18 Januar 2021, 20:36:50

Autor Thema: Amata am Hof des persischen Großkönigs  (Gelesen 537 mal)

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LaHallia

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Amata am Hof des persischen Großkönigs
« am: 23 Februar 2020, 15:00:14 »
Einen wunderschönen Sonntag ihr Lieben,

Das ist der Anfang von Kapitel 2 meines neuen Historien/Fantasy Roman.

Ich habe 2 Probleme damit.

1. Amata (aus deren Sicht erzählt wird) soll ein 6 jähriges Mädchen sein. Ich fürchte, das hab ich gar nicht gut getroffen. Hierzu wäre ich für Tipps dankbar, wie ich in den Kopf eines 6 jährigen Kindes komme, das fern seiner Familie und Heimat in völlig fremder Umgebung ist.

2. Ich bin sehr spezialisiert auf diese Epoche der Geschichte. Der durchschnittliche Leser wohl nicht. Welche Informationen fehlen euch? Könnt ihr euch orientieren WO ihr seid? Wer die Leute sind? Was mit Kyros und Stateira passiert ist und wie hier die Zusammenhänge für Parysatis (die Königinmutter) sind? Könnt ihr euch ganz grob zeitlich orientieren?

Freinröstung ist nicht nötig. Schiefe Sätze braucht ihr nicht zu kommentieren. Es handelt sich um einen First Draft und wird noch mehrfach poliert werden.

-------------

Die Königinmutter hatte wieder einen ihrer Tage. Ihr hysterisches Geschrei musste in ganz Persepolis zu hören sein. Getragen von der trockenen Luft hallte es vielleicht sogar bis hinaus in die Wüste und schreckte die Wildtiere auf.
Der Leibarzt eilte an Amata vorbei, mit gequältem Gesicht und wallenden Gewändern.
„Parysatis“, sagte er laut. „Du musst dich beruhigen.“
„Wie kannst du es wagen“, schrie die Königinmutter. Ihr rotes Kleid umschmiegte sie wie Flammen ein Stück Holz, kurz bevor sie es zerfraßen. „Mein Sohn ist tot und du wagst es mir zu sagen, ich solle mich beruhigen.“
Die Haltung des Arztes änderte sich, er beugte seinen Rücken, senkte seinen Kopf und seine Stimme war nicht mehr streng sondern weich und schmeichelnd als er sprach. Alle im Raum wussten, dass Parysatis nichts gegen Kyros kommen ließ. Nicht als er noch lebte, nicht Jahre nach seinem Tod, nicht einmal in der Nachwelt würde sie ein schlechtes Wort dulden.
„Dein Sohn ist seit sechs Jahren tot. Du musst die Trauer loslassen, bevor sie dich-“
„Niemals!“, kreischte Parysatis und Amata trat unwillkürlich noch weiter in den Schatten der Säulen zurück. Ihre Hände zuckten im Wunsch sie an ihre Ohren zu legen.
„Ich werde meinen Sohn niemals aufgeben.“
„Du kannst seinen Tod nicht ungeschehen machen. Deine anderen Söhne leben.“
Parysatis wurde still. Ihr Kreischen brach so abrupt ab, dass der Ton zwischen den hohen Säulen hallte. Es war eine gefährliche Stille, die Amata die Nackenhaare aufstellte.
Parysatis trat an den Arzt heran. Langsam, mit geschmeidigen Schritten, wie es eine Königin tat. Die Geräusche ihrer Sandalen am Marmorboden waren unnatürlich laut, man hörte keinen Atemzug.
„Meine anderen Söhne leben, sagst du.“
Der Leibarzt zuckte kaum merklich zusammen. Sie alle wussten, was jetzt kommen würde.
„Dreizehn Söhne habe ich geboren“, sagte sie. „Neun haben mir die Götter genommen. Es war ihr Wille, dem ich mich fügen muss. Aber Kyros haben mir nicht die Götter genommen, das war nicht ihr Wille.“ Ihre Augen schlossen sich kurz und Tränen sickerten durch ihre langen, dichten Wimpern. Den Zorn konnte Amata nicht verstehen. Die Trauer schon. Ihre Mutter hatte auch geweint, als ihre kleine Schwester gestorben war.
Als Parysatis ihre Augen wieder öffnete war die Trauer verschwunden, Hass hatte sie ersetzt. „Mein Sohn hat meinen Sohn getötet und du sagst mir, ich solle mich beherrschen.“
Die letzten Worte gingen beinahe unter im Dröhnen der großen Türen, die sich hinter Artaxerxes schlossen. Er schritt auf seine Mutter zu. Aufrecht und stolz. Als er vor ihr stand konnte sie seinem Blick nicht standhalten.
„Halt den Mund Mutter. Kyros ist in der Schlacht gefallen.“
In der Schlacht die er angezettelt hatte, um Artaxerxes zu stürzen.
„Ich halte den Mund nicht. Vor dir nicht und vor den Göttern nicht. Ich habe dich geboren und du hast mir alles genommen.“
„Ich habe dir dein Leben gelassen.“
Parysatis schluckte, den Blick noch immer gesenkt. Sie wusste, dass ihr Sohn gnädig gewesen war. Manchmal hatte sie es Amata eingestanden, wenn die einsamen Nächte im Exil kein Ende nehmen wollte.
Dann hatte sie Amata erzählt, wie ihr Sohn gestorben war und ihr die Namen all der Menschen genannt, die sie dafür tot sehen wollte. Die meisten davon waren jetzt tot.
„Deine Frau war eine Hure“, flüsterte sie, gerade laut genug, dass Artaxerxes es hören musste, aber nicht so laut, dass er darauf reagieren musste.
„Dienerin, schaff sie fort“, befahl er mit einem Nicken in ihre Richtung und Amata eilte an die Seite ihrer Herrin, während der Arzt zurücktrat, sichtlich froh, aus der Situation entkommen zu sein. Amata wünschte, auch sie könne der Situation entkommen. Einfach fortgehen von hier und die kreischende alte Frau nie wieder sehen. Aber das ging nicht. Ihre Mutter hatte ihr erklärt, dass es eine große Ehre war der Königinmutter zu dienen.
„Komm Parysatis, lass uns in den Garten gehen.“ Sie legte eine Hand sacht auf den Rücken der älteren Frau, die ihr widerstandslos hinaus in die Gärten folgte.
Sie schwiegen, hunderte bunte Vögel zwitscherten in den Bäumen. Die kleinen und großen Brunnen plätscherten. Amata ließ ihre Hand durch das lange Gras streichen, das abseits des Weges wuchs, bevor sie sich besann, dass Parysatis kindliches Verhalten nicht duldete und sie ihre Hand schnell wieder einzog.
Es war schön, aber nicht so schön wie Babylon. Ein schweres Gefühl breitete sich in Amata aus, das sie mühsam versuchte zu unterdrücken. In Babylon war sie glücklich gewesen, bis Parysatis gekommen war. Aber sie musste dankbar und artig sein, hatte ihre Mutter gesagt. Als weit entfernte Verwandte, war der Königinmutter zu dienen das höchste, was sie in ihrem Leben erwarten durfte.
"Stateira war eine Hure, weißt du Kindchen“, meinte Parysatis. Ein kleines Lächeln lag auf ihrem Gesicht.
Amata nickte eifrig, obwohl sie nicht wusste, was eine Hure war und außer Parysatis nie jemand so über Artaxerxes Frau gesprochen hatte.
"Sie hat verdient, was sie bekommen hat." Parysatis lachte schrill. Die Vögel um sie herum verstummten.
"Ich habe eine gebratene Taube kommen lassen. Und das Fleisch geteilt. Ihre Seite habe ich vergiftet, meine nicht. Weißt du, wie ich wusste, welche Seite ich essen konnte?"
Ja. Auf deiner Seite lagen drei Oliven, auf Stateiras nur zwei.
Amata nickte. "An den Oliven."
Parysatis lächelte sie an. "Ich liebe Oliven."

Danke fürs Lesen  :daaanke:
Liebe Grüße
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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #1 am: 23 Februar 2020, 23:44:32 »
Uff. Das ist ein ganz schöner Brocken, La Hallia!
Liest sich wirklich gut  :klatsch:, ist auch gut verständlich, aber deine Probleme kann ich nachvollziehen.

Zuerst zu 2. Der Titel hilft, ansonsten sagt mir nur Artaxerxes was - entfernt. Zeitlich also vor Alexander dem Großen. Ohne nachzuschlagen kann ich das nicht auf ein vorchristliches Jahrhundert beziehen, vielleicht 5. Jh. v. Chr.?
Wo wir sind, ist die Hauptstadt des persischen Reiches, Persepolis, am dortigen Hof, im Zentrum der Intrigen. Die Königinmutter hat es offensichtlich mit einem ihrer Söhne gehalten, Kyros, vielleicht weil sie den gut manipulieren konnte und damit Macht hatte. Artaxerxes ist wahrscheinlich der älteste überlebende Sohn und deshalb Herrscher, sein Bruder hat eine Verschwörung gegen ihn angezettelt bzw. angeführt und ist dabei umgekommen. Parysatis gibt Artaxerxes' Frau Stateira die Schuld, der Vorwurf 'Hure' legt nahe, dass diese ein Verhältnis mit Kyros hatte oder ihm versprach.
Es ist ganz klar eine absolute Herrschaft, der Großkönig ist das Gesetz. Zumindest Parysatis kennt keine moralischen Grundsätze oder hält sich jedenfalls nicht daran. Familienbande sind zwar wichtig, wenn man keine Macht hat, deshalb muss Amata ihr dienen, wenn Machtinteressen dagegenstehen, haben sie aber kein Gewicht. Man kann - wenn man kann - seinen Bruder, seine Mutter, seinen Sohn, seine Schwiegertochter töten oder leben lassen, ohne dass jemand einen zur Rechenschaft zieht.
Parysatis ist von Artaxerxes begnadigt und ins Exil verbannt worden, ob wegen des Aufstandes oder wegen des Giftmordes an Stateira, falls Artaxerxes davon weiß, ist nicht klar. Das Exil war wohl Babylon, wo Verwandte von ihr wohnten, die nicht genug Einfluss hatten, um gefährlich zu sein, Amatas Familie. Jetzt ist sie zurück in Persepolis, mit Amata.

Ich finde es höchst spannend, wieso du auf diese Epoche spezialisiert bist. Verrat doch mal!

Zu 1. Du hast Recht. Ich hätte nie geglaubt, dass die Amata, die du hier auftreten lässt, ein Kind ist, und dann noch so jung. Sie macht eher den Eindruck einer jungen Frau, was damals vielleicht schon eine Zwölf- oder Dreizehnjährige bezeichnen konnte.
Was passt gar nicht bzw. was wären Hinweise auf ein geringes Alter?

1. scheint Amata sich weiter zurückzuerinnern, als es mit 6 Jahren möglich ist. Bewusste Erinnerungen hat man etwa ab 4 Jahren, aber einordnen kann man sie nicht unbedingt. Besondere Situationen prägen sich auch schon vorher ein, sind aber nicht unbedingt abrufbar, sondern überfallen einen. Vielleicht können die Entwicklungspsychologen da nochmal Genaueres zu sagen?
2. Du gibst ihr ja die Perspektive - oder sehe ich das falsch? Dann muss sie all die Bewertungen, die du einflechtest, auch schon treffen können - hysterisch, alle im Raum wussten, Hass hatte sie ersetzt, nicht so laut, dass er darauf reagieren musste, usw. Das ist viel zu komplex für ein Kind, selbst wenn dieses auf Politik getrimmt und schlau und vorsichtig ist.
3. Sechsjährige können sich noch nicht so gut beherrschen, sie haben Angst, wenn etwas unheimlich und unverständlich ist, Erwachsene einander drohen, und reagieren darauf, mit Tränen, Zittern, schlimmen Gedanken, bei zu viel Unterdrückung wahrscheinlich mit unkontrollierbarem Verhalten wie Lachen, Schreien, Aggression.
4. Würde der Großkönig ein kleines Mädchen anweisen, seine Mutter 'fortzuschaffen'? Wie sollte ihr das gelingen, wenn die alte Frau sich widersetzt?
5. Ich verstehe sowieso nicht, wie ein so junges Ding der alten Frau nützlich sein soll oder was ihre Aufgaben sind. Ein Kindersatz kann sie nicht sein, darauf legt Parysatis keinen Wert, sie hatte genug eigene Kinder. Muss Amata unbedingt so jung sein? Zwei, drei Jahre mehr würden viel ausmachen. Sechsjährige sind allein schon körperlich nicht belastbar genug, sie werden zu schnell müde und können sich dann nicht mehr anpassen. Sie können auch noch nicht oder nicht sicher die Perspektive anderer einnehmen und sie deshalb verstehen.


Zitat
Hierzu wäre ich für Tipps dankbar, wie ich in den Kopf eines 6 jährigen Kindes komme, das fern seiner Familie und Heimat in völlig fremder Umgebung ist.

Wenn es denn gar nicht anders geht: Lass Amata nur eine von mehreren Dienerinnen sein, die mitläuft, aber keine wichtigen Aufgaben hat, die sich an den Älteren orientieren kann und in gewisser Weise beschützt wird. Dann kann auch mal jemand etwas erklären. Wenn sie die Perspektive hat, mach sie naiv. Lass sie nur sehen und wiedergeben, wenig bewerten. Leg ihr kürzere Sätze als Gedanken in den Kopf. Lass sie Dinge bemerken, die Kinder anziehen, Buntes, Wunderbares, Bewegung, nicht das langweilige Zeugs, das die Erwachsenen dauernd reden. Sie schafft es nicht, sich an alle Regeln des Protokolls zu erinnern, z.B. sollen alle zu Boden schauen, nie den Großkönig an, sie schaut brav auf das Fliesenmuster, das den Blick lenkt bis zu seinen vergoldeten Schuhen und dann den Saum seines Mantels hoch bis zu seinem kunstvoll geflochtenen Bart und schwupp... Sie lacht über etwas Unvorhergesehenes, spielt in Gedanken ein Spiel mit den Sonnenstrahlen, hat aber gleichzeitig echte, große Angst vor all dem Unbekannten, Verunsichernden, Angst, die auf die Blase schlägt und sie die Beine zusammenkneifen lässt. Sie lebt viel mehr im Moment. Sie sucht nach freundlichen Blicken, Händen, Schutz. Sie hört und riecht besser als wir Erwachsenen und sieht Kleinigkeiten, weil sie noch nicht weiß, was wichtig ist. Still stehen ist eine Qual, bewegen lebensnotwendig, besonders hüpfen, tanzen, klettern, rennen...
Das alles echt rüberzubringen ist nicht einfach, vor allem, wenn es längere Textpassagen werden, sie also nicht im nächsten Kapitel schon deutlich älter ist. Wenn es sein muss, lies dich ein in Entwicklungspsychologie, hör dir Kinder auf Spielplätzen an, wie sie reden, schau Filme mit jüngeren Darstellern. Oder, am besten, verbringe Zeit mit Kindern diesen Alters.

Übrigens würde ich bei 'fern seiner Familie und Heimat in völlig fremder Umgebung' am ehesten vermuten, dass sie unzugänglich in einer Ecke hockt, Arme überm Kopf, oder völlig stumm und scheinbar taub rumgeschoben wird, bis ein anderes Kind kommt, dem sie dann vertraut, oder bis jemand sie in ihrer Muttersprache anredet... viel weniger Selbstkontrolle also.

Ich hoffe, du kannst mit diesem Knäuel aus Hinweisen etwas anfangen!
LG,
eska

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #2 am: 24 Februar 2020, 12:13:33 »
Hallo LaHallia,

ich habe deinen Text jetzt nur einmal gelesen, weil du ja wissen wolltest ob man die Geschichte versteht. Ich habe es jetzt so verstanden, das es eine Königinmutter gibt, die sehr viele Söhne hatte, einen davon am liebsten und dieser ist mit 8 anderen inzwischen gestorben, aber sie gibt einem anderen Sohn die Schuld daran und kommt über ihre Trauer und Wut nicht hinweg.

Dann gibt es das Mädchen Amata aus deren Sicht alles beschrieben ist. ich hätte sie auf 14-16 geschätzt, auf jeden Fall nicht jünger. Das einzige kindliche ist das sie die Hand ausstreckt um das Gras zu berühren, was ich immer noch tue, also kein Verhalten ist, das wirklich nur Kinder haben.

Ich denke auch wie Eska, das sie viel zu jung ist um eine Dienerin zu sein. Mit sechs Jährigen kann man oft nicht lange reden oder sie verstehen wenig wenn sie abgelenkt sind, können sich aber auch nicht lange konzentrieren. Ich habe für ein hlabes Jahr mit einer 8 Jährigen lese geübt und das erfordert unfassbar viel Energie. Sie können nicht lange stillsitzen, weigern sich, etwas zu tun, wenn sie nicht wollen, schreien oder verstecken sich. Zerstören Sachen, wenn sie nicht wissen wie sie ihre Unlust zeigen sollen, etc. und 8 ist ja schon sehr viel weiter als 6. Das Kind wäre kurz: völlig überfordert und verzweifelt.
Außerdem was hätte die Königinmutter von einer so jungen Dienerin? Sie kann ihr keine Geheimnisse erzählen, weil Kinder schnell vergessen das es ein Geheimnis ist, sie mag kein kindisches Verhalten, also hat sie da auch nichts von. Sie ist ein Mädchen, also auch kein Sohn Ersatz. Sie kann keine komplexen Tätigkeiten ausführen und vergisst oft etwas, das würde die Königinmutter wahnsinnig machen, wenn sie so starke Gefühlsschwankungen hat.

Was mich noch interessiert: wo ist die Mutter? Amata erinnert sich an sie, aber einer Mutter muss doch klar sein, das ein Kind das nicht alleine schafft und mit einer Umstellung in der Größenordnung absolut überfordert ist!

Eine Freundin hatte auch ein sehr junges Mädchen in einer ihrer Geschichten deshalb habe ich mich damit schon sehr tief auseinander gesetzt, wenn du sie wirklich so jung machen willst.
Kinder denken nicht komplex, also keine langen Sätze und keine schwierigen Sätze. Alles kurz und manchmal unverständlich. Sie machen oft Grammatikfehler oder benutzten Wörter, die es eigentlich nicht gibt, wie Globusse oder Hausen statt Häuser. Selbst mit 8 gibt es oft noch große Probleme mit unregelmäßigen Verben, auch wenn sie sehr häufig genutzt werden.
Ich würde dir das Buch "Raum" empfehlen, da es aus der Sicht eines 5 Jährigen geschrieben wurde, der aber deutliche Zeichen von geistiger Überentwicklung zeigt. Das Thema passt wahrscheinlich nicht unbedingt (es geht um einen Jungen der gebore wurde während seine Mutter entführt und in Raum eingesperrt ist), es zeigt aber sehr gut wie ein Kind denkt und wie es die Welt wahrnimmt. (Das Buch hat außerdem ein Happy End)
Es ist sehr schwer aus der Sicht eines so kleinen Kindes zu schreiben. Allerdings ist man früher davon ausgegangen, das Kinder nur kleine Erwachsene sind, sie wurden auch lange Zeit wie erwachsene bestraft... allerdings wäre Amata wenn sie sich wie ein normales Kind benimmt (und bisher klingt es so, als hätte sie eine schöne Kindheit gehabt) bestimmt schon mehrfach bestraft worden, weil sie nicht perfekt funktioniert.

Wie wichtig ist es denn für deine Geschichte das sie so jung ist?

Paradieseule

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #3 am: 24 Februar 2020, 14:35:47 »
Hallo LaHallia,

ich bin beim Lesen in das zweite Kapitel geworfen worden. Ich tat mir schwer die Namen zuzuordnen und mir zu merken, wer wer ist. Wo ich bin weiß ich nicht. Dass es etwas historisches ist, ist jedoch schnell klar. (Königin, Leibarzt, hohe Säulen, wallendes Gewand, Schlacht, usw.)

Zu Amata: Ich vermute, dass der Leser bereits weiß, dass es sich hierbei um eine 6jährige handelt.

Ich möchte vorrausschicken, dass ich die Meinung vertrete, dass die Menschen „damals“ anders gedacht haben. Eine 6jährige in unserer Zeit „tickt“ anders, als in früheren Epochen. Übrigens kreide ich es (auch durchaus erfolgreichen) Autoren an, wenn sie die Menschen fühlen und denken lassen, wie es heute üblich ist. Beispiel: der Wunsch nach Romantik (Küsse, Händchenhalten, öffentliche Liebesbezeugungen), Gerechtigkeitssinn, Gleichberechtigung usw. Der Ausdruck „Du musst die Trauer loslassen“, erscheint mir neuzeitlich. Das klingt so nach phsychologischen Therapieansätzen.

Für mich ist es okay, wie du Amata beschreibst: Es ist, wie es ist. Nicht mucksen. Ich habe mich zu fügen. Es ist eine Ehre der Königmutter zu dienen usw.

Also ich (Kindergarten-Alter) kann mich durchaus daran erinnern, wann ich zu kuschen hatte. Wann mir der Zorn der Erwachsenen gewiss war. Ich kannte die Regeln. Verstanden habe ich sie nicht. (Und auch nicht darüber nachgedacht.)

Zitat
Amata nickte eifrig, obwohl sie nicht wusste, was eine Hure war. und außer Parysatis nie jemand so über Artaxerxes Frau gesprochen hatte.

Solche Sätze hätte ich eingekürzt. Weil der zweite Satz vorsetzt, das Amata schlussfolgernd denkt. (Vielleicht hat Amata sich eine Ohrfeige eingehandelt, weil sie einen Erwachsenen fragte, was eine Hure ist.)

LG Paradieseule.

merin

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #4 am: 24 Februar 2020, 16:33:31 »
Liebe LaHallia,

ich hab den Text gern gelesen, er hat mich in die Handlung gezogen. Tatsächlich ist es für mich erst zum Ende hin kurz die Stimme einer (sehr weit entwickelten) Acht oder Neun-jährigen, davor wirkt der Text für mich so, wie aus dem Blick einer Erwachsenen. Als Sechsjährige geht er aber nicht durch. Wenn ich ihn mir im Detail ansehe, wirkt das für mich an der Sprache. Die Sprache eines Kindes müsste einfacher sein, weniger abstrakt, konkreter:

Zitat
Die Königinmutter hatte wieder einen ihrer Tage. Ihr hysterisches Geschrei musste in ganz Persepolis zu hören sein. Getragen von der trockenen Luft hallte es vielleicht sogar bis hinaus in die Wüste und schreckte die Wildtiere auf.
Der Leibarzt eilte an Amata vorbei, mit gequältem Gesicht und wallenden Gewändern.
„Parysatis“, sagte er laut. „Du musst dich beruhigen.“
„Wie kannst du es wagen“, schrie die Königinmutter. Ihr rotes Kleid umschmiegte sie wie Flammen ein Stück Holz, kurz bevor sie es zerfraßen. „Mein Sohn ist tot und du wagst es mir zu sagen, ich solle mich beruhigen.“
Die Haltung des Arztes änderte sich, Der Arzt beugte den Rücken, senkte den Kopf und seine Stimme war nicht mehr streng sondern weich und schmeichelnd als er sprach. Parysatis ließ nichts auf Kyros kommen. Nicht als er noch lebte, nicht Jahre nach seinem Tod, nicht einmal in der Nachwelt würde sie ein schlechtes Wort dulden.

Das klingt für mich kindlicher. Noch kindlicher wäre es, wenn Amata gelegentlich an einem Detail hängen bliebe, an den Füßen der Königinmutter oder sowas. Und wenn sie weniger Annahmen macht, die die anderen betreffen.
So oder so habe ich mich gefragt, was diese junge Dienerin soll (also was ihre Aufgabe ist). Ich habe nicht gedacht, dass sie die Königinmutter wegschaffen kann.

Zur Frage 2: Keine Ahnung, wo oder wann ich bin. Ich hätte es in der Antike verortet. Wer Stateira ist, weiß ich nicht und Kyros ist, so habe ich es verstanden, in einer Schlacht gestorben, die sein Bruder angezettelt hat, um irgendjemanden zu stürzen, wofür seine Mutter ihm die Schuld gibt. Was das nun aber für die Königinmutter heißt, verstehe ich nicht. Auf jeden Fall hat sie nichts zu sagen und lebt auf Gnade ihres Sohnes, weil sie sich mit dem falschen Sohn verbündet hat. Und sie trauert, wobei dieses "du musst die Trauer loslassen" für mich nicht in die Zeit passt.

Für mich macht es aber erstmal nichts, dass ich so wenig verstehe, ich bin neugierig genug, um weiterzulesen. Nur ob es Sinn ergibt, Amata so jung zu machen, das würde ich nochmal überdenken.

Liebe Grüße
merin

« Letzte Änderung: 24 Februar 2020, 16:41:23 von merin »
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

LaHallia

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #5 am: 24 Februar 2020, 20:32:26 »
Hi eska,

Zuerst zu 2. Der Titel hilft, ansonsten sagt mir nur Artaxerxes was - entfernt. Zeitlich also vor Alexander dem Großen. Ohne nachzuschlagen kann ich das nicht auf ein vorchristliches Jahrhundert beziehen, vielleicht 5. Jh. v. Chr.?
Wo wir sind, ist die Hauptstadt des persischen Reiches, Persepolis, am dortigen Hof, im Zentrum der Intrigen.
Korrekt. Das konkrete Jahr ist 395BC, ich finde, du hast das aber ziemlich gut getroffen und ob es 400BC oder 395BC ist, ist eigentlich nur aus den restlichen Zusammenhängen zu schließen, wenn man sich geschichtlich entsprechend auskennt. Was ich eben nicht voraussetzen will. Wenn es jeder so verstehen würde wie du, wäre ich also absolut zufrieden. :)


Zitat
Die Königinmutter hat es offensichtlich mit einem ihrer Söhne gehalten, Kyros, vielleicht weil sie den gut manipulieren konnte und damit Macht hatte. Artaxerxes ist wahrscheinlich der älteste überlebende Sohn und deshalb Herrscher, sein Bruder hat eine Verschwörung gegen ihn angezettelt bzw. angeführt und ist dabei umgekommen. Parysatis gibt Artaxerxes' Frau Stateira die Schuld, der Vorwurf 'Hure' legt nahe, dass diese ein Verhältnis mit Kyros hatte oder ihm versprach.
Super.  :applaus: Liegt es an mir, oder kennst du dich aus? Stateira hatte allerdings kein Verhältnis mit Kyros. Stateira hat verhindert, dass Parystis alle Befehlshaber töten ließ, die in der Schlacht beteiligt waren, in der Kyros gestorben ist. Deswegen hat Parysatis Stateira vergiftet, wofür sie von Artaxerxes ins Exil nach Babylon geschickt wurde.
Auch der Rest stimmt. Ich freu mich :)

Zitat
Ich finde es höchst spannend, wieso du auf diese Epoche spezialisiert bist. Verrat doch mal!
Hat eigentlich 2006 mit einem blöden Missverständnis meinerseits angefangen. Wir waren Maturareise in Belek. Ich Dummerchen war der Meinung wir wären in Bodrum  :unschuld: Da es leider zu dieser Zeit im Umland terroristische Anschläge gezielt auf Touristen gab, sind wir nicht aus unserem schwer bewachten Club rausgekommen und ich habe massiv bereut, dass ich in Bodrum (  :unschuld: ) bin und mir nicht eines der  antiken Weltwunder ansehen kann, nämlich das Mausoleum von Halikarnassos. (Halikarnassos = heutiges Bodrum). Das hat zu einer Besessenheit meinerseits geführt und ich habe dann angefangen sehr detailiert zu recherchieren und bin seit einigen Jahren mit spezialisierten Historikern, Archäologen, Philologen und Religionswissenschaftlern im Austausch. Kurz gesagt: es ist mein größtes Hobby. Ich will alles über diesen kleinen Flecken Erde zu damaligen Zeit wissen. Und nachdem das nun mal leider nicht geht und ich schon so viel darüber weiß hatte ich die spontane Eingebung einen Historischen Roman, versehen mit mystischer Fantasy (kommt erst in Band 2) zu schreiben.


Zitat
Zu 1. Du hast Recht. Ich hätte nie geglaubt, dass die Amata, die du hier auftreten lässt, ein Kind ist, und dann noch so jung. Sie macht eher den Eindruck einer jungen Frau, was damals vielleicht schon eine Zwölf- oder Dreizehnjährige bezeichnen konnte.
Was passt gar nicht bzw. was wären Hinweise auf ein geringes Alter?
Deine einzelnen Vorschläge werde ich nicht einzeln kommentieren. Finde ich alle einleuchtend und gut. Danke dafür.

Zitat
Wenn es denn gar nicht anders geht: Lass Amata nur eine von mehreren Dienerinnen sein, die mitläuft, aber keine wichtigen Aufgaben hat, die sich an den Älteren orientieren kann und in gewisser Weise beschützt wird. Dann kann auch mal jemand etwas erklären. Wenn sie die Perspektive hat, mach sie naiv. Lass sie nur sehen und wiedergeben, wenig bewerten.
#
Gute Idee!

Du hast mir mit deinen Anmerkungen sehr geholfen,  :daaanke:

Liebe Grüße
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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #6 am: 24 Februar 2020, 20:39:31 »
Hi irrendes Licht,


Zitat
Ich habe es jetzt so verstanden, das es eine Königinmutter gibt, die sehr viele Söhne hatte, einen davon am liebsten und dieser ist mit 8 anderen inzwischen gestorben, aber sie gibt einem anderen Sohn die Schuld daran und kommt über ihre Trauer und Wut nicht hinweg.
Stimmt :)

Zitat
Ich denke auch wie Eska, das sie viel zu jung ist um eine Dienerin zu sein. Mit sechs Jährigen kann man oft nicht lange reden oder sie verstehen wenig wenn sie abgelenkt sind, können sich aber auch nicht lange konzentrieren.

Stimmt. Sie sollte wohl eher so etwas wie eine Gesellschafterin sein, lernt zu singen, die Tanbur zu spielen etc etc.

Zitat
Was mich noch interessiert: wo ist die Mutter? Amata erinnert sich an sie, aber einer Mutter muss doch klar sein, das ein Kind das nicht alleine schafft und mit einer Umstellung in der Größenordnung absolut überfordert ist!
Die Mutter ist in Babylon. Amata ist fern verwandt mit Parysatis (wobei Parysatis eine historisch korrekte Person ist und Amata erfunden) und mit Parysatis nach Persepolis geschickt worden, nachdem diese ihr Exil in Babylon verlassen durfte.

Zitat
Ich würde dir das Buch "Raum" empfehlen, da es aus der Sicht eines 5 Jährigen geschrieben wurde
Super Tipp, danke! Den Film habe ich gesehen. Wusste nicht, dass es dazu ein Buch gibt. Werd ich mir auf alle Fälle holen.

Zitat
Wie wichtig ist es denn für deine Geschichte das sie so jung ist?
Leider ziemlich. In etwa 12 Bänden umspanne ich einen Zeitraum von 70 Jahren. Amata ist einer von 2 Charakteren, die alle 12 Bände POVs haben werden. Wenn man es zur damaligen Zeit schaffte 20 zu werden, wurde man etwa 55 Jahre alt. Frauen etwas älter. Wenige belegte Fälle gibt es, dass jemand über 70 wurde. Daher kann ich sie im letzen Band nicht glaubhaft 85 sein lassen und muss leider entsprechend jung anfangen.

Tipps fürs Anpassen ihrer Erzählstimme werden übernommen.  :daaanke:

Liebe Grüße
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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #7 am: 24 Februar 2020, 20:46:39 »
Hi Paradieseule,

Zitat
ich bin beim Lesen in das zweite Kapitel geworfen worden. Ich tat mir schwer die Namen zuzuordnen und mir zu merken, wer wer ist. Wo ich bin weiß ich nicht. Dass es etwas historisches ist, ist jedoch schnell klar. (Königin, Leibarzt, hohe Säulen, wallendes Gewand, Schlacht, usw.)
Da diese Szene die erste ist, die in Persepollis spielt (Kapitel 1 spielt in Kleinasien) und somit auch alle Namen neu sind, muss ich hier wohl noch nachbessern. Könntest du auf irgendeinen Namen verzischten? Sind zu viele drinnen? Würde es helfen, sie mehr mit Optik oder Emotionen zu verknüpfen (zB dass Amata noch nie jemanden mit grauen Haaren gesehen hat  außer Parysatis, oder dass sie sich vor Artaxerxes fürchtet, obwohl er kaum je mit ihr gesprochen hat, geschweige denn ihr etwas getan hat.)

Zitat
Zu Amata: Ich vermute, dass der Leser bereits weiß, dass es sich hierbei um eine 6jährige handelt.
Nein. Diese Szene ist die erste, in der Amata vorkommt.

Zitat
Ich möchte vorrausschicken, dass ich die Meinung vertrete, dass die Menschen „damals“ anders gedacht haben.
Ganz bestimmt.

 
Zitat
Der Ausdruck „Du musst die Trauer loslassen“, erscheint mir neuzeitlich.
Das hat auch merin kritisiert. Kommt weg.


Zitat
Also ich (Kindergarten-Alter) kann mich durchaus daran erinnern, wann ich zu kuschen hatte. Wann mir der Zorn der Erwachsenen gewiss war. Ich kannte die Regeln. Verstanden habe ich sie nicht. (Und auch nicht darüber nachgedacht.)
Das könnte ich wohl auch noch verstärken. Sie weiß was sie darf und was nicht, aber sie versteht nicht warum. Sie tut es einfach. Vermutlich würde sie es auch gar nicht hinterfragen, sondern wohl maximal verwirrt sein?
Kann mich leider gar nicht mehr daran erinnern, wie ich als 6 Jährige war, außer dass meine Oma es geschafft hat mir eine Heidenangst vor Ostern zu machen, weil sie dauernd davon geredet hat, dass zu Ostern die Welt untergeht (????) und ich dann tatsächlich zwei, drei Jahre lang krasse Angstzustände und depressive Verstimmungen um die Osterzeit herum hatte.

 
Zitat
(Vielleicht hat Amata sich eine Ohrfeige eingehandelt, weil sie einen Erwachsenen fragte, was eine Hure ist.)
Find ich gut.

  :daaanke:
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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #8 am: 24 Februar 2020, 20:55:14 »
Hi merin,

Zitat
Noch kindlicher wäre es, wenn Amata gelegentlich an einem Detail hängen bliebe, an den Füßen der Königinmutter oder sowas. Und wenn sie weniger Annahmen macht, die die anderen betreffen.
Gute Idee, danke.

Zitat
So oder so habe ich mich gefragt, was diese junge Dienerin soll (also was ihre Aufgabe ist). Ich habe nicht gedacht, dass sie die Königinmutter wegschaffen kann.
Hast auch Recht. Kann sie nicht. Sie wüsste wahrscheinlich nicht einmal wohin sie mit der Königinmutter gehen sollte.

Zitat
Keine Ahnung, wo oder wann ich bin. Ich hätte es in der Antike verortet. Wer Stateira ist, weiß ich nicht und Kyros ist, so habe ich es verstanden, in einer Schlacht gestorben, die sein Bruder angezettelt hat, um irgendjemanden zu stürzen, wofür seine Mutter ihm die Schuld gibt. Was das nun aber für die Königinmutter heißt, verstehe ich nicht. Auf jeden Fall hat sie nichts zu sagen und lebt auf Gnade ihres Sohnes, weil sie sich mit dem falschen Sohn verbündet hat. Und sie trauert, wobei dieses "du musst die Trauer loslassen" für mich nicht in die Zeit passt.
Antike passt. Stateira war Artaxerxes Frau, die Parysatis vergiftet hat und Kyros ist in der Schlacht gestorben die ER angezettelt hat um seinen Bruder Artaxerxes vom Thron zu stürzen.

Zitat
Für mich macht es aber erstmal nichts, dass ich so wenig verstehe, ich bin neugierig genug, um weiterzulesen. Nur ob es Sinn ergibt, Amata so jung zu machen, das würde ich nochmal überdenken.
Freut mich. Amata muss recht jung sein, sonst ist sie zum Ende des letzen Bandes zu alt. Sie ist dann 76 und das ist schon grenzwertig. Zwei Kapitel brauche ich sie leider als 6 Jährige. Danach ist sie eh schon 10-12.

 :daaanke:

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eska

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #9 am: 24 Februar 2020, 22:02:52 »
Danke für die schnelle und ausführliche Rückmeldung, La Hallia.

Zitat
Du hast mir mit deinen Anmerkungen sehr geholfen,
Prima! :cheer:

 
Zitat
Liegt es an mir, oder kennst du dich aus?
Das, was ich da zusammengetragen habe, stammt nur aus deinem Text. Von außerhalb kommt nur mein nebulöses Wissen, dass Artaxerxes ein Herrscher des persischen Großreichs war, das unter Alexander zerschlagen wurde. Deswegen muss es also vor 333 v.Chr. (Schlacht bei Issos) spielen. Ich hab mal rund hundert Jahre draufgeschlagen als Schätzung.

Ich hab auch noch nie einen Roman aus der Zeit gelesen oder davon gehört, du hast also gute Chancen auf wenig Konkurrenz. 12 Bände finde ich allerdings ein stolzes Ziel. Hut ab! Und wenn du dich damals so gut auskennst, wird es ja wohl weitestgehend historisch korrekt werden, nicht so ein bloßes Verpflanzen heutiger Menschen in eine abenteuerliche andere Zeit. Schön! Was die Fantasy dann da reinbringt, kann ich mir noch nicht vorstellen, aber Genremix ist ja wohl immer angesagter.
Viel Spaß am Schreiben,

eska

Paradieseule

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #10 am: 25 Februar 2020, 08:52:34 »
Hallo Lahallia,

zu deinen Fragen:

Im ersten Absatz wäre es vielleicht hilfreich gewesen Amata mehr Raum einzuräumen. Ich empfinde sie als beiläufig – eigentlich habe ich es sogar überlesen – dass sie auch im Raum ist. Ich war davon ausgegangen, dass nur die Königin und der Arzt da sind. Später lese ich: Alle im Raum wussten …

Beispiel, dass sie sich gerne die Ohren zugehalten hätte, aber sie das nicht durfte. Vielleicht hat sie auch eine Aufgabe, warum sie anwesend ist. Hier könnte man auch ihr Alter schon andeutungsweise unterbringen. (Das mit den Ohrenzuhalten kommt zwar später, ist aber beim Lesen irgendwie untergegangen.)


Wegen der Namen. Wenn ich es jetzt nochmals lesen, muss ich feststellen, dass der Arzt keinen Namen hat. Das ist auch so in Ordnung. Der Name Parysatis ist ungewohnt und kurz musste ich innehalten, um zu checken, ob der Arzt so heißt. (Passt irgendwie mehr zu einem Mann)
 Ich würde die Bezüge verdeutlichen. Namen und Funktionen direkt hintereinander nennen.
Zitat
„Parysatis“, sagte er laut und schritt auf die Königinmutter zu. „Du musst dich beruhigen.“

Zitat
In der Schlacht die er angezettelt hatte, um Artaxerxes zu stürzen.
Wer denkt das?

Zitat
Dann hatte sie Amata erzählt, wie ihr Sohn gestorben war und ihr die Namen all der Menschen genannt, die sie dafür tot sehen wollte. Die meisten davon waren jetzt tot.
Das macht den Eindruck, dass wir es bei Amata mit einer Erwachsenen zu tun haben. Die Königinmutter erzählt einer 6jährigen etwas? Vielleicht: Nicht wie der Sohn gestorben ist, sondern wie er getötet wurde. Nicht erzählt, sondern gehört, wie die Königin die Namen immer wieder wiederholt. Dass Amata alle Namen aufzählen konnte, die die Königinmutter töten wollte.
Beim Lesen dachte ich unwillkürlich an eine Todesliste.

LG Paradieseule

kass

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #11 am: 25 Februar 2020, 19:50:48 »
Hi Lahallia,

ich glaube, ich würde in dieser Szene über die Perspektive nachdenken. Aus wessen Sicht könnte / sollte die Szene geschildert werden? Auktorial, so wie jetzt? Aus der Sicht von Amata? - dann müsste nach meinem Empfinden die Sprache stark vereinfacht werden. Aus der Sicht von Parysatis würde sich geradezu anbieten als Versuch. Der Arzt käme auch in Frage, mit Insiderblick auf Amara und die Königinmutter.

Ansonsten kam ich gut klar, auch mit den recht vielen Namen. Das ging noch. Das Setting finde ich spannend, sogar sehr spannend. Bin neugierig auf die Geschichte :)

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es recht schnell abgehandelt wird. Das Konfliktpotential in dieser Szene ist hoch, die ganze Szene könnte es durchaus vertragen, länger zu sein.

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #12 am: 25 Februar 2020, 20:40:07 »
Hi kass,

Zitat
ich glaube, ich würde in dieser Szene über die Perspektive nachdenken.
Hab ich sehr ausführlich. Tatsächlich fände ich Parysatis auch am logischsten. Aber da die Romanreihe 70 Jahre abhandelt und ich zwei Charaktere möchte, die die komplette Reihe gleich sind, habe ich als einen Amata gewählt. Sie wird noch ziemlich wichtig. Aber daher musste ich sie auch so jung wählen. Parysatis ist nicht mehr lange wichtig und wird bald sterben. Und ich wollte einfach nicht einen POV nehmen, der nur in einem Band für 2 Kapitel vorkommt und dann nie wieder. Der Leser soll sich ja mit den Charakteren identifizieren können und auch länger was von ihnen haben.

Zitat
Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es recht schnell abgehandelt wird. Das Konfliktpotential in dieser Szene ist hoch, die ganze Szene könnte es durchaus vertragen, länger zu sein.
Jap. Da stimme ich dir zu. Da ich Amatas POV komplett neu schreiben werde, wird das in der zweiten Version berücksichtigt. Da wird es bestimmt länger werden.

 :daaanke:
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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #13 am: 26 Februar 2020, 01:12:47 »
Hi,
 ich musste über deinen Text immer wieder nachdenken und dein Argument, das du eine Erzählerin möchtest die sich während deiner sehr weit angedachten Reihen nicht unterscheidet, erschien mir einleuchtend und doch irgendwie nicht. Ich bin jetzt drauf gekommen wieso:
brauchst du unbedingt einen Ich-Erzähler?
Wenn sie selbst nicht wirklich aktiv ist, sondern eh in der Position einer Dienerin die eher im Hintergrund steht und diese Ereignisse berichtet, aber selbst kein bewegender Teil davon ist... braucht man sie dann?
Ich weiß, ich kenne nur ein Kapitel und du hast noch sehr viel Stoff im vor dir, aber ist dir eine allwissende Erzählerrolle schon mal in den Sinn gekommen?

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #14 am: 26 Februar 2020, 16:43:43 »
Hallo,

obwohl gar nicht mein Genre, hat mich die Handlung reingezogen.
Es ist genau richtig schwierig, man muss sich anstrengen, blickt aber durch.
Nur die Erwähnung von Stateira gegenüberAmata kommt sehr unvermittelt, da es gerade noch um den Brudermord gegangen war. Aber Du wirst es wohl aufklären.

Dass Amata so jung ist, überrascht mich auch sehr, aber in einer Welt, da Kinder arbeiten und Soldaten sind, ist das sicher denkbar und realistisch, wenn auch beim Lesen gewöhnungsbedürtig.

kass

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #15 am: 26 Februar 2020, 18:57:07 »
Zitat
Hab ich sehr ausführlich. Tatsächlich fände ich Parysatis auch am logischsten. Aber da die Romanreihe 70 Jahre abhandelt und ich zwei Charaktere möchte, die die komplette Reihe gleich sind, habe ich als einen Amata gewählt. Sie wird noch ziemlich wichtig. Aber daher musste ich sie auch so jung wählen. Parysatis ist nicht mehr lange wichtig und wird bald sterben. Und ich wollte einfach nicht einen POV nehmen, der nur in einem Band für 2 Kapitel vorkommt und dann nie wieder. Der Leser soll sich ja mit den Charakteren identifizieren können und auch länger was von ihnen haben.

Kann ich gut nachvollziehen und muss trotzdem widersprechen. Du hast ja mehrere POVs, manchmal ist es sogar hilfreich, anhand einer dritten Person auf die (spätere) Hauptfigur zu schauen. Sogar aus der Sicht einer Nebenfigur wie einer - ich nenne sie mal - Gouvernante. Irgendjemand muss doch für die Erziehung von Amata sorgen, sie ausbilden. So jemand könnte für eine gewisse Zeit POV sein.

Ich hab gelesen, welchen Zeitrahmen du überspannen willst (Hut ab vor diesem Mammut-Projekt!!!), und verstehe, warum du im Alter von 6 Jahren anfangen willst. Das stelle ich mir nur extrem schwer vor, dann nach und nach die Sprache, die ja eh in einer anderen Zeit spielt, dem Älterwerden von Amata anzupassen. Es könnte einfacher sein, eine weitere Figur hinzuziehen.

LG
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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #16 am: 26 Februar 2020, 21:11:08 »
Ich stimme kass zu. POV und Protagonistin müssen nicht identisch sein und ich habe einige gute Bücher gelesen, in denen eine Perspektive vorkam, die nicht wieder kam oder nur sehr selten. Amata aus der Sicht einer erwachsenen Person einzuführen, birgt eine Menge Vorteile, die meiner Meinung nach die Nachteile der auf eine Sechsjähige begrenzten Sicht aufwiegen.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

LaHallia

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #17 am: 27 Februar 2020, 20:07:56 »
Hi ihr,

ich hab jetzt wirklich nochmal lange über die POVs nachgedacht. Und ihr habt wohl Recht. Es ist nicht zwingend notwendig Amata jetzt schon als POV einzuführen. Am Ende des ersten Bands wäre sie schon 9, und diese 3 Jahre machen bei einem Kind wohl auch schon viel aus.
Auch hat jemand geschrieben, dass es nicht wirklich einen Grund gibt, warum Amata da in diesem Raum ist. Auch das hat mir zu denken gegeben. Man könnte ihren POV durch jeden X-beliebigen austauschen, da es in dieser Szene hauptsächlich um Parysatis und Artaxerxes Problemchen geht, nicht aber um den POV an sich.
Daher wäre es wohl tatsächlich sinnvoller diese Szene/Kapitel aus Parysatis POV zu beschreiben und Amata erst dann reinzubringen, wenn es Sinn macht und Amata so weit ist, dass sie eigene Ziele/Bedürfnisse hat, über die es sich zu schreiben lohnt.

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Re: Amata am Hof des persischen Großkönigs
« Antwort #18 am: 28 Februar 2020, 22:06:42 »
Hey, LaHallia!

1. Amata (aus deren Sicht erzählt wird) soll ein 6 jähriges Mädchen sein. Ich fürchte, das hab ich gar nicht gut getroffen. Hierzu wäre ich für Tipps dankbar, wie ich in den Kopf eines 6 jährigen Kindes komme, das fern seiner Familie und Heimat in völlig fremder Umgebung ist.

Also die Sicht einer Sechsjährigen erkenne ich hier einfach gar nicht, das hast du durchaus richtig erkannt.
Wenn ich mir diese Szene so vorstelle, ich als Sechsjährige hätte das Gespräch spätestens nach der dritten Dialogzeile ausgeblendet und nur versucht, mich von diesen negativen Gefühlen wegzuträumen, wenn ich schon nicht körperlich davon kann.
In dem Alter kann sie doch noch gar nicht erfassen, was da gesprochen wird, sie bekommt nur die Gefühle mit, und die würden ihr vor allem Angst machen. Ansätze dazu sind ja schon da, aber Amata bleibt trotzdem viel zu nüchtern und klar ... und viel zu erwachsen.
Davon abgesehen frage ich mich, was eine sechsjährige Dienerin für einen Sinn haben soll. Früher wurde man zwar früher erwachsen als heute, jedenfalls wurde man früher als erwachsen angesehen, aber mit sechs fehlen ihr einfach noch viel zu viele Fähigkeiten, die sie zu einer brauchbaren Dienerin machen. Die könnte man erst mal in einer unwichtigen Position an die Arbeit als Dienerin heranführen. Einfache Sachen wie ... pft, was auch immer damals gemacht werden musste, nach dem Essen den Tisch abräumen, die Pölster im Palast aufschütteln ... Fragmichpups. :dontknow:

Außer, Amata erfüllt am Hof eine ganz andere Rolle, und man nennt sie halt Dienerin, weil ... keine Ahnung. Aber ich sehe nicht, dass man ein solches Kind, das sich noch nicht einmal phasenweise in eine ältere Person hineinversetzen kann und daher als Dienerin nutzlos ist, am Hof der Königin platziert. Könige waren damals zwar noch ein etwas kleineres Kaliber als heute, aber Fliegenschisse waren sie auch nicht. Denen hat man sicher auch nach besten Kräften den Bauch gepinselt.

Also, je nachdem wie die weiteren Pläne aussehen: Klarmachen, dass Amata keine 08/15-Dienerin ist, oder Amata älter machen. Mit sechs kann sie die Rolle, die du ihr in dieser Szene zuschreibst, einfach nicht erfüllen.

Davon abgesehen würde ich hier fast zum auktorialen Erzähler raten. Es scheint mir, als würdest du immer wieder Erklärungen einwerfen wollen, was absolut ok ist, gerade wenn du in einer Epoche schreibst, die den wenigsten Lesern vertraut sein dürfte. Ich würde mich über die eingestreuten historischen Anhaltepunkte sehr freuen. Aber das geht nur, wenn du von außen hineinschaust. Amata, für die diese Welt ja ihre ist, würde sich nicht bemüssigt fühlen, irgendwas davon zu erklären. Ist ja alles klar, jeder weiß dieses und jenes. Wenn du das von einer personalen Perspektive heraus erklärst, schmeckt es sehr schnell nach Infodump. Was es ja eigentlich auch ist, aber als auktorialer Erzähler hast du die Freiheit, es zu tun, ohne dass es fehl am Platz wirkt.


Zitat
2. Ich bin sehr spezialisiert auf diese Epoche der Geschichte. Der durchschnittliche Leser wohl nicht. Welche Informationen fehlen euch? Könnt ihr euch orientieren WO ihr seid? Wer die Leute sind? Was mit Kyros und Stateira passiert ist und wie hier die Zusammenhänge für Parysatis (die Königinmutter) sind? Könnt ihr euch ganz grob zeitlich orientieren?

Ganz kurz: Irgendwo, irgendwann im antiken Griechenland. Genaueres weiß ich nicht, und ich hab auch nicht das Gefühl, dass ich es wissen muss, um der Geschichte folgen zu können.


Ich hoffe, meine Gedanken helfen dir weiter.

LG Viskey
"There is no such thing as bad work, just unfinished work." - Eric Idle