Teufelsrost > Höllenfenster
1. Überarbeitung Bo und der Wanderzirkus
Qwertner:
Hallo Beatrice,
noch an weiteren Gabelstichen interessiert?
LG Qwertner
Musawind:
Hallo Beatrice,
ich bin heute auf deine Geschichte gestoßen. Zuerst einmal: Ich finde sie schön.
Zwar gab es auch für mich Holprigkeiten, doch die kannst du ja glätten, hast es vielleicht schon getan. Und zu solchen haben andere schon viel gesagt und die Zeit ist ja weit ins Land gegangen, dass ich nicht glaube, dass Detailkritik jetzt noch Sinn macht?
Dagegen will ich einen Punkt ansprechen, der mir beim Nachsinnen über die Geschichte durch den Kopf ging. Allerdings fürchte ich, er mag vielleicht nicht so hilfreich für dich sein. Aber da wir nun mal Teufelsgäbelchen in Händen führen, wage ich‘s.
Angestoßen bin ich an der Wahl deines Protagonisten, sprich: einer Katze.
Ich glaubte zu verstehen, dass das Thema „Sehnsucht“ in der Geschichte eine zentrale Rolle spielt. Falsch? Wenn dem aber so ist, frage ich, warum wählst du dafür eine Katze? Ich hatte ein Jahr lang eine solche in meiner Wohnung, betreute sie für Freunde, die die Zeit weggezogen waren. Ich sehe noch, wie wir zusammen vor dem Kohleofen saßen, die Klappe weit offen, um die glutroten Kohlen zu betrachten - was man nicht machen soll. Ich saß also in meinem Sessel, das Kätzchen auf dem Schoss. Katzen sehen einen direkt an. Und alles, was ich in ihren Augen las, war Hingabe pur. Das ist nur eine Situation. Aber auch sonst gab es Gefühle genug, die ich in die Augen meiner Katze hineinprojizieren konnte, aber nie und nimmer 'Sehnsucht'. Dies denke ich: Wenn Katzen etwas wollen - und ist Sehnsucht etwa etwas anderes, als ein 'Wollen von ganzem Herzen?' - dann tun sie‘s oder sie warten solange, bis sie‘s kriegen – Maus. Oder sie drehn sich um und lassen‘s.
Zu einem kleinen Hund hingegen würde Sehnsucht passen.
Nun hast du dich für eine Katze entschieden. Und ich glaube, für Kinder spielt das auch keine so große Rolle. Kinder nehmen so was nicht so eng. Schließlich soll das Kind ja das Gefühl von der eigenen Sehnsucht in das Kätzchen projizieren und das wird es tun.
Vielleicht liege ich aber ganz daneben und viele KatzenbesitzerInnen sehen Sehnsuch pur in den Augen ihrer Katze. Dann vergiss meine Worte.
Die Kinder werden ihre Freude haben an der Geschichte.
Viel Glück
Musawind
merin:
Hi Musawind,
ich bin gespannt, ob Beatrice noch einmal auftaucht. Ich freu mich sehr, dass du hier rege Röstungen erstellst, allerdings denke ich, es wäre besser, wenn du dich in die aktuellen Threads einklinkst, wo dann auch ein Austausch entsteht und du Reaktionen bekommst. Beatrice hatte ja schon auf die letzte Frage nicht reagiert, daher fürchte ich, sie ist uns abhanden gekommen.
Ich jedenfalls würde mich sehr freuen, wenn du meinen letzten (leider ziemlich langen und daher zweigeteilten) Text besenfst. :devgrin:
Liebe Grüße
merin
Musawind:
Hallo Merin,
Du hast ja recht.
Ich finde es echt schwierig, Passendes zu finden, wozu ich glaube, schreiben zu können.
Gelesen habe ich inzwischen recht viel. Doch als Neuling wollte ich dann lieber alles lesen, was ihr dazu geschrieben habt. Und dann fiel mir nichts mehr dazu ein. Ich spüre einfach noch recht große Unsicherheit.
Aber danke für dein Angebot, mit deinem Text das "Grillen" zu proben. Ich nehme mir vor, dann die Antworten ungelesen zu lassen.
Lieber Gruß. Michaela
merin:
Ach, häng deine Messlatte nicht so hoch. Jeder Leser*inneneindruck ist hilfreich und wichtig, wenn er sachlich vorgetragen wird. Begründungen sind schön und hilfreich, aber wenn du nur merkst "an der Stelle holpere ich irgendwie und kann nicht festmachen wieso" ist das auch eine hilfreiche Rückmeldung. Ich finde es außerdem immer gut, wenn Sachen ggf. auch mehrfach benannt werden. Wenn eine Person meint, dass Satz xy nicht verständlich ist, dann hat die vielleicht schlecht geschlafen. Aber wenn drei Leute das sagen, dann habe ich wahrscheinlich schlecht formuliert. ;) Insofern: nur Mut!
Ansonsten kann es natürlich immer noch sein, dass dir eine bestimmte Schreibe oder ein Genre nicht liegt und dann ist es auch okay, das entweder zu schreiben oder schweigend links liegen zu lassen.
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