Alles, was mir aufgefallen ist, habe ich aufgeschrieben. Ich habe auch die anderen Kommentare nicht durchgelesen, weil ich gemerkt habe, dass es mich in meiner Meinung und Sichtweise sonst zu sehr beeinflusst.
--> „Können Sie beweisen, dass der Geldschein Ihnen gehört?“
„Ich fürchte nein, Monsieur.“
„Dann ist er eine Fundsache. Wir werden ihn verwahren, bis der Eigentümer feststeht. Haben Sie Einwände?“
Professor Lind lächelte. „Sie tun nur Ihre Pflicht.“
Ich weiß, dass sollte nicht korrigiert werden, aber ich finde das so flüssig und spannend geschrieben, dass wollte ich nicht unerwähnt lassen
-Also allgemein sind die Dialoge im ersten Kapitel sind sehr flüssig geschrieben und auch das die Personen ständig im Konflikt sind, macht es spannend. Man hat das Gefühl, die Figuren stehen vor einem.
--> Der Landrover hatte kein Radio, aber Professor Lind ließ den Arm aus dem Fenster baumeln,
Da war ich kurz huch, was hat das nicht vorhandene Radio mit dem Arm aus dem Fenster zu tun.
Vielleicht eine logische Verknüpfung bauen: Der Landrover hatte kein Radio, deshalb sang der Professor aus voller Kehle. Dabei steuert er einhändig, weil er den Arm aus dem Fenster baumeln ließ. ( Das ist jetzt nicht schön geschrieben, aber ich glaube, du weißt worauf ich hinaus will)
--> Mit dieser Theorie stand sie ziemlich allein da. Der Anlass für ihre Exkursion war das kürzlich entdeckte Kreutzner-Fragment. Aus den verstümmelten Seiten ergab sich nach Linds Ansicht ein authentischer Reisebericht aus dem Inneren Afrikas im frühen 18. Jahrhundert. Das allein wäre eine Sensation, auch ohne Hinweise auf den legendären Priester. Landläufig galten Burton und Speke als die ersten Europäer, die in diese Gegenden vorgedrungen waren.
Das fand ich toll, wie du HIntergrundinformationen eingebaut hast. Sie sind nicht zu lang und schließen sich flüssig in den Text ein.
--> Der Himmel hatte sich inzwischen bezogen. Die Sonne war jetzt ein gleißender Fleck hinter einer Dunstkuppel, doch die Hitze ließ nicht nach. „Wir bekommen Regen“, sagte Lind. Es ging stetig bergauf, durch eine karge Landschaft von Felsbuckeln, Tamariskensträuchern und gelbem Gras.
Tolle bildliche Beschreibung
-Eine Zwischenfrage: Die Fahrt wirkt so, als würde der Professor sie jeden Tag fahren und das seit Jahren. Doch die Begegnung mit dem, ich nenne ihn mal Wachmeister, wirkte als hätten sie sich erst einmal gesehen. Das ist für mich ein Widerspruch
-->„So still, Max?“, fragte Lind. „Denken Sie schon an Ihren künftigen Ruhm?“
Schöner Übergang von der Beschreibung der Umgebung, die Max beobachtet hat und das die Professorin ihn wieder zurückholt
--> Heute sprach der Erzengel Gabriel wieder zu mir. Vom Achterdeck der Hakim Ki Izzat aus beobachtete ich das Treiben im Hafen, da vernahm ich seine Stimme deutlich in meinem Kopf.
Da hat mich die Reihenfolge rausgekickt. Für mich wäre sinnvoller: Vom Achterdeck der Hakim Ki Izzat aus beobachtete ich das Treiben im Hafen, da vernahm ich seine Stimme deutlich in meinem Kopf. Heute sprach der Erzengel Gabriel wieder zu mir.
--> Es konnte nur der Erzengel sein.
Du hast schon geschrieben, dass es der Erzengel ist, sonst wieder die Reihenfolge ändern. Zuest die Zweifel, dann die Feststellung. Wäre für mich als Leser logischer.
--> Früher redete Gott mit mir, doch er hatte mich seit meiner Konversion zum Islam verlassen. Aber Engel, wie auch Dämonen, wandern zwischen allen Religionen herum.
Das hat mich verwirrt und rausgekickt, weil ich gerne im hier und jetzt als Leser bleiben möchte, das mit der Stimme hört sich schon spannend genug an. Ich will mehr darüber wissen!
--> Ich kann immerhin schreiben.
Ich hatte gedacht, wenn man schreiben kann, dass man auf jeden Fall lesen kann, irre ich mich?
--> Mein Name ist Richard Kreutzner, mein Beruf Bibliothekar, auch wenn ich diesen noch nicht praktisch ausüben konnte. In Freiberg, gelegen in der Markgrafschaft Meißen, wurde ich vor zweiundzwanzig Jahren geboren. In London wurde ich vor acht Monaten wegen Piraterie zum Tode verurteilt. Allerdings hatte man mir Begnadigung in Aussicht gestellt, wenn ich der Royal Society ein gewisses Artefaktum beschaffe. Es befand sich auf der Insel Arcadia im Indischen Ozean. Sahir und ich hatten es dort an einer geheimen Stelle vergraben, damit es nicht in falsche Hände falle. Doch kurz danach wurde ich von Piraten von der Insel verschleppt. Meine Frau Sahir blieb allein zurück, schwanger mit unserem Kind.
--> Das ist mir als Leser zu viel Infodumping. Ich finde es schöner, Häppchenweise mit Infos aus der Vergangenheit gefüttert zu werden
--> „Was bringt Euch auf diesen Gedanken?“
„Vor einiger Zeit erwarb ich Ware aus einer Korsarenbeute. Darunter befand sich eine junge Frau indischen Geblüts mit ihrem kleinen Sohn.“
Der Wesir schwieg.
Das empfinde ich als ersten spannende Moment im zweite Kapitel
- Die Eskalation am Ende fand ich sehr spannend, sodass ich gerne weiterlesen möchte, um zu wissen, wie es ausgehet.
Trotzdem hatte ich das Problem als Leser in zweitem Kapitel besonders bevor die Begegnung stattgefunden hat, mit den vielen Informationen zurechtzukommen. Frage an dich, sind diese Informationen alle notwendig, um diese Kapitel zu erzählen? Könnte man das auf eine halbe Seite einstampfen und gleich zur Verhandlung kommen? Die finde ich nämlich spannend
Und was ich nicht ganz verstanden habe, wo ist die Stimme geblieben? Redet die nicht öfters mit einen? Würde ich auch als Leser spannend finden, wenn sie zwischendurch Kommentare abgibt. Sonst wäre das eher eine einmalige auditive Vision. Und so eine Vision habe ich besonders im biblischen Kontext mit einem besonderen Ereignis verknüpft (brennender Busch zum Beispiel).
Ich bin gespannt, ob unser Protagonist seine Tochter befreien wird. ♡