@Paul: Danke für deinen Input, das finde ich sehr interessant. Schade, dass du dein erstes Romanprojekt auf Eis gelegt hast. Keine Chance, dass es doch noch was wird?
Bei mir hatte es zum Glück keine größeren Auswirkungen auf den Plot an sich, es hat ihn im Gegenteil sogar verbessert. Viele Dinge die vorher nur so halb gepasst hatten, machten auf einmal Sinn bzw. ich konnte manches ergänzen und anderes dadurch streichen. Der Plot wurde so eigentlich "runder" und vor allem die Motivationen der Charaktere nachvollziehbarer. Das sieht man gut im vorher/ nachher Vergleich verschiedener Szenen. Denn die blieben im Kern gleich, nur die Ausarbeitung hart sich verändert. So war zum Beispiel die erste "Thronsaal-Szene" die ich geschrieben hatte, sehr von Topoi geprägt. Fenrir war der dominante, kaltherzige und grausame Herrscher. Er saß auf seinem Thron und Freya wurde ängstlich vor ihn geführt... Oh, wie noch nie dagewesene

Die neue Szene ist ganz anders: Fenrir wird dazu gerufen, er ist eher unspekakilär im Auftreten und strahlt eher so eine Stille Stäke aus. Er ist nun eher "understatement" statt einem gleich ins Gesicht zu springen. Vor allem weil er alles andere als der kalte und dominante Herrscher ist. Irgendwann gehen die zwei eine Art "Wette" ein und auch deren Vorraussetzungen und Inhalt hat sich geändert, nachdem Fenrir zu dem geworden sit, der er nun ist. Hatte sie vorher einen sexuellen und eben auch dominanten Touch, so ist sie jetzt eher auf gegenseitiges "Grenzentesten" ausgelegt. Anderes habe ich tatsächlich aber komplett verwerfen müssen, was aber nicht schlimm war. Es waren keine größeren Dinge.
Aber mein weiterer Plot hat sich dann doch ganz anders entwickelt als gedacht...
Ich lasse trotzdem ganz gerne mal meine Figuren die Führung übernehmen es kommen interessante Dinge dabei heraus. Aber zu sehr ausufern lassen sollte man es nicht, siehe A Song of Ice and Fire. DAs ist vermutlich das was passiert, wenn man seinen Figuren gar keinen Einhalt gebietet.