26 April 2019, 16:21:18

Autor Thema: Kurzprosa 2019  (Gelesen 150 mal)

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merin

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Kurzprosa 2019
« am: 22 März 2019, 21:58:06 »
Liebe Teufel*innen,

während ich darauf warte, dass die Agentur meinen Text annimmt, habe ich mir vorgenommen, wieder ein paar kürzere Texte für Preise zu schreiben oder zu bearbeiten. Und dachte, vielleicht ist ja jemand von euch auch dabei und mag sich austauschen.
Ich habe eine interessante Ausschreibung gefunden: Den Literaturwettbewerb Hamburg, https://www.literaturwettbewerb.hamburg, allerdings zeigt mir meine Erfahrung, dass es gut ist, eine Idee zu haben, wer die vorigen Preisträger waren und ob die eigenen Texte da irgendwie reinpassen. Ich kenne keinen der vorigen Preisträger, es fällt nur auf, dass es ausschließlich Männer sind. Weiß jemand von euch was über den Preis?

lg
merin
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

Paradieseule

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Re: Kurzprosa 2019
« Antwort #1 am: 06 April 2019, 11:56:08 »
Danke für den Tipp ...

..."fördert unter anderem auch junge Schriftsteller. ... "
Von einer Altersbeschränkung für die Teilnahme habe ich jetzt nichts gelesen.

500 Einsendungen sind schon ein Wort.

Meist erfährt man wenig von den Ausschreibungen. Bei einer Ausschreibung (ohne Honorar), bei der ich mitmachte und sogar ausgewählt wurde. (zusammen mit ca. 50 anderen) waren etwa 300 Einsendungen  eingegangen.
Da ich jetzt mein Freiexemplar in der Hand habe und mich so Stück für Stück durchkämpfe(!!), was die anderen geschrieben haben, komme ich zu dem Schluß, dass Literatur ein sehr, sehr, sehr dehnbarer Begriff ist.

liebe grüsse
paradieseule

merin

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Re: Kurzprosa 2019
« Antwort #2 am: 06 April 2019, 13:28:02 »
Ja, das ist echt ein Problem. Ich war auch schon in Anthologien, für die ich mich schäme.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Lesermeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht.

tlt

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Re: Kurzprosa 2019
« Antwort #3 am: 06 April 2019, 16:13:56 »
Oja, das kenne ich. Habe letztes Jahr mal beim  Bubenreuther Literaturwettbewerb mitgemacht und mein Text wurde angenommen. Da frag ich mich auch, was da soll alles ausgewählt wurde.
Aber: Das gibt es auch bei Verlagen. Hatte zu Weihnachten von Knaur TB "Plätzchen, Punsch und Psychokiller" geschenkt bekommen und mich da, na ja, sagen wir, durchgequält. Ich dachte, das wäre auch das Ergebnis einer offenen Aussendung, an der viele Schreibamateure und Anfänger teilgenommen haben. Und dann hab ich die Vita der Autoren gelesen .. Alles Leute, die schon einiges veröffentlicht haben, zum Teil mit renommierten Preisen ausgestattet.
Ich bin zu alt für das alles.

Paradieseule

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Re: Kurzprosa 2019
« Antwort #4 am: 06 April 2019, 18:29:26 »
.. schämen tue ich mich nicht, sondern ich freue mich. Jetzt kann ich auch in meiner Vita, mal was reinschreiben...

Meine allererste Veröffentlichung kann ich schwer in eine Vita schreiben.  :biggrin:

Mit ca. 12 habe ich unseren Pfarrer im Ort einen anynomen Brief geschrieben.  :deveek: (Grund: Er wollte wissen, was die Jugend so bewegt ...)
Ich habe mich über die Scheinheiligkeit der Menschen ausgelassen.
Prompt war mein Brief in der nächsten Ausgabe des Pfarrbriefes zu lesen! Die Auflage war vermutlich gar nicht so schlecht, da ich einem erzkatholischen Ort entstamme.
Ich hatte ganz rote Backen, als ich gesehen habe, wie meine Eltern das ohne Kommentar gelesen haben. Nie, nie habe ich jemals davon erzählt.

liebe grüsse
paradieseule

Oflinitrium

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Re: Kurzprosa 2019
« Antwort #5 am: 06 April 2019, 21:50:12 »
... ich verstehe, dass es sinnvoll ist bei solchen Wettbewerben mitzumachen um irgendwas für seine Vita zu haben. Aber mich hat es noch nie gereizt. Das Bewertungsverfahren erscheint mir so vage und willkürlich, dass ich selbst bei einem ersten Platz keine Ahnung hätte ob mein Schreibstil in Ordnung ist oder nicht.
« Letzte Änderung: 06 April 2019, 21:52:06 von Oflinitrium »
Die Werke die ich am meisten liebe, sind gleichzeitig die, die ich am meisten kritisiere. Im Grunde ist es so, dass eine ausführliche Kritik meinerseits auch eine Anerkennung und ein Glückwunsch ist, denn wenn es einfach nur schlecht wäre, würde ich mir gar keine Gedanken darüber machen.