18 Januar 2021, 21:51:34

Autor Thema: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung  (Gelesen 1770 mal)

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Lionel Eschenbach

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So, habe nun versucht eure Anmerkungen aufzunehmen und einzuarbeiten. Eine Kritik war, dass der Traum nicht deutlich wurde.

Mit dieser Szene wird der erste von beiden zentralen Protagonisten eingeführt. Wir befinden uns mit dieser Szene ca. auf Seite 70 im Buch.  In dem Kapitel  zuvor, welche dreißig Jahre zurückliegen, erahnt der Leser bereits, dass etwas bei er letzten Krönung schief gelaufen ist. Sefira ist als Gottheit eingeführt, so dass die Erwähnung, Sefira öffnet sich, bereits vertraut ist.

Sicherlich werden wie immer die üblichen Fehler vorkommen, über jede Kritik zur Perspektive, Logikbrüchen etc. pp freue ich mich.

Besonders würde mich interessieren,
a) ob der Text nun flüssiger zu lesen ist und vorallem, ob der Leser nicht ständig über dieses oder jenes stolpert, was den Lesefluss unterbricht,
b) gibt die Szene Anhaltspunkte, wo der Leser, der Fantasyleser bereits vermutet, dass hat eine Bedeutung,


Generell. Die Art und Weise wie Todd träumt ist zentrales Moment dieser Szene. Wie der Kerl ist, folgt dann, wenn er aufwacht. :)

Schon mal vielen Dank an diejenigen, die sich die Mühe machen, mich zu rösten.



____________________________________________________________________


Todd schlug die Augen auf, fror und seufzte. Träume waren ein Segen, sie hatten ihn reich gemacht. Bald würde er ein Haus mit Garten beziehen. Darüber wollte er nicht klagen. Unangenehm fühlte es sich an, ab und an in den Träumen zu sterben. Das kam zum Glück selten vor, aber häufiger als Todd es sich wünschte. Heute, vermutete er, würde er erfrieren.

Er schnappte nach Luft, der Kopf schmerzte. Der Wind wirbelte feine Eiskristalle über den Gipfel, vor dem er im Nachthemd schwebte. Eine Wechte brach ab, rutschte den Abhang hinunter, bis sie über den Rand einer senkrecht abfallenden Felswand in die Tiefe stürzte. Die Schneemassen lösten im Tal Lawinen aus, die erst auf den Gletschern zum Stillstand kamen. Er roch die eisige Luft, bis an den Horizont erstreckte sich das Hochgebirge. Von hier oben konnte er nicht erkennen, wo er sich befand. Schnee, Eis und Felsen boten keine Orientierung. Häufig träumte er von Schätzen, die er bergen ließ, wenn er denn wusste, wo er nach ihnen suchen musste..

Er wünschte sich unter die Bettdecke zurück, die ihn gerade noch gewärmt hatte. In dieser eisigen Kälte würde er sterben, was nicht schlimm war. Wenn er starb, wachte er auf. Als Kind war er noch verängstigt unter die Decke der Mutter gekrochen und lag bis in den Morgen wach. Mit dem Alter kam die Gelassenheit. Er starb, wachte auf, trank ein Glas Wasser und legte sich wieder schlafen. Vor Jahren schon hatte er aufgegeben, vor dem Gebetsbaum friedlichere Träume zu erbitten. Gestern Nacht hatte er neben einen knisternden Kaminofen gesessen. Die gemütliche Wärme fühlte sich behaglich an, nur nicht das, was er beobachten musste. Die Handlanger des Grafen Renoirs hatten einen Händler über Stunden zu Tode gefoltert.

Die Zähne klapperten und der Schmerz im Kopf vernebelte die Sinne. Ihm wurde schwindelig. Heute meinten es seine Träume wieder gut mit ihm. Die Luft flimmerte, fast hätte er in die Tiefe gekotzt. In der Pein glaubte er, die Berge lösten sich auf, gaben den Blick in ein Tal frei. Dunkle Türme sah er, auf denen dunkelhäutige Männer wachten. Gleich würde er aufwachen, so sehr rang er nach Atem. Ruckartig raste er herab. Sefira hab Dank, dachte er, der Druck auf seine Brust ließ nach. Nachdem sein Herz wieder ruhiger pochte, nahm er die Landschaft wieder ungetrübt war und genoss, wie ein Drache durch die Täler zu fliegen. Fliegen kann so schön sein.
Die Finger waren noch kalt, doch er spürte die Wärme der Nachmittagssonne auf dem Gesicht. Schwalben flitzten durch ihn hindurch. Ihr Zwitschern legte sich wie helle Flöten über das Donnern. Hier unten im Tal mischte sich ins trostlose Braun und matschige Weiß bereits das saftige Grün des Frühlings. Er pfiff die Ode an Ariane. Auch wenn er bislang nichts geträumt hatte, was ihm zum Vorteil gereichen konnte, freute er sich trotzdem. Er träumte in Neuland. Aus der Ferne erkannte er das Gebirge. In einem Gemälde von Magister Caspar hatte er die eigentümlich gezackten Felstürme gesehen. Todd schmunzelte, während er sein Ebenbild im Bergsee betrachtete. Hätte der Magister am See gesessen mit der Staffelei, Todd hätte er nicht gemalt. Die Landschaftsporträts sollten frei von der verdorbenen Hand menschlicher Niedertracht sein. Einzig mehr schwarze Farbe hätte der Magister verwendet. Die Schatten kräftiger hervorgehoben, das Unterholz wie dunkle Knochen aufgetürmt. Die weichen Konturen verliehen den Werken etwas Mystisches, die mit der Natur wenig gemein hatten. Caspar hatte angefangen zu malen, nachdem er das Amt des Richters verloren hatte. Er fiel einer Intrige zum Opfer. In der Hauptstadt wurde gemunkelt, der Minister des Königs Graf Reugen steckte dahinter. Nie konnte der Frevel bewiesen werden. Todd bedauerte, dass die Träume ihn nicht in die Gemächer des Ministers führten. Von dieser Niedertracht hatte sich Caspar nie erholt, das Gesicht war faltig und grau geworden. Zum Frühstück trank er rumorianischen Wein. Häufig sprach er lallend vom Tod. Der Magister wünschte sich, Sefira würde sich für ihn öffnen und das Leid beenden. Todd konnte ihn nur selten aufheitern, wenn er ihn besuchte, sie über das Recht und die Kunst diskutierten. Er hoffte für den Magister, dass sich Sefira zuerst für den König öffnen würde. Amunds Amtszeit endete in sechs Monaten mit dem Tod.

 Das Donnern kam näher, kühle Wassertröpfchen regneten durch ihn hindurch. Wasserfällen stürzten in eine Schlucht. In der Tiefe schäumte und toste der reißende Fluss. Baumstämme und tote Tiere riss er mit sich.

Wölfe ruhten auf einer Ebene und wärmten ihr Fell. Nur ein Jungwolf, dünn wie das Gerippe des Hirsches, an dem er nagte, riss an den blutigen Knochen. Der Leitwolf hob den Kopf, fletschte das Gebiss. Todd würde nie lernen, das Gebiss eines Wolfes von dem eines Hundes zu unterscheiden. Magister Myrus hatte ihn ausgelacht, weil er den Unterschied nicht erkannte. Dem Bauern zahlten sie drei Kristalle. Die Entschädigung, wenn ein Wolf ein Rind riss. Teuerer war nur, wer einen Wolf tötete. Sechs Kristalle zahlte der Frevler an den König. Der Eiswolf hatte sich aufgerichtet und knurrte.

Er schloss nicht mehr die Augen, als er durch Äste und Baumstämme flog. Um ihn herum raschelten Blätter. Sie verspotten mich. Ein Ast ragte aus der Brust. Dicht vor ihm schaukelte an einem Zweig ein aufgeplatzter Kokon. Über dem leeren Gefängnis breitete ein Feenschmetterling die schillernden Flügel aus und wartete in das neue Leben zu fliegen. Auch wenn Todd wusste, er konnte ihn nicht berühren, streckte er die Arme nach dem zierlichen Körper aus. In Turka erzählten sich die grünen Kinder Geschichten. Wer diese Schmetterlinge an den zarten Händen hält, ihm einen Wunsch zuflüstert, dem wird er erfüllt. »Lieber Schmetterling, ich möchte in der Bibliothek meinen Dienst antreten.« Seine Hände glitten ins Leere. Als hätte ihn diese vollkommene Schönheit gespürt, flatterte sie fort.

Als der Tag sich verabschiedete, lagen die Gebirge zurück und die große Mauer zog unter ihm vorbei. Von hier oben konnte er ihr Ende nicht sehen. Rangpflanzen überwucherten den schwarzen Stein. Er hatte sich nicht geirrt, er träumte in Neuland.
»Haben die Hasen schon angegriffen?«, sprach er lachend aus. Oft zog er die neuländischen Ordensschüler mit der Frage auf. Jenseits der Mauern gab es nichts Bedrohlicheres als Einsamkeit und Hasen, die an der Mauer hockten. Die Gefahr kam aus dem Norden. Über die Jahrtausende wurden die Neuländer von den Turken und Tabriern angegriffen, wo eine nicht minder mächtige Mauer errichtet wurde. Erst König Jarus überwand die Mauer mit einer List und unterwarf die Neuländer. Seit 600 Jahren durften auch jene Tore nicht mehr geschlossen werden. Genau seit jenen Tagen verschwand der Krieg aus Tikun und das Reich war unter einer Krone vereint.

Der dumpfe Klang von Äxten vertrieb Todds Gedanken an die Vergangenheit. Bauern fällten Bäume. Ochsen zogen die Wurzeln aus dem Erdreich. In der Siedlung zimmerten Handwerker am Dachstuhl. Auf den Feldern säten Bauern das Sommergetreide aus und sangen ein altes Fruchtbarkeitslied. Die Frauen sammelten Steine von den Brachflächen und luden sie auf Karren. Der Dorfvorsteher zählte das Vieh und nickte zufrieden. Kinder brachten ihren Vätern Krügen mit Wasser, um sich dann wieder ihrem unbedarften Spiel hinzugeben. Jungen wie Mädchen fochten mit Holzschwertern und sprangen vor den Hieben zurück und er hörte ihr tapferes Geschrei. Todd war sich sicher, heute Nacht würden sie davon träumen, in die Königsgarde aufgenommen zu werden als der beste Kämpfer des Königs.

Jetzt erst nahm er sie wieder wahr. Sie waren ihm so vertraut wie der Herzschlag. Sie wippten an den Gräsern, schwebten über den Köpfen der Bauern und lagen an jedem Gegenstand, der einen Namen trug. Im blassen Mond hatte sich eines eingegraben. Wie ein Wasserfall sprudelten sie aus den Mündern der Bauern. Kunstvoll geschwungene Linien, die er lesen konnte. Das ist also das Wort für Regenbogen.

Gelegentlich hatte er andere gefragt, ob deren Träume ähnlich eigenartig waren. Mehr als Spott und Häme hatte er nie geerntet. Diese Laune der Natur hielt er im Verborgenen. In vielen Büchern hatte er geblättert, diese Sprache wurde nie erwähnt.

Die Gesichter der Bauern waren gerötet von der Hitze des Tages. Sie glühten auch vor Erregung, so sehr schimpften sie über den König, der die Steuern erhöht hatte. »Mistkerl«, polterte ein Bauer. Selbst das Schriftzeichen kannte er. Dem Unmut lauschte er, lernte aber kein neues Wort hinzu.

Die Faust geballt, blickte er ins Feuer. Im Dorf wurde eine Ziege bei lebendigen Leib verbrannt, die vor Todesqualen schrie als Opfer für eine reiche Ernte zu sterben. Daran glaube ich erst recht nicht. Das Frühjahrsfest fand vor drei Tagen statt. Nun wusste er immerhin, an welchen Tag in der Vergangenheit die Träume ihn geführt hatten.

Das Fell eines Wolfes trocknete in einem Gestell, etwas abseits des Dorfes im Dunkel einiger Eichen. Nein, gemahlene Wolfzähne steigern nicht die Manneskraft. Wenn er nur wüsste, wer es getan hatte, es wäre eine teure Jagd gewesen. Das Kopfgeld betrug einen blauen Kristall.
 
Er wandte den Blick ab, breitete die Arme aus und flog wieder in den Himmel. Das Sternenbild des Greifen schimmerte in der aufziehenden Nacht. Der Kopfstern leuchtete noch blass. Er roch den Frühling, fühlte sich frei und pfiff sein Lieblingslied weiter. Die Ode an Ariane. Glücklich allein ist die Seele, die liebt. Vor dem Mond schob sich eine Wolke. Er war nur froh, die Welt so bereisen zu können. Warum für Wochen in der holpernden Kutsche sitzen, wenn er träumen konnte.


merin

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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #1 am: 24 Februar 2017, 18:57:55 »
Hallo Lionel.

na dann will ich mal.

Erstmal: Der Einstieg gelingt mir viel besser. Die Sprache ist einfacher und ich kann mich verorten. Zeitformenfehler sind leider immer noch viele drin. Insgesamt finde ich die "Blickführung" etwas unklar, hier beispielsweise:

Zitat
Er roch die eisige Luft, bis an den Horizont erstreckte sich das Hochgebirge. Von hier oben konnte er nicht erkennen, wo er sich befand. Schnee, Eis und Felsen boten keine Orientierung. Häufig träumte er von Schätzen, die er bergen ließ, wenn er denn wusste, wo er nach ihnen suchen musste..

Warum gehst Du da vom Konkreten weg ins Allgemeine? Danach wird es ja wieder konkret, aber auch nur einen Satz lang, dann gehst Du in die Erinnerung:

Zitat
Er wünschte sich unter die Bettdecke zurück, die ihn gerade noch gewärmt hatte. In dieser eisigen Kälte würde er sterben, was nicht schlimm war. Wenn er starb, wachte er auf. Als Kind war er noch verängstigt unter die Decke der Mutter gekrochen und lag hatte bis in den Morgen wachgelegen. Mit dem Alter kam war die Gelassenheit gekommen. Er starb, wachte auf, trank ein Glas Wasser und legte sich wieder schlafen. Vor Jahren schon hatte er aufgegeben, vor dem Gebetsbaum friedlichere Träume zu erbitten. Gestern Nacht hatte er neben einen knisternden Kaminofen gesessen. Die gemütliche Wärme hatte fühlte sich behaglich angefühlt, nur nicht das, was er beobachten musste. Die Handlanger des Grafen Renoirs hatten einen Händler über Stunden zu Tode gefoltert.

Ich würde das klarer machen: Jetztzeit, Rückblende und dann wieder durchgängig jetzt. Aber nicht so hin und her springen. Die letzten 1,5 Sätze verstehe ich nicht. Also ich habe keine Idee, wie es zu dieser Szene gekommen sein könnte. Und ich habe auch keine Idee, wo da was Behagliches gewesen sein könnte. Zumal das Ganze ja offenbar in einer Zeit spielt, in der offene Feuer nicht romantisch, sondern gängige Heizung sind.

Merkwürdige finde ich, dass Du oft "die" schreibst, wo du "seine" meinst, beispielsweise hier:

Zitat
Die Zähne klapperten und der Schmerz im Kopf vernebelte die Sinne.
oder hier
Zitat
Die Finger waren noch kalt, doch er spürte die Wärme der Nachmittagssonne auf dem Gesicht.

Insgesamt finde ich diesen Absatz schwächer, die Sprache wird wieder schwülstiger und ich verstehe manches nicht. Ist "die Träume meinten es gut" sarkastisch gemeint?
Die Stelle danach enthält viel Infodump, sie ist kompliziert erzählt und hat Zeitformenfehler. Mir ist auch unklar, warum ich diese Informationen jetzt brauche.

Zitat
Wasserfällen stürzten in eine Schlucht. In der Tiefe schäumte und toste der reißende Fluss. Baumstämme und tote Tiere riss er mit sich.

Mhm, wie das? Also wieso mehrere Fälle? Und wieso so viele tote Tiere?

Auch die Szene mit dem Wolf verstehe ich nicht. Also inhaltlich nur halb und von der Platzierung her gar nicht. Was soll sie mir sagen? Und wieso dann wieder die Rückblende?

Zitat
Als der Tag sich verabschiedete, lagen die Gebirge zurück und die große Mauer zog unter ihm vorbei. Von hier oben konnte er ihr Ende nicht sehen. Rangpflanzen überwucherten den schwarzen Stein. Er hatte sich nicht geirrt, er träumte in Neuland.

Das ist komisch formuliert. "lagen zurück" kenne ich nur aus der Bundesliga. Du meinst "hinter ihm", oder? Und Ränge gibt es auch im Stadion, aber du meinst Ranken, oder? Die Pflanzen daraus heißen Schlingpflanzen. Oder Ranken.
Aber auch hier: Da ist ganz viel Beschreibung, aber es entsteht kein Bild.

Dann wieder eine für mich unverständliche Rückblende, mit dem üblichen Zeitformenfehler. Schau mal bitte bei jeder Rückblende drauf. Längere Rückblenden kann man im Plusquamperfekt einleiten und dann in die einfache Vergangenheit wechseln. Aber wenn es nur drei Sätze sind, sollte man im Plusquamperfekt bleiben. Mir scheint aber: Die meisten Deiner Rückblenden vertragen eine Streichung. :versteck:

Dann geht der Text wieder in die Gegenwart und beschreibt eine Szene aus meilenweiter Entfernung. Auch hier entsteht in mir kein Bild, dadurch interessiert mich das Ganze wenig. Ein Problem scheint mir, dass Du auch die Zeit raffst: Alles ist gleichzeitig zu sehen, wie auf einem Bild, aber natürlich müsste es nacheinander geschehen.

Zitat
Jetzt erst nahm er sie wieder wahr. Sie waren ihm so vertraut wie der Herzschlag. Sie wippten an den Gräsern, schwebten über den Köpfen der Bauern und lagen an jedem Gegenstand, der einen Namen trug. Im blassen Mond hatte sich eines eingegraben. Wie ein Wasserfall sprudelten sie aus den Mündern der Bauern. Kunstvoll geschwungene Linien, die er lesen konnte. Das ist also das Wort für Regenbogen.

??? Das entlockt mir nur Irritation. Er sieht also alles, was die Leute sagen, geschrieben?

Und: ich wüsste ja nun gern, was denn so neu ist an dem Traum. Aber ich fürchte, ich erfahre es nicht.

Zitat
Gelegentlich hatte er andere gefragt, ob deren Träume ähnlich eigenartig waren. Mehr als Spott und Häme hatte er nie geerntet. Diese Laune der Natur hielt er im Verborgenen. In vielen Büchern hatte er geblättert, diese Sprache wurde nie erwähnt.

Hat er keinen einzigen Menschen auf der Welt, der ihn ernst nimmt? Arme Seele...

Zitat
Die Gesichter der Bauern waren gerötet von der Hitze des Tages. Sie glühten auch vor Erregung, so sehr schimpften sie über den König, der die Steuern erhöht hatte. »Mistkerl«, polterte ein Bauer. Selbst das Schriftzeichen kannte er. Dem Unmut lauschte er, lernte aber kein neues Wort hinzu.

Die Faust geballt, blickte er ins Feuer. Im Dorf wurde eine Ziege bei lebendigen Leib verbrannt, die vor Todesqualen schrie als Opfer für eine reiche Ernte zu sterben. Daran glaube ich erst recht nicht. Das Frühjahrsfest fand vor drei Tagen statt. Nun wusste er immerhin, an welchen Tag in der Vergangenheit die Träume ihn geführt hatten.

Auch hier wieder: Du springst hin und her und formulierst unnötig kompliziert: "Im Dorf wurde eine Ziege bei lebendigen Leib verbrannt, die vor Todesqualen schrie als Opfer für eine reiche Ernte zu sterben."
Besser wäre: "Im Dorf wurde eine Ziege bei lebendigen Leib verbrannt, ein (oder als) Opfer für reiche Ernte. Sie schrie in Todesqualen."

Und wer blickt ins Feuer? Der Bauer?

Insgesamt lässt mich das Ganze ratlos zurück. Da beobachtet jemand die Opferung eines Tieres und pfeift sein Liedchen. Er sitzt behaglich neben einer Folterung. Es scheint aber nicht, als solle er als herzlos geschildert werden. Insgesamt scheint er in seinem Traum wenig zu fühlen.

Zitat
a) ob der Text nun flüssiger zu lesen ist und vorallem, ob der Leser nicht ständig über dieses oder jenes stolpert, was den Lesefluss unterbricht,
b) gibt die Szene Anhaltspunkte, wo der Leser, der Fantasyleser bereits vermutet, dass hat eine Bedeutung,

a) Der Text schwankt  immer wieder hin und her, der Traum wird dauernd unterbrochen und ich verstehe nicht, warum. Also wird auch mein Lesefluss dauernd unterbrochen.

b) Nein, für mich nicht. Ich habe es bei der ersten Rückblende gedacht, aber da so viele Rückblenden da sind, scheinen sie dann alle belanglos. Einfach aufgrund der Zahl.

Fazit: Der Text ist besser. Aber da ist noch eine Menge weiterer Arbeit nötig. Ich hoffe, das entmutigt nicht zu sehr.

lg
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Lionel Eschenbach

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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #2 am: 25 Februar 2017, 11:55:42 »
Nein, Kritik entmutigt nicht, will jetzt auch nicht sagen, es ist ein schönes Gefühl.  Letztlich hilft es mir, denn wenn der Leser stolpert, ist alles vergebens.  Mit dem infodump habe ich selber ein grummeliges  Gefühl. Danke für die Röstung. Wer sagt, dass eine Geschichte zu erzählen leicht ist, seufz

P.s. Wenn Todd an diese Träume gewöhnt ist, würde er dann nicht so gelassen sein, wie er dargestellt ist, wenn er grausame Verbrechen beobachtet?
« Letzte Änderung: 25 Februar 2017, 12:01:43 von Lionel Eschenbach »

merin

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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #3 am: 26 Februar 2017, 12:30:47 »
Das Problem ist: Beim ersten Verbrechen nahm ich an, es wäre real und nicht geträumt. Es geht also offenbar immer noch durcheinander was im Traum und was im Wachzustand passiert. Ich nahm an, die Rückblenden beziehen sich auf reale Erlebnisse.
Und: Ein Traum, in dem man erlebt, wie jemand gefoltert wird, ist nach allgemeinem Verständnis ein Alptraum. Jeder Alpträumer wird dir erzählen, dass es immer noch furchtbar ist, zu träumen, selbst wenn man den selben Alptraum zum 50. Mal hat. Eine Abstumpfung ist bei normalen Menschen nicht zu beobachten. Das kann ich mit großer Sicherheit sowohl aus Privatmensch als auch als Fachfrau so sagen.
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Lionel Eschenbach

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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #4 am: 26 Februar 2017, 14:21:49 »
Sagt meine Frau auch, seufz. Die Annahme, jemand würde sich daran gewöhnen, scheint zu unnatürlich zu wirken. Ich sehe weiterhin die Schwierigkeit darin, dass seine Träume ihm helfen an geheimes wissen zu gelangen. Da er häufig von Ungerechtigkeiten erfährt wie die beschriebene Folter, wäre sein Leben ein langer alptraum. Fast müsste ich annehmen, jemand würde darüber zerbrechen, wenn er so träumen würde. Daher ja eine gewisse Anpassung - sicherlich mit der Freiheit in einem fantasy romane die Realität etwas anders darzustellen. Er soll jetzt auch nicht völlig gefühlskalt sein. Muss noch mal überlegen, ob er nach dem erwachen nicht doch immer noch leicht verängstigt ist.  Ach, selbst träume schreiben ist trickreich seufz

Viskey

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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #5 am: 26 Februar 2017, 15:56:04 »
Hey Lionel!

Bei mir wird's sehr kurz, aber warum viele Worte machen, wenn ein paar wenige auch genügen?

Flüssig lesen ... ja. Abgesehen von den Zeitefehlern, die sich vor allem am Anfang tummeln. Ich mag die Wortwahl im großen und ganzen. (Nur über das Wort "kotzen" würd ich noch mal nachdenken.)
Und da von Anfang an klar ist, dass es ein Traum ist, wenn auch ein ziemlich ungewöhnlicher, mag ich auch das sprunghafte der Szene. Vom eisigen Hochgebirge zu Bauern, Handwerkern und Opferziege.

Dass alles, was hier steht, eine Bedeutung hat, davon gehe ich sowieso aus. ;) Auch wenn ich die jetzt noch nicht erkennen kann, liest sich für mich nichts überflüssig. Vieles, nehme ich an, steht da für die Atmosphäre, die ja nicht unwichtig ist. Einiges  ist sicherlich inhaltlich wichtig. Welches was ist, erfahre ich dann wohl, wenn ich weiterlese.

Und ja, da würde ich jetzt wahscheinlich weiterlesen. Kommt auf Klappentext (und ein Stückweit auch Genre) an.

lg, Viskey
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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #6 am: 26 Februar 2017, 17:55:55 »
Ja, da musst du überlegen, wie das mit den Träumen ist. Er könnte vielleicht im Traum wissen, dass es nur ein Traum ist und sich so distanzieren. Oder etwas Ähnliches.
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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #7 am: 02 April 2017, 18:53:20 »
Hi Lionel,

ich mach mal ein paar Anmerkungen in den Text rein, alles weitere im Anschluss.

Zitat
Todd schlug die Augen auf, fror und seufzte. Träume waren ein Segen, sie hatten ihn reich gemacht. Bald würde er ein Haus mit Garten beziehen. Darüber wollte er nicht klagen. Unangenehm fühlte es sich an, ab und an in den Träumen zu sterben. Das kam zum Glück selten vor, aber häufiger als Todd es sich wünschte. Heute, vermutete er, würde er erfrieren. 

(In diesem ersten Absatz wiederholst du viel, nur mit anderen Worten. Es ist daher etwas redundant. Vorschlag:
Todd schlug die Augen auf, fror und seufzte.
Träume waren ein Segen, sie hatten ihn reich gemacht. Bald würde er sogar ein Haus mit Garten beziehen. So sehr ihm das behagte, so unangenehm fühlte es sich an, wenn er in den Träumen starb. Das kam zum Glück nur selten vor, aber heute, vermutete er, würde er erfrieren.) 

Er schnappte nach Luft, der Kopf schmerzte. Der Wind wirbelte feine Eiskristalle über den Gipfel, vor dem er im Nachthemd schwebte. Eine Wechte brach ab, rutschte den Abhang hinunter, bis sie über den Rand einer senkrecht abfallenden Felswand in die Tiefe stürzte. Die Schneemassen lösten im Tal Lawinen aus, die erst auf den Gletschern zum Stillstand kamen. Er roch die eisige Luft, bis an den Horizont erstreckte sich das Hochgebirge. Von hier oben konnte er nicht erkennen, wo er sich befand. Schnee, Eis und Felsen boten keine Orientierung. Häufig träumte er von Schätzen, die er bergen ließ, wenn er denn wusste, wo er nach ihnen suchen musste..

(Ich würde den letzten Satz zum zweiten in diesem Absatz machen. Nach “der Kopf schmerzte.” Ich bin einfach über diesen letzten Satz beim Lesen gestolpert. Ich denke, es wäre flüssiger, wenn ich diesen Aspekt weiß, bevor du mich ins eisige Hochgebirge entführst. Die Schilderung gefällt mir übrigens gut. Hat mein Kopfkino angemacht. Da hast du genau das richtige Maß getroffen. Nicht zu ausufernd, zu blumig, aber ausführlich genug, um es mir als Leser vor Augen zu führen.)

Er wünschte sich unter die Bettdecke zurück, die ihn gerade noch gewärmt hatte. In dieser eisigen Kälte würde er sterben, was nicht schlimm war. Wenn er starb, wachte er auf. Als Kind war er noch verängstigt unter die Decke der Mutter gekrochen und lag bis in den Morgen wach. Mit dem Alter kam die Gelassenheit. Er starb, wachte auf, trank ein Glas Wasser und legte sich wieder schlafen. Vor Jahren schon hatte er aufgegeben, vor dem Gebetsbaum friedlichere Träume zu erbitten. Gestern Nacht hatte er neben einen knisternden Kaminofen gesessen. Die gemütliche Wärme fühlte sich behaglich an, nur nicht das, was er beobachten musste. Die Handlanger des Grafen Renoirs hatten einen Händler über Stunden zu Tode gefoltert.

(.. und hatte bis in den Morgen wachgelegen. … Mit dem Alter war er gelassener geworden. … Die gemütliche Wärme hatte sich … angefühlt, … was er hatte beobachten müssen / beobachtet hatte)

Die Zähne klapperten und der Schmerz im Kopf vernebelte die Sinne. Ihm wurde schwindelig. Heute meinten es seine Träume wieder gut mit ihm. Die Luft flimmerte, fast hätte er in die Tiefe gekotzt. In der Pein glaubte er, die Berge lösten sich auf, gaben den Blick in ein Tal frei. Dunkle Türme sah er, auf denen dunkelhäutige Männer wachten. Gleich würde er aufwachen, so sehr rang er nach Atem. Ruckartig raste er herab. Sefira hab Dank, dachte er, der Druck auf seine Brust ließ nach. Nachdem sein Herz wieder ruhiger pochte, nahm er die Landschaft wieder ungetrübt war und genoss, wie ein Drache durch die Täler zu fliegen. Fliegen kann so schön sein. 

(… Fast hätte er sich übergeben. … die Berge würden sich auflösen und einen Blick in ein Tal freigeben.)

Die Finger waren noch kalt, doch er spürte die Wärme der Nachmittagssonne auf dem Gesicht. Schwalben flitzten durch ihn hindurch. Ihr Zwitschern legte sich wie helle Flöten über das Donnern. Hier unten im Tal mischte sich ins trostlose Braun und matschige Weiß bereits das saftige Grün des Frühlings. Er pfiff die Ode an Ariane. Auch wenn er bislang nichts geträumt hatte, was ihm zum Vorteil gereichen konnte, freute er sich trotzdem. Er träumte in Neuland. Aus der Ferne erkannte er das Gebirge. In einem Gemälde von Magister Caspar hatte er die eigentümlich gezackten Felstürme gesehen. Todd schmunzelte, während er sein Ebenbild im Bergsee betrachtete. Hätte der Magister am See gesessen mit der Staffelei, Todd hätte er nicht gemalt. Die Landschaftsporträts sollten frei von der verdorbenen Hand menschlicher Niedertracht sein. Einzig mehr schwarze Farbe hätte der Magister verwendet. Die Schatten kräftiger hervorgehoben, das Unterholz wie dunkle Knochen aufgetürmt. Die weichen Konturen verliehen den Werken etwas Mystisches, die mit der Natur wenig gemein hatten.

(Caspar hatte angefangen zu malen, nachdem er das Amt des Richters verloren hatte. Er fiel einer Intrige zum Opfer. In der Hauptstadt wurde gemunkelt, der Minister des Königs Graf Reugen steckte dahinter. Nie konnte der Frevel bewiesen werden. Todd bedauerte, dass die Träume ihn nicht in die Gemächer des Ministers führten. Von dieser Niedertracht hatte sich Caspar nie erholt, das Gesicht war faltig und grau geworden. Zum Frühstück trank er rumorianischen Wein. Häufig sprach er lallend vom Tod. Der Magister wünschte sich, Sefira würde sich für ihn öffnen und das Leid beenden. Todd konnte ihn nur selten aufheitern, wenn er ihn besuchte, sie über das Recht und die Kunst diskutierten. Er hoffte für den Magister, dass sich Sefira zuerst für den König öffnen würde. Amunds Amtszeit endete in sechs Monaten mit dem Tod.)

(Den in Klammern gesetzten Abschnitt würde ich hier weglassen. Es reißt mich als Leser aus der Geschichte heraus. Vielleicht könntest du das später zur Sprache bringen, wenn es in einer Szene für die Handlung von Bedeutung ist?)  

 Das Donnern kam näher, kühle Wassertröpfchen regneten durch ihn hindurch. Wasserfällen stürzten in eine Schlucht. In der Tiefe schäumte und toste der reißende Fluss. Baumstämme und tote Tiere riss er mit sich. 

Wölfe ruhten auf einer Ebene und wärmten ihr Fell. Nur ein Jungwolf, dünn wie das Gerippe des Hirsches, an dem er nagte, riss an den blutigen Knochen. Der Leitwolf hob den Kopf, fletschte das Gebiss. Todd würde nie lernen, das Gebiss eines Wolfes von dem eines Hundes zu unterscheiden. Magister Myrus hatte ihn ausgelacht, weil er den Unterschied nicht erkannte. Dem Bauern zahlten sie drei Kristalle. Die Entschädigung, wenn ein Wolf ein Rind riss. Teuerer war nur, wer einen Wolf tötete. Sechs Kristalle zahlte der Frevler an den König. Der Eiswolf hatte sich aufgerichtet und knurrte. 

Er schloss nicht mehr die Augen, als er durch Äste und Baumstämme flog. Um ihn herum raschelten Blätter. Sie verspotten mich. Ein Ast ragte aus der Brust. Dicht vor ihm schaukelte an einem Zweig ein aufgeplatzter Kokon. Über dem leeren Gefängnis breitete ein Feenschmetterling die schillernden Flügel aus und wartete in das neue Leben zu fliegen. Auch wenn Todd wusste, er konnte ihn nicht berühren, streckte er die Arme nach dem zierlichen Körper aus. In Turka erzählten sich die grünen Kinder Geschichten. Wer diese Schmetterlinge an den zarten Händen hält, ihm einen Wunsch zuflüstert, dem wird er erfüllt. »Lieber Schmetterling, ich möchte in der Bibliothek meinen Dienst antreten.« Seine Hände glitten ins Leere. Als hätte ihn diese vollkommene Schönheit gespürt, flatterte sie fort. 

(… Sie verspotteten ihn. … Wer einen dieser Schmetterlinge ….)

Du hast eine schöne Wortwahl, kannst sehr gut beschreiben. Leider wird es mir im zweiten Teil etwas zu langatmig. Es hinterlässt bei mir das Gefühl, dass ich als Leser nicht so recht weiß, was das soll. Das kann ja auch manchmal gut sein und Neugier wecken. Aber meine anfängliche Neugier hat dann nachgelassen. Dabei ist es ja an sich schön geschrieben. Vielleicht würde es helfen, es ein wenig einzukürzen. Ich bin vom Lesegeschmack her ein Freund davon, wenn mir Informationen dann gegeben werden, wenn ich sie für die Handlung / für die Beweggründe des Protagonisten benötige. Hier in diesem Traum hast du einige Informationen eingewoben, die mir an dieser Stelle deplatziert vorkamen. Du schilderst ja hier einen Traum, der nicht wichtig erscheint, außer dass sich Todd in Neuland bewegt, was vermutlich noch von Relevanz sein wird. Damit ist – vom Handlungsablauf her – es keine sonderlich spannende Handlung. Die Tatsache, dass er solche Träume hat, ist wiederum spannend. Es könnte auch sein, dass du eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut hast, indem du – vor der Schilderung dieses Traums – einen anderen Traum erwähnst, nämlich den mit den Handlangern des Grafen. Vielleicht habe ich schon deshalb darauf gelauert, was er jetzt wohl Relevantes in seinem Traum entdeckt. Das findet aber nicht statt.

So, nu mach ich mich mal an den nächsten Teil von dir. Mal schauen, wie es weitergeht.

LG
Kass
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(Experiment für Gedächtnistraining, Klappe 1)

Lionel Eschenbach

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Re: Die Lichtträger von Tikun (Arbeitstitel) 1. Überarbeitung
« Antwort #8 am: 02 April 2017, 20:09:05 »
@Kass.

Danke. Genau genommen sind viele Andeutungen drin. Zunächst sollte nur die Fähigkeit vorgestellt werden, er hat besondere Fähigkeiten im Traum. Die beiläufigen Erwähnungen sind Teil der Handlungsstruktur. Warum sieht er gerade in diesem Traum Berge die sich auflösen.? Klar er ist wegen der Höhe verwirrt, ja :), aber es ist ein Hinweis, wie die Wölfe und eben die Handlager. Aber ja, der Traum in dieser Ausführlichkeit dient nur einmal den Traum deutlich zu machen. Evt. werde ich in den Traum noch ein belauschtes Gespräch reinbauen, dass für die Handlung wichtig ist. Muss halt schauen.

Aber keine Erwähnung, die nicht später keine Bedeutung mehr haben wird. :)