03 März 2021, 02:54:45

Autor Thema: AT: Der Ausweis  (Gelesen 3188 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Fabian

  • Betamonde
  • Federteufel
  • *
  • Beiträge: 720
  • Geschlecht: Männlich
  • Mann-der-den-Forenfrieden-störte
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #15 am: 18 April 2017, 08:31:05 »
Wozu brauchst du eigentlich – um die Inszenierung durchzuspielen – zwei Deppen?

Ich dachte mir, fünf wären übertrieben  8)
Bereits der zweite macht doch erzählerisch nur Probleme: doppeltes Risiko, dass der Plan nicht aufgeht, eventuell gelangweilter Leser, weil ihm nur eine Wiederholung geboten wird – da gäbe es noch viel anzumerken.
Für zwei (oder mehr) spräche eventuell, dass damit die Lage von Wolfi spezifisch definiert wird (platt gesagt: einzelnes Mobbing-Opfer einer Gruppe vs Unterlegener in einer Duell-Situation).
Aber hat Wolfi hier nicht nur einen punktuellen Auftritt und ist er nicht ansonsten für deine Geschichte unwichtig?

"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

 (Jörg Scheller in der ZEIT, Nr 2/2019, S. 43)

Mondstern

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #16 am: 25 April 2017, 01:22:25 »
Hi Teufelchen
Will jetzt endlich mal im einzelnen durchgehen.

Generell finde ich die Vorschläge zu Großtantchens Sprache von allen !!!! sehr gut, und werde mal überlegen was ich davon verwende.
Vertipper bzw. RS-Fehler hab ich verbessert.
Die Szene kam bei einigen nicht gut an. Ich bin am überlegen, wie ich sie verbessern kann. Bisher habe ich aber nur unausgereifte Ideen.


@ Kass

Zitat
Ich habe nicht mehr auf dem Schirm, wann die Geschichte spielt, daher bin ich über Mark gestolpert. Kommt ja später noch mal vor.

1990 etwa

Zitat

Hier hast du mich verwirrt. Vielleicht würde ein Absatz helfen, um dem Leser klarzumachen, dass sie nun von Moritz zu Max gewechselt hat. Und dann muss es heißen: Seine Kleider warf ich zu denen von Moritz.

Du mich auch erst. Dann raffte ich, dass ich die Namen verwechselt hatte  :stirn:

Zitat
Insgesamt hat mir der Streich nicht so gut gefallen. Ich hatte von Tantchen etwas Ausgefeilteres erwartet.

Für fiese Vorschläge immer empfänglich  :devgrin:

Zitat
In meinem Sprachempfinden hat das Wort “Schätzchen” auch einen abwertenden Beigeschmack. Natürlich nicht immer, aber in diesem Zusammenhang erschien es mir sinnvoll, einen anderen Begriff zu verwenden.

Zuerst war es auch so gemeint, im sinne von herablassend. Aber erste Wahl wars nicht.


@ Nalee


Zitat
Darum wirkt die Szene für mich sehr unrund.

vor Allem Tante Irmgard ist daran Schuld, weil sie zunächst sehr schön nach arrogantem Schnösel klingt, später aber immer mehr die Mundart von (wie heißt deine Prota eigentlich?) annimmt. Das führt dazu, dass ich bei dem längeren Gespräch zwischen deiner Prota und Tante Irmgard ab und an nicht folgen kann, ob das nun sie oder die Tante sagt.

Das ist die gute Anja. Wenn 2 reden, wechselt es immer beim neuen Absatz. Ich mach das 2,3-mal bis ich wieder einen Namentlichen Hinweis einbaue. Ab drei Dialogführenden geht das natürlich nicht mehr.


Zitat
„Plus 50 … 100 Mark.“ (das halte ich schon nicht mehr für professionell. sie will ja was von ihm. es ist ja nicht so, als hätte sie noch viele andere Möglichkeiten, einen gefälschten Ausweis zu bekommen, oder? Wolle klingt mir hier zu verzweifelt. besser wäre es, wenn er sie mit genau den genannten Argumenten "überredet". dann ist es auch glaubwürdiger, wenn sie überrascht ist, dass ihr die Feier plötzlich doch mehr Spaß macht als gedacht.)

Jeder will was vom anderen. Verhandlungstaktik.

Zitat
Ob er mich grad mit einem Nilpferd verwechselt hatte? Oder einfach nur ein hoffnungsloser Fall war? „Super, kann ich meine Tubaschüsseln mitbringen?“
Wieder dieses seltsame hohe Lachen.
(das will auch nicht so recht passen... sie hält sich für nicht attraktiv - um nicht zu sagen hässlich, weil wer vergleicht sichselbst schon mit einem Nilpferd? - und will "heiße" Klamotten anziehen und in angesagten Klubs einen drauf machen...
und was soll das mit den Tubaschüsseln? mal ganz davon abgesehen, dass es sogar als Witz nicht funktioniert, sie werden nicht weiter erwähnt. weg damit.)


Nein  :) Das ist sarkastisch. Bezogen auf das „tolle“ Argument, es gibt jede Menge kostenloses essen. Und Tubaschüssel? Hier bin ich – mal wieder – Opfer der Umgangssprache geworden. Soll natürlich Tupperware heißen.

Zitat
„Sagte ich doch. Da, auf der Veranda, das ist meine Großtante. Lass sie uns begrüßen.“
Wir schlenderten rüber, schüttelten etliche Hände, tauschten Höflichkeiten aus und alte Männer machten mir Komplimente, wenn die bessere Hälfte gerade nicht hinhörte. Ich war froh, als es Essen gab und sich alle aufs Buffet stürzten.

Ich zündete mir eine Zigarette an und beobachte den Kampf um die besten Stücke. (Rauchen beim Essen? -No Go.)

Essen gibt’s im Garten, wo auch die Tische sind. Anja steht noch auf der Veranda.  :)

Zitat
„Was ist denn der Flügel wert?“ (sie will es den Gierigen Neffen heimzahlen... aber deine Prota ist grad auch extrem gierig... 400€ von der Tante, 100 vom Wolle, 3 Flaschen Champagner und noch die Anzüge? und das mit... 17? ich weiß ja nicht,
 was du dir unter Teenagerleben so vorstellst, aber als ich 17 war, hätte ich ein Jahr ausgesorgt mit 200€)


Gleiches Spiel. Verhandeln – und zwar VOR dem Deal. Für mich absolut okay. Anja flog mit 16 (mal wieder) zuhause raus und ging dann auch nicht wieder zurück. Sie lebt bei ihrem Bruder in einer WG. Alles was sie hat, hat sie sich mit selbst verdientem Geld gekauft. Miete, Essen und solche Nebensächlichkeiten, genau wie ihren Führerschein und ihr Moped.
Also nimmt sie mit, was sie ergibt. Für mich ist das nicht gierig.


Zitat
„Ein weißer Schimmel, ein Pleonasmus.“
„Sie sind gebildet.“  (schon irgendwo hart an der Grenze zu "infodump - muss das da rein?" aber um gegenüber der Großtante zu "beweisen", dass sie nicht komplett ungebildet ist, geht das klar.)

Ist eher ein kleiner runnig gag.  ;)

Zitat
der Streich hier ist doch eher ein wenig out of the blue. da könnte man sicher auch noch etwas besseres finden. aber bisher passt das sonst schon ganz gut.

Du bist lustig  :) Natürlich kann man was Besseres finden. Wenn man was findet  :)

@ Aure

Auch dir danke für die tollen Sprachvorschläge. Ich werde einige davon übernehmen.

@ merin

Zitat
Ich bin außerdem erstaunt, dass es Studentenausweise mit Foto gibt, die gab es zu meinen Studienzeiten nicht.

Vielleicht regional verschieden?

Zitat
Ich habe keine Ahnung, was Tubaschüsseln sind. Macht aber vielleicht auch nichts.

Schüsseln von Tupperware in der Badisch-Alemannischen Lautsprache.  8)
Natürlich ein Fehler, hab ich geändert.


Zitat
Ansonsten ist mir das zu ... stereotyp. Es wirkt auf mich wie eine Soapopera, was ich von Deinem Text eigentlich nicht kenne. Müsste sie sich nicht wundern, dass alle sie für bezahlt halten? Und wäre es nicht doch gut, den Protas etwas mehr Farbe zu geben? Wieso traut Wolle niemand eine Freundin zu, wo er ein ausgebuffter Typ ist? Was hat Anja denn nun angezogen? Wie mag sie wohl wirken? Und wie fühlt sie sich da?

Gute Fragen. Die Antworten werde ich alle im neuen Text mit einfliesen lassen.

Zitat
Die Sprache der Tante finde ich wirklich nicht gelungen. Wenn sie gehoben spricht, dann kürzt sie Worte nicht ab. Dann betont sie jedes sonst verschlickte "en".

Das war klar, deshalb hab ich hierzu ja auch konkret nachgefragt (und super Vorschläge bekommen)

Zitat
Gib ihr einfach einige Worte mehr, lass sie etwas spitz sein. Dann wird sie plastischer. Und snobischer. Das ist im Verlauf etwas besser, finde ich. Trotzdem verstehe ich nicht recht, wieso sie ihre Neffen auf diese Art bloßstellen will. Das wirkt fast einfallslos, finde ich.

Ja, das muss ich unbedingt ausbauen. Ich glaube mittlerweile, dass der Grund für diesen Streich das Kernthema des Ausschnitts sein muss. Auch Wolle Wolfram werde ich besser zeichnen. (er hat ja mittlerweile vier verschiedne Auftritte im Roman)


Zitat
Völlig willenlos folgte er meinem Wunsch. Ich stopfte seine Klamotten in einen rumliegenden Kopfkissenbezug.

Wirklich? Warum liegt der da herum? Das erscheint mir zu gewollt. Wenn sie sie eh aus dem Raum nimmt (was ich gern gezeigt bekäme), dann braucht es auch keinen Kissenbezug.

Gute Frage. Erst stopfte sie es in eine Plastiktüte. Dann fiel mir auf, wo sie die den herhaben sollte. Also ein Kissenbezug, der lag so rum.
Könnte sie aber auch so unter den Arm nehmen …

Zitat
Und ich wüsste gern, wieso Wolle Ausweise fälschen kann, aber in der Verwandtschaft so einen luschigen Ruf hat. Wieso hat er es überhaupt nötig, sie zu bezahlen?

Ist in einer vorigen Stelle schon beschrieben. Er fälscht nicht, kann aber echte besorgen, von „Studenten“ die gar keine sind. Schlechter Ruf hat er eigentlich nicht. Er ist halt ein Opfer seiner Cousins. Das werde ich ausbauen.
Wieso er Anja bezahlt? Weil sie sonst nicht mitgegangen wäre. Sie hatte ja noch andere Optionen an Ausweise zu kommen, wenn die auch nicht ihre erste Wahl waren.

@ Fabian

Zitat
Bereits der zweite macht doch erzählerisch nur Probleme: doppeltes Risiko, dass der Plan nicht aufgeht, eventuell gelangweilter Leser, weil ihm nur eine Wiederholung geboten wird – da gäbe es noch viel anzumerken.

Natürlich. Aber eine gewisse Schwierigkeit reizt mich. Langweilen will ich keinen Leser. Muss mir Gedanken machen ob nicht zwei verschiedene „Streiche“ möglich sind.

Zitat
Für zwei (oder mehr) spräche eventuell, dass damit die Lage von Wolfi spezifisch definiert wird (platt gesagt: einzelnes Mobbing-Opfer einer Gruppe vs Unterlegener in einer Duell-Situation).

Interessant. Mobbing-Opfer könnte der Kernpunkt der ganzen Auktion werden.

Zitat
Aber hat Wolfi hier nicht nur einen punktuellen Auftritt und ist er nicht ansonsten für deine Geschichte unwichtig?

Hier ein glasklares Jein. Er ist sicherlich nur ein Nebencharakter, aber irgendwie ein interessanter.

Nochmals Danke an alle.

LG Mondstern  :lava:

merin

  • Oberfederteufel
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 6054
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wortsucherin
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #17 am: 26 April 2017, 09:17:08 »
Über die Tubaschüsseln musste ich herzhaft lachen. :cheese: Ich dachte, das wär was an nem Motorrad. Weil es ja immer um Motorräder geht, wenn ich nicht durchsehe in Deinem Text.
In Berlin wären es "Tupperdosen", aber Dose ist wahrscheinlich auch sehr regional eingefärbt.

Tja und ein besserer Streich? So auf die Schnelle fällt mir nichts ein.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Mondstern

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #18 am: 30 April 2017, 15:02:38 »
Über die Tubaschüsseln musste ich herzhaft lachen. :cheese: Ich dachte, das wär was an nem Motorrad. Weil es ja immer um Motorräder geht, wenn ich nicht durchsehe in Deinem Text.

Interessant wie ihr euch da oben Motorräder vorstellt  :devgrin:

Zitat
In Berlin wären es "Tupperdosen", aber Dose ist wahrscheinlich auch sehr regional eingefärbt.

Das sagt man hier auch. Allerdings meint man damit die kleinen Gefäße.

Zitat
Tja und ein besserer Streich? So auf die Schnelle fällt mir nichts ein.

Das lässt sich auch nicht erzwingen.

LG Mondstern

Oldlady

  • Betamonde
  • Federteufel
  • *
  • Beiträge: 856
  • Geschlecht: Weiblich
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #19 am: 30 April 2017, 22:06:01 »
Hallo Mondstern,

die Geschichte habe ich mit Spannung und einem Schmunzeln gelesen. Locker flockig erzählt wie immer bei Dir ...

Dass das Ganze sich so im realen Leben wohl kaum abspielen kann, hat dabei nur ein bisschen geschadet. Als Einzelstory wäre das also durchaus ok. Wenn ich das aber im Zusammenhang mit der mir bisher bekannten Anja-Geschichte sehe, dann wird es schwierig. Denn die wirkte auf mich sehr realistisch.  Irgendwie schade ...  vielleicht schaffst Du es, die schlimmsten Unglaubwürdigkeiten rauszunehmen. Zum Beispiel, wie schnell die alte Dame Anja zu einer solchen Sache anstiftet – dazu bräuchte es ein längeres Gespräch/ eine Vorgeschichte. Und dass der eine Cousin sie für eine Professionelle hält,  muss eigentlich nicht sein. Also mit ein paar Adaptionen Richtung Realität fände ich den Text großartig!
P.S. Wann endlich darf man die Geschichte als Ganzes lesen??

Mondstern

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #20 am: 05 Mai 2017, 02:22:21 »
Hi Oldlady
schön wieder von dir zu Hören.

Zitat
Dass das Ganze sich so im realen Leben wohl kaum abspielen kann, hat dabei nur ein bisschen geschadet.

Ich weiß auch nicht, was ich mir da gedacht habe. Sollte einfach was skurriles werden und ich hab drauflos geschrieben.

Zitat
Als Einzelstory wäre das also durchaus ok. Wenn ich das aber im Zusammenhang mit der mir bisher bekannten Anja-Geschichte sehe, dann wird es schwierig. Denn die wirkte auf mich sehr realistisch. 

Ja, dieses große Manko ist mir nun auch klar. Es ärgert mich immer noch ein bisschen, dass mir das vorher nicht aufgefallen war. Ich hab schon noch verrücktere Szenen (in anderen Episoden) geschrieben … allerdings hat dann irgendwer. irgendwann die Protagonistin aufgeweckt.

Zitat
Zum Beispiel, wie schnell die alte Dame Anja zu einer solchen Sache anstiftet – dazu bräuchte es ein längeres Gespräch/ eine Vorgeschichte. Und dass der eine Cousin sie für eine Professionelle hält,  muss eigentlich nicht sein. Also mit ein paar Adaptionen Richtung Realität fände ich den Text großartig!

Hm, mal mein Gedankengang dazu. Wolfram ist ein totaler Nerd. (ich suche immer noch einen Begriff dafür, der in 1990 passt – da kannte noch keiner diesen Ausdruck) Das er mit so einem Mädel auftaucht, war für den Cousin unmöglich. Also vermutete er in diese Richtung …
Auch der Großtante war sofort klar, dass Wolframs Begleitung dies gegen Bezahlung macht ...

Allerdings will ich meine Text jetzt nicht schönreden, es sollte nur mal kurz erklären, was ich mir dabei gedacht habe.

Ich werde den Text neu aufbauen. Kernthema soll Mobbing sein. Wolfram war im Vorfeld Opfer eines üblen Streichs bzw. schon mehreren geworden. Er will sich – mit Hilfe seiner Großtante – an den Cousins rächen … im Sinne von diese (ebenfalls) bloßstellen.
Anja weiß von ihm so gut wie nichts, außer das er in ihrer Klasse ist und gute Beziehungen hat. Sie erfährt hier von seinem Los und bekommt ein wenig Mitleid mit dem Klassenkameraden. Die Cousins kann sie ohnehin nicht leiden … Allerdings wird sie nicht so sehr in das Geschehen involviert werden. Und Wolfram ist nicht gerade der ruhmreiche Rächer …

So ganz grob die neue Ausrichtung, die dann – mit Sicherheit – realistischer in den restlichen Roman passt. 

Zitat
P.S. Wann endlich darf man die Geschichte als Ganzes lesen??

Es sind zwei Bände der Trilogie „nahezu“ fertig. Der Plot für Band 3 steht auch schon. Mein Problem ist, das ich nicht weiß wie ich jetzt weitermachen soll. Gleich als eBook, oder bei Verlagen Klinken putzen gehen. Das ist absolutes Neuland für mich und alles was neu ist, ist mir nicht ganz geheuer.
Ein guter Freund meinte außerdem, als Erstlingswerk ist so ein umfassender Roman nicht wirklich geeignet.

LG Mondstern   :lava:

Trippelschritt

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 1313
  • Geschlecht: Männlich
  • Rabenschwarze Feder
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #21 am: 05 Mai 2017, 11:24:25 »
Ich glaube, dass Du mit einer Neukonzeption dieser Szene, wie Du es jetzt andeutest, auf dem richtigen Weg bist und teile auch Oldladys generelle Einschätzung. sie hat das schön formuliert.

Was die Veröffentlichungsaussichten angeht, halte ich Klinkenputzen für wenig erfolgreich. Ein dreibändiges Erstlingswerk bedeutet für jeden Verlag im Printbereich sehr hohe Kosten bei gleichzeitig begrenztem Potential, diese Kosten wieder hereinzubekommen. Abgesehen von der generellen Schwierigkeit als Newcomer auf dem Markt Fuß zu fassen, kommt das also noch erschwerend dazu. Und das hat zunächst einmal überhaupt nichts mit der Qualität des Textes zu tun.

Wenn es Dir darum geht, dass einfach nur ein paar Leute Deinen Text lesen sollen können, kannst Du ihn auf irgendeine Seite, z.B. HP, stellen. er wird seine Leser finden und auch seine Raubkopierer.
Spielst Du mit dem Gedanken, auch ein paar Euro dafür zu bekommen, kannst Du immer noch ein E-Book daraus machen. Ich habe gehört, dass das nicht ganz so einfach ist, wie oft getan wird. Du wirst also Arbeit hineinstecken müssen und auch ein paar Anstrengungen für ein gutes Cover aufbringen müssen. Es sollte schon professionell aussehen.
Egal, was Du machst, mich hast Du als Leser bereits abonniert und, wie es aussieht, auch Oldlady.

Bleibt nur, Dir viel Erfolg zu wünschen und eine hohe Frustrationstoleranz.  :diablo:
Da setze ich auf Deinen Dickkopf  :cheer:

Liebe Grüße
Trippelschritt
Wer bin ich, wer war ich, wer werde ich sein?

Oldlady

  • Betamonde
  • Federteufel
  • *
  • Beiträge: 856
  • Geschlecht: Weiblich
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #22 am: 05 Mai 2017, 12:45:16 »
Hallo Mondstern,

mit dem neuen Aufbau könnte das eine supergute Szene werden.  :cheer:

Zum Veröffentlichen: Ja, ein dreibändiges Werk hat es etwas schwerer. Andererseits: Warum nicht trotzdem bei Verlagen und Agenturen anklopfen? Du könntest ja das Glück haben, auf einen Lektor zu treffen, den die Geschichte total anspricht. Sie hat es verdient von einem guten Verlag gedruckt zu werden, sie ist mit der Atmosphäre von damals und dieser Protagonistin etwas Besonderes. Schaden anrichten kannst Du damit nicht, schlimmstenfalls arbeitest Du mit Verlags-Recherchen, Exposé und so weiter ein paar Tage umsonst.  Und wahrscheinlich musst Du viele Absagen einstecken – damit muss man umgehen können.
Ich finde, dieser Zeitaufwand ist nichts im Vergleich dazu, wieviel Du an Anjas Geschichte gearbeitet hast.

Auch das Herausbringen als E-Book ist Arbeit, wenn auch nicht so viel, glaube ich (hab das selber noch nicht gemacht). Und dazu kommt ein Riesenaufwand, um daafür so viel Werbung zu betreiben, dass es  nicht in der Masse untergeht.
Daher würde ich es an Deiner Stelle zuerst auf die klassische Art versuchen.  Und wünsche Dir ganz viel Glück damit!

Übrigens könntest Du das erste Buch auch jetzt schon anbieten, ich glaube nicht, dass Verlage oder Agenturen unbedingt das komplette dreibändige Werk sehen wollen.

LG Oldlady

gorditamaria

  • Gast
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #23 am: 31 Mai 2017, 12:52:51 »
Hallo Mondstern,

ich wollte nur mal kurz reinlesen, weil der Post ja schon älter ist und vermutlich schon alles gesagt wurde. Aber ich habe mich sofort festgelesen und habe mich köstlich amüsiert. Danke dafür!

Die Tante wurde ja schon korrigiert, da sie mMn noch nicht richtig wie eine Dame sprach.

Das mit dem Nilpferd, den Tubberschüsseln und auch sonst habe ich deinen Humor verstanden und für gut befunden.

Viele Grüße
gordita

kass

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 519
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #24 am: 01 Juni 2017, 08:31:15 »
Zitat
Es sind zwei Bände der Trilogie „nahezu“ fertig. Der Plot für Band 3 steht auch schon. Mein Problem ist, das ich nicht weiß wie ich jetzt weitermachen soll. Gleich als eBook, oder bei Verlagen Klinken putzen gehen. Das ist absolutes Neuland für mich und alles was neu ist, ist mir nicht ganz geheuer.
Ein guter Freund meinte außerdem, als Erstlingswerk ist so ein umfassender Roman nicht wirklich geeignet.


Ich kenn ja auch beides: Klinken putzen bei Verlagen und Absage nach Absage kassieren und dann eben doch selbst rausbringen. ebook und print schließt sich ja nicht aus. In der Zwischenzeit hat amazon (ich bin nur bei amazon, weil die Bindung an amazon ein paar Vorteile mit sich bringt, wie kindle unlimited z.b.) die Veröffentlichung auch vereinfacht. Man kann einfach eine doc-Datei hochladen, muss allerdings ein paar Formatierungsvorschriften beachten, damit es nachher nicht völlig verquer aussieht. Dann bietet amazon seit Kurzem an, aus eben diesem ebook eine Printversion zu erstellen. Hab ich natürlich schon ausprobiert und es tatsächlich selbst hingekriegt. Ist schon ein schönes Gefühl, das eigene Buch in gedruckter Form in den Händen zu halten.

Ich glaube, heute würde ich nicht mehr direkt an Verlage herantreten, sondern über Literaturagenten gehen, wenn ich wollte, dass ein Verlag meinen Roman herausbringt. Mein Lektor hat übrigens mal gesagt, für ein Erstling sei eine Seitenzahl zwischen 300 und 400 gut.

Die selfpublisher-community ist übrigens sehr hilfsbereit und man findet viel im Netz zu dem Thema. Es gibt auch diverse Dienstleister, die zu überschaubaren Preisen die Konvertierungen der Dateien usw. übernehmen. Es hat auch was, selbst entscheiden zu können, wie der Titel lautet, das Cover gestaltet wird usw. Mir selbst hat das viel Freude bereitet.
Aber dieses ganze Thema ist wohl mehr als nur einen eigenen thread wert. (Haben wir dazu eigentlich schon was?)

Wie auch immer - wenn du Fragen hast, immer raus damit.

LG
Kass
Merkzettel für mich: Nicht ins Höllenfenster stellen!
(Experiment für Gedächtnistraining, Klappe 1)

merin

  • Oberfederteufel
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 6054
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wortsucherin
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #25 am: 01 Juni 2017, 15:59:36 »
Ja, da gibt es was zu, auch wenn ich grad nicht weiß, wo. Falls Du es nicht findest, mach einfach einen neuen Thread auf. Das ist doch immer eine Diskussion wert und Dein Wissen ist es auch wert, geteilt zu werden.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

gorditamaria

  • Gast
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #26 am: 01 Juni 2017, 16:47:18 »
Die Geschichte ist ja zeitlos, wenn ich es richtig verstehe, deshalb würde ich Agenturen oder Verlage anschreiben. Was hast du zu verlieren? Selbst herausbringen kannst du sie immer noch, zumal du noch am Schreiben bist. Dann bringst du alle in einem zeitlichen Abstand heraus.

Wünsche dir viel Glück!

Oflinitrium

  • Schreibteufel
  • ****
  • Beiträge: 299
  • Geschlecht: Männlich
  • Auch Traumwelten existieren.
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #27 am: 01 Juni 2017, 17:17:17 »
Die Sache mit dem selbstveröffentlichen würde mich auch interessieren @kass
Die Werke die ich am meisten liebe, sind gleichzeitig die, die ich am meisten kritisiere. Im Grunde ist es so, dass eine ausführliche Kritik meinerseits auch eine Anerkennung und ein Glückwunsch ist, denn wenn es einfach nur schlecht wäre, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen.

Supertim99

  • Federgewicht
  • **
  • Beiträge: 38
  • Geschlecht: Männlich
  • Der gelbäugige Dämon
    • Supertim99
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #28 am: 22 August 2017, 23:57:09 »
Huhu, es ist zwar schon etwas her, aber ich gebe einfach mal meine Gedanken dazu rein.

Der Text war ja schon ziemlich lang, zwischendrin wollte ich fast abbrechen, aber die Geschichte hat mich doch gefesselt ;) Deswegen habe ich aber jetzt nicht alle Röstungen komplett durchgelesen, verzeihe mir also bitte, falls ich etwas wiederhole. Ansonsten hoffe ich, du kannst etwas mit meinen Gedanken anfangen.

Zitat
Die Kasper [...], die Minderjährigen [...], konnte man knicken

Das kommt mir hier etwas zu unpersönlich rüber. Ich hätte lieber etwas in Richtung "Konnte ich sowieso vergessen" oder einfach "konnte ich knicken" gelesen, aber wie gesagt, persönlicher Geschmack.

Zitat
Das Ordnungsamt kontrollierte knallhart die Ausgangssperren und verhängte teure Geldstrafen bei Nichteinhaltung. Das hatte zur Folge, dass man so gut wie nirgends mehr ohne Ausweis rein kam. Das war ein echtes Dilemma.

Dreimal hintereinander finde ich dann doch zu viel. Da solltest du dich vielleicht noch mal dransetzen.

Zitat
Es gab aber eine Alternative. Ein Studentenausweis.

Frag mich nicht warum, aber m.E. klingt die Satzstellung "Aber es gab eine Alternative" kraftvoller. Ich würde die beiden Sätze dann noch verbinden: "Aber es gab eine Alternative: Den Studentenausweis". Oder so.

Zitat
Zusammen mit den Puzzleteilen, die ich hier und da über ihn aufgeschnappt hatte, war das mein Mann.

Hmm, ich finde die Formulierung mit den Puzzleteilen seltsam. Jetzt gehts, aber am Anfang bin ich mehrmals drüber gestolpert.

Zitat
Dank meiner auf großem Fuß lebenden Schwester hatte ich einige infrage kommende Outfits in petto.


Sprachlich auf jeden Fall gut ausgedrückt, ich fand den Satz dennoch etwas sperrig, besonders das "einige infrage kommende Outfits in petto". Der Satz wollte irgendwie einfach nicht enden...  :biggrin: Ich bin mir gerade nicht sicher, ob "infrage kommend" und "in petto" nicht sowieso doppelt gemoppelt ist.

Zitat
Ich beantwortete brav die weiteren 64 Fragen seiner Mutter.

64 finde ich unglaubwürdig. Wenn du übertreiben willst, schreib ruhig "die gefühlt tausenden Fragen". Aber 64 zählt sie sicher nicht mit.

Zitat
So viele stocksteife Mumien hatte ich nicht einmal im Altersheim gesehen.

Wundervoll.

Zitat
Jetzt aber. Sie sind doch multitaskingfähig.

Verstehe ich nicht. Wieso "Jetzt aber."? Sollte es nicht heißen "Jetzt, aber Sie sind doch mutitaskingfähig."?

Zitat
„Ein weißer Schimmel, ein Pleonasmus.“

Schön, dass sie weiß, was ein Pleonasmus ist. Die Großtante hat aber doch gar nicht "weißer Schimmel" gesagt, was soll also diese Aussage an der Stelle? Einfach nur angeben?

Zitat
„Und ich seh gut aus.“ Ich zwinkerte.
Tantchen musterte mich. „Ja, das tun Sie. Sie erinnern mich an meine Jugendzeit. Ich war 18 Jahre alt und wollte unbedingt reich werden. Ich hatte zwei Jobs und kellnerte zusätzlich jeden Abend.“
„Hat ja geklappt.“
„Ja, die härtesten sechs Monate meines Lebens.“
„Und dann haben Sie einen Millionär kennengelernt und geheiratet.“
„Jetzt haben Sie mir die Pointe verdorben.“
„Sorry.“
Sie grinste, ich lächelte zurück.

Herrlich :coffee: Meine Lieblingsstelle

Zitat
„Ein Cola, mit Eiswürfeln.“

Erbse: Eine Cola

Zitat
Das Telefon läutete. Petra war dran. „Ich wollte schauen, ob du schon daheim bist. Wie war’s?“
„Stinklangweilig“, sagte ich.
Sie lachte. „Wie erwartet. Wir wollen noch ins Jugendhaus. Da läuft Livemusik. Sollen wir dich abholen?“
„Klar, bis gleich.“

War doch lustig, warum fand sie es stinklangweilig? Ich finde hier bricht die Stimmung gerade ein. Gefiele mir besser, das Kapitel auf "Hat schon einen ziemlich schrägen Humor, das Großtantchen." (direkt vor obigem Zitat) enden zu lassen.


Insgesamt gefällt mir die Handlung sehr gut, ich fand sie extrem amüsant. Sowohl den Streich, als auch die Tatsache, dass jeder sofort durchschaut, dass Wolle sie gekauft hat. Auch ihr Charakter gefällt mir, das freche Motiv ziehst du konsequent und offensichtlich durch den gesamten Text, was ihn wiederum noch amüsanter macht.

Würde gerne deine Meinung zu meinen Anmerkungen hören :)
Liebe Grüße

Mondstern

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Re: AT: Der Ausweis
« Antwort #29 am: 26 August 2017, 01:18:15 »
Hi Teufelchen

Nochmals vielen Dank für die weiteren Wortmeldungen, speziell zur Veröffentlichung. Ich denke, ich wird mir nach dem Sommer da noch mal einige Gedanken zu machen.

@ gordita freut mich, das es dir Gefallen hat. Danke für dein Feedback.


Hi Supertim99

Willkommen im Forum, und danke für dein Feedback

Zitat
Der Text war ja schon ziemlich lang, zwischendrin wollte ich fast abbrechen, aber die Geschichte hat mich doch gefesselt ;)

Lang? Ich werde wohl noch einigen Text brauchen, um meine neue Ideen in dem Kapitel unterzubringen. Gefesselt ist immer gut  :devcool:

Zitat
Deswegen habe ich aber jetzt nicht alle Röstungen komplett durchgelesen, verzeihe mir also bitte, falls ich etwas wiederhole. Ansonsten hoffe ich, du kannst etwas mit meinen Gedanken anfangen.

Die meisten rösten erst und lesen dann die anderen Beiträge. Der Vorteil ist, man ist dadurch nicht voreingenommen und kann frei von der Leber weg schreiben. Ich z.B. lese (danach) immer alle anderen Meinungen – und wundere mich, was ich so übersehen, nicht bemerkt oder nicht gerafft habe.
Der riesige Vorteil ist hier, dass verschiedene Leute den Text rösten, und jedem fällt etwas anderes auf. Man kann also nur gewinnen.

Persönlicher Geschmack – ja, darüber zu diskutieren bring m. M. nicht viel. Wichtiger ist, dass bestimmte Merkmale bzw. Verhaltensweisen der Protagonisten beibehalten werden.

Zitat

Dreimal hintereinander finde ich dann doch zu viel. Da solltest du dich vielleicht noch mal dransetzen.

Das geht gar nicht  :stirn:

Zitat
Zusammen mit den Puzzleteilen, die ich hier und da über ihn aufgeschnappt hatte, war das mein Mann.

Hmm, ich finde die Formulierung mit den Puzzleteilen seltsam. Jetzt gehts, aber am Anfang bin ich mehrmals drüber gestolpert.

Ich glaube, da muss man erst reinkommen.

Zitat
Dank meiner auf großem Fuß lebenden Schwester hatte ich einige infrage kommende Outfits in petto.

Sprachlich auf jeden Fall gut ausgedrückt, ich fand den Satz dennoch etwas sperrig, besonders das "einige infrage kommende Outfits in petto". Der Satz wollte irgendwie einfach nicht enden...  :biggrin: Ich bin mir gerade nicht sicher, ob "infrage kommend" und "in petto" nicht sowieso doppelt gemoppelt ist.

Ich denke nicht. „Infrage“ steht für Auswahl. „in petto“ für Vorhandensein.

Zitat
So viele stocksteife Mumien hatte ich nicht einmal im Altersheim gesehen.

Wundervoll.

Das wäre jetzt wieder so eine Anspielung auf ein vorheriges Kapitel.

Zitat
Jetzt aber. Sie sind doch multitaskingfähig.

Verstehe ich nicht. Wieso "Jetzt aber."? Sollte es nicht heißen "Jetzt, aber Sie sind doch mutitaskingfähig."?

Nein. Es sind ja zwei Sätze. Erster zeigt Unverständnis, zweiter appelliert ans Gewissen.

Zitat
„Ein weißer Schimmel, ein Pleonasmus.“

Schön, dass sie weiß, was ein Pleonasmus ist. Die Großtante hat aber doch gar nicht "weißer Schimmel" gesagt, was soll also diese Aussage an der Stelle? Einfach nur angeben?
[/quote]

War eher als „stummer“ Gedanke gemünzt. Kleiner Gag auf frühere Szene.

Zitat
„Ein Cola, mit Eiswürfeln.“

Erbse: Eine Cola

Das mag auf den Rest der Republik zutreffen, aber keinesfalls auf Baden  :devgrin: Ich behalte meinen O-Ton bei. Zumindest in den Dialogen. Ich hab aber auch einen Einwanderer aus dem Norden in der Truppe, gut um einige solcher Mundartwitze aufs Korn zu nehmen.

Zitat
Das Telefon läutete. Petra war dran. „Ich wollte schauen, ob du schon daheim bist. Wie war’s?“
„Stinklangweilig“, sagte ich.
Sie lachte. „Wie erwartet. Wir wollen noch ins Jugendhaus. Da läuft Livemusik. Sollen wir dich abholen?“
„Klar, bis gleich.“

War doch lustig, warum fand sie es stinklangweilig? Ich finde hier bricht die Stimmung gerade ein. Gefiele mir besser, das Kapitel auf "Hat schon einen ziemlich schrägen Humor, das Großtantchen." (direkt vor obigem Zitat) enden zu lassen.

Unterscheide, was jemand sagt und was er meint. Das wird aber wohl erst klarer, wenn man sich eingelesen hat – und Anja ein wenig kennt.
Das ende eines Kapitels ist auch der Anfang eines Neuen  :)

Zitat
Insgesamt gefällt mir die Handlung sehr gut, ich fand sie extrem amüsant. Sowohl den Streich, als auch die Tatsache, dass jeder sofort durchschaut, dass Wolle sie gekauft hat. Auch ihr Charakter gefällt mir, das freche Motiv ziehst du konsequent und offensichtlich durch den gesamten Text, was ihn wiederum noch amüsanter macht.

Ein doch recht skurriles Kapitel. Mit einer gehörigen Portion Facelifting wird es am Ende gut in den Roman passen.
 
Zitat
Würde gerne deine Meinung zu meinen Anmerkungen hören :)

Für mich Ehrensache. Dauert manchmal aber ein „bisschen“.  ;)

LG Mondstern  :lava: