14 Dezember 2019, 22:52:17

Autor Thema: Wie lerne ich schreiben  (Gelesen 7473 mal)

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Trippelschritt

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Wie lerne ich schreiben
« am: 04 Januar 2014, 11:59:38 »
Schreiben lernt man durch Schreiben.
Tiefgründige Weisheit, weil man ewig über das Schreiben parlieren kann, und doch nicht weiterkommt.

Andererseits kann man auch zehn Jahre lang schreiben und schreibt nach zehn Jahren einen ähnlichen Schrott wie vorher. Offensichtlich genügt schreiben allein nicht.

Was hilft ist z.B. Rat von außen wie im Federfeuerforum und nun bei den Federteufeln. Oder Schreiben unter Konkurrenz wie beim Schreiblust-Verlag. Kann ich auch nur empfehlen, aber da liegt die Latte mittlerweile schon recht hoch.

Mich interessiert, wie ihr versucht euch zu verbessern, bevor ich euch die Methode Trippelschritt vorstelle, die wahrscheinlich nur für Typen wie mich passt und die ich daher niemandem als alleinseligmachende Methode aufs Auge drücken möchte. Aber vielleicht interesiert es jemanden

Ich schreibe einen Schreibratgeber. Ich habe mal erfahren, dass ich mich am besten in etwas einarbeiten kann, wenn ich es später anderen erklären muss. Wenn ich es erklären kann, dann habe ich es selber auch verstanden.
Keine Sorge: Mein Schreibratgeber wird nie veröffebntlicht.

In meinem Logbuch gibt es einen Subfile Werkstatt mit mittlerweile diversen weiteren Verzweigungen.
Kapitel, in denen ich mittlerweile sehr viel Material habe, sind:
Figuren, Dialoge, Beschreibungen, Spannungsbogen, Romananfänge und wie ich grundsätzlich darangehe, einen Roman zu schreiben, was bei mir als Bauchschreiber ein halbchaotischer Prozess ist.

DIe Infos habe ich zunächst im Logbuch gespeichert, und da schneide ich sie dann raus.
Der Weg ins Logbuch führt vom Lesen - wenn mir etwas bei einem exzellenten Kollegen auffällt - oder kommt von eigenen Gedanken und Überlegungen.
Als sinnvoll hat sich herausgestellt zu analysieren, warum mir ein Roman sehr gut gefallen hat.
Lange habe ich für Rothfuss gebraucht (Name des Windes), weil dieser Roman voller Konstruktionsfehler ist, mich aber trotzdem fasziniert hat. Was also hat dieser Kerl mit mir angestellt?
Ich habe vier Lesezyklen gebraucht, um das herauszufinden.

Na ja, und das, was ich in meiner Werkstatt gelernt habe, probiere ich dann aus. Nicht in Romanen, sondern Kurzgeschichten, weil ich ja jede Menge Feedback brauche.
Wobei ich wieder beim: "Schreiben lernt man durch Schreiben" bin.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Wer bin ich, wer war ich, wer werde ich sein?

Eluin

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #1 am: 04 Januar 2014, 12:17:26 »
Schöne Idee :)

Ich mache es teilweise ähnlich und habe mir auch schon überlegt, einen persönlichen Schreibratgeber - also nur für mich - zu schreiben. Einige Notizen habe ich dazu schon zusammen, aber dann fehlt wieder die Disziplin, das auch weiter zu führen.

Viel über das Schreiben habe ich auch aus Schreibratgebern gelernt (ich habe auch eine Schreibschule im Fernstudium gemacht, aber da muss ich sagen: die Inhalte hätte ich auch aus Schreibratgebern lernen können. Dort hat mir nur geholfen, dass ich mich intensiver mit dem Schreiben beschäftigt habe, weil ich ein Ziel vor Augen hatte: die Schreibschule beenden).

Mir fällt immer wieder auf, dass ich beim Lesen und Rezensieren sowie beim Lesen und Rösten lerne. Oder auch dadurch, dass ich nach der Röstung die Röstungen von anderen lese und dadurch auch mein Textverständnis erweitern kann, weil eben jeder einen Text anders sieht.

Mittlerweile weiß ich für mich, dass ich keine Probleme habe eine Rohfassung (auch bei längeren Projekten) zu verfassen. Was die danach taugt steht aber auf einem anderen Blatt geschrieben... Zur Zeit stehe ich eher vor dem Problem die Rohfassung in eine brauchbare Beta-Version zu verwandeln  :schnief:
Mein Vorhaben hierfür: den Anfang von Phönixfedern so druckreif wie möglich zu bekommen. Dazu habe ich folgende Schritte unternommen:
- Version 1 im Federfeuer rösten lassen, um zu Wissen, wo ich stehe (done)
- Überarbeiten in mehrfachen Versionen, bis ich nicht weiter komme (fast abgeschlossen)
- Version x im Federteufel rösten lassen
- weitere Überarbeitungen vor nehmen

Ich merke vor allem auch die Rückmeldung von anderen hilft mir beim lernen. Wie kommt etwas bei anderen an? Erziele ich die Wirkungen, die ich mir wünsche oder haben andere etwas in meinem Text entdeckt, was ich gar nicht vorhergesehen habe, aber gut finde? ...
Das ist wieder der Punkt mit üben, üben, üben. Aber üben mit Rückmeldung.

Ansonsten will ich nun auch meinen "persönlichen Schreibratgeber" Schritt für Schritt ergänzen. Beim Überarbeiten auch Kapitelpläne usw. ausarbeiten, auch in Hinblick auf Exposè und Kontaktaufnahme mit Verlägen / Agenturen.

@Trippelschritt: Vielleicht können wir uns ja auch mal austauschen? Du hast da glaube ich schon ziemlich interessante Dinge gesammelt.
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Folge deinen Träumen, denn sie weisen den Weg in die Zukunft.

Trallala

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #2 am: 04 Januar 2014, 12:24:22 »
Interessanter Thread.

Als ich ins Federfeuer kam, vor vielen, vielen Jahren, hatte ich eine Kurzgeschichte, die ich richtig gut fand.

Mehr nicht.

Die Geschichte habe ich eingestellt und sie flog mir um die Ohren. Ich habe dann erste einmal nichts anderes gemacht, als an dieser Geschichte zu arbeiten, sie wieder und wieder auf den Rost zu legen. Und so habe ich mir das Grundhandwerkszeug, wie Zeiten, Perspektiven etc. raufgeschafft.

Dann habe ich etwas spannendes für mich entdeckt. Nämlich, dass ich unglaublich viel lerne, wenn ich Kurzgeschichten, die mir richtig gut gefallen, nacherzähle. Also habe ich die Helden meiner Jugend, Hemingway, Graham Green etc., genommen und deren Geschichten nacherzählt. Zum Teil Satz für Satz - in meiner eigenen Sprache.

Das kann ich wirklich nur empfehlen, denn das macht einem die eigenen Schwächen total deutlich.

Dann habe ich das gleiche mit Figuren gemacht. Eine davon war Holden Cauldfield aus Salingers "Fänger im Roggen". Ich wollte eine jugendliche Figur schaffen, die so sehr mit sich und der Welt hadert, wie dieser wunderbar verwirrte junge Mann aus den Fünfzigern.
Die Anfänge waren furchtbar. Meine Figur, ein Mädchen, saß in der Erziehungsanstalt, war von Kopf bis Fuss tätowiert und nervte nur rum. Mit anderen Worten, sie war total unglaubwürdig.
Aber sie war da und sie wollte auf die Welt. Also habe ich weiter an ihr gefeilt, Sachen ausprobiert, sie das Gegenteil dessen sein lassen, was ich zu Anfang angelegt hatte etc.
Entstanden ist Skinny, die Heldin meines ersten Jugendromans, der auch tatsächlich das Licht der Welt erblicken wird.

Keine Ahnung, ob das ein Tipp ist, der für alle anwendbar ist. Mich hat die Methode absolut gefestigt und nach vorne gebracht.


T!

"Das mit dir und mir" - erschien am 1.12.14 bei dtv
"A Song about Love" - erschien am 1.7.15 bei BoD
"Das Zwillingsmatch" - erschien am 1.1.16 bei BoD
"Diese ganze Herzscheiße" - erschien am 15.3.17 bei amazon

"AT: Nur dieser eine Augenblick" - Krimi
"AT: Das Mädchen Maryam" - Jugendbuch

Fox

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #3 am: 04 Januar 2014, 12:36:39 »
Hm.

  • Viel lesen. - Bücher haben mich bisher am meisten in meinem Schreibstil geprägt, seien es Gibsons Bücher oder Lynchs Gentlemen Bastard Reihe. Es zeigt mir einfach, was möglich ist, was erstrebenswert für mich ist, setzt mir ein Ziel.
  • Viel schreiben. - Nobrainer. Allein durchs Schreiben entwickele ich mich weiter. Wenigstens konnte ich das bei mir beobachten. Zum Schreiben zähle ich übrigens auch Überarbeiten.
  • Viel ausprobieren. - Aus der eigenen Komfortzone möglichst immer wieder ausbrechen und Dinge versuchen, üben, die einem (noch) nicht liegen. Hoch zielen, im Zweifel tief fallen.
  • (Selbst)reflektion. - Für mich einer der wichtigsten Punkte. Immer wieder über das Geschriebene reflektieren, vor allem aber auch über sich selbst. Wie sehe ich die Welt, wer beeinflusst mich, wo komme ich her, wo will ich hin, wie setze ich meine Gedanken in Worte um, warum erzähle ich diese Geschichte (in allen Betonungen), warum erzähle ich diese Art Geschichten, etc.
  • Rückmeldungen einholen. - Einfach um zu sehen, ob man sich noch im Rahmen des Sinnvollen befindet. Schwächen und Stärken ausloten. Etc.
  • Rückmeldungen geben. - Oder um es im Jargon zu sagen; rösten. Es ist im Prinzip das Überarbeiten von anderen Texten. Erfahrungen hieraus kann man für eigene gut gebrauchen.

Das wäre so meine Liste. :)

Cheers,
Fox
« Letzte Änderung: 04 Januar 2014, 12:41:15 von Fox »

Trippelschritt

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #4 am: 04 Januar 2014, 13:26:21 »
@Trippelschritt: Vielleicht können wir uns ja auch mal austauschen? Du hast da glaube ich schon ziemlich interessante Dinge gesammelt.

Das können wir gerne machen. Meine Überlegungen sind keine Geheimnisse. Sonst würde ich hier nicht posten. Aber ich muss darüber nachdenken, in welcher Form ich was mit Dir austausche. Es bringt nichts Dich in Material zu ersticken, und nicht jeder der von mir erwähnten Punkte hat bereits eine brauchbare innere Gliederung.
Aber das ist egal und wird sich finden.

Am liebsten sind mir immer Frage Antwort. Aber um eine weiterführende Frage zu stellen, braucht man ja auch erst einmal einen Startpunkt.

Wird schon
Trippelschritt
Wer bin ich, wer war ich, wer werde ich sein?

Uli

  • Gast
Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #5 am: 04 Januar 2014, 13:28:39 »
also, noch mal ...


Ich kann ja eigentlich schreiben (und das können viele!) - deswegen lautet die Frage wohl:
Wie lerne ich, besser zu schreiben?

Für mich ist der erste, wichtigste Schritt zu erkennen, was ich denn überhaupt verbessern will - und dazu gehört auch oft, herauszufinden, warum genau ich eine angeratene Veränderung eben nicht will.
Was ist 'Besser' - und was ist nicht gut genug?

Da hilft es nicht, wenn ich einem Ratgeber folge, weil das ein bekannter Ratgeber ist, womöglich von jemandem, der das sogar kann - immerhin will ich ja so schreiben können, wie ich schreiben will - und nicht so, wie SteinFreyKing das wollen.
Also muß ich herausfinden, was mir selber nicht genug ist - und dann das Thema lernen, an dem die Unzulänglichkeit auftritt. Schwierig dabei: Eine wundervolle Entwicklung an einer Baustelle kann am anderen Ende tiefe Löcher aufreißen.
Beispiel: Die Sache mit der Anschaulichkeit, oft zusammengefasst mit 'show, don't tell' - klingt schlüssig, und ja, was zum Beispiel Setting-Einführung betrifft, ist das ein guter Leitsatz. Der halt gern mal Perspektive, Charakterzeichnung und sowas zerschießt ...
Also: Herausfinden, was an einem Rat dran ist, wo die Grenzen sind - und immer wieder entscheiden, was ich selber will.
(Dazu hilft es ungemein, meine Lieblingsbücher gegen so einen Rat, gegen ein Konzept abzugleichen).
Und ggf. zu befinden: Nein, dieses Konzept ist nicht meins, weil ich auf andere Dinge mehr wert lege. Oder, häufiger: Schön und gut, solange es halt nicht das, was mir wichtig ist, beeinträchtigt.

Eine Menge Entscheidungen habe ich schon getroffen (und keine davon hat eine Ewigkeitsklausel ...) - und viele davon 'funktionieren' auch schon. Einige sind 'in Arbeit', und ein paar habe ich hintangestellt - das kommt noch, vielleicht.

Man kann nicht 'perfekt', nicht einmal 'gut' oder auch nur 'passabel' schreiben: Das ist nicht objektivierbar. Man kann nur für jemanden (idealerweise für viele) 'gut' schreiben - das ist wichtig im Kopf zu behalten.
Und man kann nicht 'nach allen Regeln der Kunst' arbeiten, denn etliche Regeln stehen in einem Konfliktverhältnis zueinander.
Hier kommt die Sache mit der Zielgruppe ins Thema, und die Entscheidung, wie weit man sich auf die Bedürfnisse 'des Lesers' einlassen möchte. Wenn man eine Startauflage im Wert eines Eigenheims haben möchte, folgt man halt der Mode ...
Man kann (und sollte) allerdings ein Konzept, das vielen gefällt, genauer betrachten und herausfinden, was davon für einen selbst richtig genug ist, um es - wenigstens teilweise - zu adaptieren (nicht nachzuahmen!) - oft ist das eine Bereicherung.

Ach ja ...

Trippelschritt

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #6 am: 04 Januar 2014, 13:35:56 »
Danke für den Einschub Uli.

Ich habe ja gefragt, wie ihr das macht.
Aber tatsächlich kommt vor der Frage nach dem Wie immer die Frage nach dem Was.
Und das Was kennt man erst, wenn man eine Antwort auf das Warum gefunden hat.

Die Reihenfolge Warum, Was, Wie hat tatsächlich eine gewisse Allgemeingültigkeit.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Wer bin ich, wer war ich, wer werde ich sein?

Uli

  • Gast
Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #7 am: 04 Januar 2014, 13:47:43 »
Oh - ich habe zu danken!

Weil du, wie so oft, eine wichtige Vorlage geliefert hast, ohne die ich so manches niemals formuliert (und folglich nicht erkannt) hätte.

cheers, Uli
(Ideenjäger)

Roseend

  • Gast
Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #8 am: 04 Januar 2014, 15:50:05 »
Lesen, schreiben und nochmals schreiben  :devgrin: Okay, nix Neues... ich liebe Schreibratgeber und finde immer etwas, was ich noch nicht über das Schreiben wusste. Am Wichtigsten aber ist für mich der Austausch mit anderen Autoren. Sie erkennen  Schwächen auf die ich selbst nie gekommen wäre. Dem ersten Schritt der Erkenntnis folgt das Ausmerzen.  :devgrin:

Lg Ml

zag

  • Gast
Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #9 am: 04 Januar 2014, 16:38:07 »
Aufgrund Trippelschritts Bitte gelöscht.
« Letzte Änderung: 04 Januar 2014, 18:43:49 von zag »

Trippelschritt

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #10 am: 04 Januar 2014, 16:53:43 »
Zag bitte nicht!!!!!!

Dieser thread beschäftigt sich mit der Frage, wie man lernt, besser zu werden.
Er beschäftigt sich NICHT mit der Frage, ob es möglich ist, sich zu verbessern.
Wenn Dich der Punkt interessiert, dann mach bitte einen neuen thread auf.
Das wäre mir lieber, als wenn Du versuchst meinem thread eine neue Richtung zu geben,
in die ich nicht gehen möchte.

Wir hatte gerade genau das schon einmal mit Trallalas(??) thread.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Wer bin ich, wer war ich, wer werde ich sein?

Mooncat

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #11 am: 04 Januar 2014, 17:01:23 »
Ich denke auch, erst muss man mal wissen, wohin man überhaupt möchte. Und dafür gibt es meiner Meinung nach nur eines: viel lesen. Nicht, um dann zu lernen wie XY zu schreiben, sondern um herauszufinden, was mag man, was nicht.

Dann: schreiben. Und schreiben, und schreiben. Am besten mit Möglichkeit, Feedback einholen zu können. Und da kann ich nur fanfiction empfehlen. Ja, fanfiction. Zumindest für den Anfang. Denn da kann man rumprobieren, rumexperimentieren und rumüben. Besonders, in character zu schreiben, kann man da prima üben und lernen. Die Kritik ist mit Bedacht entgegenzunehmen - aber je besser deine fanfiction ist, desto besser und gehaltvoller wird auch dein Feedback. Vor allem, wenn du auch da so früh wie möglich mit Beta arbeitest.

Und wenn du dann mal weisst, was du willst, und die Grundlagen hast, und die Idee hast, ob es etwas für dich ist - tja, dann kommen dann die eigenen Sachen. Und Foren wie dieses hier. Wo man die Fehler um die Öhrchen herumgeschlagen bekommt und angeregt durch Threads wie diesen mehr über dich selbst und dein Schreiben erfährst.

Und du weiterliest. Und weiterschreibst.

So zumindest war, bzw. ist mein Weg.
« Letzte Änderung: 04 Januar 2014, 17:03:54 von Mooncat »
Das Leben ist kurz - der Tod ist ewig.
Lynwood

http://www.mondcabin.org
Twitter: @Mondcabin / @SMondkatz

zag

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #12 am: 04 Januar 2014, 18:46:13 »
Zag bitte nicht!!!!!!
Akzeptiert, auch wenn ich dachte, etwas zu Deinem Thema beigetragen zu haben.
Etwas ratlos. :dontknow:
Worauf hast Du Dich bei Trallala bezogen?
Auch gern per PM um den Strang nicht zu stören

PS. Beim Schreiben generell  - nicht zu viele Ausrufezeichen  ;)



Hombre

  • Gast
Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #13 am: 21 Januar 2014, 18:36:09 »
Wie lerne ich schreiben?

Wow, was für eine Frage! Fast so wie: Wie lerne ich leben?

Ich glaube, das Schlimmste für Schreibanfänger ist, dass man zu Anfang nicht weiß, was man so alles nicht weiß. Diese Menge an „Nicht-Wissen“, kann schon gewaltig sein. Aber zum Glück gibt es ja keine Autoren-Polizei, die einem auf die Finger haut, wenn man etwas falsch gemacht hat. Überhaupt, wer sagt eigentlich, was falsch ist?

Erzählperspektiven, Protagonist, Antagonist, Tempus, Cliffhänger, Höhepunkte, Plotten, Ideen, Expose, Normseite, ...

Man muss das alles ja nicht wissen. Was man im Kopf hat, kann man ja einfach zu Papier bringen. Das ist ja ohnehin, was die Schreibanfänger machen und ehrlich, wer weiß denn schon vorher, ob er überhaupt schreiben kann? Hinzu kommt ja, dass es ganz klar Leute gibt, die es einfach können, Naturtalente. Ja klar, dann es gibt es auch die anderen, die auf der ganz anderen Talentseite anzutreffen sind, im talentfreien Raum. Die große Masse, die irgendwo dazwischen beheimatet ist, die muss eben lernen.

Ich für mein Teil bin einfach angefangen – zugegeben, mit Sachbüchern ist das viel viel einfacher. Mein erster Roman hat da schon länger gedauert. Immer wieder Breaks: Lesen von Schreibratgebern, schreiben, überarbeiten, schreiben, lesen, schreiben, überarbeiten, ...

Ach ja, durch die Hölle zu gehen, kann einem schon sehr helfen. Dort erfährt man, wie man Texte rösten muss, damit sie schön knusprig werden.


merin

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Re: Wie lerne ich schreiben
« Antwort #14 am: 21 Januar 2014, 23:13:21 »
Ich finde die Frage auch spannend. Und frage mich grade, ob wir, wenn Du Deinen Schreibratgeber ohnehin nie veröffentlichen magst, ihm nicht ein eigenes Unterforum gönnen und einen interaktiven Schreibratgeber draus machen. Da ich auch eine Chaosschreiberin bin, wäre das für mich sicher hilfreich.

Was half mir beim Schreiben lernen?
- Lesen und analysieren
- Austausch mit anderen Schreibenden, Schreibwprkshops, qualifiziertes Feedback (das am meisten)
- Schreibübungen
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.