11 Juli 2020, 03:51:53

Autor Thema: Artikel, Essays und Blogposts  (Gelesen 13399 mal)

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Fox

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Artikel, Essays und Blogposts
« am: 28 Dezember 2013, 12:13:50 »
Beruf Autor: Meine Helden aus Etruthien

Fantasyromane haben viele Fans und sorgen für hohe Umsätze. Doch wie wird man Autor? Ein Selbstversuch von Malte Buhse

tintenfalke

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #1 am: 28 Januar 2014, 06:19:32 »
Schlechte Aussichten für den Nachwuchs

"Er ist einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren, und er ist froh, dass er seine Karriere in den Sechzigern gestartet hat. "Sams"-Erfinder Paul Maar tut der Nachwuchs leid. Verlage übersetzen lieber US-Erfolge, Schreiben ist zum Nebenjob geworden."

Mooncat

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #2 am: 20 Februar 2014, 09:34:59 »
Leichte Sprache

Das Ziel einiger Leute, Sprache für alle verständlich zu machen ...

Und das ist eigentlich kein Artikel, sondern eine Empfehlung:
Journal21

Eine nicht populistische Zeitung, die sich bemüht, stattdessen anspruchsvolle und fundierte Artikel zu bringen. Interessant ist dabei auch die Kolumne Alte Bücher neu besprochen. Denke das ist somit etwas, was doch den einen oder die andere hier interessieren könnte. Ach ja, ist zwar ein Schweizer Blatt, aber deckt auch Deutschland ab, da viele der Journalisten auch aus dem Deutschen kommen.
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Fabian

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Maxim Biller fehlen in der deutschen Gegenwartsliteratur die unangepassten Immigranten. Er ärgert sich über die Onkel-Tom-Literatur, die der Adelbert-von-Chamisso-Preis fördert und er will mehr wilde, ehrliche, bis ins Mark ethnische und authentische Texte in den Verlagsprogrammen sehen. "Wahrheit ist ein anderes Wort für Poesie, und der Schmerz, den sie beim Autor und bei den Lesern auslöst, verwandelt überhaupt erst die Worte in Literatur."
Der vollständige Artikel findet sich im ZEIT-Archiv.

"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

 (Jörg Scheller in der ZEIT, Nr 2/2019, S. 43)



Fabian

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Wir blicken über den Tellerrand...
« Antwort #6 am: 18 März 2014, 00:28:38 »
und lauschen einem Poeten im Gespräch mit Sabine Küchler: Zwischentöne mit Jan Wagner vom 16.03.2014 (deutschlandradio).

[Edit:] Interessant seine kurzen Anmerkungen zum Übersetzen von Lyrik (im letzten Viertel des Gesprächs) - denn die  Gedanken, die er dort äußert, scheinen mir auch etwas mit unserer Textarbeit hier zu tun zu haben.
« Letzte Änderung: 18 März 2014, 01:05:56 von Fabian »

"Weil niemand mehr Leonardo ist, können alle Leonardo werden ...
das Phantasma der Auserwähltheit Einzelner macht dem Phantasma der Selbstwahl aller Platz"

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Pandora

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #7 am: 18 März 2014, 20:20:04 »
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« Letzte Änderung: 11 November 2014, 10:01:59 von Pandora »

Fabian

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Re: Wir blicken über den Tellerrand...
« Antwort #8 am: 19 März 2014, 02:04:19 »
Was sind das denn für potentiell relevante Gedanken, wenn du es schon erwähnst?

(Ich bin neugierig, aber kann mir momentan nichts anhören. ;) )

Na sowas.
Ich versuchs mal - trotz der späten Stunde - aus dem Gedächtnis heraus (und nach ein paar Stichworten, die ich mir notiert habe):
Wagner sieht ein Paradox: Lyrikübersetzung erfordert es, selber zum Dichter zu werden, gerade, wenn es um die Übersetzung von Wortspielen oder um formale Konstrukte geht - sich vom Original zu entfernen, ihm 'untreu' zu werden, um ihm im Wesen treu bleiben zu können.
Lyrikübersetzer stehen dabei oft in der Gefahr, dann gleich eigene Variationen auf das Thema zu schaffen, wenn sie denn schon das Original seinem Wesen nach mehr oder weniger verfehlen müssen.

In einem sehr weit gefassten übertragenen Sinne versuchen wir ja auch, Texte von einer Vollendungsstufe in eine nächste zu 'übersetzen'.

Soweit mein unvollkommener Versuch, etwas, das mir eher spontan durch den Kopf ging, hier einigermaßen reflektiert und nachvollziehbar zusammen zu fassen.
Mir schien es interessant, zwei in unterschiedlichen Kontexten entstandene Sichtweisen auf Textarbeit und ihre Probleme zusammen denken zu können.

Aber abgesehen von diesen recht abstrakten Gedankengängen - es war mal wieder einfach ein angenehmes anregendes Gespräch im Rahmen der Sendung "Zwischentöne" im deutschlandradio; gut anzuhören bei einer schönen Tasse Tee in der Mittagspause.

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Pandora

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #9 am: 19 März 2014, 12:13:17 »
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« Letzte Änderung: 11 November 2014, 10:00:49 von Pandora »

Spétses

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #10 am: 23 März 2014, 22:42:04 »
Hier beschreibt der Autor Thomas Elbel (ernüchternd) seine Erfahrungen mit dem Selfpublishing.

Von Einem der auszog, ganz allein ein Buch zu veröffentlichen

Sirius

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #11 am: 24 März 2014, 08:38:14 »
das ist ein interessanter Artikel und soll wohl eine Warnung für diejenigen sein, die enthusiastisch die Selbstverlegung eines Buches planen.

Danke für die Information.

Fabian

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #12 am: 24 März 2014, 18:55:02 »
Hier beschreibt der Autor Thomas Elbel (ernüchternd) seine Erfahrungen mit dem Selfpublishing.

Von Einem der auszog, ganz allein ein Buch zu veröffentlichen

An den Artikel schließt sich eine sehr umfangreiche und in weiten Teilen polemische und unergiebige Diskussion um Piraterie und Gott und die Welt an - dafür kann der gute Artikel natürlich nichts! Wer sich allerdings nicht abschrecken läßt, findet dann gegen Ende dieser Diskussion doch noch so etwas wie ein Goldstück (vielleicht ist es auch nur Katzengold) zum Thema Selbstverlegen ohne Selbstvermarktung bringt nichts.

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #13 am: 24 März 2014, 19:02:19 »
Hier beschreibt der Autor Thomas Elbel (ernüchternd) seine Erfahrungen mit dem Selfpublishing.

Von Einem der auszog, ganz allein ein Buch zu veröffentlichen

Am interessantesten an dem Artikel fand ich, wie viel Geld man dann doch in die Hand nehmen muss, wenn man es richtig machen will. Das das der einzig richtige Weg ist, davon bin ich überzeugt. Ohne Lektorat und professionelle Korrektur kann man es gleich vergessen. Also, zumindest ich lege ein ebook nach dem dritten Fehler aus der Hand.

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"Das mit dir und mir" - erschien am 1.12.14 bei dtv
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #14 am: 31 März 2014, 21:32:44 »
Hier beschreibt der Autor Thomas Elbel (ernüchternd) seine Erfahrungen mit dem Selfpublishing.

Von Einem der auszog, ganz allein ein Buch zu veröffentlichen

Am interessantesten an dem Artikel fand ich, wie viel Geld man dann doch in die Hand nehmen muss, wenn man es richtig machen will. Das das der einzig richtige Weg ist, davon bin ich überzeugt. Ohne Lektorat und professionelle Korrektur kann man es gleich vergessen. Also, zumindest ich lege ein ebook nach dem dritten Fehler aus der Hand.

T!

Ich gebe Thomas Ebel in der Sache recht. Allerdings müßte er konsequenterweise einen Verlag für seine eigenen Bücher gründen. Denn dann könnte er seine Ausgaben steuerlich geltend machen als Betriebsausgaben des Verlages. Das wäre Selbstverlag in Reinform.:diablo:

Fakt ist: Wer nicht nur inhaltlich gut schreibt, sondern seinen Text professionell vermarkten will, der benötigt all diese Sachen. Insbesondere bei einer Leserschaft, die schon dann meutert, wenn die PferdePizza mehr als 1,99 Euronen kostet. :devgrin: Für mich auch ein Kulturthema.

Nur: Wer kann sich mal eben solche Beträge leisten? Die Wahrscheinlichkeit, das eingesetzte Geld zurückzubekommen, ist niedriger als beim Roulette (ich meine das in der Spielbank, nicht das russische :diablo:).

Da hilft kein Jammern oder Klagen, das sind die Fakten. Deshalb wird ziemlich jeder, der ambitioniert schreibt, danach streben, bei einem Publikumsverlag veröffentlicht zu werden. Genauso sicher wird jeder, der für andere schreibt, die Gelegenheit der Selfpublishing-Plattformen nutzen, um anderen zumindest die theoretische Möglichkeit zu geben, seine Texte zu lesen. Weil es absolut unbefriedigend ist, nur für sich selbst und die Schublade zu arbeiten.

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #15 am: 05 Juli 2014, 13:59:26 »
aller Anfang ist schwer: http://blog.tagesanzeiger.ch/deadline/index.php/33257/der-verfluchte-erste-satz-teil-1-was-ist-dein-problem/


Handelt eigentlich von Blog- oder Zeitungsartikeln, gilt aber auch für Romane und Kurzgeschichten

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #16 am: 10 Dezember 2015, 17:35:14 »
Hier etwas zu Titelbildern und wie sie sich an Männer oder Frauen richten: http://www.huffingtonpost.com/2013/05/07/coverflip-maureen-johnson_n_3231935.html
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

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EUGH: Autor kommt zuerst
« Antwort #17 am: 11 Dezember 2015, 10:25:56 »
Interessiert den einen oder anderen vielleicht:
Artikel zu EUGH-Entscheid, Kopiervergütungen an Verlage zu kippen, zu Gunsten der Autoren
FAZ-Artikel
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #18 am: 16 Februar 2016, 07:51:00 »
Interessanter Artikel über die Satzzeichendichte berühmter Romane.

https://medium.com/@neuroecology/punctuation-in-novels-8f316d542ec4#.7rxcr7798

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #19 am: 16 Februar 2016, 12:49:31 »
 :cheer: Danke für den Link, sehr interessanter Blick auf Literatur.
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #20 am: 17 Februar 2016, 17:19:31 »
Ja, spannend. Auf die Idee wäre ich nie gekommen, Literatur so zu betrachten.
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #21 am: 08 März 2016, 15:37:16 »
Ich finde diesen Artikel als Rechercheansatz noch gut - und kann so ziemlich in jedem Genre was bringen - sofern diese Frage als Hintergrundinformation für euch notwendig ist:

Der Mythos Mens
http://wat.is/jxucIBAA60jUEkxC

Der Mythos im Überblick von der Frühzeit bis heute
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #22 am: 08 März 2016, 15:58:41 »
Da fehlt aber noch die Anekdote, dass in den 1950er Jahren eine Firma, die Fotofilme entwickelte, Fehler in den Fotos damit erklärte, dass die Mitarbeiterinnen menstruiert hätten.
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #23 am: 08 März 2016, 16:10:28 »
Sammeln wir hier nicht normalerweise Links über das Schreiben und den Literaturbetrieb?

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #24 am: 08 März 2016, 16:56:34 »
Nö, die sind eher in den angepinnten Linksammlungen. Vom Titel her jedenfalls schränkt es nicht so sehr ein, ist aber halt nett, wenn es an das Schreiben anknüpfen kann. Was ich getan habe ...  :cheese:
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #25 am: 08 März 2016, 17:01:03 »
Der oben festgepinnte ist nur Schreiben. Hier kann es auch einen weiteren Bezug haben. dachte ich. :gruebel:
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #27 am: 02 März 2017, 09:14:44 »
Hihi. Ich habe die ersten Sätze ja nur annäherungsweise verstehen können. Und finde auch, dass Lokalkolorit nicht verloren gehen sollte.
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #28 am: 02 März 2017, 14:02:28 »
Wobei sich der liebe Herr Autor da schon ein paar Worte an die helvetische Brust heftet, die nun wirklich nicht rein schweizerisch sind... was er ja in einem Fall sogar zugibt. Immerhin.  :hehe:
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #29 am: 02 März 2017, 17:15:40 »
Ja, aber insgesamt hat er eine schöne Sammlung gebracht ... Zeigt jedenfalls gut, wie schnell wir Schweizer mal völlig ratlos dastehen, wenn wir mal wieder feststellen, dass ein Begriff nicht allgemein bekannt ist.
Und ein paar weitere gute Artikel zum Thema Sprache sind verlinkt. Von daher ...
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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #30 am: 11 Juli 2017, 12:39:39 »
Hier vielleicht ein Artikel, der den einen anderen hier vielleicht interessiert:

https://m.srf.ch/kultur/literatur/briefe-aus-irren-laendern
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Wir fragen uns ja auch hier manchmal, was das heißt: Schreiben. Oder auch: Autor sein.

In der Langen Nacht brachte der Deutschlandfunk am 30.09.2017 ein interessantes Feature über Virginia Woolf (1882 - 1941), dass sicher noch einige Zeit in der Mediathek zu finden sein wird.

Wer sich die zwei Stunden gönnen mag, der wird belohnt, nicht nur mit einer für sich schon interessanten Erzählung über ein Autorenleben am Beginn der Moderne, sondern auch mit Tagebuchauszügen, in denen Woolf sehr unverstellt über ihre Haltung zum Schreiben, zur Literatur und zum künstlerischen Schaffen überhaupt reflektiert (z.B. anläßlich einer Ausstellung, in der sie zum ersten Male Arbeiten von Matisse, dem jungen Picasso und anderen französischen Künstlern in London sieht). Klingt trocken? Betrifft uns nicht, wir schreiben für den Markt? Mitnichten: wer offen hinhört, findet Anregendes und Erweiterndes auch für den Blick auf die eigene Existenz als Schreiberling.

Zitat
Klaus Reichert (Anglist, Essayist und Herausgeber der Fischer Werkausgabe von Virginia Woolf.): "Sie hat ja ganz unterschiedliche, nennen wir es mal, Schreibhaltungen gehabt. ...
Und noch eine weitere Form ist die Form des Tagebuchs. Und die Tagebücher sind deshalb so wichtig, weil sie erstens permanent geschrieben hat und zweitens sich zum Gesetz gemacht hat, ich darf beim Schreiben nicht nachdenken. Das heißt, ich darf nicht die Zensurbehörde aufrufen, "ach, soll ich das jetzt so formulieren oder eher so, dieses Wort, na ja, es ist ein bisschen schief, ich streich' das jetzt mal durch", sondern sie hat geschrieben, geschrieben, geschrieben. Und das sind eben auch Tagebücher, die niemals zur Veröffentlichung bestimmt waren, sie wollte einfach aufschreiben, was um sie herum vor sich ging, was in ihrem Kopf war, welche Mühen sie hatte, diesen oder jenen Roman zu schreiben, oder dass sie auf irgendwelchen Parties war und den und den getroffen hatte. Das war gedacht als Material, wenn sie ihre Autobiographie schreibt, Material sammeln für später mal, um das auszuführen."



Deutschlandfunk
"Ich spieße die Zeit mit der Feder auf" – Eine Lange Nacht über Virginia Woolf
Sendung vom 30.09.2017

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #32 am: 01 Oktober 2017, 16:20:11 »
Klingt spannend, vielen Dank für den Hinweis!
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« Antwort #33 am: 01 Oktober 2017, 17:33:13 »
Klingt auch für mich sehr interessant. Danke.
We are not nouns, we are verbs. I am not a thing – an actor, a writer – I am a person who does things – I write, I act – and I never know what I am going to do next. I think you can be imprisoned if you think of yourself as a noun.
(S. Fry)

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Re: Artikel, Essays und Blogposts
« Antwort #34 am: 16 September 2019, 21:27:05 »
Gerade gelesen, ein interessanter Artikel zum Neurologischen hinter Geschichten:
SRF News: Die wahren Abenteuer erleben wir im Kopf:
https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/wochenende-gesellschaft/geschichten-und-unser-gehirn-die-wahren-abenteuer-erleben-wir-im-kopf?wt_mc_o=srf.share.app.srf-app.sms
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« Antwort #35 am: 01 Oktober 2019, 15:20:53 »

Hallo zusammen,

ich habe schon länger einen Artikel gelesen. Ich hielt ihn für sehr aufschlußreich. Immerhin arbeiten wir mit Worten und die richtigen Worte zu finden, ist zwar nicht immer einfach ... aber von Vorteil.

https://www.maennersache.de/framing-bedeutung-16687.html

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