28 Juli 2021, 14:06:40

Autor Thema: Wolfskind (AT)  (Gelesen 2231 mal)

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Zauberfeder

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #15 am: 13 Mai 2020, 08:46:49 »
Bitte sag nicht, es ist Dir peinlich, Fehler zu machen.
Dann muss es mir bei meinen zukünftigen Fehlern nämlich auch immer peinlich sein. :biggrin:
Na ja, an sich nicht, denke ich. Es ärgerte mich nur, dass ich da geswitcht bin, weil ich das eigentlich nicht mehr mache und dass es doch vorkam, fand ich daher einfach doof xD Aber ansonsten ist es ja normal, nicht perfekt schreiben zu können.

Was mir später noch einfiel: Der Titel "Wolfskind" verrät natürlich sehr viel, was er nicht sollte, aber es ist ja nur ein AT.
Ja, wie das Ding am Ende heißt, steht auch noch gar nicht fest. Ich brauchte halt einfach erst mal einen Titel, um meine Datei überhaupt benennen zu können und hab daher das Erste genommen, was mir in den Sinn kam.

Ich will auch noch anmerken, dass das Wagnis bei einer kürzeren Geschichte vielleicht kleiner ist? Ein  ganzer Roman für die Tonne ist immer ärgerlich - hab ich aber auch schon geschafft. Aber ich habe eine Menge daran gelernt und wer weiß, vielleicht arbeite ich ihn irgendwann doch nochmal um.
Das ist wohl wahr. Nur meistens habe ich nicht mal Ideen für Kurzgeschichten. Jedenfalls keine, die ich auch aus Übungsgründen hier zeigen könnte. Ich schreibe an Kurzgeschichten seit wenigen Jahren schon nur Sachen zu meinen RPG-Charas, wo auch die Charaktere anderer Leute verbraten sind (wobei ich auch ein paar habe, wo einzig und all meine Charas vorkommen). Aber da das in dem Fall wohl unter Fan Fiction zählt, selbst wenn die Charas keine Buchcharas sind (bin in einem Harry Potter RPG), sondern meine, könnte ich das nicht nutzen, um halt mein Schreibhandwerk noch mehr zu verbessern.

Das war hier seit langem die erste Idee, die ich im Kopf hatte und sie ist noch sehr, sehr unausgereift. Eigentlich weiß ich auch fast noch gar nicht mehr.
Ansonsten habe ich noch eine Romanidee, die hat definitiv schon mehr  Ideen, ist aber auch noch nicht ganz ausgereift, allerdings hänge ich da sowieso an einer Planungsstelle, von daher.

Ich brauche vllt einfach mal was, was schon mehr Inhalt hat, nicht als Fan Fiction zählt, wo ich mich aber wieder mehr mit dem Handwerk auseinandersetzen kann. Mal sehen, ob es da was gibt. Zumindest habe ich ja hier bei dem kurzen Text auch Sachen erfahren, die ich wieder für mich mitnehmen kann. Das ist auch schon mal gut :)

Ruglud

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #16 am: 15 Mai 2020, 09:22:05 »
Hi,

ich hätt noch einige Ergänzungen; ich beantworte schnell die Frage und dann ein paar Gedanken.

Idee weckt definitiv Interesse, schreibtechnisch viele Ansätze zur Verbesserung.

Gedanken:


1. Der Geschichte wird es sicher helfen, wenn du ihr mehr Zeit gibst. Stell sie wie einen guten Wein in den Keller, geh jeden Abend mal runter, koste und probiere, verfall in einen manischen Rausch und hau die Scheiben vom Nachbarauto ein. Aber wenn es wirklich der Anfang von was längerem ist, muss es ein stärkeres Fundament liefern und wenn es eine Kurzgeschichte sein soll, ist es nicht detailliert genug. Möglichkeit: Kinder merken und erinnern sich an Sachen, die man als großes Gehirn übersieht. Dadurch entstehen interessante Szenen und wäre auch ein möglicher Ansatzpunkt, wie sich das Mädchen später zurückerinnert; nicht einfach so an einen bestimmten Satz, sondern vielleicht durch einen lang vergessenen Geruch, Geschmack, etc.; ein prasselndes Lagerfeuer oder ein Gefühl von Geborgenheit, das die Erinnerung an die Großmutter und ihre Worte wieder hervorbringt.

2. Ich versteh den Zeitsprung nicht. Wenn du mehr über eine ältere Person schreiben willst, muss es Zeitspielereien geben die funktionieren. Ohne irgendeinen Kontext funktioniert es nicht.

3. Shortstories all the way! In der Kürze liegt die Wurzel und so. Im Streben ein guter Baum zu sein, nur Mut! Schreiben ist scary, aber nicht schreiben ist langweilig. Wenn man kurz bleibt, kann man sich außerdem mehr auf die einzelnen Worte konzentrieren.



mir ist bewusst, dass diese Version praktisch ein Sketch war, aber zwei Schreibzeugs:


1. Die "bedeutungsschwere Pause" ist so ein Ding, entweder der Leser merkt es selber oder nicht. Find, dass es eh irgendwie schwer war, muss man nicht extra sagen.

2. Legende vs Märchen; ich hab erst ergooglen müssen, dass Legenden mehr in der Realität verankert sind als Märchen; vielleicht meine Bildungslücke, vielleicht gibt es Formulierungen die genauer zeigen, dass was Wahres dran sein soll.


Somit Handlungsempfehlung: 2ten Absatz in das Regal der zum Staub verdammten Experimente einreihen, 1sten ausformulieren, ausdenken, alles was du irgendwie cool findest niederschreiben und dann vielleicht sogar mehrere kleine Fortsetzungen schreiben.

LG
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Zauberfeder

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #17 am: 15 Mai 2020, 11:59:16 »
Aloha,

mit dem Reifen hast du wohl recht. Es war auch nur ein Ideenschnipsel und wahrscheinlich hab ich mir viel zu früh Gedanken darum gemacht, ob es sich lohnt. Bisher ist die Szene noch nichts. Weder der Anfang von etwas Großem, noch ein Ausschnitt aus einer Kurzgeschichte. Es ist tatsächlich nicht mehr als ein Anfang, ohne zu wissen, wohin er führt.
Wahrscheinlich habe ich mir zu früh Rat eingeholt und das war nicht die cleverste meiner Ideen. Sicherlich hätte ich damit eher warten wollen, nur da ich so lange keine Ideen hatte, wollte ich mich wohl nicht in etwas verrennen und mir daher sicher sein, ob es Sinn macht oder nicht. Nur kann man das an dem Punkt wahrscheinlich noch gar nicht so genau sagen.

Eigentlich sollte diese kurze Szene kein Sketch sein. Sicherlich ist sie gerade sehr kurz, aber komödiantisch ist sie sicherlich nicht. Zumindest sollte sie es nicht sein. Wenn das so rüberkam, habe ich wohl noch mehr falsch gemacht, als ohnehin schon.

Mit deinen zwei Anmerungen danach hast du Recht. Die werde ich mir merken. Danke :)

Ansonsten muss ich mal schauen, was ich mit dieser Szene anfange. Ob ich sie noch weiter verfolge oder erst mal in Ruhe reifen lasse, bis mir doch noch mehr Ideen dazu kommen. Im Grunde habe ich ja noch eine andere Idee, die schon viel ausgereifter ist und bei der es wohl viel mehr Sinn macht, sie aktuell zu verfolgen als diese Idee.

Ruglud

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #18 am: 15 Mai 2020, 21:05:04 »
Whoops! Mein Fehler, ich hab die Skizze gemeint, nicht die Komödie! Tut mir leid, dass das so rübergekommen ist, dein Text ist natürlich absolut nichts zum Lachen oder drüber lachen oder irgendsowas. Will auch nochmal unterstreichen, dass ich geröstet habe, weil du mein Interesse geweckt hast und weil ich den Text wachsen sehen mag! Also solang du damit Spaß hast, gibts hier 2 Augen, die gerne weiterlesen.

Mit Anglizismen verfluchenden Grüßen
Ruglud
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Zauberfeder

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #19 am: 16 Mai 2020, 08:06:10 »
Kein Ding. Ich kenne den Begriff nur in diesem Zusammenhang, deshalb habe ich daran als Erstes und Einziges gedacht. Wenn es nicht so rüberkommt, bin ich aber beruhigt, denn dann hätte ich wirklich etwas Grundlegendes falsch gemacht.
Ich muss aber auch zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht besonders gut in Englisch bin und das auch daher rührt, dass ich eben nur an das denken musste^^

Ich schau mal, was ich mit dem Text mache oder ob ich mich doch erst der anderen Sache widme. Das bringt die Zeit.
Lieben Dank auf jeden Fall fürs Feedback

The_Reptilian

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #20 am: 24 Mai 2020, 19:33:33 »
Hi Zauberfeder,

ich finde den Text auch sehr spannend und ihn reifen zu lassen ist auch sehr gut.
Was mir geholfen hat beim Reifen nach meinem ersten bauchschreiberischen Entwurf war das Ausgestalten der Charaktere. Was sind die Stärken, was sin die Schwächen des Protagonisten?
Außerdem ist es hilfreich, falls du die Geschichte weiter verfolgst und etwas dazu kommt, dass der Charakter am Ende der Geschichte am Gegenteil dessen angelangt ist, wo er am Anfang war. Das gibt dem Charakter eine Entwicklung mit.
Auch tut es gut, falls du es willst, der Geschichte einen eindeutigen Antagonisten zu geben, welcher ggf. nicht davor scheut, über Leichen zu gehen, um dem Ziel des Protagonisten im Weg zu stehen.

Für mich persönlich hilfreich ist zudem das nachträgliche Anpassen der Geschichte an ein Dramenmodell, beispielsweise einen Dreiakter.
Damit wurde für mich schnell klar, welche Teil der Geschichte unausgereift ist und was die Geschichte wirklich spannend macht.

Gruß, The Reptilian
- sup -

Zauberfeder

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Re: Wolfskind (AT)
« Antwort #21 am: 25 Mai 2020, 08:10:16 »
Aloha und lieben Dank :)

Deine Tipps/Hinweise sind nichts Neues für mich, aber kann sicher nicht schaden, das noch mal zu lesen und zu verinnerlichen. Doppelt und dreifach und so weiter hält ja bekanntlich besser.

Mit Dramamodellen habe ich tatsächlich noch nie gearbeitet, weil ich das gedanklich immer aufs Theater beziehe. Zumindest habe ich meine Planung noch nie bewusst danach ausgelegt. Ist vielleicht aber mal eine Überlegung wert. Danke also auch für diesen Tipp.

lg
Zauberfeder