19 Oktober 2020, 17:29:22

Autor Thema: Kapitel - Länge, Überschrift und überhaupt  (Gelesen 5427 mal)

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merin

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Re: Kapitel - Länge, Überschrift und überhaupt
« Antwort #15 am: 31 März 2017, 13:14:38 »
Zitat
Daher sollte ein Kapitel auch immer so lange sein, wie der Abschnitt zusammenhängend lesbar ist bzw. zusammenhängend gelesen werden soll. Ich kenne Bücher mit relativ gleich langen, aber auch mit wechselnden Kapitellängen.

Das trifft aber auf ganz viele mir bekannte Bücher nicht zu. Ich finde es irritierend, wenn Kapitel quasi den Handlungsfluss abschneiden (wird oft gemacht, wohl weil es wohl spannender sein soll). Aber wenn ein Kapitel verschiedene Szenen zusammenfasst, habe ich nichts dagegen.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Oflinitrium

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Re: Kapitel - Länge, Überschrift und überhaupt
« Antwort #16 am: 31 März 2017, 14:18:57 »
Mmhh da müsste ich wohl nochmal genauer in meiner Bibliothek "recherchieren" denn ich persönlich kenne nur, dass entweder dieser spezielle Abschnitt beendet wird, oder aber eben ein Cliffhanger erzeugt wird und man zu einer anderen Figur oder Zeit o.Ä. springt.
Die Werke die ich am meisten liebe, sind gleichzeitig die, die ich am meisten kritisiere. Im Grunde ist es so, dass eine ausführliche Kritik meinerseits auch eine Anerkennung und ein Glückwunsch ist, denn wenn es einfach nur schlecht wäre, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen.

Viskey

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Re: Kapitel - Länge, Überschrift und überhaupt
« Antwort #17 am: 31 März 2017, 17:58:47 »
Zitat
Daher sollte ein Kapitel auch immer so lange sein, wie der Abschnitt zusammenhängend lesbar ist bzw. zusammenhängend gelesen werden soll. Ich kenne Bücher mit relativ gleich langen, aber auch mit wechselnden Kapitellängen.

Das trifft aber auf ganz viele mir bekannte Bücher nicht zu. Ich finde es irritierend, wenn Kapitel quasi den Handlungsfluss abschneiden (wird oft gemacht, wohl weil es wohl spannender sein soll). Aber wenn ein Kapitel verschiedene Szenen zusammenfasst, habe ich nichts dagegen.

Naja, wenn der Abschnitt durchgängig gelesen werden kann, wird dadurch ja nicht die Handlung abgeschnitten. Im Gegenteil, nach dem durchgängigen Teil gibt's eine Zäsur.  Ein neuer Abschnitt der Handlung - ein  Kapitel - beginnt. So mach ich das, und so ist es mir bis jetzt noch bei jedem Buch begegnet. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, da mal über eine andere Praxis gestolpert zu sein.
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Oflinitrium

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Re: Kapitel - Länge, Überschrift und überhaupt
« Antwort #18 am: 01 April 2017, 22:40:24 »
Zitat
Naja, wenn der Abschnitt durchgängig gelesen werden kann, wird dadurch ja nicht die Handlung abgeschnitten. Im Gegenteil, nach dem durchgängigen Teil gibt's eine Zäsur.  Ein neuer Abschnitt der Handlung - ein  Kapitel - beginnt.

Jop das ist wohl die gängigse Methode. In der Trilogie "Sturmwelten" benutzt Christoph Hardebusch eine weitere:
Da er sehr viele Charaktere hat die man als Protas ansehen kann und diese teilweise distanzenmäßig enorm weit von einander entfernt agieren, springt er manchmal an besonders spannenden Stellen zum nächsten Charakter und erzeugt so kleine Cliffhanger innerhalb seiner Geschichte. Irgendwo ärgerlich aber auch sehr Spannungsfördernd und absolut plausibel, da enorm viel gleichzeitig geschieht.
Die Werke die ich am meisten liebe, sind gleichzeitig die, die ich am meisten kritisiere. Im Grunde ist es so, dass eine ausführliche Kritik meinerseits auch eine Anerkennung und ein Glückwunsch ist, denn wenn es einfach nur schlecht wäre, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen.