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Selfpublishing / Re: Einstieg ins Selfpublishing
« Letzter Beitrag von diffusSchall am 01 May 2025, 19:21:11 »
Hi merin,

man kann beim Selfpublishing alles machen oder alles lassen.
Soll heißen: Für jede Produktionsstufe gibt es Dienstleister, aber man kann auch nahezu alles selbst machen, wenn man das möchte. Ersteres treibt natürlich die Vorlaufkosten nach oben.
Es gibt keinen Kardinalsweg beim SP. Für jeden sieht das Paket an DIY und Outsourcing anders aus. Das hängt von den eigenen Fähigkeiten, dem Anspruch und natürlich auch vom Geldbeutel ab.

Zuerst solltest du dir darüber Gedanken machen, ob du Print-on-Demand oder den klassischen Eigenvertrieb mit Lagerhaltung machen möchtest. Davon ist abhängig, welche Dienstleister überhaupt für dich in Frage kommen.

Kosten für das Artwork sind sehr individuell. Wenn du gerne ein Coverbild von einem renommierten Künstler/Illustrator haben möchtest, dann werden die ihre eigene Preisvorstellung haben. Für eine einfache Coverdienstleistung sind meines Wissens Preise um die 300€ üblich.
Und dann gibt’s natürlich den Weg über bildgebende KI-Dienste.
(@merin: Kennst du den/die Illustrator/in vom Geflecht-Cover? Frag da doch mal an, alleine schon wegen der Konsistenz.)

Thema Buchsatz: kann man sich reinfuchsen, ist aber eine steile Lernkurve. Viele SPler stemmen das tatsächlich selbst. Wobei es da ganz klar einen Zusammenhang zwischen Aufwand und Qualitätsanspruch gibt. Den Buchsatz kann man auch simpel mit Word oder den meisten Schreibprogrammen machen und sich wenig mit der Thematik beschäftigen. Aber danach wird es dann auch aussehen.
Wer mehr möchte, zumindest ansatzweise ein semiprofessionelles Druckbild anstrebt, der kommt erstens nicht um Lernen herum und zweitens sollte man dafür das entsprechende Softwarewerkzeug benutzen.

An dieser Stelle ein Buchtipp: „Buchsatz-Kompass: Vom optimalen Manuskript zur Buchherstellung“ von Gabi Schmid.
Das Buch lege ich jedem ans Herz, der sein Manuskript veröffentlichen will, egal ob über einen Verlag oder per Selfpublishing. Für Letzteres ist es meiner Meinung nach ein Pflichtkauf und Must-Read.

Dienstleister für den Buchsatz gibt es natürlich auch. Ich persönlich weiß, dass BoD das anbieten. Aber das ist natürlich nur interessant, wenn man Print-on-demand will.

E-Book-Konvertierung ist auch erlernbar. Da gibt’s im Netz eine Menge Tutorials zu.
Als Dienstleister macht BoD das beim Buchauftrag ohne Mehrkosten. Wenn man den Eigenvertrieb gehen will, kann man auch dafür Dienstleister zwischenschalten, die einen bei der Erstellung helfen und in die großen Onlineshops bringt.

Zeitplan: Ich habe für meine erste SP-VÖ ca. ein halbes Jahr ab Manuskript gebraucht. Dazu musste ich Buchsatz lernen und umsetzen. Grafik-KnowHow fürs Cover hatte ich bereits.

Budget: lässt sich pauschal nicht beziffern. Ich bin den Print-on-demand-Weg gegangen und meine Vorlaufkosten waren aus verschiedenen Gründen minimal.
Andere müssen bis zu 3000,- € Kosten einplanen, für Lektorat/Korrektorat, Cover und div. Dienstleistungen. Und lassen 500 Bücher vorab auf Lager drucken, was natürlich auch entsprechend kostet.

Merin, du wirst dich an deinen Weg herantasten müssen. Mach für dich klar, was du genau machen willst. Und das definiert dann, welche Dienstleistungen du von wem in Anspruch nehmen kannst und willst, was du alleine machen kannst.

Cheers- diffusSchall

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Selfpublishing / Einstieg ins Selfpublishing
« Letzter Beitrag von merin am 01 May 2025, 17:10:31 »
Ihr Lieben,

nach der Ablehnung meines fertigen Manuskripts habe ich mich nun entschieden, den Weg ins Selfpublishing zu gehen. Leider habe ich so gut wie keine Ahnung, aber einige hier sind alte Hasen oder haben bereits Bücher selbst veröffentlicht. Und vielleicht interessiert das Thema ja nicht nur mich. Daher hier ein Frage- und Sammelthread zum Thema.

Ich habe ein Manuskript und eine Lektorin.
Brauche also noch jemand für's Korrektorat.
Und ein Cover. Wie viel kostet das? Und wer macht sowas? Kann ich mit einem Bild meiner Wahl zu einer Person gehen und sagen: Mach mir bitte daraus ein Cover?

Wie sieht es mit Buchsatz aus? Wer macht das? Wie? Kann ich das selbst lernen?

Und schließlich Druck und Vertrieb. In meinem Kopf schwirrt das Wort "Distributor" herum, aber was genau ist das? Und welche Anbieter gibt es? Wie bringe ich e-book und print unter die Leute?

Wie werden die Preise kalkuliert?

Wie lange dauert das Ganze? Also was ist ein realistischer Zeitplan?

Zum Marketing hab ich auch einige Fragen, aber da hab ich immerhin schon Ideen.

Danke schonmal für euren Input!
merin
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Die Werke der Federteufel / Re: Veröffentlichungen in Printform
« Letzter Beitrag von merin am 07 April 2025, 16:11:31 »
Da das hier öffentlich lesbar ist, lass uns das doch besser in der Bar besprechen.  :)
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Die Werke der Federteufel / Re: Veröffentlichungen in Printform
« Letzter Beitrag von jcl am 07 April 2025, 08:33:56 »
Danke! Wie man sieht, hat sich der Verlag bei der Titelfindung durchgesetzt. ::)
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Die Werke der Federteufel / Re: Veröffentlichungen in Printform
« Letzter Beitrag von merin am 06 April 2025, 19:45:12 »
Oh cool, ich gratuliere!  :victory:
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Die Werke der Federteufel / Re: Veröffentlichungen in Printform
« Letzter Beitrag von jcl am 06 April 2025, 14:28:41 »
Das Buch 'Im Bann der Freibeuter', vormals 'Arcadia', kann nun vorbestellt werden: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1074892069. Und die Story 'Eva', die auch hier auf dem Rost lag, ist gerade im Exodus: https://exodusmagazin.de/exodus-ausgaben/exodus-49.html. Danke an alle Röster, die mir geholfen haben, die Texte unterzubringen!
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Federfutter / Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Letzter Beitrag von merin am 26 March 2025, 18:36:07 »
Ach, ich habe den Folgeroman "Die Parabel der Talente" begonnen, es aber dann abgebrochen. Ich wurde mit den Figuren einfach nicht warm und fand die Beziehung der Hauptfigur zu ihrem Mann einfach nur schrecklich (sie hören einander für meinen Geschmack nicht wirklich zu und handeln nie etwas wirklich aus).

Was ich genial fand, war die Idee der Empathen, die durch starke Gefühle bei anderen außer Gefecht gesetzt werden. Das ähnelt ja schon ein wenig meinen Surai und Kalok im Geflecht. Aber Butler hat etwas ganz anderes daraus gemacht.
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Federfutter / Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Letzter Beitrag von Paul am 25 March 2025, 22:41:53 »
Octavia Butler - Die Parabel vom Sämann

Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen (ich sehe in den Buchhandlungen immer wieder die Neuerscheinungen im SF Bereich durch und lese dabei ein, zwei Seiten an), habe aber bis jetzt erst die erste Hälfte des Buches gelesen.
 Ich mag den Tagebuchstil, der ohne eine komplizierte Sprache auskommt. Ich mag ihren "Realismus". Den Figuren werden weder falschen happy ends geschenkt, noch wird ihnen etwas willkürlich weggenommen, nur um die Handlung voranzutreiben. Und ich mag ihre philosophich-theologischen Gedanken vor ihren Kapiteln, in denen sie den Grundkonflitk, den sie im Buch beschreibt, noch einmal auf eine andere Weise bearbeitet.
 Ihre dystopische Welt, die von den Folgen des Klimawandels erzählt, handelt in unserer heutigen Jetztzeit (das Buch ist schon etwas älter), was einen auf der einen Seite hoffnungsfroh macht (so schlimm sieht unsere Welt im Moment noch nicht aus), auf der anderen Seite aber auch beklemmend ist, weil die von ihr beschriebene Zukunft uns an manchen Stellen erschreckend nahe rückt.

Paul
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virtueller Schreibratgeber / Re: Schreiben lernen - Handwerk polieren
« Letzter Beitrag von diffusSchall am 25 March 2025, 14:42:58 »
Ich finde, dass es beim Lesen oft zu merken ist, ob die Welt im Kopf der schreibenden Person aus mehr bestand als aus dem, was dort steht. Das gibt dem Ganzen oft eine schöne Tiefe.

Das gilt ja auch für die Figurenzeichnung: Eine Figur, die ich als Autor komplett verstanden und verinnerlicht habe, läuft mir doch ganz anders, viel konsistenter, von der Feder, als eine, von der ich nur ein Plakat im Kopf habe.
Es gibt ja einige Autoren, die erschaffen grundsätzlich komplette Vitae und Psychogramme ihrer Hauptfiguren. Die Krimiautorin Elizabeth George fällt mir dazu ein.
Sich die Mühe zu machen, ist sicherlich nicht die dümmste Herangehensweise, an alle Aspekte des Weltenbaus.

LieGrü - diffusSchall
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Federfutter / Re: Was lest ihr gerade? ab 2018
« Letzter Beitrag von diffusSchall am 25 March 2025, 14:27:23 »
Edwin A. Abbott - Flächenland

Ein Gruß aus der Zweidimensionalität, alles andere als eindimensional erzählt.
Das Buch ist Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und zählt zu den frühen Werken der Science Fiction. Ein Quadrat bringt uns die Welt der 2. Dimension und deren Lebensformen und Gesellschaft nahe und berichtet von seinen Besuchen im Linien- und Raumland.
Sehr fantasiereich, auch lehrreich und tatsächlich unterhaltsam. Ich finde, mehr, als nur eine Kuriosität, aus der Sicht von uns Weltenbauern.
Der Text ist natürlich ein Kind seiner Zeit und muss so gelesen werden. Er spiegelt das Klassendenken und die Geschlechterrollen des viktorianischen Zeitalters, versteht sich genau da aber auch als zeitgenössische Satire.

Cheers - diffusSchall
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