27 Februar 2021, 11:24:48

Autor Thema: AT Virus RH-135 | 2. Versuch  (Gelesen 5670 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Supertim99

  • Federgewicht
  • **
  • Beiträge: 38
  • Geschlecht: Männlich
  • Der gelbäugige Dämon
    • Supertim99
AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« am: 26 Oktober 2017, 00:28:42 »
Huhu ihr Teufel und Dämonen... :diablo:

hat um einiges länger gedauert als ich gehofft hatte, da es nicht leicht ist, einen Anfang so umzuschreiben, dass man den bestehenden Rest nicht wegschmeißen muss.

Jedenfalls möchte ich euch die neuere und hoffentlich realistischere Version meines Geschichtenanfangs auf den Rost schmeißen (dieses Mal ein um einiges kürzerer Ausschnitt).. Hoffe, dass ich bald nochmal Zeit finde, selbst die Gabel zu schwingen.

Bitte eine vollständig gemeine Röstung (sofern auf diesem kleinen Ausschnitt möglich), vor allem aber unter den Gesichtpunkten (gerne, aber nicht notwendigerweise, auch im Vergleich zum 1. Versuch):
1) Wie gut (/Wie viel besser) kann man sich die Szene vorstellen?
2) Auf einer Skala von "absolut abschreckend" bis "zum weiterlesen anregend", wo seht ihr den Anfang (im Vergleich zum 1. Versuch)?


"Das Parlamentarium wird bestimmt totaaal spannend", meinte Jonas ironisch und blickte auf die vor uns liegende Straße. "Ja, wir lernen endlich mal richtige Politiker kennen", fügte Emily fröhlich hinzu, die seine Ironie offenbar überhaupt nicht verstand. Es versprach ein schöner Tag zu werden - die Sonne schien mild auf die belgische Landschaft, der Bus glitt ruhig über die Autobahn und das Klima war angenehm. Blöd nur, dass ich meine Kopfhörer zuhause vergessen hatte und jetzt anscheinend der Einzige war, der keine Musik hörte. Ich saß ganz vorne im Bus, rechts, denn die Sitze der linken Seite hatten sich die Lehrer schon im Vorfeld reserviert. Der Platz neben mir war frei. Nicht, weil mich niemand leiden konnte, sondern weil sich einfach jeder meiner Kumpels mit irgendjemandem noch besser verstand. Hinter mir saßen Franz und Jonas, mit denen ich ziemlich gut klar kam. Mein Blick schweifte durch die Reihen. Sarah und Toni unterhielten sich mit Jana, während die meisten anderen Mädchen „Stadt, Land, Fluss“ spielten oder Musik hörten. Auch die Jungs verbrachten ihre Zeit größtenteils mit Spotify und Gesprächen. Die Kandidaten am Ende des Ganges drehten stattdessen Zigaretten und steckten sie hinter ihre Ohren. „Hey Lizzie“, brüllte Raphael durch den Bus. „Was?!“, rief sie misstrauisch zurück, da sie die Ärgereien bereits kannte. „Nix“, erklärte er grinsend und brach mit der hinteren Reihe in unverhältnismäßiges Gelächter aus. Lizzie warf ihren Kopf in die Rückenlehne und verdrehte die Augen. Außer mir schien wirklich jeder etwas zu tun zu haben. Der Busfahrer summte ein Lied vor sich hin und ich konnte nicht sagen, ob ich es kannte, oder nicht. Frau Peters erklärte Frau Schuster besorgt, dass wir schon knapp 10 Minuten zu spät seien, was diese jedoch nicht zu interessieren schien. Überhaupt hatte ich Frau Schuster noch nie gestresst erlebt. Sie war das genaue Gegenteil der pingeligen Frau Peters, und insgeheim war ich froh, dass sie mitfuhr und bei all den Regeln für ein wenig Lockerheit sorgte. Jonas stand auf und quetschte sich an Franz Füßen vorbei, um den mit blauen LEDs gesäumten Gang hinunter zur Toilette zu gehen. Nach gerade einmal einer halben Minute kam er zurück, zuckte mit den Achseln und erklärte: „Kaputt!“.
„Ach du Scheiße“, sagte der Busfahrer aus dem Nichts. „Was ist denn?“, wollte Frau Peters wissen. „Da kommt gleich n Riesenstau. Ham se grad im Radio jesacht“, antwortete er. Die Lehrerin schaute verzweifelt an die Decke: „Das kann doch nicht wahr sein. Ausgerechnet heute!“ „War wohl ne Massenkarambolage“, beendete der Busfahrer seinen Bericht. Frau Peters sah noch gestresster aus, als sie sich nach einer Ausweichroute erkundigte. „Da mussich gucken wat dat Nawi sacht“, meinte Willi, so hatte ich ihn getauft, uninteressiert. „Aaach ne Quatsch, dat is die andere Richtung. Tschuldijung!“ “Na Gott sei dank. Ich dachte schon wir müssten jetzt etwas aus dem Programm streichen“, antwortete Frau Peters erleichtert, aber mit leichtem Groll über den Irrtum in der Stimme. Dann ging die Fahrt noch einige Zeit lang ruhig weiter, bis Willi irgendwann den deutschsprachigen Radiosender lauter stellte. Da ich ganz vorne saß, konnte auch ich neben den Lehrerinnen die Nachrichten mithören:

Na dann mal hart ran! Vielen Dank schon einmal im Vorraus :)
« Letzte Änderung: 26 Oktober 2017, 19:05:14 von Supertim99 »

Oflinitrium

  • Schreibteufel
  • ****
  • Beiträge: 299
  • Geschlecht: Männlich
  • Auch Traumwelten existieren.
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #1 am: 26 Oktober 2017, 11:08:29 »
Eine vollständige Röstung (nur auf diesen Text bezogen) ist etwas schwierig, weil es wirklich ganz am Anfang ist und man noch keine Ahnung hat wo die Reise hingehen soll. Im Moment könnte es noch in jedes Genre (außer vielleicht High-Phantasy^^) passen.

Ich fasse mal etwas flapsig zusammen, was mir beim Lesen durch den Kopf ging.
Zuerst einmal, es war interessant zu lesen und das Tempo gefällt mir gut. Im Vergleich zu deinem ersten Versuch kommen viele kleine schöne (und für den späteren Verlauf auch wichtige Details) durch, ohne sich zu offensiv in den Vordergrund zu stellen. Ich habe ein lebhaftes Bild im Kopf und erinnere mich zwangsläufig an meine eigene letzte Klassenfahrt. Das gefällt mir sehr gut(!) und hat mir im ersten Versuch vollständig gefehlt. Dort hatte ich weder Zeit noch Gelegenheit mir irgendetwas vorzustellen oder mich an irgendetwas zu erinnern, weil direkt die Welt unterging.
Dein Stil und deine Wortwahl gefällt mir jetzt auch um einiges besser als im ersten Versuch.
Durch das einbauen von Willy hast du es geschafft deinem Charakter von Anfang an ein wenig Persönlichkeit zu geben und der Busfahrer ist auf einmal mehr als nur eine Marionette.

Zitat
Mir würde es übrigens als Leser gefallen, wenn du das (falls Möglich) beibehälst, dass dein Prota Fremden Leuten oder auch seinen Klassenkameraden im Kopf Stempel mit anderen Namen aufdrückt. Das macht ihn ein wenig sympathisch und erlaubt es dir durch einen einfachen Namen auszudrücken wie die Figur zum jeweils anderen steht. Durch so etwas kannst du auch kleinere Spielereien wie z.B. dass er nach einer Aktion darüber nachdenkt ob Mr. Superwichtig (sarkastisch gemeint) vielleicht einen sympathischeren Namen verdient hätte. Dann baut Mr. Superwichtig wieder Mist und dein Prota seufzt nur in Gedanken "Chance vertan, manche Menschen ändern sich nie." Ich weiß sehr plattes Beispiel, aber ich hoffe man versteht was ich meine. Als Leser mag ich persönlich es recht gerne, wenn mit dieser Art Humor gleich 2 Figuren charakterisiert werden und die Figuren schlagartig in meinem Kopf ein Gesicht haben. Außerdem sind solche Flausen bei jungen Halbstarken- wie in deiner Geschichte glaubhafter als bei Erwachsenen. (Warum auch immer... solche Gedanken haben Erwachsene genauso wie Jugendliche... aber Schwamm drübber) Allerdings ist das ein zweischneidiger Tipp. Was an bestimmten Stellen passend ist und sich gut liest, ist bei anderen Stellen eher im Weg und nervig. Auf die Dosierung kommt es dabei an.

Auch dass die Lehrerinnen von Anfang an Screentime bekommen ist eine Komponente die das Ganze direkt glaubhafter macht.
Zum tatsächlichen Rösten ist mir die Passage tatsächlich zu kurz und allgemein. Im Grunde kann man nur etwas dazu sagen, wenn man deinen ersten Versuch vollständig gelesen hat und weiß worum es geht. Dahingehend lässt sich sagen, dass es schön zu sehen ist wie du dir die Kritik zu Herzen genommen hast und versuchst umzusetzen und: In diesem Bereich ist dir die Umsetzung bereits gelungen. 

Auf deiner Skala pendelt dein Text definitv eher in Richtung "zum weiterlesen anregend", einfach weil ich noch keinen Dunst habe worum es überhaupt geht. (Natürlich Buchtitel, KLappentext etc. pp. mal außen vorgelassen.) Man sieht einen deutlichen Forschritt. Was du vorher in 7 Sätzen zusammengefasst hast, gibst du jetzt Platz zum entfalten, was wichtig ist. Mach so weiter und du bist auf einem guten Weg, dass ich die nachfolgenden Szenen mit Interesse lesen werde.
« Letzte Änderung: 26 Oktober 2017, 12:48:27 von Oflinitrium »
Die Werke die ich am meisten liebe, sind gleichzeitig die, die ich am meisten kritisiere. Im Grunde ist es so, dass eine ausführliche Kritik meinerseits auch eine Anerkennung und ein Glückwunsch ist, denn wenn es einfach nur schlecht wäre, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen.

Supertim99

  • Federgewicht
  • **
  • Beiträge: 38
  • Geschlecht: Männlich
  • Der gelbäugige Dämon
    • Supertim99
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #2 am: 26 Oktober 2017, 12:49:02 »
Hallo Ofli,

danke für die schnelle Rückmeldung! Es freut mich sehr, dass ich die Kritik der ersten Version scheinbar doch recht gut umsetzen konnte, da war ich mir absolut nicht sicher, weil sich bekanntermaßen Schwachstellen oft erst offenbaren, wenn andere Augen drüberlesen. Wenn ich weiß, dass das der richtige Weg ist, bin ich auch gleich hundertmal motivierter, mich weiter dem Überarbeiten zu widmen  :cheer:

Zitat von: Oflinitrium
Mir würde es übrigens als Leser gefallen, wenn du das (falls Möglich) beibehälst, dass dein Prota Fremden Leuten oder auch seinen Klassenkameraden im Kopf Stempel mit anderen Namen aufdrückt. Das macht ihn ein wenig sympathisch und erlaubt es dir durch einen einfachen Namen auszudrücken wie die Figur zum jeweils anderen steht. Durch so etwas kannst du auch kleinere Spielereien wie z.B. dass er nach einer Aktion darüber nachdenkt ob Mr. Superwichtig (sarkastisch gemeint) vielleicht einen sympathischeren Namen verdient hätte. Dann baut Mr. Superwichtig wieder Mist und dein Prota seufzt nur in Gedanken "Chance vertan, manche Menschen ändern sich nie." Ich weiß sehr plattes Beispiel, aber ich hoffe man versteht was ich meine. Als Leser mag ich persönlich es recht gerne, wenn mit dieser Art Humor gleich 2 Figuren characterisiert werden und die Figuren schlagartig in meiem Kopf ein Gesicht haben. Außerdem sind solche Flausen bei jungen Halbstarken wie in deiner Geschichte glaubhafter als bei Erwachsenen. (Warum auch immer... solche Gedanken haben Erwachsene genauso wie Jugendliche... aber Schwamm drübber) Allerdings ist das ein zweischneidiger Tipp. Was an bestimmten Stellen passend ist und sich gut liest, ist bei anderen Stellen eher im Weg und nervig. Auf die Dosierung kommt es dabei an.
Die Idee gefällt mir sehr gut, mal sehen, ob ich so etwas gut einbauen kann! :)

Nichtsdestotrotz würde ich mich auch freuen, wenn ein paar andere Augen mir vielleicht doch noch unausgereifte Stellen zeigen könnten, auch wenn der Ausschnitt so kurz und noch recht allgemein ist :)

« Letzte Änderung: 26 Oktober 2017, 12:51:39 von Supertim99 »

Viskey

  • Modteufel-Team
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 3318
  • Schwester Feuerwasser aus der Hölle
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #3 am: 26 Oktober 2017, 15:59:43 »
Hey!

Ich kann mich eigentlich Ofli anschließen, der meine Gedanken, die ich zu dem Text hatte, bereits so schön formuliert hat, dass ich dem nichts mehr hinzuzufügen habe. ;)

Weiterlesen ... bei mir rein vom Thema her eher nein, aber mit Schülern auf Klassenfahrt werde ich einfach nicht mehr warm, mit meinen 40+. Vor 20 Jahren hätte ich aber wahrscheinlich auch erst mal noch weitergelesen.

Im Vergleich zum 1. Versuch eine eindeutige Verbeserung!

lg, Viskey
"There is no such thing as bad work, just unfinished work." - Eric Idle

kass

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 519
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #4 am: 26 Oktober 2017, 18:39:57 »
Hi!

Ja, eine deutliche Verbesserung! Dem schließe ich mich an.

Mir gefällt dein lockerer Stil sehr gut. Das ist sehr angenehm zu lesen.

Aber natürlich gibt es auch ein Aber. Mir tauchen einfach viel zu viele Personen auf, gerade für einen Einstieg. Auch hatte ich nach den ersten zwei Sätzen den Eindruck, dass plötzlich die Perspektive gewechselt wird. Es wäre vielleicht eine Überlegung wert, um den Einstieg in die Geschichte zu vereinfachen, es zu kürzen. Ich mach das einfach mal, schau dir an, ob es dir zusagt.

[quote]"Das Parlamentarium wird bestimmt totaaal spannend", meinte Jonas ironisch und blickte auf die vor uns liegende Straße. "Ja, wir lernen endlich mal richtige Politiker kennen", fügte Emily fröhlich hinzu, die seine Ironie offenbar überhaupt nicht verstand. Es versprach ein schöner Tag zu werden - die Sonne schien mild auf die belgische Landschaft, der Bus glitt ruhig über die Autobahn und das Klima war angenehm. Blöd nur, dass ich meine Kopfhörer zuhause vergessen hatte und jetzt anscheinend der Einzige war, der keine Musik hörte. Ich saß ganz vorne im Bus, rechts, denn die Sitze der linken Seite hatten sich die Lehrer schon im Vorfeld reserviert. Der Platz neben mir war frei. Nicht, weil mich niemand leiden konnte, sondern weil sich einfach jeder meiner Kumpels mit irgendjemandem noch besser verstand. Hinter mir saßen Franz und Jonas, mit denen ich ziemlich gut klar kam. Mein Blick schweifte durch die Reihen. Sarah und Toni unterhielten sich mit Jana, während die meisten anderen Mädchen „Stadt, Land, Fluss“ spielten oder Musik hörten. Auch die Jungs verbrachten ihre Zeit größtenteils mit Spotify und Gesprächen. Die Kandidaten am Ende des Ganges drehten stattdessen Zigaretten und steckten sie hinter ihre Ohren. „Hey Lizzie“, brüllte Raphael durch den Bus. „Was?!“, rief sie misstrauisch zurück, da sie die Ärgereien bereits kannte. „Nix“, erklärte er grinsend und brach mit der hinteren Reihe in unverhältnismäßiges Gelächter aus. Lizzie warf ihren Kopf in die Rückenlehne und verdrehte die Augen. Außer mir schien wirklich jeder etwas zu tun zu haben. Der Busfahrer summte ein Lied vor sich hin und ich konnte nicht sagen, ob ich es kannte, oder nicht. Frau Peters erklärte Frau Schuster besorgt, dass wir schon knapp 10 Minuten zu spät seien, was diese jedoch nicht zu interessieren schien. Überhaupt hatte ich Frau Schuster noch nie gestresst erlebt. Sie war das genaue Gegenteil der pingeligen Frau Peters, und insgeheim war ich froh, dass sie mitfuhr und bei all den Regeln für ein wenig Lockerheit sorgte. Jonas stand auf und quetschte sich an Franz Füßen vorbei, um den mit blauen LEDs gesäumten Gang hinunter zur Toilette zu gehen. Nach gerade einmal einer halben Minute kam er zurück, zuckte mit den Achseln und erklärte: „Kaputt!“.
„Ach du Scheiße“, sagte der Busfahrer aus dem Nichts. „Was ist denn?“, wollte Frau Peters wissen. „Da kommt gleich n Riesenstau. Ham se grad im Radio jesacht“, antwortete er. Die Lehrerin schaute verzweifelt an die Decke: „Das kann doch nicht wahr sein. Ausgerechnet heute!“ „War wohl ne Massenkarambolage“, beendete der Busfahrer seinen Bericht. Frau Peters sah noch gestresster aus, als sie sich nach einer Ausweichroute erkundigte. „Da mussich gucken wat dat Nawi sacht“, meinte Willi, so hatte ich ihn getauft, uninteressiert. „Aaach ne Quatsch, dat is die andere Richtung. Tschuldijung!“ “Na Gott sei dank. Ich dachte schon wir müssten jetzt etwas aus dem Programm streichen“, antwortete Frau Peters erleichtert, aber mit leichtem Groll über den Irrtum in der Stimme. Dann ging die Fahrt noch einige Zeit lang ruhig weiter, bis Willi irgendwann den deutschsprachigen Radiosender lauter stellte. Da ich ganz vorne saß, konnte auch ich neben den Lehrerinnen die Nachrichten mithören:
[/quote]
Merkzettel für mich: Nicht ins Höllenfenster stellen!
(Experiment für Gedächtnistraining, Klappe 1)

Supertim99

  • Federgewicht
  • **
  • Beiträge: 38
  • Geschlecht: Männlich
  • Der gelbäugige Dämon
    • Supertim99
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #5 am: 26 Oktober 2017, 19:03:55 »
Hi kass,

vielen Dank für deinen Vorschlag! Klar, rausstreichen geht immer, nur habe ich die Befürchtung, dass der Leser so nicht viel aus dieser Einleitung mitnehmen kann. Die Personen müsste ich dann zu anderen Zeitpunkten zuführen, was vielleicht für den Leser leichter zu verarbeiten ist, aber sich auch um einiges schwieriger gestalten könnte. Ich prüfe gleich mal, was ich da rauswerfen kann, die kaputte Toilette ist auf jeden Fall (in der momentanen Fassung des weiteren Handlungsverlaufes) später von zentraler Bedeutung.

Danke auch an Viskey für das liebe Feedback :)

Naleesha

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 636
  • Geschlecht: Weiblich
  • Facettenreich ist die Persönlichkeit
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #6 am: 26 Oktober 2017, 22:41:34 »
hi,

Ich will definitiv noch was dazu sagen, komme aber erst am Wochenende dazu (wenn ich fertig bin mit Tasche packen)

LG, Nalee
"was du mit deinem Körper verstanden hast, wirst du im Leben nie wieder vergessen." (Gichin Funakoshi)
„Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann“ (Wau Holland)

aktuelle Projekte:
- AT Wolfsbrüder
- AT Der Drachenfürst

merin

  • Oberfederteufel
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 6038
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wortsucherin
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #7 am: 27 Oktober 2017, 23:05:32 »
Hi Supertim,

ich fand den Einstieg gut zu lesen, bis zu der unten zitierten Stelle. Der Prota war mir auch etwas sympathischer als beim ersten Mal. Auch entstand ein Bild von den Leuten im Bus, wenn auch etwas vage, ich hätte gern wenigstens zu ein oder zwei Personen kleine Attribute: Der dicke Willi, die schlaksige Mandy, der immer Jeansjacke tragende Alf. Sowas halt. So sind sie alle sehr eine Masse, Frau Peters und der Busfahrer werden etwas hervorgehoben, zu denen habe ich aber kein Bild. Der Dialog ist auf jeden Fall gut, weil er beide plastischer macht.
Gut gefallen hat mir auch die Sprache, flockig, leicht lesbar. Sehr schön, wenn man auch noch einige Feinheiten polieren könnte. Für mich gibt es aber ein weit größeres Problem: Leider war für mich kein Haken erkennbar, an dem sich mein Interesse hätte festhängen können. Daher würde ich wohl nicht weiter lesen, oder jedenfalls nicht mehr sehr weit. Ich brauche eine Frage, etwas, was mich vorantreibt. Eine Idee, worum es in der Geschichte gehen könnte. Das ist für mich hier nicht vorhanden. Die Szene ist rein beschreibend, aber es passiert nichts, was einen Konflikt andeutet. Das würde ich hier aber haben wollen.

Zitat
erklärte: „Kaputt!“.
„Ach du Scheiße“, sagte der Busfahrer aus dem Nichts. „Was ist denn?“, wollte Frau Peters wissen. „Da kommt gleich n Riesenstau. Ham se grad im Radio jesacht“, antwortete er. Die Lehrerin schaute verzweifelt an die Decke: „Das kann doch nicht wahr sein. Ausgerechnet heute!“ „War wohl ne Massenkarambolage“, beendete der Busfahrer seinen Bericht. Frau Peters sah noch gestresster aus, als sie sich nach einer Ausweichroute erkundigte. „Da mussich gucken wat dat Nawi sacht“, meinte Willi, so hatte ich ihn getauft, uninteressiert. „Aaach ne Quatsch, dat is die andere Richtung. Tschuldijung!“ “Na Gott sei dank. Ich dachte schon wir müssten jetzt etwas aus dem Programm streichen“, antwortete Frau Peters erleichtert, aber mit leichtem Groll über den Irrtum in der Stimme. Dann ging die Fahrt noch einige Zeit lang ruhig weiter, bis Willi irgendwann den deutschsprachigen Radiosender lauter stellte. Da ich ganz vorne saß, konnte auch ich neben den Lehrerinnen die Nachrichten mithören:

Hier stocke ich einerseits wegen der Formatierung (Absätze bitte!) und wegen mehrerer kleiner Fehler. Der Busfahrer kann keinen Bericht beenden, den er nicht gegeben hat. Außerdem: Wenn Radio läuft, warum hat nur er es gehört?
Dann: Warum dem Busfahrer nicht einen realen Namen geben? Oft stellen die sich ja auch wirklich vor. Ich kannte bei jeder Klassenfahrt den Namen des Fahrers. So ist es witzig, für mich aber unrealistisch.
Dann würde ich gern wissen, wieso Frau Peters angespannt ist, oder wenigstens eine Idee haben. Denn sonst ist sie ja eine coole, so habe ich es verstanden.
Und
Zitat
mit leichtem Groll über den Irrtum in der Stimme
fällt sehr raus vom restlichen Schreibstil und passt inhaltlich auch nicht ganz.

Beste Grüße
merin
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Naleesha

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 636
  • Geschlecht: Weiblich
  • Facettenreich ist die Persönlichkeit
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #8 am: 28 Oktober 2017, 13:40:44 »
Hallo Tim,

Dann röste ich auch mal durch.  :diablo:

Mir ist viel an deinem Text aufgefallen. Vor Allem, dass es eher eine Art Vorwort vor der eigentlichen Geschichte sein könnte als ein tatsächlicher Beginn.
Außerdem finde ich da recht viele Stellen, die in der Formulierung ein wenig holpern. Ich werde mal fix im Text verdeutlichen was ich meine.

"Das Parlamentarium wird bestimmt totaaal spannend", meinte Jonas ironisch (woher weiß "ich" denn, dass es ironisch war? vielleicht "mit einer vor Ironie triefenden Stimme"?) und blickte auf die vor uns liegende Straße. "Ja, wir lernen endlich mal richtige Politiker kennen", fügte Emily fröhlich hinzu, (hier fänd ich einen Punkt besser, wonach der folgende Teilsatz mehr wie eine Annahme von "ich" wirkt. das bringt uns etwas näher an ihn heran. etwas so: fügte Emily fröhlich hinzu. Offenbar versteht sie die Ironie nicht.) die seine Ironie offenbar überhaupt nicht verstand. Es versprach ein schöner Tag zu werden - die Sonne schien mild auf die belgische Landschaft, der Bus glitt ruhig über die Autobahn und das Klima war angenehm. Blöd nur, dass ich meine Kopfhörer zuhause vergessen hatte und jetzt anscheinend der Einzige war, der keine Musik hörte. Ich saß ganz vorne im Bus, rechts, denn die Sitze der linken Seite hatten sich die Lehrer schon im Vorfeld reserviert. (dieser Satz liest sich für mich sehr holprig. Ich saß ganz vorne im Bus. Da für die Lehrer die Sitze auf der linken Seite gedacht waren, saß ich natürlich rechts. auf diese Weise kann man sogar noch ein wenig Gefühl von "ich" mit einflechten. mag er es gerne, rechts zu sitzen oder will er doch viel lieber links sitzen? usw. solche kleinigkeiten halten uns dann auch nah an "ich" dran, was den text gleich viel zugänglicher macht. Der Platz neben mir war frei. Nicht, weil mich niemand leiden konnte, sondern weil sich einfach jeder meiner Kumpels mit irgendjemandem noch besser verstand. (wie fühlt er sich dabei? ist das für ihn ok, oder wünscht er sich, dass da wenigstens einer seiner Kumpel säße? oder zieht er es sogar vor allein zu sein um seinen Gedanken nachhängen zu können?
 und was wären das für Gedanken?)
Hinter mir saßen Franz und Jonas, mit denen ich ziemlich gut klar kam. Mein Blick schweifte durch die Reihen. Sarah und Toni unterhielten sich mit Jana, während die meisten anderen Mädchen „Stadt, Land, Fluss“ spielten oder Musik hörten. Auch die Jungs verbrachten ihre Zeit größtenteils mit Spotify und Gesprächen. Die Kandidaten am Ende des Ganges drehten stattdessen Zigaretten und steckten sie hinter ihre Ohren. „Hey Lizzie“, brüllte Raphael durch den Bus. „Was?!“, rief sie misstrauisch zurück, da sie die Ärgereien bereits kannte. „Nix“, erklärte er grinsend und brach mit der hinteren Reihe in unverhältnismäßiges Gelächter aus. (wo liegt hier der Sinn? wenn sie wirklich ne Anspielung gemacht hätten, die dazu gedacht war, sie ein wenig zu ärgern, wäre das besser gewesen als nur "nix".)Lizzie warf ihren Kopf in die Rückenlehne und verdrehte die Augen. Außer mir schien wirklich jeder etwas zu tun zu haben. Der Busfahrer summte ein Lied vor sich hin und ich konnte nicht sagen, ob ich es kannte, oder nicht. Frau Peters erklärte Frau Schuster besorgt, dass wir schon knapp 10 Minuten zu spät seien, was diese jedoch nicht zu interessieren schien. Überhaupt hatte ich Frau Schuster noch nie gestresst erlebt. Sie war das genaue Gegenteil der pingeligen Frau Peters, und insgeheim war ich froh, dass sie mitfuhr und bei all den Regeln für ein wenig Lockerheit sorgte. Jonas stand auf und quetschte sich an Franz Füßen vorbei, um den mit blauen LEDs gesäumten Gang hinunter zur Toilette zu gehen. Nach gerade einmal einer halben Minute kam er zurück, zuckte mit den Achseln und erklärte: „Kaputt!“.
„Ach du Scheiße“, sagte der Busfahrer wie aus dem Nichts. „Was ist denn?“, wollte Frau Peters wissen. „Da kommt gleich n Riesenstau. Ham se grad im Radio jesacht“, antwortete er. Die Lehrerin schaute verzweifelt an die Decke: „Das kann doch nicht wahr sein. Ausgerechnet heute!“ „War wohl ne Massenkarambolage“, beendete der Busfahrer seinen Bericht. Frau Peters sah noch gestresster aus, als sie sich nach einer Ausweichroute erkundigte. „Da mussich gucken wat dat Nawi sacht“, meinte Willi, so hatte ich ihn getauft, uninteressiert. (hier bin ich kurz über den Einschub gestolpert. vielleicht schon erwähnen, wie "ich" den Busfahrer getauft hat, als er über das Lied nachdenkt, dass dieser pfeifft.) „Aaach ne Quatsch, dat is die andere Richtung. Tschuldijung!“ “Na Gott sei dank. Ich dachte schon wir müssten jetzt etwas aus dem Programm streichen“, antwortete Frau Peters erleichtert, aber mit leichtem Groll über den Irrtum in der Stimme. Dann ging die Fahrt noch einige Zeit lang ruhig weiter, bis Willi irgendwann den deutschsprachigen Radiosender lauter stellte. Da ich ganz vorne saß, konnte auch ich neben den Lehrerinnen die Nachrichten mithören:

Du benutzt sehr viel "und" in deinem Text. Ich hab es dir mal rot gefärbt um es zu verdeutlichen. Das streckt die Sätze manchmal auf eine Weise, die es unnatürlich werden lässt. Klar, bei den Aufzählungen, wer wo sitzt kann man das "und" nicht weglassen, aber bei vielen anderen "und"s kann man durch Umstellung und Aufteilung der Sätze mehr gewinnen als die Sätze so aneinander zu tackern. einige Kommafehler und generell eine Verbesserung zur besseren Lesbarkeit hab ich dir in lila reingefärbt. Darüber hinaus fand ich es schade, dass du in deinem ersten Versuch tatsächlich bis zum Ausbruch des Virus gegangen bist, was mir hier aber völlig fehlt. Wie Ofli schon anmerkte, kann es von hier aus in jedem Genre weitergehen (sogar im high Fantasy  :diablo: denk mal nur an die Chroniken von Narnia... das wäre auch high Fantasy... so nach dem Motto: Auf einmal zog ein gewaltiges Gewitter auf und der Bus wurde von einem starken Windstoß erfasst. der Fahrer verliert die Kontrolle, sie fahren ins Wasser und landen in einer völlig anderen Welt, da der Gewittersturm ein interdimensionales Portal geöffnet hat...  :devgrin:)

vielleicht baust du ein bisschen Foreshadowing ein. Vielleicht wollen sie nicht ins Parlamentarium nach Brüssel, sondern z.B. in eine Forschungseinrichtung, die sich mit Biochemie und so'n Zeug befasst. (ich hab mal spontan ein oder zwei rausgesucht in Belgien. CRI und Barc Europe. und unterwegs reden sie über die seltsamen Meldungen von Krankheitsfällen in den letzten Monaten, die die Ärzte vor Rätsel stellen oder sowas.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu hart für dich und du konntest mit meinen Anregungen etwas anfangen.
Nichts desto trotz solltest du dran bleiben. :)
LG, Nalee
"was du mit deinem Körper verstanden hast, wirst du im Leben nie wieder vergessen." (Gichin Funakoshi)
„Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann“ (Wau Holland)

aktuelle Projekte:
- AT Wolfsbrüder
- AT Der Drachenfürst

merin

  • Oberfederteufel
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 6038
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wortsucherin
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #9 am: 28 Oktober 2017, 14:19:43 »
Nalee ich finde es witzig, das du auf Kommafehler hinweist, weil ich immer das Gefühl hatte, du stehst mit Kommas auf Kriegsfuß. Mir sind keine Fehler aufgefallen, das muss aber zugegebenermaßen auch nicht viel heißen.

Aber eigentlich wollte ich nur einen Nachgedanken dalassen: Man kann den Haken wunderbar einbringen, in dem man das Radio wirklich laufen lässt und Willi und Frau Peters drauf reagieren lässt. So war es auch ursprünglich, oder? Es muss halt gut überlegt sein, was da im Radio läuft, so dass ich als Leserin eine Vorahnung habe, die Figuren aber vielleicht nicht.
Einen zweiten Haken würde ich an einen erahnbaren Konflikt zwischen dem Prota und jemand anderem hängen.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Naleesha

  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 636
  • Geschlecht: Weiblich
  • Facettenreich ist die Persönlichkeit
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #10 am: 28 Oktober 2017, 15:24:28 »
Ja, klar stehe ich mit Kommas auch auf Kriegsfuß, nur MANCHMAL fällt mir ein Kommafehler dann doch auf und dann weise ich drauf hin. vor Allem, weil ich mich nach Kräften bemühe, selbst so wenige Kommafehler wie möglich zu machen. Waren ja auch nur 2 lila kommas, die da zu viel waren. Außerdem hab ich ja auch die Nähe zum Prota bemängelt obwohl ich und Gefühle... naja, du kennst es ja ^.^ ich bin auch immer viel zu weit weg von Nick und mache oft immer wieder die gleichen Fehler.

ansonsten, ja, die Vorahnung als Leserin, aber nicht bei den Charakteren, das sehe ich auch. Deshalb ja auch der Vorschlag am Rande Hinweise einzustreuen, wie z.B. das Forschungslabor anstatt des Parlamentaruims, oder die Erwähnung seltsamer Krankheitsfälle, über die sich die Kids jetzt nicht allzu viele Gedanken machen, aber nebenbei eben drüber geredet wird. Sowas schafft in meinen Augen eine durch Foreshadowing intensivierte Atmosphäre, sodass ich stärker in die Story reingezogen werde.

soweit so gut.
LG, Nalee
"was du mit deinem Körper verstanden hast, wirst du im Leben nie wieder vergessen." (Gichin Funakoshi)
„Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann“ (Wau Holland)

aktuelle Projekte:
- AT Wolfsbrüder
- AT Der Drachenfürst

merin

  • Oberfederteufel
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 6038
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wortsucherin
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #11 am: 28 Oktober 2017, 15:46:49 »
Ich seh die lila Kommas irgendwie nicht.

Und ja, ich sehe auch in anderen Texten Fehler, die ich bei mir immer übersehe. :biggrin:
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Supertim99

  • Federgewicht
  • **
  • Beiträge: 38
  • Geschlecht: Männlich
  • Der gelbäugige Dämon
    • Supertim99
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #12 am: 28 Oktober 2017, 19:19:22 »
Hi merin und Naleesha,

vielen Dank für euer ausführliches und ehrliches Feedback. Danke auch merin für die Vorschläge mit den 'Haken', damit kann ich was anfangen! Und danke Naleesha für deine Recherche zu den Forschungseinrichtungen. Die Idee gefällt mir sehr gut, mal schauen was ich daraus mache. Von euch genannte Punkte, auf die ich jetzt nicht eingehe, sind natürlich vollständig gekauft.

Nalee, auch ich sehe leider keine lila Kommas, nur ein lila "wie". Dadurch, dass Jonas das "totaaaaal" auf diese Weise betont, wollte ich den ironischen Ton im Schriftbild aufzeigen, daher erschien mir "mit vor Ironie triefender Stimme" irgendwie doppelt-gemoppelt. Und diese Sache, jemanden zu rufen und dann nur "Nix" zu sagen, ist halt hier teilweise üblich, wenn man jemanden ärgern will. Ich sehe ein, dass das vielleicht komisch wirkt, wenn man das nicht so kennt.

@merin:
Zitat
Außerdem: Wenn Radio läuft, warum hat nur er es gehört?
Verdammt, da hast du wohl wieder einen Logikfehler gefunden :(
Und Frau Peters ist nicht die coole, Frau Peters ist die, die generell immer gestresst und streng und einfach nur anstrengend ist. Habe ich da irgendwo die Namen durcheinander geworfen? Dann bitte die Stelle zitieren, ich sehe das nämlich gerade nicht.
P.S.: Nur "Tim" hätte als Anrede auch gereicht :devgrin:
« Letzte Änderung: 28 Oktober 2017, 19:21:07 von Supertim99 »

merin

  • Oberfederteufel
  • Federteufel
  • *****
  • Beiträge: 6038
  • Geschlecht: Weiblich
  • Wortsucherin
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #13 am: 28 Oktober 2017, 21:57:13 »
Dann hab ich das wohl durcheinander gebracht und nicht du. Jemanden rufen und dann nix sagen kenne ich übrigens auch, das war schon vor 25 Jahren "in".
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Supertim99

  • Federgewicht
  • **
  • Beiträge: 38
  • Geschlecht: Männlich
  • Der gelbäugige Dämon
    • Supertim99
Re: AT Virus RH-135 | 2. Versuch
« Antwort #14 am: 28 Oktober 2017, 23:46:57 »
Bin jetzt gerade dabei, ein paar der "Und"s rauszunehmen.

Zitat
Blöd nur, dass ich meine Kopfhörer zuhause vergessen hatte und jetzt anscheinend der Einzige war, der keine Musik hörte.
=> Blöd nur, dass ich meine Kopfhörer zuhause vergessen hatte, was mich anscheinend zum Einzigen machte, der keine Musik hörte.

Das funktioniert schon, allerdings kann ich gerade schlecht einschätzen, ob diese Sätze noch zum restlichen Schreibstil passen und dazu, dass es im Grunde ja "Ichs" fließende Gedanken sind. Klingen die Sätze so zu konstruiert?
Wenn mir da mal jemand was zu sagen könnte wäre ich auch sehr dankbar :)