27 Februar 2021, 10:16:58

Autor Thema: Historisches Kapitel inmitten einer Autobiografie  (Gelesen 2444 mal)

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merin

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Re: Historisches Kapitel inmitten einer Autobiografie
« Antwort #15 am: 21 Februar 2017, 18:08:20 »
Nein. Das wäre ja unpersönlich und unemotional. Ich meine so (mal ins Blaue geschrieben):

Als ich gerade 20 geworden war, unternahm ich eine Wanderung ins Klukstal. Der Ausflug wäre eigentlich nicht weiter erwähnenswert gewesen, wäre ich dort nicht auf jenen Mitwanderer gestoßen, der mir von Mönch Franz erzählte. Seine ausschweifenden Erzählungen des Mönches, der ein Leben fernab der Zivilisation gesucht - aber ein Leben im Trubel der Stadt gefunden und dabei so viel bewegt hatte, sprachen mich auf eine Art und Weise an, die ich zunächst selbst nicht verstand. Kaum zu Hause, begann ich zu recherchieren. Der Mönch wurde zu einer Besessenheit, ich empfand ihn als Seelenverwandten und manchmal fragte ich mich, ob er mir nicht ähnlich war in seiner Suche nach dem für ihn passenden Leben... Auch ich hatte mich mit Vorstellungen davon, was meine Ziele waren, auf die Reise gemacht. War es nicht besser, die Möglichkeiten zu ergreifen, die sich mir boten, anstatt blu bla bla.
Franz, dann und dann geboren hat dann dies und jenes gemacht bla bla Exkurs, bla Rückbezug auf das, was das in mir auslöste, wozu es mich animierte...

Verständlicher?

Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

schmurr

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Re: Historisches Kapitel inmitten einer Autobiografie
« Antwort #16 am: 22 Februar 2017, 17:18:45 »
Hallo merin, Entschuldigung für die Zeit, die du verlieren musstest, damit ich endlich kapierte! Also wieder: ihr = Gefühle, ich = Tatsachen. Dabei gibt es in meinem Buch etliche Stellen, wo das Taschentuch zum Einsatz kommt, aber zu denen habe ich keine Fragen an euch... Am Thema Marco fasziniert mich, dass er gleich viermal meinen Lebensweg kreuzte und noch dazu kein x-beliebiger Mönch war, sondern der, der Europa gerettet hat = Tatsachen. Hinter all diesen Zufällen (anderswo kommen noch mehr) sehe ich die Hand Gottes. Aber darauf will ich nicht herumreiten, weil sich manche Leute daran stören werden. Ich habe schon zu einer anderen Szene geschrieben, dass sie für mich ein Gottesbeweis ist, und ich glaube, das reicht. Mein Buch hat viel von einem Sachbuch, auch von einem Ratgeber zum Erwachsenwerden (oder auch nicht!): als alternativer Anfang des 1. Kapitels ist mir gestern in den Sinn gekommen: "Können wohlmeinende Eltern es schaffen, das Leben ihres Kindes zu ruinieren?" Ich glaube nicht, dass diese Antwort dich befriedigt, aber so ist es nun mal...   ;)
ciao