und es passt mir auch nicht zusammen, dass Aelza die Kinder (ich nehme an Zoe und der Rest?) nicht begleitet, wenn die eh nirgends hingehen.

Zitat
Das ist nur so ein Esoterik Mist.
Esoterikmist.
Diese Getrenntschreiberei entwickelt sich langsam aber sicher zu meinem neuen pet-peeve. Im Deutschen werden zusammengesetzte Hauptwörer, wo ein Hauptwort das andere näher definiert, auch tatsächlich zusammengesetzt, d.h. zusammengeschrieben. Es ist eine aus dem Englischen importierte Unsitte, die getrennt voneinander hinzuschreiben. Ein Fensterbrett ist schließlich auch ein Fensterbrett, nicht ein Fenster Brett. Und ein Esoterikmist ist eben ein Esoterikmist.

Zitat
Anderseits war ihr das Drachenmädchen so sehr sie auch nerven konnte, mit ihrer sorglosen Art ans Herz gewachsen.
Oje .. du kannst es wirklich mit meinen Pet-peeves ...  das Mädchen -> es, nicht sie.


Zitat
Nebel. Er zog in dicken Schwaden auf.
Das tat er davor auch schon.

Zitat
„Verdammt nochmal, was ist denn das?", sang Lola.
Singen als Unterscheidungsmerkmal ... gut. Aber in der Situation? Einen Fluch? Sorry, das kauf ich nicht.
Wenn die wirklich die ganze Zeit über alles, was sie eigentlich sagen möchte, singt ... nach spätestens fünf Minuten würde ich sie knebeln, und sie ganz bestimmt nirgendwohin mitnehmen. Außer vielleicht zu einem Psychologen.

Zitat
Sie entschied sich ihm ihre Gefühle deutlich zu offenbaren.
Und streckte die Zunge raus.
:devgrin:

Zitat
Langweilt es euch?
Ist es zu lang? Wo könnte ich kürzen? Aber gleichzeitig nichts ins reine beschreiben rutschen?
Ach ja und meine Schwächen: Ich verwende zu viele Adjektive. Ich habe schon so gut wie möglich versucht sie auszumerzen. Aber falls ich meint ihr seht unnötige bitte markieren... sie fallen mir nicht mehr auf.
Ich hab gezögert, ob ich soll, weil der Text doch ziemlich lang ist, aber das hat sich sehr schnell gegeben, weil ich mich einfach gut unterhalten gefühlt habe.
Ich finde, da musst/solltest du nichts mehr kürzen, eher den Teil, wo sie aufgrund ihrer Blutsbruderschaft mit Aelza alle niedergeschlagen sind, noch etwas ausbauen. Das liest sich noch mehr wie die Skizze zur Szene als die Szene an sich. Deswegen bin ich wohl auch nicht so ganz dahintergestiegen, was da gerade abläuft.

Die Fehler ... tja, hab ich eh schon  was dazu angemerkt. Aber wenn du da eh wen hast, der das normalerweise macht, ist's ja gut.

lg, Viskey
"There is no such thing as bad work, just unfinished work." - Eric Idle

scura

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #3 am: 23 Januar 2017, 17:02:26 »
[quote author=merin link=topic=1780.msg35180#msg35180 date=1484845892

ich war neugierig, wie es weitergeht. Ich hatte den Text nicht als so kindlich in Erinnerung, habe mich dann aber erinnert, dass es eher Kinder- als Jugendbuch sein soll, oder?


Ja es soll ein Jugendbuch sein. Ab 12. Zoe und ihre Freunde sind nun 14.



Mir ist die Szene mit dem Film zu lang und mein Hauptproblem: die Kinder sind mir unsympathisch. Sie geben dem Film gar keine Chance und mir ist nicht klar, wieso sie ihn dann sehen. Auch miteinander sind sie recht ruppig, machen einen unverbundenen und egoistischen Eindruck. Das erschwert mir das Lesen.


Naja wegen dem Film. Also sie schauen sich ihn ja dann zu Ende an. An nach einiger Zeit gefällt er ihnen auch und packt sie. Aber der Film ist einfach schon alt und die Sehgewohnheiten sind heutzutage anders als damals. Die Kinder haben schon 3D Filme gesehen und was weiß ich für Special Effekts. Die sehen die Tricks von damals, dass es Tricks sind. In ihren Augen schlecht gemacht...einfach weil man heutzutage anderes gewohnt ist. Zu schreiben sie waren gleich begeistert kam mir unrealistisch vor. Aber wie werden dann schon davon gepackt... das kommt wahrscheinlich zu wenig heraus.
Ruppig war mir nicht bewusst. Ist auch nicht gewollt. Eher sarkastisch, humorvoll... sie nehmen sich eher auf die Schaufel... aber im Freundschaftlichen Verhältnis. Ziehen sie sich auf. Zumindest wäre das meine Intention. Die aber bei dir offensichtlich nicht ankam.
 



Zitat
Aelza senkte ihre Ohren. „Seltsame Fragen stellst du. Sind alle Menschen so wie du?" Sie legte ihren Kopf neben die Pfoten. „Mein Papa riecht nach Meer. Sein Fell ist struppig und glitzert silbrig, wie Schnee in der Sonne."
Zoe streckte ihre Hand aus und begann Aelza zu graulen. „Und deine Mama?"
Das Drachenmädchen blinzelte. „Meine Mama hat das weichste Fell der ganzen Welt. Ich sag euch wie Seide. Sie riecht so gut! Der allerbeste Duft des Universums, nach Wald und Baumharz. Vor allem ist sie immer wohlig warm."

Hier finde ich die geschlechtsklischeehaften Charakterisierungen schade. Warum muss der Papa struppig sein und die Mutter seidig? Leider sind die Beschreibungen emotional blass. Hier könnte Sehnsucht transportiert werden, aber es gelingt nicht richtig.
Und "graulen" ist lustig. Du meinst kraulen, oder?

 :rotwerd:kraulen. Klar. Ich dachte da gar nicht so an Klischee im Geschlecht. Das ist mir einfach passiert. Ich dachte an meine Hunde und da ist der Rüde struppig und die Grandedame seidig. Zu sentimental, zu sehnsüchtig würde meiner Meinung nach nicht zu Aelzas Charakter passen.


Dann kommt ein sehr abrupter Szenenwechsel, der für mich völlig unvermittelt ist. Die Funktion der Filmszene ist dadurch für mich auch verwaschen.

Ja an den Übergängen muss ich noch arbeiten.


Es sind eine Menge kleinerer Fehler im Text, Grammatik und Kommata, aber hier häuft es sich:

Zitat
Sie kam, trotz herrlichem Wetter nicht in den Garten, um mit den Hunden zu toben. Sie begleitete die Kinder nicht an dem See.

trotz herrlichen Wetters
nicht an den See

Ja das ist so eine Sache. Bei anderen, fremden Texten fällt es mir auf. Und ich weiß auch wie es gehört aber bei den eigenen Texten schreibe ich es falsch und lese drüber. Bin schon auf der Suche nach einem guten Rechtschreibprogramm. Das was ich gut finde ist nur so teuer. Und meine liebe Mama die sonst gegenliest, war gerade krank. Und ich schon ungeduldig. Sorry

Nun kommen Beschreibungen, die wohl ein depressives Gefühl vermitteln sollen, vielleicht ansteckendes Heimweh. Aber es gelingt nicht so recht, mir vermittelt sich vor allem Langeweile. Für mich liegt das daran, dass ich keine Idee von den Beziehungen der Personen zueinander habe und daran, dass Du recht weit weg von Zoe bist. Wieso kann sie sich nicht aufraffen, ihre Schwester zu bitten, keine Pistazien auf ihrem Bett zu knacken? Wieso nervt sie alles? Wie fühlt sich sich?

Ja also wie die Personen zueinander stehen, dass wird in den zwei Kapiteln vorher deutlich gezeigt. Mir war nicht bewusst weit weg von Zoe zu sein. Das ist wieder das altbekannte Problem. Manche mögen mehr Gedanken und Gefühle rein. Manchen reicht es. Manchen ist es so schon zu viel.
Ich wollte eine leichte Depression vermittlen. Aelza und die Kinder freuen sich auf nichts mehr. Alles erscheint ihnen mühsam und aufwendig. Sie wollen sich einfach nur verkriechen. Und ablenken von ihrem schlechten Gefühl, gleichzeitig haben sie zu nichts Lust.


Zitat
Zoe glitt von der Fensterbank und stand unschlüssig inmitten ihres Zimmers. Sie sollte an der Stola für Lola weiterstricken. Nur noch drei Tage bis zu deren Geburtstag und sie hatte höchstens ein Drittel fertig. Aber in den letzten Tagen hatte sie die Stricknadeln nicht angegriffen. Auch jetzt ließ sie die Handarbeit unberührt im Regal liegen und plumpste auf ihren Sitzsack. Sie starrte auf die Wanddecke und beobachtete wie sich eine Spinne gemächlich über Ella abseilte. Lola gähnte und hielt Aelza eine geschälte Pistazie unter die Nase.

angefasst, nicht angegriffen - ein Angriff ist ja was anderes

Das ist Österreichisch. Hier greifen wir die Dinge an. Danke für den Hinweis.


und Wanddecke? Was ist das? Für mich ist die Wand etwas anderes als die Decke.

Ja stimmt. Ich wollte deutlich machen, dass es die Decke des Raumes ist und nicht die Decke zum zudecken. Aber jetzt wo du es erwähnst sehe ich wie komisch das Wort ist.

Für mich vermittelt sich hier Unruhe, aber sie ist ziemlich unterschwellig. Auch wundern sich die Kinder reichlich wenig über ihren Zustand. Sie hängen miteinander ab, kommen aber nicht in Kontakt. Das macht sie mir sehr unsympathisch.

Normalerweise kommen sie schon in Kontakt. Doch in diesem Fall hier zieht sich jeder in seinen eigenen Kokon zurück.


Dann hast Du ein Wort erfunden: Transmorbilität. Für mich gibt es nur Morbidität (Sterblichkeit) und Mobilität (Beweglichkeit). Du hast beides vermischt, was mir fehlerhaft erscheint. Aber auch Transmobilität ist nur bedingt geeignet um seelische Vorgänge zu beschreiben, finde ich. Ich würde wohl sowas wie "Psychomobilität" wählen.

Hmmm. Ich habe es bewusst gewählt weil quasi die Konsequenz der Blutvermischung nicht nur die ist, dass die Gefühlslage des Drachen Einfluss auf die Kinder hat. Es gibt auch eine weitere Konsequenz: Spoiler


[/spoiler] Wenn Aelza stirbt dann sterben auch die Kinder. Das erfahren sie aber erst später.


Zitat
Zoe schloss die Augen. Nun ist er durchgedreht. Sie hievte sich stöhnend aus ihrer bequemen Position und gesellte sich ebenfalls zum Computer. Stirnrunzelnd lass sie die Webseite durch.

"Gesellte sich zum Computer" finde ich komisch, weil der PC da personifiziert wird. Besser wäre "begab sich zum" oder sowas.

Ja stimmt


Zitat
Ella zog ihre Augenbrauen zusammen. „Ähm aber wie? Ich meine wir wissen gar nicht wie? Aelza ist zu jung um so Dingsbums, ähm Übergänge zu schaffen.“
Jannik schob sein Kinn vor und tippte auf der Tastatur als ob er eine Lösung im Internet finden würde. Nach was er wohl suchte? Eine PDF Anleitung zum Öffnen von Portalen in andere Welten?
Aelza schüttelte sich und hob ihre Ohren leicht an. „Toll. Ihr könntet mich begleiten und dann zeige ich euch die wundervollen Strudeln von Tratierukau.“
Jannik wandte sich um. „Die was?“
„Das sind die Weltbesten, ach was, die besten Strudeln aller Welten. Ich sage euch wenn man da in eine Gondel steigt, das ist Action pur.“

Das wirkt etwas komisch, weil Alzeas Emotion so unpassend wirkt. Sie ist unklar. Freut sie sich? Ist sie skeptisch? Das würde ich deutlicher machen. Und: Die Mehrzahl von Strudel ist Strudel. Ohne n. (Im nächsten Satz wird es zum Sprudel - da denke ich, dass Deine Fantasie sprudelt.) ;)

Ja Strudel. Nicht Sprudel... ohne n.
Ja sie freut sich. Sie ist eine Frohnatur.



Zitat
Mangels eines vernünftigen Planes, beschlossen sie das erstbeste das ihnen spontan einfiel zu tun. Sie gingen zu dem verfallenen Haus. Als die Jugendlichen den Waldweg verließen und in die Lichtung traten, bereute es Zoe nicht an Sonnenschutz gedacht zu haben. Die Sonne brannte vom Himmel und das bedeute für ihre empfindliche Haut Sonnenbrand.
Trotz Hitze kam Nebel auf, der Meereswellen gleich dem Haus entgegen kroch.

Auch hier finde ich den Übergang sehr abrupt. Du hast wieder einen emotionalen Wechsel, der müsste sanfter sein und eingeführt werden. Die Sache mit dem Sonnenschutz wirkt seltsam deplatziert. Und: Ich fände es besser, du würdest die Handlungen deiner Protas nicht bewerten. Ob der Plan vernünftig ist oder nicht, kann ich selbst entscheiden.

Ja Übergänge muss ich noch feilen. Sonnenschutz ist stehen geblieben nach dem ich zuvor gekürzt habe. Der kommt weg.
Und ich dachte eigentlich nicht dass ich werte, sondern quasi Zoe... aber stimmt in diesem Satz kommt das nicht so rüber


Zitat
Umso näher sie dem Haus kamen, desto unwohler fühlte sich Zoe. Einerseits gab es nach wie vor keinen Plan wie sie Aelza von hier zurück in ihre Welt bringen konnten. Anderseits war ihr das Drachenmädchen so sehr sie auch nerven konnte, mit ihrer sorglosen Art ans Herz gewachsen. Als sie schließlich vor dem Häuschen standen, schien sich Zoes Vorahnung, dass etwas nicht stimmte zu Bewahrheiten. Ihre Haare an den Unterarmem stellten sich auf. Es kühlte merklich ab. Nebel. Er zog in dicken Schwaden auf.  Auch Jannik, Ella und Lola blieben zögernd stehen. Sogar Kiki und Pip beendeten ihr ausgelassenes Spiel. Sie zogen den Schwanz ein und pressten sich dicht an Lola.

Hier ist der Übergang. Leider kommt er einen Absatz zu spät und ist zum Vorabsatz redundant. Und plötzlich sind Hunde dabei, die aber nicht eingeführt werden. Dadurch gibt es plötzlich sehr viele handelnde "Personen".

Die Hunde brauche ich später. Und ich dachte es reicht wenn ich sie hier erst erwähne weil es sonst etwas langatmig wird.

Zitat
Aelza stellte ihr echtes Ohr auf. „Kommt schon, was soll schon sein, wir werden uns nicht von so einem bisschen Nebel aufhalten lassen?"
Doch. „Natürlich nicht." Zoe schüttelte den Kopf. Lola beugte sich zu den Hunden und leinte sie mit zitternden Händen an. Aelza stürmte ins Haus. Zoe, Jannik und Ella zögerten, bis sie Aelza mit hoher Stimme rufen hörten.
„Hey Wahnsinn! Leute das müsst ihr euch ansehen!“

Hat sie auch unechte Ohren?  :diablo:
Hier ist wieder ein unvermittelter Gefühlsumschwung.

Ja man gebe mir ein RRRRrrrrrrr - das recht Ohr.

Wo siehst du den Gefühlsumschwung so unvermittelt. Es ist ein unheimlicher Nebel den ich vorher erwähne und deswegen fühlen sie sich unwohl.
Oder meinst du Aelza? Die ist so vom Charakter her.


Hui, der Text ist viel länger als gedacht.
Ich mache wahrscheinlich zwei Kapitel aus dem einen.

 Ich höre hier mal auf, auch weil mich der Text einfach nicht packen kann. Die gleichen Probleme wiederholen sich:
- ich stolpere übergangslos von einer Szene in die andere
Ja Übergänge sollte ich mir genau ansehen.
- die Perspektive ist unklar. Wer ist denn nun die Prota? Ich denke, Übergänge wären leichter, wenn ich einer Prota klar folgen könnte
Zoe. Dachte das ist klar. Wo rutsche ich aus ihrer Perspektive raus?
- die verschiedenen Figuren sind mir zu holzschnittartig. Eine, die immer singt, die Wolllady, ein kleiner Professor... mir ist das zu dick aufgetragen. Und dann sind sie sich, wenn sie reden, wieder total ähnlich, da fehlt es dann an Tiefe
Hmm das ist jetzt hart. Da muss ich weiter nachdenken darüber.
Besonders ist mir im Moment nicht klar WAS ich ändern müsste.


- die Menge an Fehlern. Die macht es wirklich anstrengend zu lesen
 :rotwerd:
- der unklare Stil. Der Text ist mal kindlich, mal romantisch, mal sehr faktisch. Dann wieder umständlich.
Hmm. Ist mir nicht bewusst gewesen.

Du hast wirklich eine sprudelnde Fantasie. Und das ist schön zu lesen. Du hattest mit Zoe auch eine spannende Prota aufgebaut - die jetzt aber kaum vorkommt.
Hmm eigentlich ist Zoe immer noch die Hauptprota.

Das scheint mir verschenkt. Auch am Stil müsstest Du noch feilen und eben auch an den Übergängen. Ich würde auch nochmal überlegen, worum es geht.

 In der Filmszene geht es, wenn ich das richtig verstanden habe, darum, das Heimweh zu zeigen und die Interaktion der Kindergruppe. Das Heimweh taucht aber nur im Ansatz auf und die Interaktionen sind ... naja, eigenwillig aber auch vage. Da hilft es vielleicht, zu überlegen, wie die Kinder zueinander stehen und wie du das zeigen kannst.

Ja Filmszene ist dazu da um Aelzas Heimweh und Depressive Reaktion zu erklären.

Die Szene im Zimmer soll zeigen, dass es Einfluss auf die Kinder hat.

Quasi weil es ihnen allen schlecht geht, wollen sie nicht mehr warten bis Aelzas Eltern auftauchen, sondern selbst zur Handlung schreiten.


Kinder zueinander stehen:
Lola ist Zoes jüngere Schwester. Ein Jahr jünger. Sie verbringen viel Zeit miteinander, haben gemeinsame Freunde. Lola ist ein wenig in Zoes Windschatten. Sie ist in Jannik etwas verliebt, dass weiß der aber nicht.

Jannik und Ella sind Zoes Freunde. Langjährige Freunde.

So Kinder belagern mich gerade...


Ich hoffe, das hilft dir was.

Danke dir.


lg
merin
[/quote]

scura

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #4 am: 23 Januar 2017, 18:05:59 »
Zitat
diese Essiggurken-auf-Honigbrot-Tage gab es nur ein Gegenmittel: Fernsehen.
Ich liebe diesen Ausdruck! Der ist einfach genial.
Schön! So etwas lese ich natürlich gern.
Zitat
Die Tage zuvor hatten allerlei Erwachsene Zoe angesprochen, dass Aelza aussehe wie Fuchur.
Mein Gefühl sagt, es müsste "aussähe" sein, aber frag mich nicht nach einer Begründung.

Da werde ich meinen heimischen Rechtschreibprofi befragen.

Zitat
Kurz darauf kam sie mit einem Tablett, auf dem sich vier Glasschalen, sowie eine pinke Hundeschüssel, mit grünlichen Eis befanden, zurück.
Jetzt bin ich selber ganz verwirrt, wo da Beistriche hingehören oder nicht ... aber der Satz hat in meinen Augen sowieso verbesserungspotential.

Ja stimmt... das ist so ein Satz bei dem ich schon fünfmal herumformuliert habe, der aber trotzdem nicht sitzt.


Insgesamt zieht sich bei dir ein Problem mit der Interpunktion durch. Zum Beispiel auch hier:
Zitat
„Echt jetzt?“, Aelza stupste den glitzernden Schriftzug mit der Nasenspitze an, „Prinzessin?“
Da würde ich schreiben: "Echt jetzt?" Aelza [...] Nasenspitze an. "Prinzessin?" Der Satz dazwischen ist ja jetzt nicht der typische "sagte er/sie"-Einschub.

Ja das kommt vom schlampen. Der Satz war ursprünglich anders. Geändert und dabei ist mir was durchgerutscht.


Da solltest du, wenn alles fertig ist, noch mal jemanden drüberschauen lassen. Ich werde jetzt jedenfalls nicht mehr auf alle eingehen.

Ja werde ich sowieso

Zitat
„Wir wollen uns den Film ansehen.“
„Ja und?“
„Wir können nichts verstehen wenn du die ganze Zeit quasselst.“
:hehe: Ah, plötzlich ist der Film doch gut genug ... :devgrin:

Ja es ist schließlich die Unendliche Geschichte.

Zitat
... auf das Designerledersofa von Ellas Eltern.
gekauft.

Zitat
Während der nächsten drei Paar Socken, zwei Schals und einer Haube, ließ Aelza sich zu nichts motivieren.
Diese Zeitangabe verwirrt mich. Was soll das denn sein? Ich hab ja nun wirklich nichts gegen unkonventionelle Umschreibungen. Jeder, der mich halbwegs kennt, weiß das. Aber die ist so unkonventionell, dass ich sie nicht verstehe.

Ja das zieht sich durch das Buch, dass ich nicht in Minuten oder Tagen angebe sondern in Strickoutput. Sie strickt quasi am Morgen immer Hauben, am Abend immer Socken, Vormittag immer an einem Schal... aber nicht nur du hast Probleme damit. Auch andere Testleser verwirrt es hier an dieser Stelle zu viel. Es ist ungefähr eine Woche vergangen. Aber ich werde es anders schreiben müssen.


Zitat
Sie begleitete die Kinder nicht an dem den See.
Und in der folgenden Szene hab ich irgendwie keinen Überbllick, wer nun da ist und wo.
Und es passt mir auch nicht zusammen, dass Aelza die Kinder (ich nehme an Zoe und der Rest?) nicht begleitet, wenn die eh nirgends hingehen.

Ja das ist noch etwas schief. Erst wird Aelza freudlos und macht nirgends mehr mit. Also die Kinder sind aktiv und Aelza liegt nur noch herum. Dann werden die Kinder auch trübsinnig...

Zitat
Das ist nur so ein Esoterik Mist.
Esoterikmist.
Diese Getrenntschreiberei entwickelt sich langsam aber sicher zu meinem neuen pet-peeve. Im Deutschen werden zusammengesetzte Hauptwörer, wo ein Hauptwort das andere näher definiert, auch tatsächlich zusammengesetzt, d.h. zusammengeschrieben. Es ist eine aus dem Englischen importierte Unsitte, die getrennt voneinander hinzuschreiben. Ein Fensterbrett ist schließlich auch ein Fensterbrett, nicht ein Fenster Brett. Und ein Esoterikmist ist eben ein Esoterikmist.

Ach das war keine Unsitte sondern Schlamperei...  :wasbesseres:. Hehe... danke

Zitat
Anderseits war ihr das Drachenmädchen so sehr sie auch nerven konnte, mit ihrer sorglosen Art ans Herz gewachsen.
Oje .. du kannst es wirklich mit meinen Pet-peeves ...  das Mädchen -> es, nicht sie.

Ja das ist aber Absicht. Ich weiß das bei das Mädchen es gehört. Aber für mich ist ein Mädchen kein es. Ich weigere mich schlicht es zu schreiben. Ja und mache bewusst einen Fehler.

Zitat
Nebel. Er zog in dicken Schwaden auf.
Das tat er davor auch schon.

Na geh nicht so dick... sondern eher a bisserl und dann halt richtig fett.

Zitat
„Verdammt nochmal, was ist denn das?", sang Lola.
Singen als Unterscheidungsmerkmal ... gut. Aber in der Situation? Einen Fluch? Sorry, das kauf ich nicht.
Wenn die wirklich die ganze Zeit über alles, was sie eigentlich sagen möchte, singt ... nach spätestens fünf Minuten würde ich sie knebeln, und sie ganz bestimmt nirgendwohin mitnehmen. Außer vielleicht zu einem Psychologen.

Ja stimmt. Hier passt es nicht.
Sicher nervt es. Auch die anderen. Sie will halt im Mittelpunkt stehen.
Da ihr Vater bekannter und erfolgreicher Musiker ist, sehen die Eltern ihren momentanen Spleen locker.



Ich hab gezögert, ob ich soll, weil der Text doch ziemlich lang ist, aber das hat sich sehr schnell gegeben, weil ich mich einfach gut unterhalten gefühlt habe.

Das ist schön!  :dance:

Ich finde, da musst/solltest du nichts mehr kürzen, eher den Teil, wo sie aufgrund ihrer Blutsbruderschaft mit Aelza alle niedergeschlagen sind, noch etwas ausbauen. Das liest sich noch mehr wie die Skizze zur Szene als die Szene an sich. Deswegen bin ich wohl auch nicht so ganz dahintergestiegen, was da gerade abläuft.

Ja ich werde wohl zwei Kapitel daraus machen. Und dann mehr zeigen, dass es allen schlecht geht.


lg, Viskey

DANKE!

merin

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #5 am: 23 Januar 2017, 21:20:32 »
Du hast ja jetzt ganz viel zu meiner Röstung geschrieben. Ich würde das so stehen lassen, es sei denn, du hast noch Fragen an mich. Wenn da noch was offen ist, frag ruhig nochmal nach. Ich habe aber den Verdacht, dass einiges mit etwas Abstand schon klar wird oder andere ähnliches für Dich verständlicher rösten.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

scura

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #6 am: 23 Januar 2017, 21:53:04 »
Nein ich lasse es erst noch einsinken. Im Moment arbeite ich sowieso Kapitel für Kapitel ab. Momentan eben bei Nr. 5 (von 14). Wenn ich alle habe, und die Rückmeldungen von den Testlesern habe, beginne ich wieder mit dem Anfang. Also wird's noch dauern. Das tut dem Ganzen aber ohnehin gut.

Ja ich hoffe andere schreiben auch noch. Aber wie gesagt ich werde die Überarbeitung sowieso nicht gleich machen...

merin

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #7 am: 24 Januar 2017, 20:21:09 »
Alles klar. Falls Fragen bleiben, melde dich.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

scura

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #8 am: 01 Februar 2017, 19:44:35 »
schubs di schwubs... es eilt zwar nicht, aber vielleicht mag noch jemand anderer was dazu schreiben? Oder falls nicht wieso nicht... (Text zu lang... bei der und der Zeile nicht weitergelesen etc...) Wäre fein.

Aure

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #9 am: 01 Februar 2017, 20:07:34 »
Bisher übersehen, und wohl noch für den Rest der Woche sehr wenig Zeit. Ich komme nicht mal meinem eigenen Schreibkram hinterher. Falls nächste Woche noch offen, werfe ich aber noch einen Blick drauf.
(Erinner mich nötigenfalls gerne daran.)
We are not nouns, we are verbs. I am not a thing – an actor, a writer – I am a person who does things – I write, I act – and I never know what I am going to do next. I think you can be imprisoned if you think of yourself as a noun.
(S. Fry)

scura

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #10 am: 01 Februar 2017, 21:07:04 »
Kein Problem - werde es wenn es niemand stört gern noch länger offen lassen - da ich zur Überarbeitung eh erst in tausend Jahren oder so komme...

merin

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Re: Im Zeichen Des Glücksdrachen, viertes Kapitel
« Antwort #11 am: 02 Februar 2017, 13:43:22 »
Stört keinen. :cheer:
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.