13 Juli 2020, 16:20:47

Autor Thema: Elegie  (Gelesen 1480 mal)

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Fabian

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Elegie
« am: 04 Februar 2019, 09:33:36 »
Swan Song
 
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"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

 (Jörg Scheller in der ZEIT, Nr 2/2019, S. 43)

Oldlady

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Re: Elegie
« Antwort #1 am: 04 Februar 2019, 09:37:37 »
Bissl schwierig zu rösten ... oder was war hier der Plan? :dontknow:

Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #2 am: 04 Februar 2019, 10:08:41 »
Nur Mut!

"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

 (Jörg Scheller in der ZEIT, Nr 2/2019, S. 43)

merin

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Re: Elegie
« Antwort #3 am: 04 Februar 2019, 21:08:23 »
Ich kann nichts damit anfangen.  :dontknow: Wenn ich ne Weile draufkucke verschwimmen die Zahlen.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #4 am: 04 Februar 2019, 21:33:51 »
Ich kann nichts damit anfangen.  :dontknow: Wenn ich ne Weile draufkucke verschwimmen die Zahlen.
Du meinst ich habe da so eine Art Mantra geschrieben?
Es ist jedenfalls keine konkrete Poesie.

"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

 (Jörg Scheller in der ZEIT, Nr 2/2019, S. 43)

merin

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Re: Elegie
« Antwort #5 am: 04 Februar 2019, 21:37:14 »
Ich nahm an, ich könne Muster erkennen. Konnte ich aber nicht. Und dazu singen brachte auch nichts.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #6 am: 04 Februar 2019, 22:28:59 »
Ich nahm an, ich könne Muster erkennen. Konnte ich aber nicht. Und dazu singen brachte auch nichts.
Also ein Muster müsste doch erkennbar sein, oder?

[Edit:] Ich gebe zu, der Text ist relativ hermetisch.
« Letzte Änderung: 04 Februar 2019, 22:32:47 von Fabian »

"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

 (Jörg Scheller in der ZEIT, Nr 2/2019, S. 43)

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Re: Elegie
« Antwort #7 am: 05 Februar 2019, 13:54:52 »
Das ist allerlei zum Wundern statt Wunderbares Allerlei.   :diablo:

Wer sich mit modernen Texten oder sonstiger heutiger Kunst beschäftigt, wird vom Verfasser verpflichtet zu interpretieren, egal wie blödsinnig und weit hergeholt es ist.  :klug:
Ich fantasiere mal eine passende Story: es  fängt mit einem Agenten an (007). Der Beginn könnte aber auch eine Bankleitzahl sein, auf jeden Fall schließe ich auf einen Krimi oder Thriller.
In der zweiten Zeile  ein großes Durcheinander, also Action. Und am Ende –  in der dritten Zeile –  tauchen immer mehr Nullen auf, es endet mit 0, einem Sinnbild fürs Nichtsein, den Tod. Daher auch der sehr passende Titel "Schwanengesang".
Richtig geraten?  :biggrin:

Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #8 am: 05 Februar 2019, 16:41:36 »
Das ist allerlei zum Wundern statt Wunderbares Allerlei.   :diablo:

Wer sich mit modernen Texten oder sonstiger heutiger Kunst beschäftigt, wird vom Verfasser verpflichtet zu interpretieren, egal wie blödsinnig und weit hergeholt es ist.  :klug:
Ich fantasiere mal eine passende Story: es  fängt mit einem Agenten an (007). Der Beginn könnte aber auch eine Bankleitzahl sein, auf jeden Fall schließe ich auf einen Krimi oder Thriller.
In der zweiten Zeile  ein großes Durcheinander, also Action. Und am Ende –  in der dritten Zeile –  tauchen immer mehr Nullen auf, es endet mit 0, einem Sinnbild fürs Nichtsein, den Tod. Daher auch der sehr passende Titel "Schwanengesang".
Richtig geraten?  :biggrin:

Sich wundern ist die Schwester der Neugier.

An den Anfang deiner Überlegung stellst du eine – für mich eigenartige – Vorstellung von "moderner" Kunst und der Art und Weise, wie sie zu interpretieren sei.

Das hat mit einem Kunstobjekt oder – wie hier – mit einem Text erst mal gar nichts zu tun, sondern eher mit einer von außen an die Objekte herangetragenen Haltung, über die dann auch – außerhalb der Objektbetrachtung – diskutiert werden könnte.

Uns geht es hier aber doch zunächst mal um Textmerkmale, und da war Merin z.B. schon auf dem richtigen Weg, als sie – mit ihrer Frage nach "Mustern" – nach solchen formalen Textmerkmalen gesucht hat.

Und tatsächlich kriegst du ja auch noch die Kurve, indem auch du dich mit dem Aufbau der Ziffernfolge beschäftigst. Dabei sticht dir die Eingangssequenz "007" ins Auge, die du als bedeutungstragenden Begriff – eine Art "Wort" liest. 007 "sagt" dir etwas, und dieses – vermutete, weil allgemein bekannte – Gemeinte legst du dann als Schablone über den Resttext. Der Ansatz bringt aber am Text keine weiteren aussagefähigen Merkmale hervor – außer dem Gefühl, in der zweiten Zeile ein großes Durcheinander vorzufinden. Aber das ist auch wieder von außen herangetragen.
Sehr richtig – weil Textmerkmal – stellst du dann aber fest, dass die Anzahl der Nullen über die drei Zeilen gesehen zum Ende hin deutlich zunimmt.

Und dann tust du noch einen Schritt, den ich ganz wunderbar finde, denn du beziehst die Ziffernfolge (in der Bedeutung, die du ihr gibst) und den im klassischen Sinne "verständlichen" Titel aufeinander.

Auf jeden Fall bist du auf einem guten Weg gewesen, auch wenn der Drang, möglichst schnell (eigentlich: sofort) zum "Gemeinten" vorzudringen zu Kurz-Schlüssen geführt hat.

Nein, der Text hat nichts mit einem Krimi zu tun.

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Re: Elegie
« Antwort #9 am: 06 Februar 2019, 09:58:19 »
Hi Fabian,

soooo ernst war das nicht gemeint! Eher eine Satire zur Textanalyse ... :cheese:

 :lava:

Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #10 am: 06 Februar 2019, 10:07:15 »
eine Satire
Ja klar, aber trotzdem steckt auch Wahrheit drin. Anders als du meinst, wahrscheinlich.

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kass

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Re: Elegie
« Antwort #11 am: 01 März 2019, 19:16:08 »
Meine Antwort lautet:

42

 :devgrin:

Meine spontanen Assoziationen sind: SciFi und Code.

LG
Kass
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Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #12 am: 01 März 2019, 19:35:21 »
42 ist immer eine gute Antwort.
Hat aber nichts mit dem zu tun, was da steht.

Code: wenn ich mich recht entsinne, kodiert jedes Zeichensystem irgendwie immer irgendwas.
Code im Sinne einer Verschlüsselung: nein.

SciFi: nein.

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kass

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Re: Elegie
« Antwort #13 am: 01 März 2019, 19:49:11 »
okay, ich gestehe, dass ich kurz darüber nachgedacht habe, es als Noten zu sehen und ans Klavier zu gehen. Wobei die Null dann das C, die 7 das H, das 9 das D usw. wäre bei C-Dur als Grundlage. Aber ich hab es noch nicht ausprobiert.

Immerhin deuten die wenigen Wörter darauf hin. Song - Noten. Elegie - langsam, klagend, passt gut zu einem Lied, dann aber eigentlich eher Moll.

Verflixt, ich mag ja Rätsel, aber noch tappe ich irrend umher. Gib mal noch einen Hinweis.
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Fabian

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Re: Elegie
« Antwort #14 am: 01 März 2019, 19:57:36 »
4-saitiges Instrument, Tabulatorsatz – gar nicht schlecht, die Idee.
Aber nein, das ist es nicht.

Hast Du die anderen Antworten hier im Faden schon mitgedacht?

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