Teufelszeug > virtueller Schreibratgeber

Szenenschnitt und -auswahl

(1/1)

merin:
Wer an einem längeren Text, allem voran einem Roman, arbeitet, wird das Problem kennen: Wann lässt man eine Szene beginnen und wann endet sie? Eine etwas erfahrenere Autorin gab mir vor kurzem dazu folgenden kurzen, aber für mich sehr hilfreichen Hinweis:
Beginne die Szene so spät wie möglich (wenn schon was passiert) und ende so früh wie möglich.

Zur Szenenauswahl bekam ich den Hinweis, Massenszenen zu vermeiden, weil mehr als zwei Sprecher immer schwierig zu händeln sind. Daher: Massenszenen kurz halten und, wenn möglich, das was darin geschah, anders einbringen (zum Beispiel durch einen Boten, der davon berichtet oder durch ein Gespräch zwischen zwei Auswertenden oder direkt durch den Erzähler).

Mondstern:

--- Zitat von: merin am 02 Oktober 2017, 15:45:30 ---Zur Szenenauswahl bekam ich den Hinweis, Massenszenen zu vermeiden, weil mehr als zwei Sprecher immer schwierig zu händeln sind. Daher: Massenszenen kurz halten und, wenn möglich, das was darin geschah, anders einbringen (zum Beispiel durch einen Boten, der davon berichtet oder durch ein Gespräch zwischen zwei Auswertenden oder direkt durch den Erzähler).

--- Ende Zitat ---

Diesen Tipp würde ich Schreibanfängern geben.

An alle anderen - vergesst das, und stellt euch der Herausforderung.  :devcool:

LG Mondstern

Ryrke:
Hallo ;)

Ich verfahre da wie bei der Kurzgeschichte: mitten ins Geschehen rein.
Auch in Kapitel 1. Lange Hinführungen sind mir zu laaaaaaaang. [Ein Autorenkollege in USA steigt in Kapitel 1 mit einer komplett abgeschlossenen Kurzgeschichte ein und dann geht bei Kapitel 2 das Buch los - daran halte ich mich seit einer Weile auch, weil es Spannung bringt und ich in KGs eh besser bin ;)]

Und dann so 2-3 Cliffhänger über das Buch verteilt, nicht an jedem Kapitel, weil das die Mehrzahl der Leser angeblich ermüdet. (das stammt nicht von mir)

Massenszenen sind die, wo es viele Statisten gibt? Sprich, ein Thronsaal voller Gefolge, wo man A nicht von C, Z und X unterscheiden kann? Die mag ich auch nicht sonderlich.

LG, Ryrke

merin:
Viele Statisten und vor allem viele Sprecher. Meines Erachtens ist es enorm schwer, mehrere Szenen davon in enger Folge gut zu gestalten.

Dauernde Cliffhanger finde ich auch ermüdend und zu gewollt.

Navigation

[0] Themen-Index

Zur normalen Ansicht wechseln
Mobile View