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Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)

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Lartaigh:
Hallo jcl, Paul und merin,

ich hatte angefangen euch einzelne Antworten zu tippen und dann habe ich gemerkt, dass es sich doch alles viel doppelt (das ist gut!), also packe ich meine Gedanken einmal in einen Beitrag. So kann ich es auch besser für mich selbst zusammenfassen und habe am Ende eine bessere Übersicht für mich. Ich habe einfach einmal ein paar spezifischere Dinge rausgepickt, aber auch Kommentare auf die ich hier nicht explizit eingehe, nehme ich mit. Ich hoffe, das ist in Ordnung so.

Als allererstes: Ich danke euch sehr, dass ihr meinen Text gelesen und euch die Zeit genommen habt ihn zu rösten. So viel vorweg: Ich nehme sehr viel davon mit! Auch die kleinen Lobe die doch auch zu finden waren habe ich dankbar angenommen, darüber freut sich doch das verwundbare Schreiberherz  :biggrin: Ich nehme für mich mit, dass der Schreibstil prinzipiell erstmal lesbar ist und Lor bzw. der Plot teilweise auch Interesse weckt. Auch in den Szenen findet man sich prinzipiell zurecht, auch wenn die Tiefe/Bildhaftigkeit fehlt.

--- Zitat ---Du hast einen spannenden Plot. aber m.E. noch an einigen Dinge zu arbeiten.
--- Ende Zitat ---
Das z.B. ist ein Fazit (von Paul) über das ich mich freue!

Zu den Anmerkungen:
Wo ihr euch deutlich einig seid: Das zweite Kapitel enthält zu viel Info-Dump (den Begriff habe ich erst hier im Forum gelernt) und es stört. Das ist für mich eine wichtige Rückmeldung die ich auch gleich gut umsetzen kann (denke ich).
Paul schrieb dazu:
--- Zitat ---Es gibt eine Grundregel beim Schreiben: Infos immer nur so viel, wie der Leser / die Leserin zum Verstehen der Szene unbedingt braucht.
--- Ende Zitat ---
Das werde ich mir hinter die Ohren schreiben! 

Außerdem seid ihr euch auch einig, dass der Umwelt etwas die Farbe fehlt, mehr detailreiche Beschreibungen hilfreich wären. z.B. Paul hat ihr den Tipp gegeben
--- Zitat ---Mein Tip: Folge den Augen deiner Prota
--- Ende Zitat ---
den ich mir mitnehmen werde.

Wiederholt lese ich auch von euch über die Erzählperspektive. Paul und merin ihr erwähnt es beide, wenn ich es richtig verstehe. Da muss ich mich tatsächlich noch einmal 'klug lesen' weil es bisher mein Schriftstellerisches (nicht vorhandenes) Fachwissen übersteigt, woran man das überhaupt so richtig fest macht.
Das Wort 'auktoriale Perspektive' das merin verwendet muss ich z.B. erstmal googeln  :biggrin:
Da muss ich mich nochmal mehr mit der Materie und meinem Text auseiandersetzen, freue mich aber über den Ansatz!

jcl schrieb:

--- Zitat ---Gerade bei einem Killer-Auftrag gäbe es die Gelegenheit, Spannung zu erzeugen, indem mit dem Auftrag etwas Ungewöhnliches, Gefährliches verbunden ist oder sich die Tat als unerwartet schwierig erweist.
--- Ende Zitat ---
Der Denkanstoß hat mir nochmal sehr geholfen. Die ersten Kapitel sind vom Inhalt ca. so: Lors 'Einführungsauftrag' in Kapitel 1, Kennenlernen von Lors Umfeld in Kapitel 2 und dann in Kapitel 3 beginnt die eigentliche Handlung, als Lor einen anonymen Auftrag erhält. Erst als sie ihr Ziel ausgeschaltet hat, wird klar, wer das Ziel eigentlich war und, dass dieser Mord weitereichendere Folgen hat, als sie sich vorstellen kann  :deveek:
Über diesen 'Verrat' wird sie verhaftet und dann nimmt die eigentliche Handlung Fahrt auf. Am Ende des Buches wird dann auch der Verrat/ominöse Auftraggeber aufgelöst. Deine und die Anmerkungen der anderen Feuerteufel haben mich nun zu der Idee gebracht vielleicht direkt mit dem eigentlich problematischen Auftrag zu starten. Vielen Dank dafür! Auch zu den Details mache ich mir noch einmal Gedanken.

merin auch deine Anmerkungen zu den Füllwörtern helfen mir.

Eine Sache auf die ich von Paul noch spezifischer eingehen würde: Dir ist Lor zu glatt. Das kann ich aus den hier beschriebenen Szenen gut nachvollziehen. Im Romantasy Genre sind 'perfekte', super coole, richtig harte und überhaupt überaus fähige Held:innen schon ein Ding und ich liebe es auch, für sie zu schwärmen, das muss ich gestehen  :biggrin:
Ich hatte mir bei Lor gewünscht, sie zu Beginn als 'knallhart' und eher unterkühlt einzuführen. Sie ist verschwiegen und versucht alles zu sehr emotional aufwühlende (wozu morden für sie nicht zählt, weil sie ja so knallhart ist) zu vermeiden. Sie greift zu oft zum Alkohol oder anderen Rauschmitteln und kann schlecht kommunizieren. Sie hat Angst vor allem, was ihr zu nahe gehen, oder sie verletzten könnte. Damit igelt sie sich natürlich auch ein, ist im Grunde einsam und hat einen schlechten Selbstwert unter der abgebrühten Fassade, erlaubt sich diese Gefühle aber nicht. Im Verlauf des Buches lernt sie Cael kennen, der im Gegenteil eher emotional ist, die Tiefe sucht und Nähe möchte. Das bringt sie in einen Konflikt (zusammen mit noch ein paar anderen Ereignissen). Hier wird sie auch mal unfair oder verletzend. Zum Ende des Buches soll sich ihr Charakter zunehmend erweichen (insbesondere in Form eines wohlwollenderen Umganges sich selbst gegenüber). Kurz gefasst also: Ja, hier am Anfang finde ich die 'perfekte' Wirkung von Lor gar nicht so schlecht und sie entspricht schon auch dem, was man (oder zumindest ich) sich von dem Genre auch oft erhofft: Krasse Held:innen  :biggrin:  :hehe:

Ich nehme insgesamt viele allgemeine, aber auch spezifische Anmerkungen zum Text mit, z.B. diese von merin:

--- Zitat ---Der erste Satz ist eine Phrase. Und der Rest eine Erklärung, die du wahrscheinlich weglassen kannst. Warum nicht danach einsteigen?
--- Ende Zitat ---

Ich merke, dass ich, wo ich nun anfange mich mit meinen Texten und dem Schreiben als solches genauer zu beschäftigen, auf eine gute Balance achten muss. Erst bin ich nur mit dem Ziel ran gegangen einen netten Freizeitausgleich zu haben, wild zu fantasieren und hatte (und habe) eine ganze Menge Spaß dabei. Jetzt bestelle ich Schreibratgeber, lasse mich rösten und bekomme den Ehrgeiz auch besser, wenn sich sogar 'ganz gut', in dem zu werden, was ich da neu angefangen habe. Dadurch wird natürlich auch die kritische Stimme im Kopf lauter (und die wollten wir doch für dieses Hobby aussperren!!! :devgrin:). 

Ich denke, ich nehme aus der Erfahrung für mich mit, erstmal die letzten 10 (von 40) Kapiteln 'irgendwie' runter zu schreiben um meine Kreativität und dem Spaß am unperfekten nicht zu 'dämpfen'. Frei nach dem Motto 'alles erlaubt' und mir dann nochmal alle Kommentare an die Hand zu nehmen und langsam den Text grundlegend zu überarbeiten. Denn auch da juckt es mir jetzt schon in den Fingern, die Dinge umzusetzen, die ihr mir genannt habt. Es fühlt sich gerade irgendwie an, wie eine spannende Reise an deren Anfang man steht.  8)

Viele liebe Grüße,
Lartaigh

Lartaigh:
Noch ein Nachtrag zu merins Nachtrag  :biggrin:


--- Zitat ---Ich finde es gar nicht schlecht, wenn es in Romantasy mal weibliche Promiskuität gibt. Wie die gut einführt wird, ist eine andere Sache. Aber an sich finde ich das cool: schneller Sex versus große Liebe.

--- Ende Zitat ---
Juhu! Ich nämlich auch.


--- Zitat ---Und der Harvinist soll wohl ein Harvenist sein. Der auch zaubern kann und wenn sie ihn anpfeift, gibt sie ihm die Chance sich zaubernd zu wehren. So hab ich das verstanden. Und jetzt fällt mir auf, dass du hier leicht noch ein bissel Spannung reinbringen könntest, die gleichzeitig Weltenbau erklärt: Er kann zum Zaubern ansetzen. Und dann ist sie doch schneller.
--- Ende Zitat ---
Richtig verstanden und spannende Idee! Ich merke sie mir auf jeden Fall und kann es mir gut vorstellen.

Lieben Dank nochmal!

merin:

--- Zitat ---Deine und die Anmerkungen der anderen Feuerteufel haben mich nun zu der Idee gebracht vielleicht direkt mit dem eigentlich problematischen Auftrag zu starten.
--- Ende Zitat ---

Ja, das hätte ich dir nun auch geraten. Ich habe auch oft so Warmschreibszenen, die dann nicht mehr im Text landen.

Und Perspektive ist Handwerkszeug, das muss mensch echt lernen, weil kaum jemand das von allein kann. Da sollte es hier im Forum auch einige Threads zu geben. Ansonsten kannst du auch gern einen starten.

Paul:
Hi Lartaigh

Bei mir ist das Schreiben ein reines Hobby. Ich genieße es, beim Schreiben in meinen Geschichten zu verschwinden und die Geschichten in meinem Kopf wie in einem Film zu durchleben. Von daher: lass Dir das Schreiben nicht kaputt machen. Es ist wertvoll in sich.
 Umgekehrt will jede/r, der/die schreibt, dieses Erlebenis mit anderen teilen. Alle anderen sollen den "Film" auch sehen können. Das geht aber nur, wenn man das Handwerkszeug beherrscht. Was hilft: Grundregeln lernen. Was nicht hilft: alles richtig machen zu wollen. (Klappt nicht und wird schnell langweilig, außerdem ist jedes Schreiben individuell. Jede und jeder entwickelt seinen/ihren eigenen Stil. Das macht es ja so spannend).
 Die beste Schule ist, viel zu schreiben. Nach und nach verbessert sich der Stil. Nach und nach verabschieden sich manche Fehler und der Rest ist wie immer harte Arbeit. Kein Text ist am Anfang gut. Alle brauchen das Überarbeiten. Von daher: Willkommen im Club.

Paul  8)

Lartaigh:
Hallo merin,
 
'Warmschreibszenen' finde ich ein nettes Wort  :) Ich denke meine Anfangsszene lässt sich ganz gut umwandeln, da der problematische Auftrag mit einer ähnlichen Beschattung beginnt (Hallo Wiederholungen  :stirn: :biggrin:), mal schauen.

Ich werde die vorhandenen Threads bei Gelegenheit mal durchstöbern, auch nach interessanten Quellen bzw. vllt. Podcasts, da ich übers Hören (ironischerweise weniger übers Lesen) am Besten lerne/neue Infos aufnehme.

VG
Lartaigh


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