22 Mai 2019, 13:21:25

Autor Thema: Was lest ihr gerade? - 2018  (Gelesen 3085 mal)

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Ryek Darkener

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Re: Was lest ihr gerade? - 2018
« Antwort #30 am: 28 Januar 2019, 18:53:28 »
Ich lese gerade "Schnelles Denken, langsames Denken" von Daniel Kahneman. Bis jetzt ein Wissenschaftsbuch, das spannend wie ein Krimi ist. Mit Erkenntnissen über unser Entscheidungsverhalten, die richtig wehtun können. Die uns aber auch dabei helfen, uns selbst und unsere Mitmenschen besser zu verstehen. Und – vielleicht – nicht mehr in einige Fallen zu tappen, die unser Gehirn uns stellt.
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Re: Was lest ihr gerade? - 2018
« Antwort #31 am: 30 Januar 2019, 09:08:15 »
Tja, Gehirn

und noch ein Sachbuch, das fasziniert. Eric Kandel: Was ist der Mensch?

Was nach einer schlechten Überschrift einer mittelmäßigen philosophischen Abhandlung klingt (hätte "Wer ist der Mensch?" heißen müssen), ist in Wirklichkeit Programm und hat nichts mit Philosophie zu tun. Stattdessen mit der Biologie des Gehirns. Und da Fehlsteuerungen mehr verraten, als funktionierende Schaltkreise, geht es vor allem um Geisteskrankheiten, aber auch um Kreativität. Irre spannend und ganz leicht zu lesen, wenn man sich für solche Dinge interessiert. Danke dem Feuertong meiner Tageszeitung für den Tipp.

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Womit kann der alte Vol'jin Euch helfen

merin

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Re: Was lest ihr gerade? - 2018
« Antwort #32 am: 27 Februar 2019, 15:58:43 »
"Children of Blood and Bone" von Tomi Adeyemi.

Was hab ich mich auf dieses Buch gefreut. Und was war ich enttäuscht. Der Plot ist vorhersehbar und schlecht, die Charaktere holzschnittartig und wenig überraschend, die Sprache einfach und kitschig. Ich hatte gedacht, das sei mal wirklich eine neue Art, Fantasy zu schreiben. Aber bis auf das Setting (man erkennt Westafrika ansatzweise wieder) ist da nichts neu. Und das Setting ist leider auch wenig beschrieben, wird dadurch wenig plastisch. Am schlimmsten fand ich die Liebesgeschichten (gleich zwei Geschwisterpaare, die sich über kreuz verlieben), die so kitschig und platt sind, dass ich mich an vielen Stellen fremdgeschämt habe. Es ist quasi gleich vorhersehbar, wer zusammenkommt. Und man kann seitenweise der Prota dabei zuhören, wie sie fürchtet, beim Bad mit ihrem Geliebten in einer Traumwelt seinen Penis zu sehen. Auweia!
Das Nachwort der Autorin hat mich noch am meisten beeindruckt, da hat man wenigstens eine Idee, wieso sie das Buch mit so vielen brachialen Szenen gespickt hat. Leider rechtfertigt das für mich trotzdem nicht die xte Folterszene. Ich habe sie irgendwann überlesen. Nun muss ich mal schauen, wie ich dieses Buch gewinnbringend loswerde.
« Letzte Änderung: 27 Februar 2019, 16:05:53 von merin »
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.