27 Januar 2021, 20:54:57

Autor Thema: Leserzentrierte Version  (Gelesen 3434 mal)

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LaHallia

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #15 am: 16 Februar 2017, 17:38:11 »
Hi schmurr,

ich kann deine Hemmungen nachvollziehen. Mir ging es am Anfang auch so. ich habe mich nicht getraut Fantasy oder SciFi zu rösten, weil ich mich damit nicht auskenne, oder wollte auch nicht der fünfte sein, der denselben Fehler aufzeigt.
ABER: es geht nicht nur immer um die inhaltliche Ebene, Plotlöcher, schwache Charaktere, schiefe Formulierungen haben nichts mit dem Genre zu tun. Zumindest nicht nur oder nicht immer.
Und auch kann es durchaus nützlich sein, wenn ein Autor mehfrach auf den selben Fehler aufmerksam gemacht wird. Dann tut man sich viel leichter beim Filtern, was denn nun vielleicht ein subjektives Problem eines einzelnen Rösters ist und was doch eher ein Problem ist, das es sich auszumerzen lohnt.

Also weg mit den Hemmungen, Sorgen und Ängsten. Auch durch Rösten lernt man.

Liebe Grüße,
LaHallia
Sie müssen erzählerische Risiken eingehen. Vor allem aber: niemals versuchen, den anderen zu gefallen. Sie müssen so hoch zielen, dass Sie ganz tief fallen können. Dann vielleicht haben Sie Erfolg. (Frank Schätzing)

schmurr

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #16 am: 16 Februar 2017, 21:34:22 »
Ich habe ja auch noch keine Erfahrung mit dem Veröffentlichen von Büchern, kann deshalb wenig beraten, und als Eulenspiegel vertrete ich sowieso Meinungen, mit denen die anderen nichts anfangen können, wie in anderen Rubriken hier geschehen. Aber ich lese weiter alle Beiträge, die nicht von vornherein als Fantasy zu erkennen sind; meist stellt sich dann nach längerem Lesen heraus, dass es doch Fantasy ist. Aber ich hoffe weiter...

Viskey

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #17 am: 16 Februar 2017, 23:28:12 »
Hey, schmurr.

Dass ich nichts mehr sage, hat einen ganz einfachen Grund: Ich habe nichts Neues zu sagen. Also nicht im Sinne von nichts wiederholen, was andere schon gesagt haben. Wie LaHallia schon klargestellt hat: So etwas kann ein sehr wichtiger Barometer sein. Ich würde aber lediglich mich selbst wiederholen, und das ist uninteressant - für dich ebenso wie für mich - und bringt dich nicht weiter, weder mit dem Text noch mit der Motivation.

lg, Viskey
"There is no such thing as bad work, just unfinished work." - Eric Idle

schmurr

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #18 am: 17 Februar 2017, 08:24:00 »
Hallo Viskey,
du sprichst mir aus der Seele! Ich hätte dieses Thema auch nie angeschnitten, nur war ich etwas vergrätzt, weil es in der Frage "Mordanschlag sofort erzählen oder später" 1:1 steht; ein paar Stimmen mehr wären statistisch relevant gewesen. Aber ich kann gut verstehen, dass die meisten Teufel nicht sämtliche Posts lesen wollen. Das nächste (und letzte) Kapitel, das ich hier vorstellen werde, wird provokanter sein...   ;)
ciao

scura

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #19 am: 17 Februar 2017, 09:11:03 »
Ich würde mich bei den Kommentaren zu dir selbst auch nur wiederholen. Für meinen Geschmack springst du noch zu viel. Und es entsteht nach wie vor kein Kopfkino.
Mordanschlag würde ich schon erwähnen...aber das über das Cover Geplänkel ist mir zu lang.

Außerdem wenn ich innerhalb weniger Wochen einen Text in drei ähnlichen Versionen lese...lese ich nicht mehr so intensiv. Da brauche  Anstand.

So und ich lese fast nie Biographien  (Ausnahme die sehr gute von Thomas Bernhard) trotzdem kommentiere ich hier. Die Aussage interessiert mich nicht...deswegen schreib ich nix...finde ich arrogant. Außerdem gab's genügend andere Threads... mit anderen Themen.  Mir ist da auch meine Zeit zu Schade, wenn es zu einseitig ist. Muss ja nicht mein eigener Text sein...aber zumindest irgendwo
. Wenn keine Meinungen mehr gefragt sind wird der Thread ohnehin geschlossen.
Und viele hier schrieben, dass es für sie hilfreich ist wenn sie von verschiedenen Leuten auf denselben Fehler hingewiesen werden.


schmurr

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #20 am: 17 Februar 2017, 14:57:09 »
Wenn man etwas nicht mag - wie eine gewisse Literaturgattung - und deshalb nichts damit zu tun haben will, finde ich das nicht arrogant...

scura

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #21 am: 17 Februar 2017, 15:14:01 »
Also normaler Leser nicht. Da stimme ich dir zu.  In einen kleinen netten Forum wie hier empfinde ICH das ignorieren andere Textarbeit sehr egozentriert.

merin

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #22 am: 17 Februar 2017, 15:20:40 »
Ich find es auch nicht arrogant. Allerdings weiß ich beispielsweise nicht, wie man Mondsterns Anja-Texte in die Schublade Fantasy stecken könnte. Auch Gingers Texte passen da gar nicht rein. Bei meinen kann man vielleicht ein bissel streiten, aber da ist eh grad nichts auf dem Rost.

Ich denke: Wenn Du Dich wirklich einbringen möchtest und hilfreich sein möchtest, dann wirst Du es trotz Eulenspiegeltums schaffen. Ggf. kannst Du auch um Rückmeldungen bitten, ob eine Röstung hilfreich war. Und üben kannst Du ja auch, es ist ja bekanntlich noch kein Teufel vom Himmel gefallen. ;)
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Zauberfeder

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #23 am: 17 Februar 2017, 16:19:08 »
Ich muss sagen, den Teil finde ich auch nicht arrogant. Ich merke das z.B. von mir. Wenn ich versuche, Text aus einem Genre zu kommentieren, das mir gar nicht liegt, weil ich es eigentlich nicht lese, dann hilft das dem Autor auch nicht wirklich weiter, denn ich würde Sachen anmerken, die mich einfach stören, weil ich mit dem Genre nicht zurecht komme und das ist ja dann aber nicht das Problem des Autors, sondern meins, denn wenn ich damit nicht klar komme, brauche ich es nicht lesen. Wirklich hilfreich ist das letztlich dann für den Autor auch nicht, weil ihn das nur verunsichert. Er kann seinen Text schließlich gar nicht so schreiben, dass er in der Lage ist, mir einen Text schmackhaft zu machen, den ich in einer Buchhandlung niemals in die Hand nehmen würde. Da helfen im Leute, die mit dem Genre etwas anfangen können, schon viel eher weiter.

Die Sache mit dem Eulenspiegeltum verstehe ich nicht. Zum einen muss ich ehrlich gestehen, dass ich gar nicht weiß, was das bedeutet und zum anderen verstehe ich auch nicht, warum man deshalb nicht woanders kommentiert. Wenn es einen Text gibt, der einen interessiert, wieso dann nicht auch die Meinung da lassen? Der Autor filtert schon heraus, was für ihn wichtig ist. Es ist auch meiner Meinung nach Quatsch zu sagen, dass man einen Text nicht kommentiert, weil dort schon Meinungen abgegeben worden sind. Wenn der Autor keine Rückmeldungen zu seinem Text will, dann wird der Thread geschlossen und so lange er offen ist, heißt das ja, dass der Autor sich über neue Meinungen freut. Auch nicht zu kommentieren, weil die Dinge, die man selbst sagen würde, schon gefallen sind, finde ich auch Quatsch, denn der Autor wägt ja ab. Wenn er sieht, dass mehrere Leute einer Meinung sind, sagt das viel für ihn aus und hilft ihm weiter. Ich für meinen Teil lese die Kommentare der anderen eigentlich nicht, überfliege sie höchstens grob, um mir eben meine eigene Meinung zum Text zu bilden und dann kommt es natürlich vor, dass ich Dinge anmerke, die andere auch schon genannt haben, aber das ist ja nicht schlimm, denn dann sieht der Autor ja nur, dass mit der Stelle womöglich wirklich etwas nicht stimmt.


schmurr

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Re: Leserzentrierte Version
« Antwort #24 am: 17 Februar 2017, 19:35:00 »
OK