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Die Werke der Federteufel / Re: Veröffentlichungen in Printform
« Letzter Beitrag von June am 24 March 2024, 11:23:45 »Von mir auch!



Ihre Pferde pflügten mit schmatzenden Hufen durch Schlamm, der noch vor wenigen Stunden eine staubige Straße gewesen war.Das ist für mich ja schon mal ein großartiger Einstieg. Ich liebe Sätze wie diesen. Kaum Beschreibung, und trotzdem hat man sofort ein Bild vor Augen.
'Aufmüpfig und dreist'... vorgestern hatte er diese aufmüpfige Dreistigkeit gesehen.Hihihih ....
Besser, ihn gezielt gegen die Banditen zu richten, als dem Rat einen Gefallen zu tun und zu sterben.Oha? Das verspricht einen interessanten Konflikt.
Der Geruch von Blut vermischte sich mit dem von Rauch und die Schreie von Sterbenden ...Da würde ich die beiden Sätze durch einen Beistrich trennen. Dass mit "und die Schreie" ein neuer Satz anfängt, habe ich erst im dritten Anlauf verstanden.
... sowie das widerliche knacken brechender Knochen konnten einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Jorik nahm nichts davon wahr.Hier wäre zu der POV zu prüfen. Ich bin nicht sicher, aus welcher Perspektive du schreibst, ich lese immer alles erst einmal aus der Personalen Perspektive, die ich auch selber schreibe. Aber das muss deswegen ja nicht stimmen, nur weil ich das so lese.
Klimpern macht bei mir so ein leises, kuscheliges Bild. Und dann setzt du ein "pflügten" daneben, was rasant klingt. Ich bin verwirrt.Die Wortwahl anfangs ist tatsächlich bewusst gesetzt um Konflikt zwischen Natur und der menschlichen Intension zu verbinden. Ich finde Wassertropfen auf Metall machen einen sehr eigenen Laut der nicht zu plätschern oder etwas ähnlichem passt.
Stolpern tu ich aber vor allem über Königs-Thing. Denn Monarchie und Thing-Regierung sind für mich widersprüchliche Dinge.]Ja Monarchie und Stammesregierung haben sich in der Realität aneinander aufgerieben.
Trotzdem ist es dir gelungen, eine Stimmung zu beschreiben, und das sehe ich als Pluspunkt. Ebenso wie, dass ich nun wissen will, wieso der Rat ihn losschickt, aber will, dass er scheitertSchön zu hören, dass mir zumindest ein Teil des Foreshadowings gelungen scheint.
Leider nein, Herr. Alle drei Straßen ins Dorf sind von Feldern umgeben. Keine nennenswerte Deckung. Es sei denn wir nutzen den Wald auf der NordseiteDafür hasse ich mein Hirn. Mirnfallen die direkten Wege nie ein. Und ich weiß nicht warum, oder wie ich mir das antrainieren kann
. Und: Er ist ja nicht hinter der Gestalt, sondern auf ihr. Ich denke mal, das kannst du ohne Informationsverlust um die Hälfte kürzen. Stattdessen kannst du uns zeigen, wie groß das Vieh ist und wie es denn nun aussieht.
Regen klimperte auf den Helmen und Waffen der Soldaten. Ihre Pferde pflügten mit schmatzenden Hufen durch Schlamm, der noch vor wenigen Stunden eine staubige Straße gewesen war.
Jorik Durothrar ritt an der Spitze seines Kriegstrupps. Hoch aufgerichtet, trotzte er dem schneidenden Wind und genoss den schweren Duft frischer Wiesen.
"Er hätte den Regen ruhig aufwärmen können, wenn er uns schon decken will. Ich habe keine Lust an Fieber auf dem Heimweg zu sterben."
"Leider nein, Herr. Es gibt nur drei Straßen, die in das Herz vom Dorf führen, diese sind von Feldern ohne nennenswerte Deckung umgeben. Auf der Nordseite liegt ein Wald auf einem Hügel.”
Jorik ritt vom Weg herunter und ließ sich langsam von seinen Soldaten überholen, während er im Schritt neben ihnen herritt. Sie waren müde, erschöpft und sahen alles andere als kampfeslustig aus.
Jorik orientierte sich wieder zur Front und ordnete an, dass die fünfzehn Armbrustschützen bei erster Gelegenheit auf die Dächer gehievt werden sollten, falls möglich.
Björn hatte sich unterdessen daran gemacht, die zwanzig Bogenschützen abzuziehen.
Es war ein Wettstreit gegen die Zeit, den sie verlieren würden. Doch Jorik ließ nichts unversucht und trieb seine Männer immer wieder an. Björn musste wie ein wahnsinniger zurückgeritten sein, denn die anderen Späher stießen erst um einiges später zum Trupp.
Sie ritten so schnell der Untergrund es zuließ: Die Hütten und Häuser wurden mit jedem Schritt größer und purer Elan floss durch Joriks Venen. Nichts konnte sie aufhalten.
Das war die Gelegenheit: Jorik sprang auf die schwarze Gestalt zu. Er schaffte es, hinter sie zu kommen. Sie breitete die Flügel aus, bereit zum Abheben. Er schlug mit ganzer Kraft zu und traf sie im Rücken, während sie abhob. Er spürte wie sein Schwert in ihr Fleisch eindrang. Ein Flügel traf ihn hart in die Seite und schleuderte ihn gegen die Trümmer eines Hauses. Der dumpfe Aufprall presste ihm die Luft aus den Lungen und ein hohes Pfeifen hallte in seinem Kopf. Er kämpfte gegen die Schwärze und sah nur noch, wie die schwarze Gestalt in den Himmel stieg. Sein letzter Gedanke galt seinen Männern, bevor die Schwärze ihn erneut empfing.