24 July 2026, 00:55:38

Autor Thema: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)  (Gelesen 133 mal)

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Lartaigh

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Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« am: 09 November 2024, 16:09:12 »
Hallo liebe Federteufel,

nun versuche ich es auch einmal auf dem Rost. Ich stelle einfach mal die ersten 20.000 Zeichen meines Romans (Kapitel 1 und der Anfang von Kapitel 2, Angedachtes Genre: Romantasy-New Adult) ein und freue mich vor allem auch über stilistische Rückmeldungen.
Mir gehen folgende Fragen in Kopf rum:
Kann man dem Lesefluss generell folgen?
Entstehen die Szenen bildhaft?
Möchte man mehr über Lor und ihr Leben erfahren?
Ich führe außerdem im zweiten Kapitel auch etwas die Welt ein und frage mich, ob da zu viele Infos auf einmal kommen?
Ein genereller Eindruck, ob euch die ersten Seiten zum weiterlesen motivieren würden, wäre natürlich auch interessant :)
Alles andere, Logikfehler, etc. natürlich auch gerne. Wer es nicht ganz durch den langen Text schafft, gerne auch berichten wo es euch rausgeschmissen hat.

 :klug: Achtung Inhaltshinweis:
physische Gewalt, Prügelei, Schlacht, Kampf (explizit)
Sterben / Tod (explizit)

-1-
Lor kauerte nun schon eine Weile in dieser gebückten Haltung auf dem Dach der alten Ziegelei und starrte die Eingangstür des gegenüberliegenden Stadthauses an. Ihr grauer, abgewetzter Lederanzug fügte sich gut in die Schatten der Nacht ein und ihr trainierter Körper war an solcherlei langwierige Belastungen gewöhnt. Eigentlich mochte sie auch gerade diese Aufträge am liebsten. Die, die es ihr ermöglichten allein zu sein, in Ruhe für sich und still auf den Tod zu warten. 
In diesen Momenten konnte sie innehalten. So genoss sie auch jetzt den Wind der kühlen Frühlingsnacht auf ihren Wangen und roch die Nachboten des eben verzogenen Regens. Sie konzentrierte sich auf das Gefühl der Ziegel unter ihren Stiefeln, nahm die anfängliche Verspannung in ihrem Nacken wahr und registrierte die Frequenz ihres Atems. Wie sich ihre Brust hob und senkte, mit jedem Atemzug. Um ihre Glieder in der Hocke etwas zu lockern, verlagerte sie ihr Gewicht vom linken auf den rechten Fuß. Nach dem Regen waren die Wolken verzogen und hatten einen klaren Nachthimmel hinterlassen. Lor genehmigte sich einen kurzen Blick in die Dunkelheit über ihr. Weit, weit entfernt konnte sie die Sterne als winzige Punkte in der Dunkelheit erkennen. Dazwischen waren dunkle Schemen, größere und kleinere, zu sehen.
Die fliegenden Welten.
Kiralhan, ihre Welt, war eine der sieben schwebenden Welten ihres Kosmos. Sie hatte Gerüchte gehört, dass die äußersten Welten, Masanah und Pelun, so dicht an den Sternen waren, dass sie dort wie dicke Glühwürmer am Nachthimmel erschienen.
Leise Geräusche, die aus der Richtung des Stadthauses kamen das sie beschattete, zogen ihre Aufmerksamkeit wieder zurück auf ihren Auftrag. Der untersetze Mann, auf den die Beschreibung ihres Geldgebers passte, trat unter leisem Schnaufen aus der schön beschnitzten Tür.  Er war Musiker. Vor einigen Stunden war sie ihm unauffällig von einem der überbordenden Bankette am grünen Palast gefolgt. Lor hatte etwas für Musik übrig und es kam verschwenderisch vor jemanden zu töten, der sie so schön praktizierte wie es dieser Harvinist getan hatte.
Sie lockerte die Schultern, so lief es nunmal.
Lauernd betrachtete sie die vom Mondlicht geworfenen Schatten, die von seinem Doppelkinn auf den Ansatz seiner Brust fielen. Er hatte schütteres Haar und das Hemd unter seinem langen Mantel schien leicht zerknittert. Ein kleines Muttermal zierte seine rechte Wange.
Als der Mann sich Richtung Straße bewegte, ließ Lor sich in einer eleganten, lautlosen Bewegung das Dach bis zur Regenrinne hinunter gleiten. Geschickt kletterte sie das Fallrohr hinunter und berührte mit sanften Sohlen den Boden, noch bevor der Mann die nächste Straßenecke erreichte und in die dunkle Gasse links von ihm einbog.
Schmal und dunkel, keine Fenster, perfekt.
Lor trabte ihm im Schatten der Hauswände hinterher und verschmolz mit ihrer Umgebung.
Als sich sowohl sie als auch ihr Ziel in der Dunkelheit der Gasse befanden, stieß sie einen leisen Pfiff aus. Der Mann drehte sich herum und riss die Augen auf. Wollte man einen Magieträger töten, ohne selbst Achu anwenden zu können, so sollte man sich am besten auf das Element der Überraschung berufen. Jemanden von hinten zu erdolchen war jedoch nicht ihre Art.
Der Musiker starrte auf den Dolch in Lors Händen. Dann zuckte sein Blick auf die große Narbe, die sich quer über ihr gesamtes Gesicht zog und schließlich bemerkte er ihren rasierten Kopf. Es war immer die gleiche Reihenfolge die sie für den Bruchteil einer Sekunde mitverfolgen konnte. Sie gab ihm keine Zeit zum Verarbeiten der Informationen. Ihr Dolch landete mit einem gezielten Wurf mitten in seiner Kehle, dort, wo eben noch sein Adamsapfel gewesen war. Lor war in zwei schnellen Schritten bei ihm, zog den Dolch einmal komplett durch seine Kehle und ließ ihn dort verbluten.   

-2-
Die Nacht war noch jung. Es war gerade einmal kurz vor Mitternacht und der Auftrag war schnell erledigt gewesen. Morgen früh würde die Leiche entdeckt werden.
Sivald hatte ihr Anweisung gegeben sie einfach liegen zu lassen. Sivald war ein absolut nervtötender, aufgeblasener Beschenkter vom ersten Rang des grünen Hofs, leider jedoch auch ihr bester Auftraggeber. Die mit der Magie der Götter beschenkten Heka waren an und für sich schon so arrogant, dass es weh tat, der Botschafter jedoch übertraf sie noch alle. Lor seufzte bei dem Gedanken, sich mit ihm über den heutigen Auftrag austauschen zu müssen.
Der Musiker, den sie getötet hatte war ebenfalls ein Heka gewesen, jedoch nur vom geringen vierten Rang. Er würde kein Interesse der königlichen Investigatoren auf sich ziehen.  Kiralhan hatte ein Rechtssystem, es gab Gesetze und eine Strafverfolgung. Eingesetzt wurden diese jedoch recht willkürlich und meist erst ab einem bestimmten Rang. Menschen waren generell Freiwild und auch die Magieträger des vierten Ranges kümmerten kaum wen an Beonons Hof.
Ihr war es recht, es bedeutete weniger Vorsichtsmaßnahmen. Wobei sie diese Art von einfachen Aufträgen nur noch selten bekam.
Jemand würde die Leiche finden, den Mann vielleicht bestatten, wenn er denn Familie oder Freunde gehabt hatte.
Dann würde er vergessen werden.
Lor wusste nie mehr über ihre Opfer, als ihr Aussehen und ihren Rang, bei Zeiten noch ihr Heka, ihre magische Spezialisierung, wenn sie denn von Bedeutung war.
Und sie stellte keine Fragen. In den ersten Jahren hatte sie so ziemlich jeden Auftrag angenommen. Von Personenschutz für eines dieser albernen königlichen Bankette, bis Diebstahl und Mord, sie war sich für nichts zu schade. Söldnerin, Bodyguard, Berufsverbrecherin, es war ihr egal, wie man sie bezeichnete. Wenn der Preis stimmte, würde sie dem König höchstpersönlich das Federkissen unter dem Arsch weg klauen. Bei der Vorstellung schmunzelte sie. Nur fürs Ficken ließ sie sich noch nicht bezahlen.
Sie mochte ihren Beruf, wenn man das was sie tat denn als Beruf bezeichnen konnte. Offiziell war sie Söldnerin, inoffiziell die mittlerweile bekannteste Berufsverbrecherin Kiralhans. Ihre Beliebtheit bei den ranghöchsten Adligen des Hofes hatte sie sich durch ihre Effizienz und Brutalität erarbeitet - und ihre Schweigsamkeit. Diese Beliebtheit hatte sie bisher auch effektiv vor jeglichen Kontakten mit der Justiz bewahrt. Unvorsichtig durfte man trotz allem in Safonon niemals werden. Es war in oberen Kreisen gemeinhin bekannt was sie tat, Beweise, oder gar Zeugen, hatte sie dennoch nie hinterlassen. Keiner wollte ihr etwas nachweisen, man konnte es aber auch nicht.
Klar, an ihren Händen klebte eine Menge Blut. Aber sie schämte sich nicht dafür. Die Heka ließen die Menschen um sie herum bluten, ohne mit der Wimper zu zucken. Jeder von den Trägern, ob nun beschenkt oder zufällig, den sie getötet hatte, hatte zuvor garantiert mindestens einen in seinen Augen minderwertigen Menschen gedemütigt, benutzt, oder gar zum Vergnügen gequält und getötet. Nein, es kümmerte sie nicht, wenn sie nun durch sie auch etwas bluteten. Es freute sie sogar.
Und, dieser Magieträger von heute Nacht wäre ohnehin gestorben, wenn nicht durch ihre Hand, dann sicher durch einen der Rahki. Diese verfluchten Bastarde hatten ihr in den letzten Jahren zunehmend das Leben schwer gemacht. Sie hatten sich als menschliche Söldner zu einer Gruppe zusammengeschlossen und quasi kollektiv das übernommen, was Lor bereits seit Jahren im Geheimen tat. Sie haben sich einen Namen gegeben, sich in eine einheitliche Kleidung geschmissen, Personenschützer genannt und schlussendlich das Morden unter den Beschenkten erst so richtig salonfähig gemacht. Es war nämlich so, dass Heka sich, per Gesetz, nicht gegenseitig verletzen durften. Generell war das Anwenden von Achu, der ihnen von den Göttern geschenkten Magie, auf einen anderen Heka untersagt und wurde mit der Todesstrafe verfolgt.
Neben dem Weltenwechselverbot eines der wenigen Gesetze, die vom grünen König äußerst streng verfolgt wurden.
Soweit die Theorie. Seine Untertanen hatten jedoch einen netten Weg drum herum gefunden, indem sie sich einfach durch minderwertige, magielose Menschen gegenseitig umbringen ließen. Es war ein blutiges Geschäft und die Intrigen am Hof forderten eine Menge Blut.
Lor atmete aus. Am Ende war es für sie auch egal. Die Rahki waren nun schon fünf Jahre Teil  ihres Leben. Und auch wenn sie sie zu Beginn einige Aufträge gekostet hatten, verdankte sie ihnen nun im Prinzip ihren besonderen Ruf. Hatten sie und ihre vereinzelten “Kollegen” sich vor dem Erwachsen der Rahki noch vor Aufträgen nicht halten können, war der Markt nun umkämpfter. Die meisten waren schlussendlich entweder zu den Rahki übergelaufen, hatten sich dem Milieu abgewendet oder waren tot. Mittlerweile war sie die letzte freie Söldnerin. Lor traute den Rahki nicht, mit ihrem dominanten Getue und den albernen schwarzen Lederanzügen. Sie benahmen sich, als gehörten sie einer Spezialeinheit an. Als würde das darüber hinwegtäuschen, dass sie am Ende nur schwache Menschen waren, denen ein kräftiger Griff eines Magieträgers alle Knochen brechen konnte. Als menschliche Söldnerin in Safonon bewegte man sich auf dünnem, sehr dünnem Eis.
Sicher gab eine Gruppierung hier zusätzlichen Schutz, aber sie wollte keiner Gruppe angehören. Sie wollte unabhängig bleiben. Und wenn es nur war, um diese dämliche lederne Wurstpelle nicht tragen zu müssen. Dass sie mit ihrem komplett rasierten Haar die selbe Frisur trug wie alle Rahki, war reiner Zufall und sie weigerte sich, sie aufzugeben.
Da die Rahki nun die breite Masse bedienten, hatte sie sich gezwungenermaßen auf die etwas feineren Aufträge spezialisiert. Sie hatte mehrfach in kniffligen Situationen ihr Geschick gezeigt und bediente nun, zusammen mit einigen ebenso talentierten und ausgewählten Rahki, hauptsächlich die Aufträge der obersten zehn Beschenkten. Nur der König selbst beauftragte auch heute noch keine Rahki, aber er hatte ja auch seine eigenen Elite-Krieger und natürlich die Bluthunde. Die Aufträge aus dem ersten Rang brachten das meiste Geld ein, forderten jedoch auch das größte Geschick und gingen meist nicht ohne eine gewisse Gefahr einher, da sie nicht selten auch mal ein Ziel aus dem dritten Rang oder sogar dem zweiten Rang betrafen, deren Tod dann doch mal jemanden interessierte.
Aber heute war ein einfacher Tag gewesen. Was auch immer Sivald, Marionettenspieler und Botschafter des Königs, mit diesem niederen Magieträger zu schaffen hatte, Lor war zufrieden über den freien Abend. Sie schlenderte gerade in Gedanken versunken die breite Hauptstraße von Safonon, der Hauptstadt und Königsstädte von Kiralhan, mit ihren Geschäften und Bars entlang, als sie von hinten Schritte hörte. Die Schritte passten sich ihrem Gang an und wurden leiser, als würden sie sich heranschleichen.
Als könnte man sich an Lor unbemerkt anschleichen.
Sie hatte ihre Sinne durch die harten Jahre ihrer Kindheit in der Wildnis und später als freie Söldnerin dermaßen geschärft, dass sie mittlerweile, nicht ohne einen gewissen Stolz, behaupten konnte, das sei im Prinzip unmöglich.
Lor erkannte die Schritte, erkannte ihren Rythmus und das eigentlich unhörbare, minimale Schleifen des linken Fußes. Envar musste wissen, dass sie ihn schon längst bemerkt hatte. Sie konnte sein verkniffenes Grinsen beinahe in ihrem Rücken spüren. Dennoch schlich er weiter.
Nun gut, er wollte spielen? Dann würden sie eben spielen.
Lor ließ ihn ganz nah an sich heran kommen. Als er gerade eine Hand nach ihr ausstrecken wollte, schnellte sie in einer flüssigen Bewegung herum und ließ ihr rechtes Bein mit dem Schwung der Drehung in Richtung seines Kopfes schnellen. Er reagierte ebenso blitzschnell und packte ihren Fußknöchel. Eine dunkle Locke fiel ihm in sein hübsches Gesicht, bedeckte eine seiner kräftigen Augenbrauen. Ein triumphierendes Grinsen legte seine weißen Zähne frei.
Gut so.
Sie nutzte den restlichen Schwung ihrer Drehung und zog ihn mit dem Bein, das er noch immer fest im Griff hatte, näher an sich heran. Im Bruchteil einer Sekunde hatte sie beide Beine um seinen Hals geschlungen und brachte ihn mit einer kraftvollen Drehung zu Boden. Sie wirbelte ihn so herum, dass er bäuchlings auf dem Boden lag und drückte ihm ein Knie in den Nacken. Sie hatte früh gelernt, die physikalischen Gesetze für sich zu nutzen. Nützlich war jedoch auch, dass sie für eine Frau ungewöhnlich stark war. Sie schob es auf ihren früh benötigten Überlebensinstinkt - und das viele harte Training. Zudem war sie größer als die meisten Frauen.
Von Vorteil war natürlich auch, dass sie Envars Kampfstil und seine Schwächen (und davon war sein Ego mit Abstand die Größte) in den letzten Jahren die sie gemeinsam gearbeitet, gemordet und gestohlen hatten in und auswendig kennen gelernt hatte.
Envar lachte und klatschte mit der Hand auf den Boden. “Ich ergebe mich, Lor. Lass mich aus dem Dreck aufstehen!”
Zufrieden ließ sie von ihm ab und er richtete sich zum Sitzen auf. Envar trug noch seine schwarze Lederkluft und dem Blut an seinen Fingerknöcheln nach zu urteilen hatte auch er gerade einen Auftrag abgeschlossen. Envar war der einzige Rahki, den sie kannte, der sich nicht den Schädel rasiert hatte. Er sagte, so schönes Haar wie seines gehöre wertgeschätzt. Lor hatte sich sehr gewundert, dass die Führungsriege seinen Einspruch diesbezüglich akzeptiert hatte, andererseits kannte sie sich mit den Hierarchien der Rahki nicht besonders gut aus und Envar war ein begnadeter Kämpfer und damit für die Riege sicher wertvoll.
Er bemerkte ihren Blick auf seine Fingerknöchel. “Nur Personenschutz heute. Latife hat einen Ball gegeben, leider hat ein Feuer-Heka einem anderen Beschenkten den Arsch flambiert nachdem er seiner Ansicht nach mit seinem Begleiter geflirtet hatte. Das Ganze ist in einer winzigen Schlägerei gemündet”, er formte einen ebenso winzigen Raum zwischen Daumen und Zeigefinger,  eine Geste, die Lor unwillkürlich die Augen rollen ließ, “und der Ball wurde frühzeitig beendet.” Im Schein der Laternen glänzte sein dunkles Haar und seine kräftige Gestalt warf einen breiten Schatten. “Ich habe also Feierabend”, wieder dieses schiefe Grinsen.
Sie betrachtete ihn einen Moment. Er zeigte sich unbekümmert, aber eine Schlägerei zwischen zwei Heka zu beenden, konnte für einen Menschen wie ihn allzu schnell tödlich enden.
Lor und Envar hatten sich vor fünf Jahren kennengelernt, ungefähr in der Zeit als die Rahki aus dem Nichts aufgestiegen waren. Zunächst waren sie nur gelegentlich auf gemeinsamen Aufträgen gewesen, weil es eben ab und zu praktischer gewesen war. Dann immer öfter, weil sie sich an die leichtere Arbeit gewöhnten und mittlerweile wurden sie aufgrund ihrer Fähigkeiten häufig gemeinsam von den hochrangigen Beschenkten angeheuert.
In ihren Augen waren sie mittlerweile mehr als Geschäftspartner. Freunde, soweit Lor denn wusste, was Freundschaft eigentlich bedeutete. Sie war für gewöhnlich am liebsten allein. Wirklich wohl war ihr nur die Gesellschaft von Quix, ihrem geheimen Begleiter, ein ziemlich seltsam geratener, vorwitziger kleiner Flaschengeist. Mit Envar und einer kleinen Anzahl weiterer Menschen die sie jedoch an drei Fingern abzählen konnte, ließ es sich aushalten.
Alle anderen mied sie in ihrer Freizeit so gut es ging.

Viele liebe Grüße,
Lartaigh
« Letzte Änderung: 10 November 2024, 04:18:48 von Lartaigh »

Lartaigh

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #1 am: 09 November 2024, 16:10:30 »
Eine Warnung: Jetzt habe ich gerade in den Regeln nochmal nachgelesen, dass es 20.000 Zeichen INKLUSIVE Leerzeichen sind, ich habe aber 20.000 OHNE Leerzeichen eingestellt.  :rotwerd: Lasst gerne den letzten Teil des Textes für euch einfach weg.

Lartaigh

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #2 am: 09 November 2024, 16:20:46 »
Und: Bitte nicht ins Höllenfenster, so als erste Röstung. So, ich glaube jetzt habe ich genug Chaos nachgeschoben :D

LaHallia

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #3 am: 09 November 2024, 23:15:09 »
Hi Lartaigh,

das war jetzt lange  :schwitz:. Schau, dass du i Zukunft die Textlänge einhältst, kürzere Abschnitte werden im Regelfall öfter geröstet, als lange.

So, aber jetzt zum Text:

Kapitel 1:
Grundsätzlich hat mir Kapitel 1 besser gefallen, als Kapitel 2. Kapitel 1 hatte einen klaren Zweck, einen klaren roten Faden und hat mir Lors Arbeit gezeigt.

Zitat
Die, die es ihr ermöglichten allein zu sein, in Ruhe für sich und still auf den Tod zu warten.
Hübscher Satz. Aus dem Kontext heraus war mir klar, dass sie wohl Auftragskillerin ist und das hat etwas Spannung erzeugt.

Zitat
Sie hatte Gerüchte gehört, dass die äußersten Welten, Masanah und Pelun, so dicht an den Sternen waren, dass sie dort wie dicke Glühwürmer am Nachthimmel erschienen.
Zusammen mit der endlosen Masse an Namen in Kapitel 2 würde ich mir bei jedem Namen und jeder Begrifflichkeit sehr genau überlegen, ob du die an dieser Stelle wirklich brauchst. Hier zB ist es meiner Meinung nach absolut nicht notwendig mir die Namen der äußeren Welten zu geben. Ich brauche sie nicht fürs Verständnis und merke sie mir sowieso nicht bis dorthin, wo ich sie eventuell brauchen würde.

Zitat
Ein kleines Muttermal zierte seine rechte Wange.
Das kann sie von ihrem Hausdach aus in der Nacht sehen?
Zitat
Wollte man einen Magieträger töten, ohne selbst Achu anwenden zu können, so sollte man sich am besten auf das Element der Überraschung berufen. Jemanden von hinten zu erdolchen war jedoch nicht ihre Art.
Versteh ich nicht. Bin zu dumm für den Satz. Ich weiß nicht, was Achu ist; Magieträger kann ich mir zusammenreimen, aber erklärt hast du es auch nicht und was das alles mit dem Erdolchen zu tun hat, das nicht Lors Art ist vestehe ich auch nicht.


Kapitel 2
Damit hatte ich so meine Probleme. Zuerst einmal hat es kein klares Ziel. Es plätschert ziemlich  lange und mit viel Infodump dahin. Es hat keinen klaren Anfang, keinen klaren Mittelteil und kein klares Ende. Kurz gesagt: ich habe nicht den Eindruck, dass es den Plot voran treibt. Ich habe eher den Eindruck, dass du es rein dafür nutzt, um einen Haufen Leute, Systeme und Begrifflichkeiten einzuführen.
Und das ist halt ein bisschen schwierig, weil zu viel. Zu viele Namen. Viel zu viele Namen. ich muss nicht jeden Kumpel von Lor in Kapitel 2 kennen. Ich muss auch nicht alle genannten Begrifflichkeiten und Hierarchien kennen.
Persönilich bevorzuge ich es, solche Dinge in Action präsentiert zu bekommen, eingebettet in Plot. So wie in Kapitel 1.

Ein bisschen im Detail:
Zitat
Sivald hatte ihr Anweisung gegeben sie einfach liegen zu lassen. Sivald war ein absolut nervtötender, aufgeblasener Beschenkter vom ersten Rang des grünen Hofs, leider jedoch auch ihr bester Auftraggeber.
Die mit der Magie der Götter beschenkten Heka waren an und für sich schon so arrogant, dass es weh tat, der Botschafter jedoch übertraf sie noch alle. Lor seufzte bei dem Gedanken, sich mit ihm über den heutigen Auftrag austauschen zu müssen.
Du willst uns etwas über Sivald näherbringen, ok. Aber da sind die Ränge und der grüne Hof und Heka und das ist einfach alles zu viel. Ich weiß nicht wer Sivald ist, was Ränge sind, was der grüne Hof (gibt es auch einen roten und blauen?) und Heka ist mir auch unbekannt. Du wirfst das alles in einen Infodump Absatz rein und das macht es mir schwierig, mir das alles zu merken und vor allem Interesse dafür zu entwickeln. Ich bin emotional nicht dabei.

Zitat
Der Musiker, den sie getötet hatte war ebenfalls ein Heka gewesen, jedoch nur vom geringen vierten Rang. Er würde kein Interesse der königlichen Investigatoren auf sich ziehen.  Kiralhan hatte ein Rechtssystem, es gab Gesetze und eine Strafverfolgung. Eingesetzt wurden diese jedoch recht willkürlich und meist erst ab einem bestimmten Rang. Menschen waren generell Freiwild und auch die Magieträger des vierten Ranges kümmerten kaum wen an Beonons Hof.
Dasselbe wie oben. Infodump. Keine Action, reines Tell. Wieder viele Wörter: Heka, vierter Rang, Investigatoren, Beonon. Und wieder habe ich keine Ahnung wer oder was das alles ist. Gut, Heka habe ich mittlerweile kapiert, auch dass es die wohl in unterschiedlichen Rängen gibt. Aber was es mit den königlichen Investigatroren auf sich hat.. .keine Ahnung, ist das die Polizei auf dieser Welt? Die Privatarmee des Königs? Ist Beonon der König?
Zitat
Sie mochte ihren Beruf, wenn man das was sie tat denn als Beruf bezeichnen konnte. Offiziell war sie Söldnerin, inoffiziell die mittlerweile bekannteste Berufsverbrecherin Kiralhans.
WIe kann sie ihren Beruf gut ausüben, wenn sie so bekannt ist? Macht es doch recht schiwerig Leute umzubringen, wenn man auf eine Meile erkannt wird?

Zitat
Die Heka ließen die Menschen um sie herum bluten, ohne mit der Wimper zu zucken. Jeder von den Trägern, ob nun beschenkt oder zufällig, den sie getötet hatte, hatte zuvor garantiert mindestens einen in seinen Augen minderwertigen Menschen gedemütigt, benutzt, oder gar zum Vergnügen gequält und getötet
Ist Lor ein Mensch? Was sind Heka? Dachte das wären Menschen mit magischen Gaben?
Hier bekomme ich das Gefühl, dass ich den Aufbau deines Weltensystems nicht verstanden habe. Ich dachte, Heka wären Menschen mit magischen Fähigkeiten. Tatsächlich bin ich noch immer dieser Meinung, aber hier trennst du begrifflich zwischen Heka und Menschen, was mich verunsichert. Heka sind doch "nur" Menschen+? (Die sich anscheinend für besser halten).


Zitat
Lor und Envar hatten sich vor fünf Jahren kennengelernt, ungefähr in der Zeit als die Rahki aus dem Nichts aufgestiegen waren. Zunächst waren sie nur gelegentlich auf gemeinsamen Aufträgen gewesen, weil es eben ab und zu praktischer gewesen war. Dann immer öfter, weil sie sich an die leichtere Arbeit gewöhnten und mittlerweile wurden sie aufgrund ihrer Fähigkeiten häufig gemeinsam von den hochrangigen Beschenkten angeheuert.
Widerspricht das nicht der Aussage, die du früher getrofen hast, dass sie gerne alleine und ungebunden arbeitet?

Zitat
Quix hatte sich vor ungefähr dreizehn Jahren, damals war sie gerade einmal zehn Jahre alt gewesen, zu ihr gesellt.
Wer? Muss ich diese Person jetzt wirklich kennen lernen? Es war bisher schon echt viel und ich habe das Gefühl jeden Absatz einen neuen Namen oder Begriff um die Ohren geklatscht zu bekommen  :biggrin: Immer schön piano.  :hehe:

Zitat
Envar brauchte ihr keine Komplimente machen, damit sie mit ihm ins Bett stieg.
Korrigiere mich, wenn ich mich irre, aber verlangt dein Genre nicht eine Liebesgeschichte? Lor scheint ja recht lose im Umgang mit Männerbekanntschaften zu sein, schwierig, da eine ernsthafte Liebesgeschichte einzubauen.

Zitat
Wenn man Aufträge und Liebhaber nicht mitzählte, natürlich. Und das tat sie nicht, denn beiden begegnete sie jeweils nur einmal.
Bezüglich der Liebhaber widersprichst du dir da. Weiter oben hast du gemeint sie hätte eine Art Verhältnis, Freunschaft+ oä mit Elvar. Hatte da etwas eher Regelmäßiges im Sinn, kann ich aber falsch interpretiert haben.

---

Zu deinen Fragen:
Zitat
Kann man dem Lesefluss generell folgen?
Im ersten Kapitel ja. Im zweiten recht schwer. Wie gesagt sind für mich viel zu viele Namen, Begrifflichkeiten und Erklärungen. Auch die Art, wie du sie präsentiert hast (Infodump) hat es für mich nicht leichter gemacht dem ganzen zu folgen.
Während ich nach dem ersten Kapitel weiter gelesen hätte, hätte ich während des zweiten Sorge bekommen, ob der restliche Roman auch so aufgebaut ist.

Zitat
Entstehen die Szenen bildhaft?
Nein. Liegt aber nicht an dir, sondern an mir. Ich kann grundsätzlich keine Bilder in meinem Kopf sehen.

Zitat
Möchte man mehr über Lor und ihr Leben erfahren?
Ja, aber in Action, nicht als Infodump

Zitat
Ich führe außerdem im zweiten Kapitel auch etwas die Welt ein und frage mich, ob da zu viele Infos auf einmal kommen?
JA!!!!  :diablo: :diablo: :diablo:


Das war's erstmal von mir.
Liebe Grüße!
Sie müssen erzählerische Risiken eingehen. Vor allem aber: niemals versuchen, den anderen zu gefallen. Sie müssen so hoch zielen, dass Sie ganz tief fallen können. Dann vielleicht haben Sie Erfolg. (Frank Schätzing)

Lartaigh

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #4 am: 10 November 2024, 04:19:14 »
Hallo LaHallia,

vielen lieben Dank für deine Röstung (und den Kampf durch den langen Text), ich gehe später einmal in Ruhe darauf ein (gerade bin nur kurz wach :D).

Aber, ich habe heraus gefunden, wie man Beiträge bearbeitet und die hintere Hälfte des Textes gelöscht. Nun ist er kürzer und entspricht hoffentlich den Regeln : )

Liebe Grüße
Lartaigh
« Letzte Änderung: 10 November 2024, 04:21:54 von Lartaigh »

Lartaigh

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #5 am: 10 November 2024, 09:04:12 »
So, guten Morgen :)

erstmal klammere ich mich daran, dass Kapitel 1 zumindest etwas Spannung erzeugt. Ansonsten schmerzt so eine Röstung natürlich für einen kurzen Moment, ich kann aber deine Kommentare sehr gut nachvollziehen und werde über Kapitel zwei nochmal komplett nachdenken. Es hilft mir sehr, danke! Tatsächlich packe ich fast alle Infos zu meiner Welt in dieses eine Kapitel bzw. die ersten drei, das ist mir durch deine Anmerkungen nochmal bewusst geworden. Danach startet dann die Handlung. Das werde ich grundlegend verändern und die Infoabschnitte in der Handlung mit einbauen.

Auch an der Verständlichkeit des Systems kann ich noch arbeiten, merke ich. Vielleicht male ich nochmal eine Mind-Map mehr.

Zitat
Kurz gesagt: ich habe nicht den Eindruck, dass es den Plot voran treibt. Ich habe eher den Eindruck, dass du es rein dafür nutzt, um einen Haufen Leute, Systeme und Begrifflichkeiten einzuführen.
Korrekt und das ist schon einmal eine Klasse Einsicht!

Zitat
WIe kann sie ihren Beruf gut ausüben, wenn sie so bekannt ist? Macht es doch recht schiwerig Leute umzubringen, wenn man auf eine Meile erkannt wird?
Stimmt, da spiele ich auf eine Bekanntheit in ihrer Szene an, das kann ich genauer rausbringen.

Was die losen Männerbekanntschaften angeht:
Da denke ich, dass offene Sexualität einem sich Verlieben nicht unbedingt im Weg stehen muss  :)

Viele liebe Grüße,
Lartaigh


jcl

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #6 am: 10 November 2024, 12:08:26 »
Fantasyromane sind heute Massenware, da anscheinend jeder Autor erst einmal mit einem solchen anfängt. Ich habe früher Fantasy gerne gelesen, heute nur dann, wenn sich der Roman schon am Beginn von der üblichen 0815-Fantasy abhebt. Das ist dir in mehren Punkten gelungen. Die Heldin ist eine Killerin, und sie verfügt nicht über magische Fähigkeiten. Auch das Weltbild ist einigermaßen konsistent. Der Stil ist weitgehend flüssig, aber es gibt immer wieder Sätze oder Nebensätze, die nicht recht passen. Beispiele:
Zitat
Die, die es ihr ermöglichten allein zu sein, in Ruhe für sich und still auf den Tod zu warten.
Liest sich, als würde sie auf den eigenen Tod warten.
Zitat
dass die äußersten Welten, Masanah und Pelun, so dicht an den Sternen waren, dass sie dort wie dicke Glühwürmer am Nachthimmel erschienen.
Liest sich, als würden die Welten von den Sternen aus wie Glühwürmer aussehen.

Der Beginn ist Action, was kurz Spannung erzeugt, die aber rasch in sich zusammenfällt, wenn die Tat als üblicher Alltag beschrieben wird. Gerade bei einem Killer-Auftrag gäbe es die Gelegenheit, Spannung zu erzeugen, indem mit dem Auftrag etwas Ungewöhnliches, Gefährliches verbunden ist oder sich die Tat als unerwartet schwierig erweist.

Im zweiten Kapitel vermittelst du viele Informationen, verpackt in die Kontemplation der Prota nach der Tat. Das kann funktionieren, wenn es sich um Infos handelt, auf die der Leser zu diesem Zeitpunkt neugierig ist. Das gelingt aber nur teilweise. Über den Auftraggeber will ich schon etwas wissen und auch darüber, wie üblich Morde in dieser Welt sind und wie sie zu diesem, Job gekommen ist. Aber den Rest überliest man.

Von der Perspektive bist du eng bei der Prota und gibst ihre Gedanken wieder. Das ist auch gut gelungen. Besonders gefällt mir:

Zitat
Dann zuckte sein Blick auf die große Narbe, die sich quer über ihr gesamtes Gesicht zog KOMMA und schließlich bemerkte er ihren rasierten Kopf. Es war immer die gleiche Reihenfolge die sie für den Bruchteil einer Sekunde mitverfolgen konnte.

Dieser Moment ist gut eingefangen.

Was mir generell ein wenig fehlt, sind die Details der Welt. Es scheint eine Art Mittelalter zu sein, es gibt einen König und Hofstaat, es gibt Bankette, einige Leute habe magische Fähigkeiten. Also alles wie in jedem solchen Roman. Eine Welt wird lebendig, wenn du Details hereinbringst. Wie funktioniert die Straßenbeleuchtung, welches Instrument spielt ein "Harvinist", gibt es Pferde oder Karren auf den Straßen, etc. Zudem: Brauchst du Magie überhaupt? In diesem Kapitel nicht. Ich fände es erfrischend, wenn ein Fantasy-Roman mal ohne auskommt.

Paul

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #7 am: 10 November 2024, 15:55:49 »
Hallo Lartaigh

Dein Text ist lang - darum kann meine Röstung nicht zu sehr ins Detail gehen. Nichtsdestotrotz hier meine Rückmeldung:

Ich beginne mit deinen Fragen:

Kann man dem Lesefluss generell folgen?

Ja, das funktioniert. Ich kann deiner Geschichte folgen und weiß immer - mehr oder weniger - wo ich mich in ihr befinde.

Entstehen die Szenen bildhaft?

Ansatzweise. Ich weiß es mehr, als dass ich es vor mir sehe.

Möchte man mehr über Lor und ihr Leben erfahren?

Auftragskillerin in einem magischen Universum - der Plot klingt nach Spannung. Dazu kommt die Rivalität mit einer konkurrierenden Auftragskillerorganisation. Das Setting hat Potential. Auch die magische Welt verspricht eine gewisse Komplexität. Der Info-dump im zweiten Kapitel stoppt meine Neugierde allerdings eher, als dass er sie anstösst.

Ich führe außerdem im zweiten Kapitel auch etwas die Welt ein und frage mich, ob da zu viele Infos auf einmal kommen?

Yepp. Definitiv. Es gibt eine Grundregel beim Schreiben: Infos immer nur so viel, wie der Leser / die Leserin zum Verstehen der Szene unbedingt braucht. Alles andere kannst Du ersatzlos streichen. Dann bleibt aber - handlungsmäßig - vom zweiten Kapitel nicht mehr viel übrig. Die Begegnung mit Envar - trotz der Prügelei - bleibt emotinal flach. Da ist keine Spannung drin.

Ein genereller Eindruck, ob euch die ersten Seiten zum weiterlesen motivieren würden, wäre natürlich auch interessant

Eher nein. Nicht wegen dem Plot, sondern wegen der Sprache und wegen des Info-Dumps im zweiten Kapitel. Es fehlt mir der "Zug" in der Geschichte. Es fehlt mir aber auch eine emotionale Verbundenheit. Die Figuren sind mir alle eine Spur zu glatt. Sie wirken auf mich nicht menschlich. Da ist keine Spur von "Gebrochenheit" zu spüren.

Als zweites möchte ich Dir einige Eindrücke zu Deinem ersten Kapitel rückmelden:

Das Setting ist recht schnell klar. Eine Auftragskillerin erledigt ihren Job. Als Einstiegsszene ist dieses Setting sehr dankbar. Ich lerne als Leser die Prota gleich bei ihrer Arbeit kennen (show it, don´t tell it). Soweit ist alles im grünen Bereich.

Was erfahre ich von der Welt?

Zeit und Ort werden von Dir unauffällig eingeführt:

Zitat
kauerte ... auf dem Dach der alten Ziegelei

Zitat
So genoss sie auch jetzt den Wind der kühlen Frühlingsnacht auf ihren Wangen und roch die Nachboten des eben verzogenen Regens.

Zitat
Leise Geräusche, die aus der Richtung des Stadthauses kamen das sie beschattete, zogen ihre Aufmerksamkeit wieder zurück auf ihren Auftrag. Der untersetze Mann, auf den die Beschreibung ihres Geldgebers passte, trat unter leisem Schnaufen aus der schön beschnitzten Tür. 

...

Du beschreibst deine Welt, trotzdem fällt es mir schwer, mir diese Orte vorzustellen. Ich weiß nicht, wo die Regenrinne ist, die sie für den Abstieg benutzt, ich weiß nicht, wie weit das Stadthaus von der Ziegelei entfernt liegt und wie es aussieht, selbst dass die "schön beschnitzte Tür" zu diesem Stadthaus gehört, erschließt sich mir beim Lesen nicht auf den ersten Blick.

D.h. Für mich bleibt die Welt, in er sich deine Prota bewegt, eine Spur zu indifferent. Du malst Tupfer, wie die Impressionisten, aber bei mir entsteht vor meinen Augen kein Bild, sondern ich falle in die Lücken dazwischen. Von daher sehe ich hier einen gewissen Handlungsbedarf. Es ist nicht immer nötig, alles bis ins letzte Detail zu beschreiben. Eine Übergenauigkeit macht oft den Handlungsablauf kaputt. Umgekehrt braucht jede Geschichte eine lebendige Welt. Mein Tip: Folge den Augen deiner Prota: Was fällt ihr an dem Stadthaus als erstes auf? Dass es halb im Dunkeln liegt? Dass sie Ausgänge gut sehen kann? Dass es groß ist? ... die schön geschnitzte Tür kommt bei mir erst recht spät, außer ich bin Handwerker und schnitze in meiner Freizeit. Dann würde ich mir die Schnitzarbeiten natürlich ansehen. Aber dazu müsste ich näher hingehen. Vom Dach des gegenüberliegenden Hauses habe ich nur wenig Chancen, sie zu bewundern.

Was erfahre ich über deine Prota?

Ich erfahre viel, was sie macht (sie kauert, sie springt, sie ...), ich erfahre, was sie trägt (abgewetzter Lederanzug) und dass sie einen trainierten Körper hat, auch ihre Vorlieben werden deutlich (sie mochte die Aufträge am liebsten, bei es ihr ermöglichten, allein zu sein). Also eigentlich ist vieles richtig gemacht. Du beschreibst sie in vielen Richtungen.
 Trotzdem bleibt sie mir fremd. Vielleicht, weil sie mir zu "glatt" ist. Bei Comics gibt es Superman, der in allem perfekt ist (wie viele Comics aus dem DC Universum) und Spiderman, der voller Komplexe ist (wie viele Charaktere aus dem Marvel Universum). Deine Heldin bewegt sich für mich zu sehr in der Welt der DC Comics. Alles, was sie macht, ist perfekt. Ihr Körper, ihre Coolness, ihr Mut,... Sie zweifelt nie, sie erlebt nie, dass sie an ihre Grenzen kommt, dabei macht gerade das für mich eine Geschichte spannend.
D.h. in der Anlage deines Protas verschenkst Du m.E. viel Potential. DC Comics finde ich langweilig. Deine Geschichte leider auch (ich mag Helden lieber, die sich beim Aufkommen auf dem Boden auch einmal den Fuß verknacksen und dann zu ihrem Mord humpeln müssen).

Was macht die Sprache?

Ich sehe mir dazu deine ersten vier Sätze an:

Zitat
Lor kauerte nun schon eine Weile in dieser gebückten Haltung auf dem Dach der alten Ziegelei und starrte die Eingangstür des gegenüberliegenden Stadthauses an. Ihr grauer, abgewetzter Lederanzug fügte sich gut in die Schatten der Nacht ein und ihr trainierter Körper war an solcherlei langwierige Belastungen gewöhnt. Eigentlich mochte sie auch gerade diese Aufträge am liebsten. Die, die es ihr ermöglichten allein zu sein, in Ruhe für sich und still auf den Tod zu warten.

Mir fallen als Erstes die vielen Adjektive auf. Unangenehm. Ich weiß nicht, ob das zum "Genre" gehört, oder Teil deines Stils ist. Auf mich wirken die vielen Adjektive leider oft klischeehaft. Höhepunkt ist für mich der "trainierte" Körper. Ich kann mir alles darunter vorstellen - oder nichts. Es ist ein "Container-Begriff".
 Du malst mit deinen Adjektiven auch immer mit den gleichen Farben (vgl. Prota): alles ist immer perfekt. So entsteht für mich keine lebendige Welt. Da sind keine Brüche. Keine Dachschindel, die knarrt, kein Schatten, der von unten sichtbar sein könnte, kein ...

Der Einstieg:

Zitat
Lor kauerte nun schon eine Weile in dieser gebückten Haltung auf dem Dach der alten Ziegelei und starrte die Eingangstür des gegenüberliegenden Stadthauses an. Ihr grauer, abgewetzter Lederanzug fügte sich gut in die Schatten der Nacht ein und ihr trainierter Körper war an solcherlei langwierige Belastungen gewöhnt. Eigentlich mochte sie auch gerade diese Aufträge am liebsten. Die, die es ihr ermöglichten allein zu sein, in Ruhe für sich und still auf den Tod zu warten.

Für mich stimmt der Einstieg nicht. Da ist keine Kamerafahrt, die mich von außen in die Szene hineinfahren lässt, so dass ich einen ersten Überblick über Zeit und Ort bekomme, da steht keine Prota am Anfang, die mich in ihre Gedankenwelt hineinnimmt, stattdessen bekomme ich eine Mischung aus allem. Irgendwie springt da der Funke bei mir nicht über. Es bleibt mir zu diffus. Ich bekomme von allem ein Häppchen, aber nichts davon ganz.
 Unangenehm ist mir auch das "nun" aufgefallen. Es tut so, als wüssten wir schon, was davor war. Wissen wir aber nicht.

Fazit:

Du hast einen spannenden Plot. aber m.E. noch an einigen Dinge zu arbeiten. Die gute Nachricht: Die Geschichte selbst steht erst einmal - und - soweit ich es bis jetzt überblicken kann - läuft sie auch. Das ist die halbe Miete. Die andere Hälfte braucht jedoch m.E. noch einigen Kraftaufwand. Dabei weiß ich nicht, was davon so bleiben soll, weil es z.B. zum Genre gehört (Coole Heldin, die immer perfekt durch ihre Leben kommt und mit Adjektiven nur so um sich wirft) - und was davon du ändern willst. Letztlich musst Du das - wie immer - selbst entscheiden. Ich kann Dir nur meine Eindrücke rückmelden. Ich hoffe, ich habe Dich damit nicht zu sehr frustriert, aber ich wollte Dir eine ehrliche Rückmeldung meiner Eindrücke geben.

Paul  ;)
« Letzte Änderung: 10 November 2024, 15:58:01 von Paul »
"Es ist besser, einige der Fragen zu kennen, als alle Antworten." (James Thurber)

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #8 am: 10 November 2024, 18:11:06 »
Hi Lartaigh,

zu meiner Rückmeldung ist wichtig zu bedenken, dass ich das Genre nicht lese. Mein Vorgehen ist so, dass ich während des Lesens mitschreibe, was mir auffällt. Das beginnt beim Stil:

Zitat
Lor kauerte nun schon eine Weile in dieser gebückten Haltung auf dem Dach der alten Ziegelei und starrte die Eingangstür des gegenüberliegenden Stadthauses an. Ihr grauer, abgewetzter Lederanzug fügte sich gut in die Schatten der Nacht ein und ihr trainierter Körper war an solcherlei langwierige Belastungen gewöhnt. Eigentlich mochte sie auch gerade diese Aufträge am liebsten. Die, die es ihr ermöglichten allein zu sein, in Ruhe für sich und still auf den Tod zu warten.

Ich würde die grün markierten Wörter streichen, weil ich oft finde, dass eine etwas straffere Schreibe schöner ist. Das sind für mich Füllwörter ohne wirklichen Gehalt. Außerdem fehlen in dem Absatz Kommas (nach für sich muss eins hin, vor allein kann eins hin). Wenn man jetzt beginnt, Erbsen zu zählen, finde ich auch, dieser Abschnitt könnte bildhafter sein. Konkreter. Um es mal als Beispiel aufzuführen (nicht, damit du das übernimmst, sondern um zu verdeutlichen, was ich meine):

Lor kauerte schon eine Weile in gebückter Haltung auf dem Dach der alten Ziegelei und starrte auf die Eingangstür des gegenüberliegenden Stadthauses. Es war eine einfache Holztür. Eigentlich mochte sie diese Aufträge am liebsten. Die, die es ihr ermöglichten, allein und still auf den Tod zu warten.

Mir fällt nun auch auf, dass deine Kameraführung schwankt: Du zeigst uns als erstes, was Lor sieht, aber dann sehen wir Lor. Dadurch nehme ich nun an, dass es keine personale Perspektive ist.

Zitat
In diesen Momenten konnte sie innehalten. So genoss sie auch jetzt den Wind der kühlen Frühlingsnacht auf ihren Wangen und roch die Nachboten des eben verzogenen Regens. Sie konzentrierte sich auf das Gefühl der Ziegel unter ihren Stiefeln, nahm die anfängliche Verspannung in ihrem Nacken wahr und registrierte die Frequenz ihres Atems. Wie sich ihre Brust hob und senkte, mit jedem Atemzug. Um ihre Glieder in der Hocke etwas zu lockern, verlagerte sie ihr Gewicht vom linken auf den rechten Fuß. Nach dem Regen waren die Wolken verzogen und hatten einen klaren Nachthimmel hinterlassen. Lor genehmigte sich einen kurzen Blick in die Dunkelheit über ihr. Weit, weit entfernt konnte sie die Sterne als winzige Punkte in der Dunkelheit erkennen. Dazwischen waren dunkle Schemen, größere und kleinere, zu sehen.

Hier gehst du perspektivisch wieder in sie zurück. Der Schwenk war also nur dazu da, uns zu zeigen, was sie anhat. Die Frage ist, ob das elegant gelöst ist und wir dieses Wissen hier brauchen.
Den Folgeabsatz finde ich langweilig. Er ist generisch, es gibt nichts Besonderes an dem, was sie wahrnimmt. Sie atmet wie alle anderen, Regen riecht wie immer, Sterne funkeln usw. Du verschenkst dir hier, etwas Besonderes anzubringen. Etwas, was den Ort und sie charakterisiert. Wie riecht es da? Was hört sie? Was löst es in ihr aus?
Hier stimmt das Adjektiv nicht: "anfängliche Verspannung". Du meinst eine beginnende Verspannung.

Die Schemen sind das einzige Besondere und du führst sie auch etwas aus. Allerdings wird das für mich wenig bildhaft, weil du zu wenig beschreibst, was sie sieht.

Zitat
Leise Geräusche, die aus der Richtung des Stadthauses kamen das sie beschattete, zogen ihre Aufmerksamkeit wieder zurück auf ihren Auftrag. Der untersetze Mann, auf den die Beschreibung ihres Geldgebers passte, trat unter leisem Schnaufen aus der schön beschnitzten Tür.  Er war Musiker. Vor einigen Stunden war sie ihm unauffällig von einem der überbordenden Bankette am grünen Palast gefolgt. Lor hatte etwas für Musik übrig und es kam verschwenderisch vor jemanden zu töten, der sie so schön praktizierte wie es dieser Harvinist getan hatte.

Auch das finde ich zu umständlich. Ich würde es straffen und schauen, was du uns erklären musst, und was wir auch so wissen. Auch ein paar Hilfsverben kannst du einsparen:

Leise Geräusche zogen ihre Aufmerksamkeit zurück auf ihren Auftrag. Ein untersetzter Mann trat unter leisem Schnaufen aus der (schön beschnitzten) Tür. Vor einigen Stunden war sie ihm unauffällig von einem  überbordenden Bankett am grünen Palast gefolgt. Lor mochte Musik und es kam ihr verschwenderisch vor, jemanden zu töten, der sie so schön praktizierte wie  dieser Harvinist.

Hier kommt nun Info zur Tür, aber sie kommt zu spät. Denn nun ist Lors Aufmerksamkeit nicht bei der Tür, sondern bei dem Mann.

Zitat
Lauernd betrachtete sie die vom Mondlicht geworfenen Schatten, die von seinem Doppelkinn auf den Ansatz seiner Brust fielen. Er hatte schütteres Haar und das Hemd unter seinem langen Mantel schien leicht zerknittert. Ein kleines Muttermal zierte seine rechte Wange.
Als der Mann sich Richtung Straße bewegte, ließ Lor sich in einer eleganten, lautlosen Bewegung das Dach bis zur Regenrinne hinunter gleiten. Geschickt kletterte sie das Fallrohr hinunter und berührte mit sanften Sohlen den Boden, noch bevor der Mann die nächste Straßenecke erreichte und in die dunkle Gasse links von ihm einbog.

Ich finde "lauernd" nicht gelungen. Das Adjektiv passt nicht recht. Und auch das "elegant" brauche ich nicht: Es passt, aber da sie lautlos gleitet, weiß ich es schon. Und: Wozu die Beschreibung des Mannes? Sie sitzt im Dunkeln oben auf dem Dach, sie kann das nicht sehen. Hier hast du wieder so eine auktoriale Perspektive, mir scheint aber, es ist wie oben auch ein Fehler und du willst eigentlich personal erzählen. Das fällt auch bei der folgenden Mordszene auf: Sie ist perspektivisch unklar. Wenn sie wahrnimmt, wohin er schaut, dann solltest du beschreiben, was sie wahrnimmt. Und was sie daraus schließt. Ich würde auch gern wissen, warum sie pfeift. Weil das ihr Verständnis von Fairness ist, dass das Opfer gewarnt wird? Weil sie will, dass das Opfer ihr in die Augen sieht?
Insgesamt fällt mir auf, dass du eine Neigung hast, Dinge doppelt zu erzählen (reich mir die Flosse):

Zitat
Ihr Dolch landete mit einem gezielten Wurf mitten in seiner Kehle, dort, wo eben noch sein Adamsapfel gewesen war. Lor war in zwei schnellen Schritten bei ihm, zog den Dolch einmal komplett durch seine Kehle und ließ ihn dort verbluten.   

Ungezielt wird der Dolch wohl kaum dort landen. Und mitten drin? Naja, so groß ist eine Kehle nicht. Und der Adamsapfel ist nunmal genau dort. Mir würde es knapper besser gefallen:

Ihr Dolch landete in seiner Kehle, wo eben noch sein Adamsapfel gewesen war. Zwei schnelle Schritte, den Dolch einmal komplett durchziehen. Blut floss. Viel Blut.   

Aber das sind stilistische Fragen. Ich denke aber: auf Füllwörter achten, tut dem Stil in jedem Fall gut.

Trotz dieser Meckereien finde ich aber, dass sich die Szene recht flüssig liest. Ich habe auch eine erste Idee von der Figur.

Szene 2 ist für mich wesentlich anstrengender, weil ich lauter Informationen erhalte, ohne zu wissen, wieso. Da du sie alle im Plusquamperfekt schreibst, wimmelt es auch von Hilfsverben und das Ganze wirkt auf mich etwas hölzern. Ich finde, hier kann man mindestens raffen. Oft hast du auch erklärende Nachsätze, die es gar nicht braucht.

Zitat
Die Nacht war noch jung. Es war gerade einmal kurz vor Mitternacht und der Auftrag war schnell erledigt gewesen. Morgen früh würde die Leiche entdeckt werden.

Der erste Satz ist eine Phrase. Und der Rest eine Erklärung, die du wahrscheinlich weglassen kannst. Warum nicht danach einsteigen? Vorschlag:

Sivald hatte sie angewiesen, die Leiche einfach liegen zu lassen. Sivald, ein aufgeblasener Beschenkter vom ersten Rang des grünen Hofs, war leider ihr bester Auftraggeber. Die mit der Magie der Götter beschenkten Heka waren an und für sich schon so arrogant, dass es weh tat, der Botschafter jedoch übertraf sie noch alle. Lor seufzte bei dem Gedanken, sich mit ihm über den heutigen Auftrag austauschen zu müssen.
Der Musiker war ebenfalls ein Heka gewesen, jedoch nur vom geringen vierten Rang. Sein Tod würde kein Interesse der königlichen Investigatoren auf sich ziehen. Es gab Gesetze und Strafverfolgung. Aber erst ab einem bestimmten Rang. Die Magieträger des vierten Ranges kümmerten kaum wen an Beonons Hof.


Dann kommt ganz viel Infodump. Ich gebe zu, mich hat das so wenig interessiert, dass ich es nur quer gelesen habe. Was davon brauche ich jetzt? Und wie kann es interessanter erzählt werden? Ich denke, du musst es auf deine Figur und deren konkrete Situation beziehen, damit es mich interessiert.

Zitat
Lor ließ ihn ganz nah an sich heran kommen. Als er gerade eine Hand nach ihr ausstrecken wollte, schnellte sie in einer flüssigen Bewegung herum und ließ ihr rechtes Bein mit dem Schwung der Drehung in Richtung seines Kopfes schnellen. Er reagierte ebenso blitzschnell und packte ihren Fußknöchel. Eine dunkle Locke fiel ihm in sein hübsches Gesicht, bedeckte eine seiner kräftigen Augenbrauen. Ein triumphierendes Grinsen legte seine weißen Zähne frei.

Mir ist das alles zu schnell hier.  ;) Und ich wüsste gern, wieso der hübsch ist, am besten durch eine Beschreibung, bei der ich verstehe, dass sie ihn hübsch findet.

Zitat
Sie nutzte den restlichen Schwung ihrer Drehung und zog ihn mit dem Bein, das er noch immer fest im Griff hatte, näher an sich heran. Im Bruchteil einer Sekunde hatte sie beide Beine um seinen Hals geschlungen und brachte ihn mit einer kraftvollen Drehung zu Boden.

Ich finde das unnötig kompliziert beschrieben. Und dann gehst du auch noch aus der Perspektive heraus und zeigst uns das Ganze von außen:

Zitat
Sie wirbelte ihn so herum, dass er bäuchlings auf dem Boden lag und drückte ihm ein Knie in den Nacken. Sie hatte früh gelernt, die physikalischen Gesetze für sich zu nutzen. Nützlich war jedoch auch, dass sie für eine Frau ungewöhnlich stark war. Sie schob es auf ihren früh benötigten Überlebensinstinkt - und das viele harte Training. Zudem war sie größer als die meisten Frauen.

Das schafft Distanz. Ich würde an ihr, in ihrer Perspektive bleiben. Und uns zeigen, dass sie stark ist, statt es zu behaupten. Vielleicht kann sie es auch stolz behaupten, aber dazu muss ich erstmal verstehen, ob du personal erzählen magst oder nicht.

Bis jetzt frage ich mich auch, ob das ein ernsthafter Kampf ist, oder eine Neckerei. Für eine Neckerei scheint es mir sehr hart.

Zitat
Er bemerkte ihren Blick auf seine Fingerknöchel. “Nur Personenschutz heute. Latife hat einen Ball gegeben, leider hat ein Feuer-Heka einem anderen Beschenkten den Arsch flambiert nachdem er seiner Ansicht nach mit seinem Begleiter geflirtet hatte. Das Ganze ist in einer winzigen Schlägerei gemündet”, er formte einen ebenso winzigen Raum zwischen Daumen und Zeigefinger,  eine Geste, die Lor unwillkürlich die Augen rollen ließ, “und der Ball wurde frühzeitig beendet.” Im Schein der Laternen glänzte sein dunkles Haar und seine kräftige Gestalt warf einen breiten Schatten. “Ich habe also Feierabend”, wieder dieses schiefe Grinsen.

Das musste ich mehrfach lesen, um es zu verstehen. Es fehlen Kommas und was er sagt, scheint mir sehr umständlich. Was ich mag ist den flambierten Arsch. Und jetzt ist klar, das soll geneckt sein.

Zitat
Sie betrachtete ihn einen Moment. Er zeigte sich unbekümmert, aber eine Schlägerei zwischen zwei Heka zu beenden, konnte für einen Menschen wie ihn allzu schnell tödlich enden.

Wieso ist es wichtig, dass sie ihn betrachtet? Und dass er unbekümmert ist, hast du gezeigt. Ich denke es reicht, wenn das da dort steht:

Eine Schlägerei zwischen zwei Heka zu beenden, konnte für einen Menschen wie ihn schnell tödlich enden.

Wenn wir dann noch genauer wissen, was "Menschen wir ihn" meint, wird es richtig gut.

Zitat
Wirklich wohl war ihr nur die Gesellschaft von Quix, ihrem geheimen Begleiter, ein ziemlich seltsam geratener, vorwitziger kleiner Flaschengeist.

korrekt wäre: "Wirklich wohl war ihr nur die Gesellschaft von Quix, ihrem geheimen Begleiter, einem ziemlich seltsam geratenen, vorwitzigen kleinen Flaschengeist." Aber hier sind es für meinen Geschmack ein paar zu viele Adjektive.

Insgesamt kannst du die letzten zwei Absätze meines Erachtens streichen. Zeig uns lieber szenisch, wer Envar ist, und den Satz, dass sie sich seit fünf Jahren kennen, kannst du dann irgendwo einfügen.

Kann man dem Lesefluss generell folgen? Ja
Entstehen die Szenen bildhaft? Jein. Siehe oben
Möchte man mehr über Lor und ihr Leben erfahren? Ja
Ich führe außerdem im zweiten Kapitel auch etwas die Welt ein und frage mich, ob da zu viele Infos auf einmal kommen? Ja, eindeutig. Ich brauche kaum etwas davon jetzt
Ein genereller Eindruck, ob euch die ersten Seiten zum weiterlesen motivieren würden, wäre natürlich auch interessant :) Tatsächlich wäre ich bei dem Infodump in Szene zwei ausgestiegen.

Ich finde Lor an sich eine interessante Figur. Besonders interessant wird sie für mich dadurch, dass sie es bedauert, einen Musiker zu töten. Da hätte ich gern noch ein bissel mehr Futter: Wieso hat sie diesen Job? Wie erledigt sie ihn? Was macht es mit ihr zu töten. So ein paar Dinge, die mich hooken.
Ansonsten fällt mir auf, dass in der Szene einige Figuren erwähnt werden, aber Lor ist die einzige nicht männliche Figur. Willst du das so?

Soweit erstmal und liebe Grüße
merin
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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #9 am: 10 November 2024, 19:29:51 »
So, nun habe ich mal gelesen, was die anderen schrieben. Wir scheinen uns recht einig zu sein. Über den "trainierten Körper" bin ich auch gestolpert. Das ist so ein ungenaues Adjektiv. Trainiert kann zäh sein oder muskulös, bullig oder sehnig. Da würde ich genauer hinschauen. Solche Adjektive hast du viele. Ich finde ja, besonders bei Adjektiven lohnt sich Genauigkeit.

Ich finde es gar nicht schlecht, wenn es in Romantasy mal weibliche Promiskuität gibt. Wie die gut einführt wird, ist eine andere Sache. Aber an sich finde ich das cool: schneller Sex versus große Liebe.

Und der Harvinist soll wohl ein Harvenist sein. Der auch zaubern kann und wenn sie ihn anpfeift, gibt sie ihm die Chance sich zaubernd zu wehren. So hab ich das verstanden. Und jetzt fällt mir auf, dass du hier leicht noch ein bissel Spannung reinbringen könntest, die gleichzeitig Weltenbau erklärt: Er kann zum Zaubern ansetzen. Und dann ist sie doch schneller.

Soweit mein Senf ... bin gespannt, was du damit anfangen kannst.

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #10 am: 10 November 2024, 20:25:59 »
Hallo jcl, Paul und merin,

ich hatte angefangen euch einzelne Antworten zu tippen und dann habe ich gemerkt, dass es sich doch alles viel doppelt (das ist gut!), also packe ich meine Gedanken einmal in einen Beitrag. So kann ich es auch besser für mich selbst zusammenfassen und habe am Ende eine bessere Übersicht für mich. Ich habe einfach einmal ein paar spezifischere Dinge rausgepickt, aber auch Kommentare auf die ich hier nicht explizit eingehe, nehme ich mit. Ich hoffe, das ist in Ordnung so.

Als allererstes: Ich danke euch sehr, dass ihr meinen Text gelesen und euch die Zeit genommen habt ihn zu rösten. So viel vorweg: Ich nehme sehr viel davon mit! Auch die kleinen Lobe die doch auch zu finden waren habe ich dankbar angenommen, darüber freut sich doch das verwundbare Schreiberherz  :biggrin: Ich nehme für mich mit, dass der Schreibstil prinzipiell erstmal lesbar ist und Lor bzw. der Plot teilweise auch Interesse weckt. Auch in den Szenen findet man sich prinzipiell zurecht, auch wenn die Tiefe/Bildhaftigkeit fehlt.
Zitat
Du hast einen spannenden Plot. aber m.E. noch an einigen Dinge zu arbeiten.
Das z.B. ist ein Fazit (von Paul) über das ich mich freue!

Zu den Anmerkungen:
Wo ihr euch deutlich einig seid: Das zweite Kapitel enthält zu viel Info-Dump (den Begriff habe ich erst hier im Forum gelernt) und es stört. Das ist für mich eine wichtige Rückmeldung die ich auch gleich gut umsetzen kann (denke ich).
Paul schrieb dazu:
Zitat
Es gibt eine Grundregel beim Schreiben: Infos immer nur so viel, wie der Leser / die Leserin zum Verstehen der Szene unbedingt braucht.
Das werde ich mir hinter die Ohren schreiben! 

Außerdem seid ihr euch auch einig, dass der Umwelt etwas die Farbe fehlt, mehr detailreiche Beschreibungen hilfreich wären. z.B. Paul hat ihr den Tipp gegeben
Zitat
Mein Tip: Folge den Augen deiner Prota
den ich mir mitnehmen werde.

Wiederholt lese ich auch von euch über die Erzählperspektive. Paul und merin ihr erwähnt es beide, wenn ich es richtig verstehe. Da muss ich mich tatsächlich noch einmal 'klug lesen' weil es bisher mein Schriftstellerisches (nicht vorhandenes) Fachwissen übersteigt, woran man das überhaupt so richtig fest macht.
Das Wort 'auktoriale Perspektive' das merin verwendet muss ich z.B. erstmal googeln  :biggrin:
Da muss ich mich nochmal mehr mit der Materie und meinem Text auseiandersetzen, freue mich aber über den Ansatz!

jcl schrieb:
Zitat
Gerade bei einem Killer-Auftrag gäbe es die Gelegenheit, Spannung zu erzeugen, indem mit dem Auftrag etwas Ungewöhnliches, Gefährliches verbunden ist oder sich die Tat als unerwartet schwierig erweist.
Der Denkanstoß hat mir nochmal sehr geholfen. Die ersten Kapitel sind vom Inhalt ca. so: Lors 'Einführungsauftrag' in Kapitel 1, Kennenlernen von Lors Umfeld in Kapitel 2 und dann in Kapitel 3 beginnt die eigentliche Handlung, als Lor einen anonymen Auftrag erhält. Erst als sie ihr Ziel ausgeschaltet hat, wird klar, wer das Ziel eigentlich war und, dass dieser Mord weitereichendere Folgen hat, als sie sich vorstellen kann  :deveek:
Über diesen 'Verrat' wird sie verhaftet und dann nimmt die eigentliche Handlung Fahrt auf. Am Ende des Buches wird dann auch der Verrat/ominöse Auftraggeber aufgelöst. Deine und die Anmerkungen der anderen Feuerteufel haben mich nun zu der Idee gebracht vielleicht direkt mit dem eigentlich problematischen Auftrag zu starten. Vielen Dank dafür! Auch zu den Details mache ich mir noch einmal Gedanken.

merin auch deine Anmerkungen zu den Füllwörtern helfen mir.

Eine Sache auf die ich von Paul noch spezifischer eingehen würde: Dir ist Lor zu glatt. Das kann ich aus den hier beschriebenen Szenen gut nachvollziehen. Im Romantasy Genre sind 'perfekte', super coole, richtig harte und überhaupt überaus fähige Held:innen schon ein Ding und ich liebe es auch, für sie zu schwärmen, das muss ich gestehen  :biggrin:
Ich hatte mir bei Lor gewünscht, sie zu Beginn als 'knallhart' und eher unterkühlt einzuführen. Sie ist verschwiegen und versucht alles zu sehr emotional aufwühlende (wozu morden für sie nicht zählt, weil sie ja so knallhart ist) zu vermeiden. Sie greift zu oft zum Alkohol oder anderen Rauschmitteln und kann schlecht kommunizieren. Sie hat Angst vor allem, was ihr zu nahe gehen, oder sie verletzten könnte. Damit igelt sie sich natürlich auch ein, ist im Grunde einsam und hat einen schlechten Selbstwert unter der abgebrühten Fassade, erlaubt sich diese Gefühle aber nicht. Im Verlauf des Buches lernt sie Cael kennen, der im Gegenteil eher emotional ist, die Tiefe sucht und Nähe möchte. Das bringt sie in einen Konflikt (zusammen mit noch ein paar anderen Ereignissen). Hier wird sie auch mal unfair oder verletzend. Zum Ende des Buches soll sich ihr Charakter zunehmend erweichen (insbesondere in Form eines wohlwollenderen Umganges sich selbst gegenüber). Kurz gefasst also: Ja, hier am Anfang finde ich die 'perfekte' Wirkung von Lor gar nicht so schlecht und sie entspricht schon auch dem, was man (oder zumindest ich) sich von dem Genre auch oft erhofft: Krasse Held:innen  :biggrin:  :hehe:

Ich nehme insgesamt viele allgemeine, aber auch spezifische Anmerkungen zum Text mit, z.B. diese von merin:
Zitat
Der erste Satz ist eine Phrase. Und der Rest eine Erklärung, die du wahrscheinlich weglassen kannst. Warum nicht danach einsteigen?

Ich merke, dass ich, wo ich nun anfange mich mit meinen Texten und dem Schreiben als solches genauer zu beschäftigen, auf eine gute Balance achten muss. Erst bin ich nur mit dem Ziel ran gegangen einen netten Freizeitausgleich zu haben, wild zu fantasieren und hatte (und habe) eine ganze Menge Spaß dabei. Jetzt bestelle ich Schreibratgeber, lasse mich rösten und bekomme den Ehrgeiz auch besser, wenn sich sogar 'ganz gut', in dem zu werden, was ich da neu angefangen habe. Dadurch wird natürlich auch die kritische Stimme im Kopf lauter (und die wollten wir doch für dieses Hobby aussperren!!! :devgrin:). 

Ich denke, ich nehme aus der Erfahrung für mich mit, erstmal die letzten 10 (von 40) Kapiteln 'irgendwie' runter zu schreiben um meine Kreativität und dem Spaß am unperfekten nicht zu 'dämpfen'. Frei nach dem Motto 'alles erlaubt' und mir dann nochmal alle Kommentare an die Hand zu nehmen und langsam den Text grundlegend zu überarbeiten. Denn auch da juckt es mir jetzt schon in den Fingern, die Dinge umzusetzen, die ihr mir genannt habt. Es fühlt sich gerade irgendwie an, wie eine spannende Reise an deren Anfang man steht.  8)

Viele liebe Grüße,
Lartaigh

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #11 am: 10 November 2024, 20:30:08 »
Noch ein Nachtrag zu merins Nachtrag  :biggrin:

Zitat
Ich finde es gar nicht schlecht, wenn es in Romantasy mal weibliche Promiskuität gibt. Wie die gut einführt wird, ist eine andere Sache. Aber an sich finde ich das cool: schneller Sex versus große Liebe.
Juhu! Ich nämlich auch.

Zitat
Und der Harvinist soll wohl ein Harvenist sein. Der auch zaubern kann und wenn sie ihn anpfeift, gibt sie ihm die Chance sich zaubernd zu wehren. So hab ich das verstanden. Und jetzt fällt mir auf, dass du hier leicht noch ein bissel Spannung reinbringen könntest, die gleichzeitig Weltenbau erklärt: Er kann zum Zaubern ansetzen. Und dann ist sie doch schneller.
Richtig verstanden und spannende Idee! Ich merke sie mir auf jeden Fall und kann es mir gut vorstellen.

Lieben Dank nochmal!


merin

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #12 am: 10 November 2024, 21:55:09 »
Zitat
Deine und die Anmerkungen der anderen Feuerteufel haben mich nun zu der Idee gebracht vielleicht direkt mit dem eigentlich problematischen Auftrag zu starten.

Ja, das hätte ich dir nun auch geraten. Ich habe auch oft so Warmschreibszenen, die dann nicht mehr im Text landen.

Und Perspektive ist Handwerkszeug, das muss mensch echt lernen, weil kaum jemand das von allein kann. Da sollte es hier im Forum auch einige Threads zu geben. Ansonsten kannst du auch gern einen starten.
Ich röste zunächst immer, ohne andere Röstungen zur Kenntnis zu nehmen. Dabei ist mein Ansatz der, eine qualifizierte Leser*innenmeinung abzugeben, Euch also zu verraten, wie der Text auf mich wirkt und wie es mir beim Lesen geht und was ich gern anders hätte.

Paul

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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #13 am: 10 November 2024, 22:17:47 »
Hi Lartaigh

Bei mir ist das Schreiben ein reines Hobby. Ich genieße es, beim Schreiben in meinen Geschichten zu verschwinden und die Geschichten in meinem Kopf wie in einem Film zu durchleben. Von daher: lass Dir das Schreiben nicht kaputt machen. Es ist wertvoll in sich.
 Umgekehrt will jede/r, der/die schreibt, dieses Erlebenis mit anderen teilen. Alle anderen sollen den "Film" auch sehen können. Das geht aber nur, wenn man das Handwerkszeug beherrscht. Was hilft: Grundregeln lernen. Was nicht hilft: alles richtig machen zu wollen. (Klappt nicht und wird schnell langweilig, außerdem ist jedes Schreiben individuell. Jede und jeder entwickelt seinen/ihren eigenen Stil. Das macht es ja so spannend).
 Die beste Schule ist, viel zu schreiben. Nach und nach verbessert sich der Stil. Nach und nach verabschieden sich manche Fehler und der Rest ist wie immer harte Arbeit. Kein Text ist am Anfang gut. Alle brauchen das Überarbeiten. Von daher: Willkommen im Club.

Paul  8)
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Re: Lor - Rauch und Asche (Arbeitstitel)
« Antwort #14 am: 11 November 2024, 15:11:20 »
Hallo merin,
 
'Warmschreibszenen' finde ich ein nettes Wort  :) Ich denke meine Anfangsszene lässt sich ganz gut umwandeln, da der problematische Auftrag mit einer ähnlichen Beschattung beginnt (Hallo Wiederholungen  :stirn: :biggrin:), mal schauen.

Ich werde die vorhandenen Threads bei Gelegenheit mal durchstöbern, auch nach interessanten Quellen bzw. vllt. Podcasts, da ich übers Hören (ironischerweise weniger übers Lesen) am Besten lerne/neue Infos aufnehme.

VG
Lartaigh