28 November 2020, 02:21:44

Autor Thema: Corona-Kurzgeschichte  (Gelesen 1212 mal)

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merin

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Corona-Kurzgeschichte
« am: 24 Mai 2020, 20:47:47 »
Hier hat eine Frau eine Kurzgeschichte über ihr Leben als Alleinerziehende mit zwei Kindern geschrieben. Ich finde die literarisch ziemlich gut, muss ich sagen. https://taz.de/Alleinerziehende-Frauen-zu-Coronazeiten/!5684499/
Und bin ganz froh, dass ich nicht so tun muss, als hätte ich alles im Griff.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

LaHallia

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #1 am: 24 Mai 2020, 21:18:01 »
Ich fand die Geschichte echt anstrengend zu lesen. Gerade vom Stil her. Umständliche Sätze, die irgendwie unrythmisch sind und bei denen ich ständig den Faden verloren habe.

Inhaltlich verstehe ich die Obsession gegenüber dem Staubsauger nicht. Staubsaugen wird sie auch vor und nach Corona müssen, mit der Ausnahme dass sie jetzt mal mehr Zeit hat.

Ich verstehe aber grundsätzlich das Gejammer vieler Eltern nicht - bezogen auf solche, die wie die Frau in der Geschichte Homeoffice machen können oder sowieso ganz freigestellt sind.

Müsste das nicht super sein jetzt? Die Kinder endlich mal den ganzen Tag sehen, und ein richtiges Familienleben haben?
Dafür, dass man sein Kind von 18-20 Uhr nach der Arbeit schnell sieht, braucht man sich kein Kind anschaffen. Meine Meinung. Daher habe ich auch keine.  :diablo:
Sie müssen erzählerische Risiken eingehen. Vor allem aber: niemals versuchen, den anderen zu gefallen. Sie müssen so hoch zielen, dass Sie ganz tief fallen können. Dann vielleicht haben Sie Erfolg. (Frank Schätzing)

merin

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #2 am: 24 Mai 2020, 22:00:57 »
Ich mochte den Stil gern. Die Rhythmik. Den Fluss der Worte.

Und sie war nicht mit dem Staubsaugen beschäftigt, sondern mit dem Raum für sich selbst und ihre Gefühle, den die Geräuschkulisse beim Saugen ihr bietet.

Zitat
Ich verstehe aber grundsätzlich das Gejammer vieler Eltern nicht - bezogen auf solche, die wie die Frau in der Geschichte Homeoffice machen können oder sowieso ganz freigestellt sind.

Echt nicht? Dass es weder der Arbeit noch einem selbst, noch dem Kind gerecht wird, wenn man gleichzeitig arbeiten und für das Kind da sein soll, ist doch unmittelbar einleuchtend. Zumal man in der Zeit der starken Beschränkungen all das nicht tun durfte, was man sonst so mit Kind macht: Spielplatz? Geschlossen. Sport? Geschlossen? Schwimmbad? Geschlossen. Bibliothek? Geschlossen. Museen? Geschlossen. Wie man da eine tolle Zeit miteinander gestalten soll, zumal man ja keine Zeit hat, weil man ja arbeiten soll, ist mir schleierhaft.
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LaHallia

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #3 am: 24 Mai 2020, 22:41:10 »
Aber wenn man im Büro arbeitet wird man ja auch nicht ständig in Museen oder auf den Sportplatz gehen, weil man da ebenfalls keine Zeit hat.

Wenn die Kinder sehr klein sind und ständig in Meetings reinlabern ok, ist wohl ziemlich nervig. Aber wenn sie etwas größer sind? Und Geschwister haben? Man war/ist ja nicht in der Wohnung eingesperrt und durfte immer raus, mit Maske und Abstand auch jeden treffen den man wollte. (Kann nur von Österreich sprechen, ob das bei euch strenger war weiß ich nicht).
Die meisten Kollegen mit Kindern fanden die Zeit eigentlich ganz gut. Auch wenn die Kinder klein waren und Geschwister hatten haben die Kollegen gemeint würde es ganz gut funktionieren. Bei den ganz kleinen ist die Frau im Regelfall eh noch Karenz.
Vielleicht ist Kindergarten ein blödes Alter. In der Schule können sie sich ja meist schon ganz gut selbst beschäftigen.

Ich fand es eher echt übel, dass man dem getrennt lebenden Elternteil  - also dem nicht obsorgeberechtigten - das Besuchsrecht zwischenzeitlich gestrichen hat und dass Väter nicht bei den Geburten ihrer Kinder dabei sein durften. Das war ja echt das Allerletzte.
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Zauberfeder

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #4 am: 25 Mai 2020, 08:08:24 »
Ich muss sagen, ich hab die Geschichte nicht bis zum Ende gelesen. Eher das Wenigste davon. Schon alleine der Anfang hat mich nicht  gereizt. Die Art des Schreibens auch nicht. Dazu kann ich also nicht viel sagen, einfach weil ich sie nicht interessant genug fand. Selbst beim Scrollen und dann kurz Sätze mittendrin lesen, hat es nicht wirklich besser gemacht.

Müsste das nicht super sein jetzt? Die Kinder endlich mal den ganzen Tag sehen, und ein richtiges Familienleben haben?
Ich möchte ehrlich gesagt auch kein HomeOffice machen, wenn Kinder dabei sind. Also klar, ältere spielen besser, noch größere gehen raus. Aber wenn die im Haus sind, hat man, selbst bei Grundschulkindern wohl nicht die Ruhe, um sich wirklich drauf konzentrieren zu können. Bei Kindergartenkindern noch ein völlig anderes Thema. Das halte ich nahezu für unmöglich.

Zu der Frage aber. Leider, leider sehen das viele Eltern nicht so. Es gibt Eltern, die machen ihren Urlaub ohne Kinder. Meine eine Kollegin erzählte mir auch, dass ein Elternteil sagte, dass es doch kein Urlaub wäre, wenn der Kleine dabei wäre, als sie halt gesagt hatten, sie hätten Urlaub und sie sich nach dem Kleinen erkundigt hat. Andere kommen nach einer bis 1 1/2 Wochen Schließzeit zwischen Weihnachten und Neujahr (und wir haben nur die eine, wir haben keine Schließzeit im Sommer) zu uns und sagen Dinge wie 'Schön, dass ihr wieder auf habt'.

Ich will damit nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt natürlich auch Eltern, die genießen das Zusammensein mit ihren Kindern, die lassen das Kind auch zu Hause, wenn sie frei haben und natürlich machen sie auch Urlaub mit ihrem Kind, aber es gibt eben leider, leider auch die Fälle, wo ich mich oft genug frage, wieso zum Henker hast du dir dann bitte ein Kind angeschafft, wenn es a) im Urlaub nervt, b) durchweg von früh bis spät nachmittags im Kindergarten ist, wenn du mit dem zweiten Kind den ganzen Tag, das ganze Jahr über zu Hause bist. Die tun mir einfach immer nur leid.

Paradieseule

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #5 am: 25 Mai 2020, 09:35:09 »
Ich habe den Text auch gelesen. - Aber nicht zu Ende. Das hat aber den Grund, da ich mich dabei nicht wiederfinde.
Kinder - Homeoffice - das betrifft mich nicht direkt. Auch die anderen Corona bedingten "Probleme."
Gott, sei Dank, sage ich und bin kurz davor mir einen Gebetsteppich anzuschaffen, um ihn dankbar nach Süden auszurollen ...

Den Text finde ich nett. Einige Sätze finde ich weniger gelungen ...

Ich habe übrigens einen anderen Text (Bericht) gelesen, von einem genesenen Corona-Infizierten.
Der war gut, so gut sogar, dass ihn schon "manipulativ" finde.

LG Paradieseule

LaHallia

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #6 am: 25 Mai 2020, 16:24:34 »
Zitat
Es gibt Eltern, die machen ihren Urlaub ohne Kinder. Meine eine Kollegin erzählte mir auch, dass ein Elternteil sagte, dass es doch kein Urlaub wäre, wenn der Kleine dabei wäre
Erste Reaktion war: krass.
Zweite Reaktion: wenn die Eltern als Paar zB 1x im Jahr ein verlängertes Wochenende alleine weg fahren, halte ich das für durchaus gesund. Man ist auch noch Paar und nicht nur Eltern.

Aber seine Kinder NIE mit auf Urlaub zu nehmen und sie so dermaßen als Belastung zu empfinden, dass es kein Urlaub ist wenn man ihn mit den Kindern verbringen muss, ist schon traurig.
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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #7 am: 25 Mai 2020, 17:07:45 »
Ich liebe mein Kind. Sehr. Aber ich war total froh, dass ich wegen Systemrelevanz die ganze Zeit in die Praxis durfte. Aus der Wohnung raus. Juhu! Tochter und Vater haben sich hier nach einigen Tagen nur aufeinander schon enorm angenervt. Und meine Tochter durfte Freunde nur mit Abstand treffen, worauf sich nur eine Freundin eingelassen hat. Und ehrlich: Grundschülerinnen, die auf Abstand spielen? Das kann man vergessen.
Klar gehe ich mit meinem Kind nicht den ganzen Tag raus, das mache ich nur am Wochenende, weil das unter der Woche die Kita bzw. Schule macht. Aber wenn wir frei haben, dann haben wir das schon oft so gestaltet. Ich finde es auch einen riesigen Unterschied, ob wir sagen "hey, diese Ferien gestalten wir hier alle zu Hause schön" und dann hat man eine gewisse Zeitspanne und verplant die, oder ob man auf unbestimmte Zeit mit eingeschränkten Möglichkeiten aufeinander hockt. Und: Die Bedürfnisse von Kindern und von Erwachsenen sind schon sehr verschieden. Da ist es schwer, allen gerecht zu werden. Ich kann gut zurückstecken, wenn ich weiß, dass ich meine Zeit habe, wo meine Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Aber wenn das nicht geht, weil meine Hobbies alle gestrichen sind - dann wird es echt schwer. Ich bin froh, dass das jetzt zumindest teilweise wieder anders ist.

Zum Text: Für mich ist das ein Text über Frauenbilder, über Inszenierungen und Authentizität, über die Ideen und Realitäten von Familie. Über die Frage, was einen eigentlich aufrecht hält, wenn die Tagesstruktur wegbricht. Auch über den Sinn von Leben und von Familie. Über den Umgang mit den eigenen Emotionen. Und obwohl ich mich als der Ich-Erzählerin als gar nicht ähnlich erlebe, kein Homeoffice und keine zwei Kinder in diesem Alter habe und keine Fotos in irgendwelchen Social Media poste, fand ich ihn ansprechend und literarisch gelungen.

Wenn der Text auf dem Rost läge, würde ich wohl an einigen Stellen zur Straffung raten.

Paradieseule magst du "deinen" Text auch verlinken?
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Zauberfeder

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #8 am: 25 Mai 2020, 17:18:39 »
Zitat
Es gibt Eltern, die machen ihren Urlaub ohne Kinder. Meine eine Kollegin erzählte mir auch, dass ein Elternteil sagte, dass es doch kein Urlaub wäre, wenn der Kleine dabei wäre
Erste Reaktion war: krass.
Zweite Reaktion: wenn die Eltern als Paar zB 1x im Jahr ein verlängertes Wochenende alleine weg fahren, halte ich das für durchaus gesund. Man ist auch noch Paar und nicht nur Eltern.

Aber seine Kinder NIE mit auf Urlaub zu nehmen und sie so dermaßen als Belastung zu empfinden, dass es kein Urlaub ist wenn man ihn mit den Kindern verbringen muss, ist schon traurig.
Wenn sie als Paar am WE wegfahren, kriegst du das als Erzieherin auch nicht mit. Dann kommt das Kind zu Großeltern und gut ist. Absolut in Ordnung. Natürlich brauchen Eltern auch irgendwann mal eine Pause und Freiraum und alles. Und ich würde sicher auch nix sagen, wenn sie mal paar Tage für sich brauchen, das Kind in den Kindergarten bringen und es dann auch wieder nach dem Mittagessen abholen oder meinetwegen auch am frühen Nachmittag. Aber wenn du mitkriegst, dass ein Kind im Frühdienst ist und im Spätdienst, länger da ist als du, wenn du dort arbeitest, und du hörst, dass die Eltern Urlaub haben. Dann frag ich mich halt immer und immer wieder, wieso sich manche Leute welche angeschafft haben.
Und wenn du Kinder hast, die mit Glück 1 Woche Urlaub im Jahr haben, dann läuft was falsch, denn kein Elternteil hat nur 5 - 7 Tage Urlaub im Jahr. Und wir wissen ja, wann die Kinder Urlaub haben, denn das sagen uns die Eltern ja, weil wir ja das Essen abmelden müssen für das Kind, was eben nicht kommt bzw. es eben zum Essen nicht melden. Und du kriegst es eben auch mit, wenn sie gelassen zusammen kommen und gelassen zusammen das Kind wieder abholen.
Traurig. Gibt's meiner Meinung nach leider doch zu häufig, aber es gibt natürlich auch andere Fälle. Zum Glück.

Der andere Text würde mich aber auch mal interessieren.

merin

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #9 am: 25 Mai 2020, 17:34:00 »
Das finde ich wirklich auch traurig. Mir wird auch erst jetzt, wo ich selbst ein Kind habe, klar, was es heißt, ein Kind mit sechs Wochen in die Krippe zu geben und es dort dann 9 bis 10 Stunden wochentags verbringen zu lassen. Wie wenig dann vom Tag noch übrig ist. Ich frage mich dann, ob meine Eltern mich eigentlich gekannt haben (und ich sie) - und das ist ja ein in meiner Generation in der DDR weit verbreitetes Phänomen. Das war normal und meine Eltern sagen heute noch "es ging ja nicht anders" (was möglicherweise auch stimmt). Ich war und bin in der sehr luxuriösen Situation, es anders gestalten zu können. Dafür werde ich nie in solchem Wohlstand leben, wie meine Eltern normal finden. Man zahlt eben immer einen Preis.
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Paradieseule

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #10 am: 25 Mai 2020, 20:27:18 »
Zitat
Paradieseule magst du "deinen" Text auch verlinken?

Ich glaube nicht, dass ich sie wiederfinde. Ich bin durch einen Link auf sie geraten. (Tagesspiegel oder so etwas … )
Zum Inhalt:
Mann fühlt sich krank. Er denkt, er hat Heuschnupfen. Dann wird ein Test gemacht und es stellt sich raus, das er Corona hat. Da er viel husten muss, kommt er – obwohl er es eigentlich nicht möchte – ins Krankenhaus: zur Beobachtung. Er glaubt, dass dies übertrieben ist.
Doch dann wird es schlimmer und er kommt auf die Intensiv – Beatmung. Schlimme Sache mit dem Atmen, den Geräten und den Menschen in ihren Schutzanzügen um ihn herum. Endlose Tage, in denen er nur mit dem Atmen beschäftigt ist. Es ist nicht nur äußerst unangenehm, er steht auch auf der Schippe des Todes. Der gute Mann hat einen spritituellen/religösen Touch.  Seine Familie/Freunde helfen ihm zu atmen. Zuhause – sie atmen und denken an ihm. Er fühlt, dass es ihm guttut. Dann ist er über den Berg. Jetzt ist er wieder gesund. Er weiß sein Leben, seine Freunde zu schätzen und was wirklich wichtig im Leben ist.

Ich finde, da steckt - wie bei einem guten Roman - alles drinnen.

LG Paradieseule

Oldlady

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #11 am: 27 Mai 2020, 15:03:18 »
Ich habe den Text eine Weile durchgehalten, aber es dann aufgegeben. Laaangweilig! Eine Kürzung täte wirklich gut, denn die Frau hat, so habe ich den Eindruck, schon etwas zu sagen. Nur übersteigt das meine Geduld bei weitem.

irrendes Licht

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Re: Corona-Kurzgeschichte
« Antwort #12 am: 01 Juni 2020, 12:01:03 »
Ich finde den Text nicht schlecht. Noch etwas plump und an vielen Stellen vom Satzbau her verwirrend, und der Staubsauger kam viel zu oft vor, um den Effekt zu vermitteln wie erschöpft und verzweifelt sie ist, hätte weniger ausgereicht. - rein vom literatrischen Standpunkt.

Ich finde die Mutter lebt die Aufopfernde Mutterrolle. Sie bräuchte dringend eine Pause, Zeit für sich die Über das kurze Staubsauegn hinaus geht, die Möglihckeit auch die eigenen Emotionen raus zu lassen und nicht immer Rücksicht nehmen zu müssen.
Kennt jemand das buch oder den Film "Raum"? (Film ist besser) Die Situation ist der des Lockdowns ja sehr ähnlich. Mutter ist mit 5 Jährigem Sohn in einem Raum eingesperrt. Da schreien sie immer um die geliche Uhrzeit so lange bis sie nicht mehr können. Und wenn er einen Wutanfall hat und sie damit nicht umgehen kann, legt sie sich ins Bett bis es ihr besser geht.
Ich finde in dem Coronatext sehr interessant, wie die Familie redet, das sie über "unwichtige" Themen spricht, damit es keinen Streit gibt, das es Zeiten gibt, zu denen nicht geschipft wird (wobei ich es fraglich finde ob man bei verschütteten Streuseln schimpfen sollte, etwas verschüttet tut ja jeder...) Aber irgendwie zeigt das wie sehr die Nerven gespannt sind. Ich könnte verstehen wenn diese Mutter nach dem Lockdown erst mal in sich zusammen fällt. Bis dahin will sie sich noch durchbeißen.