15 Oktober 2019, 13:02:01

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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Federhexe am Heute um 08:29:48 »
Wie sieht denn dein Plan aus, Viskey?
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Viskey am 14 Oktober 2019, 23:06:52 »
Hallo,

Ich denke, du bist jemand, der von Struktur profitiert, insofern möchte ich dir raten, es zu versuchen.

Ich selbst mache Kapitelplanung, wobei man das Verhältnis hier im Auge behalten muss. Auch ein 40-Seiten-Kapitel (eher Normlänge bei mir) hat in der Planung nicht mehr als fünf, sechs Sätze.
Ich behandle die Kapitel dann eigentlich wie Kurzgeschichten, die ich relativ frei aus dem Bauch schreibe.

Wie tief die Strukturierung bei dir gehen muss, kann dir natürlich keiner sagen, aber ich würde es auf jeden Fall versuchen.

LG Viskey
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Federhexe am 14 Oktober 2019, 09:58:59 »
Der Autor George RR Martin benutzt, im Übrigen, so eine ähnliche Technik.
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von merin am 14 Oktober 2019, 09:52:28 »
Das Prinzip kenne ich nicht, aber es klingt gut, so als Leitlinie, nicht als Regel. Mach das mal ruhig für die Szenen deines Rösttextes.
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Federhexe am 14 Oktober 2019, 09:42:33 »
@Merin Du meinst das Szenen-und-Sequel-Prinzip, oder?

Szene
  • Ziel: Tina möchte einen Kuchen backen, um ihre Mutter zu überraschen
  • Konflikt: Sie hat nur eine halbe Stunde Zeit.
  • Rückschlag: Tina hat eine wichtige Zutat vergessen

Sequel
  • Reaktion: Tina radelt blitzschnell zum Supermarkt, um die Zutat zu kaufen.
  • Dilemma: Ihre Mutter kommt früher zurück als erwartet
  • Entscheidung: Beide backen den Kuchen gemeinsam und verbringen eine schöne Zeit.
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von merin am 14 Oktober 2019, 08:51:31 »
Ich mache auch eine Mischung. Aber bei längeren Texten mach ich schon einen Szenenplan. Ich überlege mir, was die Szene zeigen soll und wie der Spannungsbogen läuft. Manchmal schreibe ich auch drauf los und analysiere dann, was ich geschrieben habe und worum es geht. Dann überarbeite ich die Szene auf meine Analyseergebnisse hin. Insofern ist deine Beispielszene nicht sehr hilfreich, weil sie keinen Spannungsbogen hat. Um einen hineinzubekommen, könnte man sie so umbauen:

Tina bäckt ihren ersten Kuchen. Sie möchte damit ihre Mutter aufmuntern, die total im Stress ist.

Zeigen der Vorbereitung und des Backprozesses. Wichtig dabei ist Tinas Aufregung und ihr Wunsch, ihre Mutter möge sich ihr zuwenden.

Präsentation des Kuchens. Hier muss überlegt werden, wie die Mutter reagiert. Funktioniert es oder funktioniert es nicht? Woran soll das sichtbar werden?
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Federhexe am 14 Oktober 2019, 07:51:27 »
Was am leichtesten für mich ist, das weiß ich nicht. Noch nicht. Ich probier vieles aus. Auch das Freewriting. Doch da hab' ich offenbar keinen roten Faden.
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von LaHallia am 13 Oktober 2019, 22:24:21 »
Wie Nalee schon gesagt hat: mach es so, wie du dir am leichtesten tust.

Ich bin 100% Planschreiber. Ich plane Kapital und zwar in Form von einzelnen Szenen. Ich baue die Szene so auf wie du ein Kapitel ;)

Für mich ist also die Szene die kleinste abgeschlossene Einheit des gesamten Textes.
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Theorie / Re: Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Naleesha am 13 Oktober 2019, 21:54:03 »
Das kommt darauf an was für ein Typ Autor du bist.

Für reine Bauchschreiber ist das nichts, sie schreiben drauf los wie sie die Szenen im Kopf haben, wenn ihnen was begegnet, wozu ihnen das Hintergrundwissen fehlt, wird recherchiert und dann weitergeschrieben.

Dann gibt es Planschreiber, die unendlich viele Notizen, Dateien und Tabellen haben für ihre Charaktere, Szenenpläne und - ja, da können durchaus auch Kapitelpläne dazugehören...

und dann gibt es noch Leute wie mich, die weder reine Bauchschreiber, noch Planschreiber sind, sondern eine Mischung aus Beidem. Ich bin überwiegend Bauchschreiberin und wenn ich erst einmal im Fluss bin, strömen die Seiten nur so aus meinem Kopf heraus. Allerdings brauche auch ich ein Minimum an Planung, z.B. wie stark der Fokus auf welche Charaktere gelegt werden soll, oder auch die Verknüpfung der einzelnen Szenen mit dem roten Faden, sowie dessen Verlauf, damit ich mich nicht in Sackgassen manövriere. Beim Auffinden von Plotlöchern ist ein Minimum an Planung auch hilfreich. Allerdings würde ich mir gedanklich schnell die Kreativität bzw. die Lust am Schreiben verbauen, wenn ich jetzt noch Charaktertabellen, Infotabellen (wer weiß was zu welchem Zeitpunkt), Zeitstränge, Szenenpläne und was weiß ich noch alles anlegen müsste.
Ich lerne meine Charaktere durchs Schreiben und Überarbeiten kennen und verstehen. Je mehr Szenen ich mit ihnen schreibe, umso besser kenne ich sie, ihre Hintergrundstory, ihre Motivationen, ihre Handlungsweisen und Reaktionen. So schreibe ich manchmal 20-40 Seiten reine Müll-Szenen (also Szenen, die nicht dazu gedacht sind, sie ins Buch mit aufzunehmen, sondern nur dazu dienen zu erfahren, wie Charakter X die Situation angeht), bevor ich ungefähr 1-2 Absätze schreibe, in der die betreffende Person auf den gefragten Moment reagiert und handelt.

und sperrt sich ein Charakter trotz eingehenderer Charakterstudie in den Müll-Szenen trotzdem, kommt er hier auf die Charaktercouch.

In dem Sinne: probiere es aus. Wenn es DIR hilft, Szenenpläne und Kapitelpläne anzulegen, dann erstelle sie. Wenn du merkst, dass es dir nicht weiterhilft, dann lass es bleiben. :)

LG, Nalee
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Theorie / Kapitel planen?
« Letzter Beitrag von Federhexe am 13 Oktober 2019, 18:51:02 »
Sollte man neben den Plot auch die Kapitel planen? Versteht mich nicht falsch. Man kann gerne freischreiben. Doch ich bin einfach nicht der Autor dafür. Um den roten Faden bei zu behalten, könnte man ja auch die Kapitel planen. Sollte man das tun?

Also… So würde ich mir einen Kapitel-Plan vorstellen:

Anfang
Tina möchte einen Kuchen backen. Dafür sucht sie sich das Rezept aus und geht in den Supermarkt.

Hauptteil
Tina bereitet den Kuchen zu. Sie schiebt ihn in den Ofen.

Schluss
Tina holt den Kuchen aus dem Ofen, lässt ihn Abkühlen und schneidet ihn in Stücke. Sie serviert ihren Freunden den Kuchen. Alle freuen sich.
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