22 August 2019, 06:27:25

Autor Thema: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2  (Gelesen 4575 mal)

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Trippelschritt

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VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« am: 15 August 2014, 08:29:46 »
Nachdem ich mich nun voller Spannung und Vorfreude in das zweite Kapitel stürze, falle ich erst einmal über einen Zeitsprung. Gut so. Was interessiert mich die Kinderkrippe von Harry.

Die Dursleyfamilienidylle mit Vater Vernon und Mutter Petunia (wunderschöne Namen) wird dadurch getrübt, dass es einen heißtgeliebten Sohn Dudley (noch ein herrlicher Name) und einen ungeliebten Harry gibt. Zunächst wird also dieser Gegenpol aufgebaut. Dabei ist Dudley eine eigenwillige Konstruktion.
Er ist fett wie sein Vater, verwöhnt wie eine Zimtzicke, aber so nebenbei ein typischer Bully und Anführer einer Schülergang, was wohl vorwiegend auf seinem Machtanspruch und seiner Körperkraft beruht. Harry hingegen ist einfach nur schwächlich, aber dafür gewitzt und schnell und voller versteckter Möglichkeiten.
Der Kindergeburtstag mit einem dritten Jungen (Steigbügelhalter Piers Polkiss) gibt die Gelegenheit zum großen Konflikt, denn zum ersten mal kann die Familie Hary nicht entsorgen und muss ihn mitnehmen.

Bis zu diesem Punkt geschieht nichts anderes, als dass Figuren auf der Bühne aufmarschieren. Wichtig sind die Dursleys, weniger wichtig ist Harry, der wie eins Günther Netzer aus de rTiefe des Raumes zu kommen hat.

Eingestreut werden Schnipsel aus der Vergangenheit. Harry findet sich auf dem Schuldach wieder, oder seine Haare wachsen innerhalb einer Nacht wieder nach. Für mich ist das weniger überzeugend, weil es Harry bereits zuviel Macht zukommenlässt und die zukünftigen Überraschungen abschwächt.

Im Zoo unterhält sich Harry mit einer Boa Constricta und ein Trennglas zum Terrarium verschwindet. In Vernons Augen ist Harry Schuld und es gibt die nächste Strafe.

Nachdem Kapitel 1 magische und normale Welt gegenübergestellt hat, gwinnt Harry in Kapitel 2 an Profil. Weniger klar sind seine Gegenspieler. Es ist nicht zu erwarten, dass es um Dudley geht, denn dieser stammt aus der normalen Welt. Das ist nicht mehr als Aufgalopp. Der Boa könnte etwas Symbolkraft zukommen. Auf jeden Fall kommt das Wichtige noch, aber wöhrend man darauf wartet, hat man sich wenigstens gut unterhalten, weil der Schwache am Ende wieder die Nase vorn hatte.

Was mich stört, ist, dass Harry in einem Schrank unter der Treppe wohnt. Wahrscheinlich ist das englische Wort Cupboard. Das hat aber einen anderen Bildcharakter als das deutsche Wort Schrank. Es sind Bretter, auf die man was stellt.
Ich kenne kein deutsches Wort dafür, hätte wahrscheinlich selbst "Verschlag" gewählt. Es geht um den Raum unter einer treppe, die auf den dachboden oder in ein höheres Stockwerg führt. Eine schräge Wand, eine senkrechte Wand, breit wie die Stiege und in jedem Fall sehr eng. Zu eng für ein Kinderzimmer. Aber das soll es ja auch sagen.

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Trippelschritt
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Fabian

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #1 am: 15 August 2014, 13:44:11 »
Danke für die Einführung ins 2. Kapitel, Trippelschritt.

Eingestreut werden Schnipsel aus der Vergangenheit. Harry findet sich auf dem Schuldach wieder, oder seine Haare wachsen innerhalb einer Nacht wieder nach. Für mich ist das weniger überzeugend, weil es Harry bereits zuviel Macht zukommenlässt und die zukünftigen Überraschungen abschwächt.
Die Funktion dieser Einsprengsel würde ich etwas anders werten: sie nehmen für den Leser nicht Spannung weg, indem sie HPs Fähigkeiten auf relativ beiläufig erzählte Weise andeuten (dafür sind sie zu banal, sie bestätigen nur die im 1. Kapitel bereits klar bezeichnete Zugehörigkeit HPs zu den Zauberern), sondern sie zeichnen HP als ein Kind aus, dass mit sich selbst noch nicht im Reinen ist, sich seiner selbst noch nicht bewusst ist, denn er beherrscht ja diese Fähigkeiten nicht, sondern sie überwältigen ihn (schützend) in besonders aufwühlenden oder bedrohlichen Lebenssituationen. Für mich ist das eine emotionale Reaktion wie Rotwerden.
Lediglich als er aktiv mit einer Schlange spricht, wirkt er an einem solchen zauberhaftes Ereignis bewusst mit, und da reagiert er auch für mich überraschend unaufgeregt und deshalb in meinen Augen etwas unglaubwürdig in Bezug auf das Selbstbild, das ansonsten von ihm im 2. Kapitel entworfen wird.

Zitat
Im Zoo unterhält sich Harry mit einer Boa Constricta und ein Trennglas zum Terrarium verschwindet. In Vernons Augen ist Harry Schuld und es gibt die nächste Strafe.
Die Strafe gab es meiner Meinung nach vor allem dafür, das er mit der Boa Constrictor in aller Öffentlichkeit gesprochen hat (bzw. dabei beobachtet wurde). Das charakterisiert wiederum die Dursleys: sie widersprechen Piers (der das beobachtet zu haben glaubt) nicht, versuchen gar nicht erst, seine Beobachtung als Hirngespinst abzutun. Und verbannen den Stein des Anstoßes wutschnauben aber konsequenzlos resigniert in seinen Kabuff. Dieses Resignative hatte mich beim 1. Lesen etwas neugierig gemacht, denn offensichtlich halten auch die Dursleys in Bezug auf ihr Bild vom Wesen des HP noch mit etwas hinter dem Berge.

Zitat
Was mich stört, ist, dass Harry in einem Schrank unter der Treppe wohnt. ... Eine schräge Wand, eine senkrechte Wand, breit wie die Stiege und in jedem Fall sehr eng. Zu eng für ein Kinderzimmer. Aber das soll es ja auch sagen.
Ich glaube, damit soll nicht einfach nur eine Mangelsituation angedeutet werden - das Zimmer ist nicht nur zu eng, die Dursley enthalten HP nicht nur etwas vor, sondern dieser Ort unter der Treppe ist in erster Linie ein Ort der Ausgrenzung, des Versteckens. Sie zeigen, dass er nicht zu ihnen gehört.
« Letzte Änderung: 15 August 2014, 13:45:55 von Fabian »

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Fabian

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #2 am: 15 August 2014, 14:04:00 »
Noch was zum Kapitelende:

In einer 1 1/2-seitigen, Hp zugeschriebenen Erinnerungssequenz (klingt für mich aber wie vom auktorialen Erzähler verfasst - vielleicht ist ers ja auch) sammelt JKR noch einmal alles, was ihr wichtig ist, um dem Leser die Einsamkeit und die Ausgegrenzheit HPs zu demonstrieren, ebenso seine Sehnsucht nach Erlösung.

Das ist ein wenig wie Kasperletheater, denn die Leser wissen natürlich, dass all das, was HP noch gänzlich unverständlich ist (die eigenartigen Fremden z.B., die ihn unterwegs unversehens ansprechen), Zeichen dafür sind, dass er nicht in dieser emotionalen Einöde versauern muss, sondern dass auf ihn noch ein anderes Leben wartet.

Und mit dieser Lesererwartung, die mit fast schon etwas platt angewandten erzählerischen Mitteln aufgebaut wird, entlässt uns JKR dann ins 3. Kapitel.

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Trippelschritt

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #3 am: 15 August 2014, 16:37:12 »
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.  8)

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #4 am: 15 August 2014, 17:59:14 »
Also ich finde das Kapitel extrem langweilig und würde wohl drei Viertel streichen. Wie trostlos und unfair sein Leben und wie unmöglich sich die Dursleys benehmen kann man an genug anderen Stellen sehen. Das einzig interessante ist seine Begegnung mit der Schlange. Schade, dass das Kapitel damit nicht aufhört. Die letzte Szene vor allem finde ich völlig überflüssig.

Zum Cupboard - in der Schweiz würden wir wohl Reduit sagen, so nennen wir jedenfalls solche Abstellkammern. Was das passendste Wort für die Übersetzung wäre. Oder von mir aus auch Wandschrank - tja, aber das Problem kann man sich ja zum Glück sparen, wenn man es einfach im Original liest.
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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #5 am: 15 August 2014, 18:20:21 »
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

Und ich hatte gehofft, du würdest mir vielleicht bei der Einschätzung / Zuordnung der für die Erinnerungssequenz gewählten Perspektive helfen.

Ich fühle mich da wirklich unsicher:
(klingt für mich aber wie vom auktorialen Erzähler verfasst - vielleicht ist ers ja auch)

Ist das nun der auktoriale Erzähler, der da Harrys Erinnerungen beschreibt?:
Zitat
Harry lag noch lange wach in seinem dunklen Schrank. Hätte er doch nur eine Uhr. ... Fast 10 Jahre lebte er nun bei den Dursleys, solange er sich erinnern konnte, ...
Oder ist es Harry, der sich erinnert, wie er sich oft erinnert hat:
Zitat
... wenn er sich während der langen Stunden im Schrank ganz angestrengt zu erinnern suchte, ...

Macht mir echt Schwierigkeiten, mir von diesem Perspektivkrams eine klare Vorstellung zu machen.

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #6 am: 15 August 2014, 18:50:26 »
Wenn Dich das mit der Perspektive interessiert ...
Für mich die gute Frau Rowling da nicht ganz sauber.
Eigentlich ist es ein Rückblick von Harry. Wir befinden uns in seinen Gedanken.
Er würde aber nie von sich selbst als "Harry" sprechen, sondern von "er" in der
indirekten Form. Und mit dem "Harry" gerät die Autorin in die auktoriale Perspektive..

Da sie im ersten Kapitel eine klare Erzählstimme aus dem Off hatte, gehe ich mal davon aus,
dass das eine handwerklliche Schreibschwäche ist.
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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #7 am: 20 August 2014, 22:04:40 »
Das zweite Kapitel hat mir weniger gut gefallen als das erste. Die Gemeinheit der Dursleys und Harrys schreckliche Kindheit sind so überzogen, dass es mir auf die Nerven geht. Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass das der Geschmack einer Erwachsenen ist, und für Kinder/Jugendliche könnte das genau richtig sein und das Mitgefühl und die Identifikation mit dem Aschenputtel Harry wecken. Gut fand ich den Dialog mit der Schlange, weil er Harrys Mitgefühl zeigt, und natürlich ist es befriedigend, wenn die Schlange entkommt.

Bei der Perspektive ist mir nichts negativ aufgefallen, ich werde mir das Kapitel daraufhin noch mal anschauen.

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #8 am: 20 August 2014, 22:58:12 »
ja, das mit der Schlange ist sicher der Positivste Teil. Wobei ich es gerade da finde, wie schade es ist, dass die Fähigkeit mit Schlangen zu sprechen später so ins Negative fällt.
Und seien wir ehrlich: auch furchtbar klischeehaft ist.

Und das Wissen verdirbt mir leider auch etwas diese eine schöne Szene in diesem Kapitel.
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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #9 am: 23 Oktober 2014, 14:37:28 »
Ich bin auch erst über den Zeitsprung gestolpert und fand dann Harrys Martyrium sehr überzogen. Für mich fehlt vor allem die Begründung des Verhaltens der Dursleys: Jemanden, der einem übergeholfen wurde, nicht zu mögen ist eine Sache, aber ihn grob zu benachteiligen? Das ist eine andere. Wenn es ihnen wirklich sos her darum ginge, normal zu sein und gutes Ansehen zu haben, dann würden sie nie ein Waisenkind so offensichtlich benachteiligen. Da reden doch die Nachbarn drüber, wennd er durch unpassende Kleidung und zerbrochene Brille offen verwahrlost ist. Das ist, als ließe man den eigenen Hund in den eigenen Vorgarten kacken. Ich verstehe, dass das durch die Zuspitzung so wird, aber für mich persönlich wäre hier weniger mehr gewesen.

Der Schrank unter der Treppe (im Englischen wirklich cupboard) ist ein Symbol für seine Ungeliebtheit - aber es ist auch übertrieben. Ich hätte das übrigens mit "Besenkammer" übersetzt. Und dass er dann auch noch Dursley bedienen soll. Naja, das ist eben das Kinderbuchartige: Die Figuren sind sehr holzschnittartig. Für meinen Geschmack liest es sich ganz unterhaltsam, etwas Straffung hätte aber gut getan. Und die Isolation Harrys so total zu machen, gefällt mir auch nicht. Das gibt Durselys Bande eine unglaubwürdige Macht.

Und dann die Strafen: Für mich machen die keinen Sinn. Entweder glauben die Dursleys an Magie, dann kann er schuld sein, sie müsstena ber zu viel Angst vor ihm haben, um ihn zu strafen. Oder sie glauben nicht daran, dann ist er auch nicht Schuld und sie müssen seine Aktionen ignorieren. Es soll halt fies sein, ich weiß. Aber logisch finde ich es nicht.

So wie einige hier bin ich auch über die Rückblende am Kapitelende gestolptert. Sie fängt als innerer Monolog an und wird dann auktorial, gleitet über. Das finde ich nicht perfekt gelöst. Die Funktion dieses Abschnitts ist, so nehme ich an, den Ausblick auf das Ende von Harrys Martyrium zu geben. Und da wird dann wie bei einer Kamera immer weiter ausgeblendet, der Abschnitt zum Prota immer mehr vergrößert, bis wir wieder von ganz weit oben auf ihn schauen. Sie hätte das aber klarer lösen können.

Was ich spannend finde: Trotz der Längen ist der Text leicht lesbar und irgendwie angenehm. Wie bekommt sie das nur hin?
« Letzte Änderung: 23 Oktober 2014, 14:46:02 von merin »
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #10 am: 23 Oktober 2014, 19:22:53 »
[...] Das gibt Durselys Bande eine unglaubwürdige Macht.

Naja, aber für Kinder hat die Familie (sprich: die Eltern) diese große Macht. Man ist ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Von daher finde ich es nicht übertrieben, sondern durchaus richtig dargestellt. Im "echten Leben" ginge das natürlich nicht durch. Aber es ist ja kein echtes Leben, um das es heir geht, daher habe ich kein Problem damit, wenn die Buch"realität" an die tatsächliche Gefühlsrealität von Kindern dieses Alters angepasst wird.
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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #11 am: 23 Oktober 2014, 19:34:39 »
Es geht um seine Gang. Nicht um die Eltern. Und dass in der Schule niemand mit Harry spricht, weil sie Angst vor der Rache der Gang haben - das scheint mir unglaubwürdig.
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Re: VL2: J.K. Rowling; Harry Potter Bd.1 - Kapitel 2
« Antwort #12 am: 23 Oktober 2014, 20:04:08 »
Oh, okay. Fehlinterpretation meinerseits.
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