30 June 2022, 11:45:33

Neueste Beiträge

Seiten: 1 ... 8 9 [10]
91
Höllenfenster / Re: Kartoffelsalat und von der Quintessenz ihn nicht zu mögen
« Letzter Beitrag von merin am 20 January 2022, 11:35:37 »
Auf jeden Fall. Leider sind freie Mitarbeitende in Tageszeitungen oft unterirdisch schlecht bezahlt. Guess how I know ...
92
Höllenfenster / Re: Kartoffelsalat und von der Quintessenz ihn nicht zu mögen
« Letzter Beitrag von Paradieseule am 20 January 2022, 10:37:58 »
Tralla-la-la ...

Ich habe diesen (in überarbeiteter Form) Text an die lokale Redaktion der örtlichen Tageszeitung geschickt. So quasi für "Lückenfüllzwecke" für Beilagen. (Marktmagazin) - Natürlich wollte ich damit auch mein Buch bewerben. :biggrin:

Gerade hat mich die Readaktion angerufen. Sie geben meinen Text weiter an die Sonderreaktionen, die solche Texte durchaus brauchen können.
Aber .... Sie würden mich gerne kennenlernen und mich als freie Journalistin/Berichtserstatterin engagieren.  :hehe: Ist doch irgendwie geil. Oder?

LG Paradieseule
93
Die Werke der Federteufel / Re: Veröffentlichungen in Printform
« Letzter Beitrag von merin am 20 January 2022, 09:56:45 »
Mich gibt es mal wieder in der c't: https://www.heise.de/select/ct/2022/3/2126608312371843740

Leider kann man wieder nur die Illustration (die diesmal nicht meinen Geschmack trifft) und die ersten Zeilen lesen, für den Rest muss man das Heft kaufen.

Und dann gibt es hier die Anthologie "Das Alien tanzt im Schlaraffenland": https://www.pmachinery.de/unsere-bucher/androsf-die-sf-reihe-des-sfcd/androsf-band-141-150/norten-ellen-hrsg-das-alien-tanzt-im-schlaraffenland

Da ist ein wie ich finde sehr witziger Text von mir drin. Allerdings habe ich noch nicht rausgefunden, wo man das Buch kaufen kann.
94
Höllenfenster / Re: No 42 antwortet nicht
« Letzter Beitrag von merin am 19 January 2022, 21:00:51 »
Lieber Maks,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir aneinander vorbeireden. Klar, ist Engagement immer freiwillig. Aber in mir sinkt die Lust, etwas zu geben, wenn es mir unausgewogen scheint, mehr wollte ich nicht sagen. Ich geh meist erstmal eine Menge in Vorleistung, aber wenn ich dann sehe: da liegen mehrere Texte auf dem Rost, und der Neue hat keinen davon aufgespießt, aber was Eigenes dazu geworfen, dann naja ... du weißt schon - akute Lustlosigkeit. Ich glaube, ich hab einfach zu oft erlebt, wie Leute reinkamen, die nötigen Beiträge sammelten, was auf den Rost warfen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Da versuch ich dann mal dafür zu werben, dran zu bleiben. Denn ich schätze dieses Forum sehr, aber es lebt nur, wenn Leute mitmachen und einen langen Atem beweisen. Ich will einladen, nicht vorschreiben.

Was wünsche ich mir, was du damit machst? Keine Ahnung. Ich merke selbst, dass ich es oft nicht leicht finde, in Worte zu fassen, was eine Rückmeldung in mir bewegt hat. Oft bewegt sie ganz viel, aber ich kann nur wenig davon zurückmelden. Oft muss ich auf so einer Röstung wochenlang rumkauen, bevor ich sie verdauen und umsetzen kann. Das mag von außen dann manchmal so aussehen, als käme nichts zurück. Aber auch sowas ist dann halt gut zu wissen für die anderen Teufel.
Was ich merke: Nicht nur mir geht es so, dass auf Kritik dann erstmal die Idee kommt, den eigenen Text zu erklären. Das macht dann schnell das Gefühl, alles, was kritisch angemerkt wird, wird beiseite geschoben, weil die Teufel ja "den Text nicht verstanden haben". Das kann schon sein. Muss aber nicht.  ;)
Wenn ich mir die Welt so ponyhofmäßig zurechtwünschen könnte, hätte ich gern, dass nach einer Röstung zurückgemeldet wird, dass der Text überarbeitet wird und diese oder jene Punkte einfließen. Aber ich mach das nichtmal selbst immer so. Und weiß gar nicht, ob das außer mir noch jemand wollen würde.

Mich würde aber schon interessieren, ob du über deinen Text jetzt anders nachdenkst. Welche Anmerkungen für dich hilfreich sind und welche auch nicht. Denn mein Gefühl ist, dass du ein konzeptuelles Problem hast und das Rösten einzelner Textteile mit immer wieder den selben Schwierigkeiten da wenig bringt. Bzw. wäre ich total neugierig, wie ein nach unseren Rückmeldungen überarbeitetes Textstück aussehen würde.

So far ...
merin
95
Höllenfenster / Re: No 42 antwortet nicht
« Letzter Beitrag von Maks Morgenstern am 19 January 2022, 14:47:30 »
Liebe Merin,

1. Dynamik der Plattform

Zitat
Mich selbst frustriert es auch, dass ich mich mit deinen Texten ausführlich auseinander setze, zu meinen aber kaum Rückmeldungen kommen. Das betrifft nicht nur dich, aber bei dir fällt es mir gerade sehr auf.

Dass du frustriert bist tut mir leid, zumal du seit der Gründung eine der Haupttreiberinnen hinter diesem wunderbaren Autorenforum bist, wenn ich die Genese dieser Plattform richtig nachvollzogen habe. Als Newcomer antworte ich auf Beiträge anderer Autoren, soweit es mir möglich ist. Auch auf deine aktuellen Texte, oder habe ich etwas übersehn?
....
Deine Erwartung und der Frust sind verständlich, aber letztlich ist jede gute Röstung abhängig von freiwilligen Enagagement.

Du sagst, dieser Frust beträfe nicht nur mich. Nunja, das ist die Dynamik einer Plattform. Do et des.

2. Umgang mit Feedback

Zitat
Ich sehe auch nichts davon, dass du die vorigen Röstungen aufgenommen und entsprechend an den Texten gearbeitet hast.

Was möchtest Du denn sehen? Ich verstehe es so, dass ich auf Beiträge zu meinen Röstungen antworte und Hinweise die mir geholfen haben erwähne. Wie ich diese im Detail aufnehme, ist dann Teil meines schöpferischen Prozesses. Ich überarbeite die Kapitel im Rahmen meiner verfügaren Zeit und derzeit liegt das Exposé der Stipendiaten bei zwei Verlagen/Agenturen. Da ist auch noch ein Job, der meinen Alltag prägt.... 

Zitat
Auf Detailröstungen habe ich daher nicht so richtig Lust (die gebe ich nur, wenn ich weiß, dass sie den Leuten helfen, sonst kann ich mir die Mühe ja auch sparen)

Das ist dein gutes Recht. Mir haben viele deiner Hinweise, auch deine Antworten auf die vier Fragen zum No 42 antwortet nicht, geholfen. Merci!

Ich weiß nicht, ob die Zusammenfassung der Story, die ich Paul in der Antwort mitgeschickt hatte, weiterhilft, da der Leser diesen Spoiler auch nicht bekommt.

Beste Federgrüße
MM
96
Höllenfenster / Re: Kartoffelsalat und von der Quintessenz ihn nicht zu mögen
« Letzter Beitrag von Paradieseule am 17 January 2022, 16:40:37 »
danke Euch allen.

Ich hoffe, dass ich heute noch ein wenig Zeit finde, den Text zu polieren.

@June
@merin
@Paul
Ja der Satz ist etwas unglücklich. Ich werde ihn umformieren.

Ansonsten danke für Eure Anmerkungen. Ich glaube ihr habt mir gut aufgezeigt, welcher Eindruck beim Lesen entsteht und wo für Euch die Sätze holpern.

@eska
rufen -- statt "riefen", danke.
Mit deinen Ausführungen kann ich viel anfangen.

@merin:
Es soll ein Schnellimbiss bleiben, weil ... schnell und kurz.

danke
paradieseule





97
Höllenfenster / Re: No 42 antwortet nicht
« Letzter Beitrag von merin am 17 January 2022, 09:07:46 »
Hallo Maks,

mir geht es ein bissel wie Paul: Ich frage mich, was du möchtest. Die Textteile, die ich lese, scheinen nichts miteinander zu tun zu haben und ich sehe auch nichts davon, dass du die vorigen Röstungen aufgenommen und entsprechend an den Texten gearbeitet hast. Mich selbst frustriert es auch, dass ich mich mit deinen Texten ausführlich auseinander setze, zu meinen aber kaum Rückmeldungen kommen. Das betrifft nicht nur dich, aber bei dir fällt es mir gerade sehr auf.

Auf Detailröstungen habe ich daher nicht so richtig Lust (die gebe ich nur, wenn ich weiß, dass sie den Leuten helfen, sonst kann ich mir die Mühe ja auch sparen), daher nur grob: Ich empfinde den Text als reinen Infodump. Der ist gut und anfangs atmosphärisch schön, aber von einem Roman erwarte ich etwas anderes: Handlung. Und die erkenne ich hier nicht. Ich verliere dann schnell die Lust am Lesen, weil ich mich frage, wozu ich das alles wissen muss. Daher habe ich ab dem dritten Absatz nur noch quergelesen.
Mich stört es auch, dass die Erzählstimme (von der ich immer noch nicht weiß, welche Perspektive sie einnimmt) Behauptungen aufstellt, die ich falsch finde. Sowas wie "Jeder Mensch hat ein Recht darauf beschützt zu werden" (real leben wir in einer Welt, in der das für die Großzahl der Menschen einfach nicht stimmt) oder Platitüden wie "Wie alles im Leben wandeln sich auch Gefahren."

Zitat
1. Gelingt es eine dichte Thrilleratmosphäre zu schaffen, die den Leser in die Story mitnimmt oder ist dieses Satelliten Netzwerk zu abstrakt (Star Link existiert). Der Roman ist KEIN SciFi!

2. Der leise angedeuteten Hack der Satelitten (grün/rot/grün) bedeutet eine globale Bedrohung, aber behält der Leser den Überblick über die Schauplätze (Space, Washington, Shenzen und Persischen Golf) und Personen oder ist es zuviel des Guten.

3. Findet ihr die Wortspiele Satellit - Wächter, Sicherheit - Überwachung - Manipulation - Disruption gelungen oder überfrachtet?  (Dieser Grundkonflikt geht durchs ganzen Roman, DDR, Nazizeit, Saudi-Arabien, USA nach 9/11)

4. Wird hier deutlich, dass Dan Lehmann  das Genie hinter dem Sentinell-Netzwerk von NetSpace ist? Er soll hier als Hauptperson aufgebaut werden?

1. Kein SciFi? Ich dachte, du hättest den Text als SF eingeführt? Nun bin ich verwirrt. Thriller ist für mich vor allem: Action. Das fehlt hier völlig.

2. eindeutig zu viel. Vor allem, weil an den Orten jeweils keine plastischen Personen sind

3. Ich habe irgendwann nur noch quer gelesen (weil ich die Handlung gesucht habe) und die Wortspiele daher nicht aufgenommen.

4. Habe ich auch nicht geschnallt.

Insgesamt fehlt mir nach wie vor der rote Faden. Stilistisch hast du viel gutes drin, aber plastisch handelnde Charaktere - überhaupt mal Charaktere - sind leider Mangelware. Ich kenne ja nun die gesamten ersten drei Kapitel - und habe immer noch nur eine ganz vage Ahnung, was Thema ist. Wer die Hauptperson ist (und ob es überhaupt eine gibt) habe ich nicht verstanden. Ich fürchte, das funktioniert von der Anlage her nicht und du müsstest das Konzept des Textes noch einmal überdenken. Irgendwie muss ich ja als lesende Person durch die Handlung geführt werden. Irgendeinen roten Faden muss es geben. Sonst verliere ich schnell das Interesse.

So far ...
merin
98
Höllenfenster / Re: Kartoffelsalat und von der Quintessenz ihn nicht zu mögen
« Letzter Beitrag von eska am 16 January 2022, 23:28:11 »
Hi Eule.

Im Ganzen gefällt mir deine kleine Szene mit ihrem großen Bezug. (Ich beziehe mich auf die zweite Version.)
Mir ist folgendes aufgefallen: Alle handelnden Personen, also auch die Ich-Erzählerin, haben eine genaue Vorstellung, wie Kartoffelsalat, zumindest leckerer solcher, gemacht sein muss. Vermutlich basiert das jeweils auf Gewohnheit. Also kommen verschiedene Gefühle zusammen, wenn er anders ausfällt (die Welt nicht meinen Erwartungen entspricht): Enttäuschung, weil ich mich auf das Bekannte gefreut habe, Verunsicherung, dass etwas so Selbstverständliches eben nicht selbstverständlich ist, vielleicht Empörung, dass ich mich mit meinen negativen Gefühlen abfinden soll (= ich bin falsch) und mich mit dem Unbekannten, Enttäuschenden auseinandersetzen. Die Oma hat sich auf ein fröhliches Essen und zufriedene Kinder gefreut als Lohn für ihre Mühe und ist ebenfalls enttäuscht, denn für sie ist das Salat richtig, so wie sie ihn kennt.

Um die Lektüre ergebnisoffener zu machen, würde ich den Titel verkürzen auf nur 'Kartoffelsalat'.

Dass die drei Mädchen zusammenhalten und einander mehr vertrauen als der ein bisschen fremden Oma, die auch noch anders kocht als die Eltern, könntest du zusätzlich zeigen, z.B. indem sie sich alle auf der Sitzbank drängeln. Und die Unsicherheit der Oma könnte die Frage ganz am Anfang zeigen: "Was esst ihr denn gern?" oder ein "das wird einfacher als befürchtet."

Und zum letzten Teil fehlt mir ein Übergang. Vielleicht so was wie: Ich gehe in die Küche und schneide ein paar Scheiben Brot ab. Zu den Würstchen. Und plötzlich muss ich schmunzeln. Die Welt spiegelt sich in meinem Kartoffelsalat. Weil er anders ist, hat er keine Chance. Wieviel Gutes habe ich in meinem Leben wohl verpasst, weil es meiner Vorstellung, Gewohnheit und Anpassung an andere zum Opfer fiel?

Zitat
„Oh, ja!“, riefen die Enkelinnen.

Wenn du den Satz drin lassen willst - es gefiel mir auch ohne - dann passt Präsens besser in den Kontext.

Gruß,
eska


99
Höllenfenster / Re: No 42 antwortet nicht
« Letzter Beitrag von Paul am 16 January 2022, 22:41:19 »
Hi Maks

Ich mag es auch, wenn ich nicht gleich alles auf dem Silbertablett serviert bekomme, trotzdem gibt es große Unterschiede zwischen Bildern, die Rätsel eröffnen und einem Text, der willkürlich hin und her springt. Umgekehrt - und da beginnt auch meine Neugierde für mein eigenes Schreiben - ist es immer wieder spannend, an welcher Stelle man im eigenen Text "springt" und wo und wie man wieder ankommt.

Was dein Vorschlag angeht, hakt er m.E. noch immer an ähnlichen Problemen, auch wenn er für mich zumindest besser verständlich ist:

Problem 1: Der Anfangssatz passt nicht zu dem, was folgt.

Problem 2: Das Bild vom Satelliten, der um die Erde fliegt, wird mehr "behauptet", als dass es in meinem Kopf entsteht.

Ich probier mal einen Versuch (auf die Schnelle von meiner Seite - ohne zu wissen, ob er mich selbst überzeugt)

Schwerelos zog CubeX No. 42 mit 12.000 km/h seine elliptische Bahn um die Erde. Er war weder von der Erde aus zu erkennen, noch von den Taikonauten auf der Raumstation Tiangong, obwohl sie nur 25 Kilometer entfernt den gleichen Planeten umkreisten. Unsichtbar hielt er seinen Kurs durch die unendliche Tiefen des Weltraums und trotzte den minus 270 Grad Celsius auf der Nachtseite, wie auch den 100 Grad plus, wenn die Sonne über dem Horizont auftauchte. Er war erbaut, um Gefahren abzuwehren. Schließlich hatte jeder Mensch ein Recht darauf, beschützt zu werden. ...

Dieser Text hat am Anfang ein klares Subjekt. Er folgt dem Subjekt, um so ein Bild entstehen zu lassen. Der Sprung kommt erst, nachdem sich das Bild des Satelliten im Kopf aufgebaut hat. Was hältst du davon? Und wo würdest du "springen"?

Paul ;)
100
Höllenfenster / Re: Kartoffelsalat und von der Quintessenz ihn nicht zu mögen
« Letzter Beitrag von merin am 16 January 2022, 20:00:40 »
Ich fürchte, das mit der neuen Version wird nicht klappen, weil nun nicht immer klar ist, wer sich auf welche Version bezieht. Aber probieren wir es aus.

Der Anfangsholperer ist noch drin:

Zitat
Kartoffelsalat ist zwar nicht meine Stärke, noch kann ich mich eines geheimen Familienrezeptes bedienen. Dennoch bin ich mit dem Resultat zufrieden.

Für mich muss es heißen:

Zitat
Kartoffelsalat ist zwar weder meine Stärke, noch kann ich mich eines geheimen Familienrezeptes bedienen. Dennoch bin ich mit dem Resultat zufrieden.

Ansonsten finde ich den Text nun zwar klarer, aber leider viel zu erklärbärig. Er wirkt dadurch fast etwas plump, der Zauber der Situation ist nicht mehr so gut eingefangen und was man daraus ziehen soll ist für meinen Geschmack zu sehr serviert (wie Kartoffelsalat ;)).

Woran das liegt, müsste ich im Detail herausarbeiten, aber du hast den Text in den Schnellimbiss gestellt und ich bin nicht sicher, ob das dein Anliegen ist. Gibst du mir nochmal einen Tip?

LG
merin
Seiten: 1 ... 8 9 [10]