11 August 2020, 18:53:17

Autor Thema: Was lest ihr gerade? ab 2018  (Gelesen 13459 mal)

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merin

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #75 am: 23 Dezember 2019, 17:49:59 »
Ich habe das Buch gelesen, vor zwei Jahren so ungefähr. Und finde es durchaus empfehlenswert. Allerdings kann ich mir schwer vorstellen, wie das als Hörbuch funktionieren soll. Ich zumindest habe manche Abschnitte mehrfach gelesen.

Zu dem von dir rot geschriebenen Satz: Natürlich fehlt ihm die Reflexion an dieser Stelle. Er ist ja im Kindmodus. Gut ist halt, wenn es im Nachhinein klappt mit dem Reflektieren.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Naleesha

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #76 am: 23 Dezember 2019, 18:00:27 »
Oh, bitte verstehe mich nicht falsch!
Ich wollte keinesfalls das Buch in die Ecke Hobbypsychologie schieben.
Mein Meister macht dagegen sehr wohl Hobbypsychologie. Die Art, wie er mich behandelt, weil er "Analysen" und Annahmen aufgrund seines spärlichen Wissens auf diesem Gebiet anstellt, in Verbindung mit dem Inhalt des Buches ergeben für mich eine Bestätigung dafür, dass Hobbypsychologie oft im besten Falle kontraproduktiv, im schlimmsten Falle gefährlich (weil falsche Ratschläge erteilt werden) ist.

Er nimmt das Schatten- und Sonnenkind Prinzip, haut da drauf, dass jegliches Verhalten - sei es nun Impulsivität, Unsicherheit etc - dem Zugrunde liegt, und Menschen ohne Selbstreflexion gar nicht anders können als so zu handeln, da sie die Verbindung zu der Prägung ihrer Kindheit nicht sehen. Ein selbstreflektierter Mensch ist in seinen Augen also jemand, der genau weiß, wo in seiner Kindheit die Probleme lagen und deswegen nie impulsiv handelt, keine Unsicherheiten kompensieren muss etc...

Das Ding ist nur: Ich WEIß, wo meine Kindheitsprägungen schief gelaufen sind, fühle aber nunmal dennoch was ich fühle (oder eben nicht fühle). und da schlägt nunmal die Hobbypsychologie meines Meisters ins kontraproduktive um.

aber das soll von mir nun alles dazu gewesen sein. so öffentlich muss das nicht breitgetreten werden, auch wenn ich versucht habe, vage und allgemein zu bleiben.

Nochmal: Das Buch behandelt ein super Thema, das wichtig und Interessant ist und legt es nachvollziehbar dar. Die Autorin hat nen guten Job gemacht. Und das Buch ist auch definitiv nicht unter Hobbypsychologie einzuordnen. Meine Aussage dazu im vorigen Post bezog sich einzig und allein auf dem Umgang meines Meisters damit.

LG, Nalee
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merin

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #77 am: 23 Dezember 2019, 18:03:25 »
Naja im Buch geht es ja auch um Gefühlsanregungen. Wissen ist eben nicht alles.
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Trippelschritt

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #78 am: 24 Dezember 2019, 09:52:38 »
In den Siebzigern haben "wir" alle Spiele der Erwachsenen von Eric Berne gelesen. Ein ausgesprochen humorvoller Einstieg in die Problematik von Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich und Kindheits-Ich. Ich habe damals viel aus diesem Buch für mich mitgenommen. Das Spiel "Holzbein" steht für: Was erwartet ihr denn von jemandem (wie mir), der ein Holzbein hat? Und für Holzbein kann man alles Mögliche einsetzen. ...der Linkshänder ist wie wich ... der von seinem Priester missbraucht wurde ... den seine Mutter nie geliebt hat ...
Holzbein ist die Allerweltentschuldigung, die einen daran hindert, sich mit seinem eigenen Problem einmal ernstahft auseinanderzusetzen.
Und dann  mochte ich SISIWUMM. Steht für: Sie sind wundervoll Herr Michelmeier. Ein beliebtes Spiel für einen bestimmten Typ von jungen Frauen (am besten blond mit großen blauen Augen).

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #79 am: 01 Januar 2020, 23:00:07 »
Ich habe folgendes Buch zum Fach schon mal nebenbei in einem anderen Thread erwähnt, es aber neulich mal wieder fasziniert zur Hand genommen, und möchte es euch empfehlen. Falls es einen besser passenden Thread gibt, bitte dahin verschieben!

The Emotional Wound Thesaurus, A Writer's Guide to Psychological Trauma von Angela Ackerman und Becca Puglisi.
Beschreibt im ersten Teil die Mechanismen der Background wound, also der die Figur bewusst oder unbewusst motivierenden Verletzung(en), und führt dann viele von solchen listenartig auf, sortiert nach Oberbegriffen wie Verrat, erlebte traumatische Situationen, Kindheitsverletzungen u.a. Pro 'Fall' gibt es auf zwei Seiten Beispiele, typische resultierende Ängste, Verhaltensweisen und Charakterzüge sowie mögliche Trigger- oder Konfrontationssituationen, die einem eine Fülle an Ideen für Szenen liefern können.

Tipp: Schon die Leseprobe bei Amazon ist sehr aussagekräftig.  :cheer:

kass

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #80 am: 02 Januar 2020, 17:52:38 »
Brandon Sanderson: Way of Kings - Words of Radiance - Oathbringer

Lesemarathon beendet. Da ich die ersten beiden Bücher schon kannte, wusste ich ja schon, wie gut es mir gefällt, beim zweiten Mal sogar noch besser, musste ich jetzt feststellen. Hab mir mehr Zeit gelassen, hab aufmerksamer gelesen und bin ob des Reichtums an Ideen und Details und der Sorgfalt zutiefst beeindruckt.

In Standardseiten sind es wohl über 4000 Seiten, und es war gut, die beiden ersten Bände noch einmal zu lesen, um die vielen Bögen, die er spannt, besser sehen zu können. Ich bin ja oft eher entnervt von Rückblenden und von Beschreibungen. Auch seine "Interludes" (Einschübe zwischen den großen Buchabschnitten mit der aktuellen Handlung und den Hauptfiguren) mit zunächst eher irrelevant erscheinenden Nebenfiguren und Nebenschauplätzen fand ich beim ersten Mal manchmal irritierend und bin wohl ein wenig zu schnell drüber hinweggeflogen, um wieder zum Haupthandlungsstrang zu kommen. Auch lag ein recht großer Zeitabstand zwischen dem ersten und zweiten Band.

Jetzt konnte ich sehen, wie es sich fügt. Auch wenn ich zwischendurch dachte, nicht doch, muss er so detailliert in die Vergangenheit gehen, kann das nicht ein bisschen gerafft werden, damit ich schneller zum Jetzt zurückkomme, möchte ich nicht eine Beschreibung oder Rückblende missen. Sie sind so interessant und auch wichtig für die Handlung, für den fulminanten Höhepunkt des Abschlusses dieser Handlungsabschnitte im dritten Buch.

Nach 4500 Jahren erlebt Roshar die Rückkehr der Desolations. Die zersplitterten Königreiche und Häuser mit ihren Intrigen und Machenschaften sind eigentlich gezwungen, sich zusammenzutun, um die Zerstörung von Roshar aufzuhalten, aber natürlich glauben sie nicht daran, dass die alten Götter und Mythen real sind. Es gibt Anzeichen, die abgetan werden. Vorboten. Versuche von verschiedenen Seiten, die Wiederauferstehung der alten Mächte zu verhindern, auf unterschiedliche Weise.

Gras, das sich zurückzieht, wenn man sich nähert. Pflanzen, die sich abkapseln, um den Stürmen zu widerstehen. Denn die Welt wird regelmäßig von highstorms durchzogen, die in sich die Energie tragen, Juwelensteine mit stormlight aufzufüllen. Es gibt Technologie, die diese Energie nutzt. Es gibt Splitter von Wesen aus der kognitiven und aus der spirituellen Welt, die in die physische Welt wechseln und Verbindungen eingehen, die Kräfte verleihen, von denen niemand mehr weiß, wie sie zu handhaben sind.

Ach, was für ein Lesegenuss. Ein schönes Gefühl, diese Geschichte miterleben zu dürfen. Die letzte Seite gelesen zu haben, das Buch zuzuklappen in dem Wissen, dass ich die Bücher wieder lesen werde, auch wenn es erst in ein paar Jahren sein wird, wenn die nächsten beide Bände erschienen sein werden (falls ich mich beim 4. Band beherrschen kann).

 :lesles: :flirty:



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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #81 am: 15 Januar 2020, 19:31:53 »
Wie woanders erwähnt habe ich gerade beendet: Bunker Diary von Kevin Brooks.
Ich empfinde es als furchtbar negativ. Sehr glaubhaft geschrieben, spannungsgeladen, steigert sich gekonnt, aber gnadenlos.
SPOILER!
Sechs Menschen, scheinbar wahllos zusammengesteckt, entführt, abhängig von der Gnade bzw. Laune eines Unsichtbaren, Allmächtigen. Der manipuliert sie, mit Verführung, Bestrafung, Drogen, psychischem Druck und Entzug von Lebensnotwendigem, hetzt einen Kampfhund auf sie, stachelt sie zum Mord an... Schließlich vergisst er sie oder verschwindet. Alle sterben. Wenn das ein Gleichnis vom Leben sein soll, über Sinnlosigkeit, die Schwächen der menschlichen Natur, die Unwägbarkeiten des Schicksals oder einer überirdischen, göttlichen Instanz, dann ist das so zerstörerisch wie nur was. Was bleibt? Was für ein Wert wird dabei weitergegeben? Ich sehe nichts, was übrig bleibt. Alle Erwachsenen sind auf verschiedene Weise schwach, zerstören sich und die anderen, stehen für nichts. Selbst der Ich-Erzähler, ein sechzehnjähriger Junge namens Linus, bleibt nicht standhaft (wäre auch nicht glaubhaft): Zum Schluss wird er zum Kannibalen an seiner toten Freundin, auch wenn das nicht so klar ausgesprochen wird. Nur diese, Jenny, neun Jahre alt und aus einer intakten Familie, bleibt schuldfrei, warmherzig, klug. Kindheit gleich Unschuld, aber auch Ohnmacht.
Eine himmelschreiende Dystopie. Und dabei gibt es noch nicht einmal eine Erklärung. Kein Warum, kein Ansatz für Hoffnung, so etwas verhindern zu können, wenn...
Was für eine Botschaft sendet das? Und die Zielgruppe sind Jugendliche.

Kennt jemand hier das Buch? Und kann etwas Aufbauendes darin finden?

etwas verloren
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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #82 am: 17 Januar 2020, 11:55:17 »
Hui das klingt nicht wie etwas, was ich lesen wollen würde ...
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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #83 am: 19 Januar 2020, 20:22:44 »
Ich find das schlimm. Schon die Tribute von Panem fand ich menschenverachtend. Muss das sein? Ist das ein Trend, dass es immer morbider, zynischer, gnadenloser wird? Und das ausgerechnet im Jugendbuchbereich? Was für ein Gefühl will dieser Autor seiner Leserschaft vermitteln? Verzweifelung?

ich hab jetzt mal bei amazon geguckt, was die Leute dazu sagen:

Zitat
Ich konnte nie verstehen, wenn jemand gesagt hat „Dieses Buch hat mich emotional zerstört“. Nicht auf dieses Buch bezogen sondern allgemein.
Jetzt, nachdem ich „Bunker Diary“ gelesen habe, kann ich es verstehen.

Zitat
Es macht depressiv

Zitat
Bunker Diary ist ein düsteres, hoffnungsloses Buch. Wie verhalten sich Menschen, wenn sie zusammen eingesperrt sind? Menschenfreunde werden mit dem Buch keinen Spaß haben. Denn alle Menschlichkeit verschwindet spätestens dann, wenn es um das eigene Leben geht. Einer ähnlichen Thematik nimmt sich der Klassiker Das Haus der Treppen an. Auch hier treffen Gefangene aufeinander, müssen scheinbar sinnlose Spiele bewältigen. Doch anders als bei Bunker Diary gibt es hier am Ende eine Auflösung, ein Aufatmen, eine Erklärung für das Warum. Diese fehlt bei Bunker Diary, ein höchst unbefriedigendes Gefühl bleibt zurück.

Zitat
Es ist nicht schwer, Psychospielchen im Bunker ablaufen zu lassen, wenn die Motive des Entführers völlig außer Acht gelassen werden. Richtig nah kommt der Leser nur Linus, die anderen Charaktere - selbst die kleine Jenny - sind vollkommen blass. Und als SPOILER Linus auf der vorletzten Seite beginnt, Jenny zu verspeisen, habe ich mich wirklich gefragt, warum dieses Buch in der Jugendbuchabteilung der Mayerschen zu finden ist. "Kämpfen ist sinnlos, gib einfach auf" - das ist die Aussage des Buches.

Ich weiß, dass ich definitiv nicht eine einzige Seite dieses Buches lesen will.

 :cheer:
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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #84 am: 21 Januar 2020, 19:57:28 »
Ich erinnere mich noch daran als ich mit 8 Jahren Nils Holgerson, mit 10 Jahren 5 Freunde, mit 12 Harry Potter, mit 16 Herr der Ringe, Eragon und Die Orks gelesen habe... und in der Bücherei hab ich mir jede Woche ein 3??? Buch ausgeliehen das unter Jugendbuch zu finden war.

Good old times. Wunderbar unschuldig xD
Die Werke die ich am meisten liebe, sind gleichzeitig die, die ich am meisten kritisiere. Im Grunde ist es so, dass eine ausführliche Kritik meinerseits auch eine Anerkennung und ein Glückwunsch ist, denn wenn es einfach nur schlecht wäre, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen.

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #85 am: 21 Januar 2020, 21:28:31 »
Ich finde aber weder Harry Potter noch Herr der Ringe unschuldig.
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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #86 am: 22 Januar 2020, 15:10:44 »
Luca di Fulvio: Als das Leben unsere Träume fand.
Spannend und hautnah, dazu ein Stück Historie, wobei Themen wie Auswanderung und Zwangs-Prostitution ja auch heute noch sehr aktuell sind. Ich habe die Lektüre nicht bereut, obwohl mir die vielen Gewaltszenen sauer aufgestoßen sind. Hab sie manchmal einfach überblättert. Und das Ende ist ein bisschen zu schön, um wahr zu klingen.

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #87 am: 23 Januar 2020, 15:34:22 »
Das Buch "Tribute von Panem" fand ich unendlich langweilig. Vielleicht lag es daran, dass ich zu keiner Figur eine Verbindung herstellen konnte.

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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #88 am: 23 Januar 2020, 16:53:15 »
Hast du es auf deutsch oder englisch gelesen? Auf Deutsch fand ich es unaushaltbar.
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Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Antwort #89 am: 24 Januar 2020, 13:41:53 »
Frisch gelesen und für gut befunden:
Little Bee von Chris Cleave.

Aus der doppelten Perspektive zweier Frauen erzählt, eines nigerianischen Flüchtlingsmädchens sowie einer britischen Journalistin, twistreicher Plot, mindestens eine außergewöhnliche Stimme (Bee), unaufdringlich gezeichnete und doch eindringliche Charaktere (z.B. Batman alias Charlie, 4 Jahre alt), zwischendurch immer mal ein Satz, der einem die Luft raubt, und trotz einer Handlung, die die Protagonistin in dem Weltbild bestätigt, 70% des Geschehens auf der Welt sei Leiden, macht es einen Unterschied, wie man sich dazu verhält! Es gibt Sinn, und es macht etwas mit den Figuren, wie sie sich wann entscheiden.